Worüber regen sich eigentlich alle auf. Darüber, dass wir tatsächlich die Möglichkeit haben, Medien zu rezipieren, in denen ein jeder sein Recht wahrnimmt, seine Meinung auch frei zu äußern? Auch dann, wenn ein Teil der Rezipienten diese Meinung nicht teilt? Darüber, dass Schreiberlinge ihre Gedanken fixen ohne darüber nachzudenken, wie es die Leute finden könnten, die das lesen? Oder darüber, dass Leute eine Meinung publizieren, die Leser dazu zwingt, sich mit einem Thema intensiv auseinander zu setzen, über die man sonst nicht so tiefgehend nachdenken würde, wenn man diesen Scheiß nicht lesen würde? Oder eben darüber, dass Leute eine andere Meinung haben, die nicht übel recherschiert ist, gut durchdacht und fundiert, auch wenn das Ergebniss dessen ein anderes ist, als man es selber gerne schreiben bzw. lesen wollen würde?
Ich weiß es nicht. Aber es geht hier nicht um eine billige Headline in der Bild. Es geht auch nicht um ein dreiseitiges Feature in einem Mag das nur über „Fakten, Fakten, Fakten“ schreiben will. Es geht darum, sich auch Dinge durchzulesen, die einen explizit dazu zwingen, sich mit dem auseinander zu setzen, was man liest. Ganz egal mit welcher Erkenntnis man daraus geht. keiner verlangt, dass man das was man da liest, auch als Einstellung übernimmt. Wenn ich mir die letzten Tage im Netz so ansehe, ist doch genau das passiert. Der gute alte Spiegel erfüllt sein Funktion. So wie je her. Wer damit ein wirkliches Problem hat, sollte nicht ranten, sondern Focus lesen. Aber genau das will ja auch keiner so wirklich!
Ich muss jetzt Körbe werfen.
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