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Das Kraftfuttermischwerk Beiträge

Ukraine

(Foto: Katatonia)

Ich war gestern auf ein Glas Wein bei einem Freund, wir saßen in der Küche und redeten. Auch über das, was gerade in der Ukraine passiert. Ich bin da wahrlich alles andere als ein Experte, halte Krieg allerdings generell für die beschissenste aller Möglichkeiten. Ich sagte ihm, dass ich nicht glaube, dass Putin die Ukraine überfallen würde. Ich halte ihn für durchgeknallt, aber für so durchgeknallt halte ich ihn nicht. Heute Morgen wurde ich eines Besseren belehrt; Russland hat die Ukraine angegriffen. Es gab Tote, Verletzte, ängstige Menschen, die sich in U-Bahnhöfen sammelten. Staus, die Autos von Menschen zeigen, die aus ihren Städten flüchten. Fotos von Menschen in Schützengräben und rollenden Panzern. Wie gesagt, ich habe nicht daran geglaubt.

Der Freund meinte, dass er die Umstände für besorgniserregend halte und sogar Angst hätte, dass dieser Krieg deutlich größer, wenn nicht sogar international werden könnte. Ich verneinte das, weil ich eben dachte, dass es diesen Krieg so tatsächlich nicht geben würde. Jetzt ist er da und ich bin fassungslos. Auch weil davon auszugehen ist, dass der so schnell nicht enden wird – und ich befürchte, dass das wie auch immer gelagerte Konsequenzen nach sich ziehen könnte, die uns alle betreffen könnten. Und ich meine wahrlich keine guten.

Ich habe zu wenig Ahnung von diesem wahrscheinlich komplexen Thema, weshalb ich auch keine abschließende Meinung darüber habe, wer da jetzt die „Guten“ und wer die „Bösen“ sind, aber ich bin mit dem Bewusstsein aufgewachsen, das Krieg einfach immer falsch sein muss. Weil Menschen dabei sterben werden, Menschen zur Flucht zwingt, ganze Leben zerreißt. Russland hat der Ukraine heute einen flächendeckenden Angriffskrieg aufgezwungen. In meinen Augen ist da erst mal recht eindeutig, wer da auf der Seite der Arschlöcher steht.

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Farbe mit einem Laser von Holz holen

Wer schonmal Handläufe und oder Altbautüren von alter Farbe befreien musste, weiß was für eine undankbar beschissene Aufgabe das sein kann. Ich weiß es ganz genau und habe mir dabei mitunter die Finger blutig geschliffen . Heute gibt es die Möglichkeit, Farbe mit einem Laser von Holz zu holen und das zu sehen beeindruckt mich gerade sehr. Will gar nicht an den Menschen denken, der das ohne Laser von Hand machen müsste.


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Stream: Heavenchord – Sedative 2 EP

Ich hatte hier lange nichts von Heavenchord. Auch, weil ich des Dubtechnos mitunter müde bin. Aber die EP Sedative 2, die schon im Dezember bei Secret Domain erschienen ist, hat mich dann doch auf Play klicken lassen. Weil mir dieser Sound gerade jetzt doch ganz gut in die Stimmung passt. Und so höre ich hier einen dunklen Wald, der von Dubtechnonebelschwaden durchzogen ist, was die Sicht verschleiert. Akustisch leitet einen der Sound aber dennoch sicher durch die Dunkelheit ins Licht. Ambienter Dubtechno in seiner besten Form.

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Der Mars in 8K

Wie es dort oben aussieht. Erinnert nicht wenig an Dune.

Made with 44 images from Perseverance Rover on Sol 354
Image data was denoised, repaired, stitched, graded and rescaled for this film.


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Aus Billardkugelkreis wird durch Billardkugel wieder Billardkugelkreis

Es ist ja so, dass es heute Teil meiner Arbeit ist, Billard zu spielen. Darin bin ich recht gut, mit 15 habe ich in einer Billardhalle mit Gläserräumen und an der Garderobe etwas Taschengeld dazu verdient und konnte nebenbei immer für umme mit dem Queue trainieren, was ich umfangreich nutzte. Am Wochenende zog ich dann immer ältere Herren ab, die aus Westberlin ins Umland in den Osten kamen und dort mitunter um Kohle spielen wollten. Weil sie dachten, dass sie eh die geilsten Schlangen wären. Waren sie selten. Wir spielten immer „doppelt oder nichts“ und begannen mit einem Einsatz von damals 10 Mark. Ich tat immer so, als hätte ich zum ersten Mal einen Queue in der Hand und ließ die meistens bis 100 Mark gewinnen, ich hatte das im Privatfernsehen „In die Farbe des Geldes“ mit Tom Cruise gesehen. Gezahlt wurde am Schluss. Bei hohen Einsätzen begann ich dann so zu spielen, wie ich es tatsächlich konnte und ließ die „geilen Schlangen“ am Ende wie Regenwürmer aussehen, die nebenbei noch einen Haufen Geld auf den Rand des Billardtisches legen durften. Für mich. Ich kaufte mir davon als 16-Jähriger Schüler meine ersten 180er Air Max in blau-orange, die ich mir ohne das niemals hätte leisten können. Damals war das für mich recht leicht verdientes Geld. Bis ich auf die Fresse fiel und selber 600 Mark auf dem Tisch liegen ließ.

Ich hatte mich derbe verzockt und der Herr aus Westberlin zog die Nummer mit dem zum „ersten Mal einen Queue in der Hand“ einfach deutlich länger durch als ich es konnte. Er kam mit einem fetten Benzer und hatte halt mehr dabei als das, was ich mir an diesem Wochenende erspielt hatte. Danach nahm ich locker 10 Jahre lang keinen Queue mehr in die Hände.

Erst als ich später in die Jugendarbeit kam, spielte ich wieder Billard. Auch, weil das dort mitunter einfach zum Job gehört. Ich habe nie wieder um Geld gespielt, aber liebe das Spiel einfach sehr. Immer noch. Ich kann nicht viel, aber Billard sehr wohl und das ziemlich gut.

Jedenfalls habe ich gerade diesen Clip gesehen und bin ein bisschen geflasht. Klar, meine #billard Insta-Reels zeigen mir eh täglich, dass auf dem Tuch absolut nichts unmöglich zu sein scheint und vermutlich hat es 376 Versuche gedauert aus dem Kugelkreis mit einer Kugel wieder einen Kugelkreis zu machen, aber ey; guter Stoß.

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22022022

Heute haben wir im Datum ein Ambigramm und ein kalendarisches Palindrom auf einmal. Das passiert nicht in jedem Leben.

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