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Das Kraftfuttermischwerk Beiträge

Adventskalender 2020, Türchen #15: Djanzy & Drop-Out & Svo Lanski – Betta Must Come

Djanzy, der hier regelmäßig mit seinen Mischkassetten zu Gast ist, hat sich mit Drop-Out und Svo Lanski zusammengetan, um mit diesem Mix auch die Reggae-Heads unter euch nicht zu vergessen. Und so spielen sie nicht B2B sondern jeder seinen Part der Reihe nach.

Geliefert haben sie in 160 kBit/s. Ich vermute, um den Sound auch wirklich sehr authentisch rüberzubringen. Oder so.

Style: Reggae
Lenght: 01:19:51
Quality: 160 kBit/s

Tracklist:
1 Q.Q. – Betta Must Come
2 Sound Dimension – Congo Rock
3 Burning Spear – Them A Come
4 The Dynamic Four – Let’s Make Love
5 The Royals – Pick Up The Pieces
6 Ernest Wilson – Pick Them Up
7 Bim Sherman – Lightning & Thunder / Ball Of Fire
8 Jackie Mittoo – Reggae Magic
9 Milton Henry – Gypsy Woman
DROP-OUT (FUNK BEAR BROTHERS)
28:18 Min – 54:00 Min

1 QUEEN – Intro
2 CORNELL CAMPBELL – I’M LOST
3 SAM COOKE – LOST AND LOOKIN‘
4 SUZAN CADOGAN – DO IT, BABY
5 SHINEHEAD – BILLIE JEAN
6 JST*R – TRACK 2
7 MARVIN GAYE – I HEARD IT THROUGH THE GRAPEVINE (JST*R)
8 JST*R – TRACK 2 (Second Part)
9 BITTY McLEAN & THE SUPERSONICS – WALK AWAY FROM LOVE
10 ERYKAH BADU – ON AND ON (TAGGY MATCHER Edit)
11 TAGGY MATCHER – NAUTILUS
12 QUEEN – Outro

Svo Lanski (FUNK BEAR BROTHERS)
54:01 Min – 01:19:55 Min
1. Prince Fatty and Hollie Cook – And The Beat Goes On
2. Bob & Gene – I Can’t Stand These Lonely Nights
3. Lloyd Charmers – Colour Him Father
4. Charmaine Burnette – (Am I The) Same Girl
5. Taggy Matcher & Birdy Nixon – Tighten Up
6. Bob Marley – Gonna Get You
7. John Holt – For The Love Of You
8. J Star & Ms.D – Fall In Love

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United We Rise Podcast Nr. 048: Kraftfuttermischwerk

Rudi und ich haben vor gut zwei Wochen unseren letzten gemeinsamen Mix für dieses desolate Jahr aufgenommen. United We Rise hatte gefragt und wir dachten, wir rumpeln nach all den Monaten unser ewig von Bummeltechno geprägten Soundcloud-Blasen einfach mal rum. Denn diese Monate waren auf Soundcloud eben mitunter auch völlig einschläfernd. Wir konnten das Beide nicht mehr hören.

Also haben wir das einfach mal ganz anders gemacht und die Kuh samt Kalb zum Fliegen gebracht.

Mit Kenny Larkin, deren „Loop 2“ das erste war, was ich damals bei Allen Alliens „Braincandy“ auf KissFM gehört hatte, mit Ultrashocks „Sound of E“, mit Emmanuel Top, Haldoliums „Diabolika“, Electric Universes „One Love“ und mit Plastikman. Vieles davon hat mich musikalisch tief geprägt und gehörte endlich mal zusammen in einen Mix, ohne dabei zu bummeln. Und vielleicht waren auch 1,2,3 Schnaps im Spiel.

Drei Fragen haben wir auch beantwortet. War eine dolle Nacht.

🗯🗯 Wie hat Corona dein Künstlerleben verändert? 🗯🗯

Unser Künstlerleben quasi ist komplett eingefroren. Wir hatten übers Jahr zwei Gigs. Die haben wir sonst mindestens pro Monat. Es ging halt nichts. Zum Glück sind wir davon finanziell nicht abhängig, weil wir eigentlich andere Dinge machen, um unseren Lebensunterhalt einzufahren. Ich würde da mit jenen, die mit dem Auflegen ihr Leben finanziell meistern, nicht tauschen wollen. Und dennoch fehlt das. Nicht nur finanziell, vor allem eher soziokulturell. Die gemeinsame Eskalation, das Ausrasten, die kollektive Ekstase. Das sind ja auch Gründe, warum wir das, was wir da machen, so lieben – und das war halt ab März einfach mal so weg. Gänzlich. Das fehlt nicht wenig. Und dennoch sind die Maßnahmen natürlich notwendig und auch richtig. Das ist vielleicht das größte Dilemma an all dem – man kann das nicht mal irgendwem übelnehmen oder seinen Ärger auf irgendwen projizieren. Weil es ist wie es ist und weil es genau so sein muss.

Und wir konnten aufgrund der vielen freien Zeit endlich mal unser Album fertigmachen, das nun Ende Dezember erscheinen wird. Einer der wenigen Vorteile.

🗯🗯 Wo hast du diesen Mix aufgenommen? Wie ging es dir dabei? 🗯🗯

Wir haben beide ein bisschen die Schnauze voll von unseren Soundcloud-Streams. Seit Monaten nur noch Bummelschneckentechno auf allen Kanälen. Nicht selten sehr uninspiriert, sehr lame. Ich kann es, bis auf wenige und doch gute Ausnahmen, nicht mehr hören. Also dachten wir so, „lass mal das Bums-Zeug von früher spielen. Das kennen doch die ganzen jungen Leute ja gar nicht nicht mehr!“ Und so war das. Dann ballerten wir im Studio die Monitore fast auf Anschlag, machten die Fenster auf (weil Rudi unbedingt beim Auflegen im Studio rauchen wollte und da wird halt eigentlich nicht drin geraucht) und dachten, dass irgendwer der Nachbarn die Bullen rufen würde. Was keiner tat. Wir tranken viel zu viel Schnaps, Rudi kam irgendwann mit Sekt um die Ecke und ging erst gegen 04:30. Es ist mal wieder alles komplett eskaliert – und wir lieben das. Das Studio stinkt immer noch wie eine Berliner Raucherpinte zu Beginn der 90er Jahre. Aber das war das den Abend wert.

🗯🗯 Was wünscht du dir für die Zeit nach oder mit Corona? 🗯🗯

Gigs, Festivals, Meeresrausch, gemeinsame Eskalation, das Ausrasten, die kollektive Ekstase. Und Pyros.

Und damit kann das Jahr dann auch endgültig weg.

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Mixtape: Quiet Indie Songs of 2020

Zugegeben: derartiger Sound kommt hier zu kurz, was dem geschuldet ist, dass ich von dem schlichtweg keine Ahnung habe. Wenn dann aber drüben bei Low Light, wo man ja eigentlich eher für Ambient verantwortlich ist, auftaucht, dann klicke ich schon mal auf Play und bin nicht wenig überrascht, wie gut mir dieses Mixtape gefällt. Sehr schön und passt mir gerade ganz wunderbar in die Stimmung.

Tracklist:
00:00 Squirrel Flower – Seasonal Affective Disorder
03:33 Field Report – Puget Sound
07:54 Devendra Banhart – Franklin’s Tower
16:19 Phoebe Bridgers – Moon Song
20:48 Clem Snide – Roger Ebert
23:36 Bonny Light Horseman – Bonny Light Horseman
27:58 Kevin Morby – Sundowner
32:56 Sarah Jarosz – Hometown
35:48 North Americans – Rivers That You Cannot See
39:28 Mute Forest – Crater Laugh
43:28 Kronos Quartet with Meklit – The President Sang Amazing Grace
47:15 Alexandra Savior – Soft Currents
50:20 S. Carey – Take It With Me
55:06 Tresspassers William – Winterstorms
58:18 H.C. McEntire – Hands for Harvest
62:28 Squirrel Flower – Headlights
64:55 Bedouine, Waxahatchee, Hurray for the Riff Raff – Thirteen
67:51 M. Ward – Migration of Souls
71:19 end

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Adventskalender 2020, Türchen #14: Audite – Good Ol‘ Days Part One

Starten wir mit Audite zurückhaltend in eine neue Woche, die spätestens ab Mittwoch noch mehr Zurückhaltung von uns allen verlangen wird. Ich für meinen Teil weiß gerade noch nicht ganz genau, was das für mich bedeuten wird, stelle mich aber schon mal darauf ein, nicht richtig arbeiten zu können.

Bei Audite, der hier im Kalender ja auch schon zum Inventar gehört, fällt mir ein, dass ich ganz, ganz viele der Leute, die hier die Türchen befüllen, tatsächlich auch schon persönlich kennenlernen durfte. Internet sei Dank. Er ist einer dieser Menschen und er kann vieles: Dubstep, Drum & Bass und Downbeats, für die er sich in diesem Jahr entschieden hat und mit denen er hier eine Klassikerparade sondergleichen hinlegt. Hab ich hier so fast am Stück alles im Regal stehen, lange nicht gespielt, lange nicht gehört und irgendwie immer mit dem Geruch von schwelendem Dope assoziiert. Weil das damals bei dem Sound, den wir aus Gründen gerne auch „Dopebeats“ nannten, immer mit dazugehörte. Good Ol‘ Days.

Style: Downbeats
Lenght: 01:30:24
Quality: 320 kBit/s

Tracklist:
01: Nitin Sawhney – Anthem Without Nation
02: Xavier Jamaux – Neither Sing Sing Nor Baden Baden
03: LTJ Bukem featurig DRS – Constellation
04: Visit Venus – First Man On The Moog
05: Shantel – Bass & Several Cars
06: DJ Shadow – Building Steam With A Grain Of Salt
07: 4hero – Spirits In Transit
08: Portishead – Numb
09: Poets Of Thought – The Rhyme Goes On
10: Peace Orchestra – Marakesh
11: The Wiseguys – Nil By Mouth
12: Boards Of Canada – Aquarius
13: DJ Cam – Hip Hop Pionners
14: Phoneheads – Second Sight
15: Odyssey – Artifical Life
16: Adam F – Circles
17: Doc Scott – Tokyo Dawn
18: Roni Size & Reprazent – Brown Paper Bag (Full Vocal Remix)
19: Badmarsh & Shri – 130 Steps
20: Appaloosa – Travelling
21: Small World – Livin‘ Free (Soundtrack Mix)

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