Zum Inhalt springen

Das Kraftfuttermischwerk Beiträge

Tschüss, 2025!

(Foto: Pexels)

Und wieder mal endet ein Jahr. Hier im Blog nun mittlerweile das schon 20. Ich hatte das im September verpeilt und deshalb nicht gesondert darauf hingewiesen. Was natürlich nichts daran ändert, dass ich den Bums hier nun wirklich schon über 20 Jahre mache. Meistens täglich, inhaltlich über die zwei Jahrzehnte hinweg immer wieder mal anders. Mal so, mal so eben. Zeiten ändern sich, Zeiten ändern dich, ändern das Internet, ändern Begeisterungen, ändern Motivationen, ändern Vorlieben. Manchmal, wenn auch nicht immer und alles davon. Und ich will ehrlich sein: ich bin des Bloggens ein wenig müde geworden. Ganz anders als ich das mal war. Man spürt das hier sicher auch an der Frequenz und inhaltlichen Verschiebungen. Ich spüre das an der von Jahr zur Jahr schwindenden Reichweite, wobei das eine davon das andere sehr wahrscheinlich, natürlich gar, bedingt – und beides ist okay für mich. Ich habe aber dennoch hier immer noch nicht genug und bin auch noch nicht fertig. Ich will hier halt einfach nur noch mein Ding so machen, wie ich es machen mag. Ohne Druck von außen, ohne irgendwelche Erwartungen erfüllen zu müssen. Und das finde ich für mich mehr als nur okay. Ist ja mein Blog.

Ansonsten: gutes Jahr gewesen. Viel gesehen, viel getanzt, viel geliebt und viel gelacht. Hier wenig darüber geschrieben oder auf anderen Plattformen rausposaunt, die mir ohnehin immer mehr auf den Saque gehen. Einer der für mich wichtigen Gründe, das Baby hier auch weiterhin am Laufen zu halten. Wenn auch kleiner als vor Jahren noch.

Gut für euch: ich werde Anfang nächsten Jahres hier komplett die Werbung rausschmeißen. Die geht einfach eh allen auf den Saque und weil sie so gut wie gar nichts mehr bringt, mir eben auch. Eine Bitte: wenn sich ein Coder unter euch finden sollte, für den Derartiges umzusetzen, so gar kein Ding ist, gerne melden. Dann geht das noch schneller und ich mache hier nichts kaputt. Ich habe da nämlich echt keine Ahnung mehr von. Das wäre wirklich sehr fein.

Die Welt scheint immer verrückter zu werden. Dagegen anzugehen scheint immer schwieriger, ohne dabei den Glauben an sie zu verlieren. Vielleicht auch deshalb schließe ich mich hier in meiner kleinen Schatulle ein und versuche, dem Wahnsinn wenigstens ein bisschen was entgegensetzen zu können. Für ein paar kleine Momente, die diesen vielleicht kurz vergessen machen. Klingt nicht mehr so grundoptimistisch wie vor ein paar Jahren noch? Stimmt. Aktuell sehe ich nicht viele Gründe für Optimismus und hoffe sehr, dass es anderen, auch von euch, irgendwie anders geht.

Ich mache hier dann nächstes Jahr einfach wie gewohnt weiter und wünsche allen der hier Mitlesenden bis dahin einen extrafantastischen Start ins Jahr 2026! Kommt gut rüber, passt auf euch auf, haltet euch an denen fest, die ihr liebt und die euch lieben. Im Regelfall sind sie das Wichtigste, was wir alle haben.

Hier geht es heute ganz tiefenentspannt zur Sache. Oder besser: zur Sache geht es hier heute so gar nicht. Ich stelle mich später in den verschneiten Garten, um dort Berliner Pfannkuchen zu frittieren. Später kommt Besuch, Raclette, diesdas und Sektchen. Ganz in der Hoffnung, dass der Angsthund nicht durchdreht, während draußen das Gerumse durchfährt. Fenster zu, laut Downbeat-Mixe hören. Was man dagegen halt so zu tun versucht.

Kommt gut rüber! Ihr lest von mir.

27 Kommentare

Internet Archive: Hirschbar

Gregoa machte mich neulich ganz nebenbei auf das kleine Internetarchiv im Kontext zur guten alten Hirschbar aufmerksam. Ich habe hier irgendwo noch meinen damaligen „Mitgliederausweis“ mit vietnamesischer Briefmarke liegen. Vermutlich nur was für die Berliner:innen, die damals irgendwie „Goa“-Kontext hatten. Für mich allerhand, da ich damals auf den Hirschfestspielen war, zu denen die Prototypen (Blog-Urgesteine) dieses Video gemacht hatten. Chillen in der Hirschbar ging eh auch immer gut. Selbst heute noch.

4 Kommentare

Mixtape: Pay Kusten – Fishing Under The Moon & Stars [Akustische Liebschaften 3]

Ich weiß nicht, was ihr so „zwischen den Jahren treibt“ – hier ist Gelassenheit angesagt. Morgen mal eben nach Erfurt auf ein Konzert, dort kurz bleiben und dann hoffen, dass die überängstliche Hündin ob der Böllerei zu Silvester nicht wieder kurz vor Herzstillstand ist (Hab schon geguckt, was so ein Flughafenhotel, an denen nicht geböllert werden darf und die krass gut schallisolierte Fenster haben, kostet. Leider sehr teuer.) Egal, anderes Thema…

Im Sommer war ich dabei, als Pay auf einer Hochzeit ein „Acoustic-Set“ gespielt hat, was wir DJs der elektronischen Musik ja ganze gerne so nennen, wenn wir mal richtige Musik auflegen. Hihi. Jedenfalls hatte mir das im Sommer und dem Anlass angemessen so gut gefallen, dass ich dachte, das könnte der ja gerne öfter mal machen. Und dann haut der vor ein paar Tagen so ein Ding raus. Neben dem Kalender für mich schönste Mix im Dezember. Note to myself: Vielleicht doch noch mal über eine Karriere als MC nachdenken. Ich wette, wenn er bei Soundcloud in seine Insights sieht, hat keiner dieses Mixtape so oft gehört wie ich, denn hier läuft seit Tagen einfach nichts anderes. Wirklich nichts anderes. Passend zu den Anlässen der letzten Tage und in der Summe einfach wunderschön. Life is a beach.

This set is a tribute to calm rituals: the soft clink of glass, the low hum of the room, the comfort of being alone without feeling lonely. Each transition feels like casting a line into darkness, waiting—not for a catch, but for clarity.

A mixtape made for those moments when the world finally slows down, when a single glass of red wine warms your hands and thoughts drift freely.

These tracks breathe. They shimmer like moonlight on still water, carrying a sense of patience, reflection, and gentle longing. It’s music for sitting back, for staring out of a window, for letting memories surface without forcing them away.

Ein Kommentar

Ólafur Arnalds – Sunrise Session III with Sandrayati, RAKEL & Salóme Katrín

Bleiben wir doch noch ein wenig besinnlich, weil es ja auch irgendwie ganz heimlich angenehm ist. Ólafur Arnalds hat am kürzesten Tag des Jahren ein paar Freunde eingeladen, um mit denen zu musizieren – und das ist ganz schön dolle schön geworden.

To celebrate the winter solstice I gathered a few friends and family members at home in Reykjavík. Sunrise Session III features Sandrayati, RAKEL and Salóme Katrín on vocals and 4 incredible string players, performing a few choice songs we felt fit the occasion.

On this shortest day of the year, this is our tribute to brighter days ahead. I truly hope you enjoy it. We loved making it.

Wishing you all wonderful holidays!


(Direktlink)

Einen Kommentar hinterlassen

Der das KFMW Adventskalender 2025 in einem Player

(Foto: Netti_Nu_Nu)

Und dann war er auch schon wieder vorbei. Toll, dass so viele Menschies da draußen das Ding immer noch so sehr zu schätzen wissen. In Zahlen lässt sich das mittlerweile nicht mehr beweisen, weil wir alle unser Nutzungsverhalten im Netz geändert haben. Weil wir alle weniger Seiten anklicken. Weil es seit Jahren weniger wird. Kurzer Blick in die Statistik, wobei 2019 hier nicht mal Peak war:

Das ist einer der Gründe, warum ich in den letzten Jahren immer an dem Sinn dieses Projekts gezweifelt habe. Aber dann bekomme ich grandioses Feedback von euch. Und die fantastischen Mixe, derer, die sie dabei haben wollen. Dass ihr euch so sehr darauf freut. Nach all den Jahren immer noch. Dass viele von euch dafür was zu geben auch gerne bereit sind. Danke dafür! Und so lange in 24 Tagen über 30.000 Menschen Mixe aus diesem, euren, Kalender anhören, muss der ja zu irgendwas gut sein. Und mir reicht dabei, euch dazu eine gute Zeit haben zu lassen.

Hier in Sammlung die 24 Kalendertürchen aus dem Jahr 2025, die alle für sich in meinen Ohren jeweils eine Perle sind. Kommt gut übers restliche Jahr! Und danke! Ihr wisst, wer ihr seid – und ich weiß das sehr zu schätzen. <3

12 Kommentare

Lowrider Oldies – Sweet Soul Mix【 THE NTS GUIDE TO… 】

Hier erstmal die Küchen- und Geschenkpapierschlacht des Jahres überstanden und ich kann sagen, auch vegane Gänsekeulen aus Austernpilzen können was. Gleich geht’s weiter, wieder in der Küche, aber da stehe ich eh am liebsten. Dazu gibt es Soul. Ganz so, wie ich ihn mag.

„Low and slow but also mid tempo with gusto.” Classic sweet soul tracks synonymous with Chicano lowrider culture, selected by Rene Lopez of Los Hitters.


(Direktlink)

Tracklist:
0:00:00 – Curtis Davis – Somebody
0:02:40 – Honey Welch – It Must Be Love
0:05:35 – The Chappels – No Friends At All
0:08:08 – Chuck Corby & The Entrees – City Of Strangers
0:10:00 – The Vals – I’m Stepping Out With My Memories
0:12:00 – Jeff Dale – Don’t Forget About Me Baby
0:14:50 – Bobby Fulton – It’s Good To Be Lonely Sometimes
0:17:40 – June Conquest – No One Else
0:20:07 – Cortez & The Entertainers – Life
0:23:00 – The Sensations – Please Baby Please
0:25:40 – Karen Small – That’s Why I Cry
0:27:40 – Vivian Copeland – So Nice, I Had To Kiss You Twice
0:30:50 – Wendy Rene – Young And Foolish
0:33:32 – The Commands – Don’t Be Afraid To Love Me
0:37:20 – Lee Williams and the Cymbals – I Love You More
0:39:10 – The Ethics – Sad, Sad Story
0:41:20 – Bull & The El Capalara’s – No Sign of Sadness
0:44:30 – Timothy Wilson – These Are The Things That Make Me Know She’s Gone
0:48:10 – The Desires – Oh What A Lonely Night
0:50:10 – Brothers Of Soul – I Guess That Don’t Make Me A Loser
0:53:00 – Johnson, Hawkins, Tatum & Durr – You Can’t Blame Me
0:56:30 – The Superbs – So Glad You’re Home

Einen Kommentar hinterlassen

Adventskalender 2025, Türchen #24: Zuurb – Angrboda

Zuurb beschreibt das, was er macht, als „Emotional electronic“: „Atmospheric, slow and sad music to bring people a bit of joy.“ Und das beschreibt sein Treiben außerordentlich gut. Wir haben uns ewig nicht gesehen, aber schreiben mindestens ein Mal im Jahr. Spätestens dann, wenn es um seinen Mix für den Kalender geht. Das hier ist sein mittlerweile 13. dafür. Krass gute Quote in der jetzt 21. Ausgabe. Und wie immer bei ihm mit ganz individueller Handschrift. Nur Zuurb selektiert Musik, wie Zuurb es tut. Immer eine Quelle der Emotionen. Auch derer, die ein bisschen traurig sein können. Ganz so wie das Leben. Das Leben in Klang. Verpackt für eine Reise zu sich selbst. Und dann kommt ein Beat…

Ich musste „Angrboda“ suchen, man kann ja nicht alles wissen. Nur damit ihr wisst, womit ihr es hier zu tun habt.

Angrboda (an Angrboða:„Angstbotin, -bringerin; Kummerbereitende“) ist in der nordischen Mythologie eine Riesin.

Sie gebiert in der Verbindung mit Loki drei Kinder: den Riesenwolf Fenrir, die Midgardschlange Jörmungand sowie die Totengöttin Hel. Wegen der Gefahr, die die Kinder für die Götter bedeuteten, wurde Fenrir mit der Fessel Gleipnir gebunden, Jörmungand von den Asen ins Meer geworfen und Hel in die Unterwelt gebannt, wo sie als Herrin der Toten waltet.

Angrboda wird häufig mit der „Alten vom Eisenwald“ (Alte im Jarnvidr) der Völuspá gleichgesetzt. Als solche gebar sie „die Brut Fenrirs“ Hati und Skalli sowie Managarm.

Style: Piano/Ambient
Length: 00:58:57
Quality: 320 kBit/s

Tracklist:
None.

Alle der diesjährigen Kalendermixe finden sich hier.

6 Kommentare

Adventskalender 2025, Türchen #23: kobpy – Angenehm anstrengende Populärmusik als Digestif fürs Jetzt. [zartbitter, lieblich, Zirbe]

Vorneweg: ich habe mir diesen Titel nicht einfallen lassen, dass war kobpy selber. Und so wild wie der Titel ist dann auch dieser Mix. Natürlich. Vieles davon habe ich zuvor noch nie gehört – und das mag ich immer sehr. Weil inspirierend und so. Das ist keine Musik zum Hören, sondern zum Hinhören. Weil sie was zu sagen hat. In diesem Fall hier mehr als nur einmal und mehr als nur Hintergrundbeschallung – und eben so sehr anders. Mag ich sehr in dieser Konstellation als Summe aus einzelnen Teilen. Und einige von euch wahrscheinlich auch.

Ich gehe dazu dann jetzt mal in die letzten Vorbereitungen in die Küche und tobe mich hierzu zuhörend aus.

Style: Indie
Length: 02:02:09
Quality: 320 kBit/s

Tracklist:
sample – RIAS – Erinnerung an Jürgen Schiller
Torky Tork – Der Ton
Otto von Bismarck – Alles ist billig
Sirujmo, Erobique, Anna – Lehm
Karl Kave, Durian – Hühnerei (City Version)
PICOBELLO – Sicherheit
sample – Eugen Egner – zu jung für eine eigene hose
Conny Frischauf – Private Geheimsache
Musik für leere Diskotheken – Binnenschiffer
Piocka Krach, Gudrun Gut – Der Leichte Wind
Laturb – In the Meantime
Conny Frischauf – Roulette
Adolf Noise – Was ist zu viel Zeit
Fuffifufzich – Feel zu spät
Vormärz – Keine Zeit
Rosa Hoelger, Tobias Delitt – Wow, du bist ein Mensch mit Ambitionen
LimboBoys – Basy
Spike Jones and His City Slickers – All I Want For Christmas Is My Two Front Teeth
Fritzi Ernst – Introvert Memes
Es brennt – High
Ill Till, Xberg Dhirty6 Cru – Jedill Master
Conny Frischauf – Test
Spilif – Blüte
Dingsikaxi, Drunken Sinkers – Raumschiffbruchrettungsdienst
Welle: Erdball – VW-Käfer
sample – artcore_noreality-mashup:Tagesschau 02.11.25- L. Klingbeil, Gunter Gabriel, Greta Thunberg
Robert Alan – Kinder
sample – RIAS – Erinnerung an Jürgen Schiller
1000 Robota – Fahr weg
Gustav – Rettet die Wale
Ohrbooten – Meerchen
Die Türen – Miete Strom Gas (Thee Church Ov Acid House Remix)
Charlotte Brandi – GELD (Single Edit)
Romano – Brenn die Bank ab
Die Goldenen Zitronen – Von den Schwierigkeiten, die Regierung stürzen zu wollen
sample – RIAS – Erinnerung an Jürgen Schiller
Dingsikaxi, Betonmascha – Abbruch
Jens Friebe – Warum zählen die rückwärts Mami
Karl Kave, Julia Toggenburg – Punks und Klopapier
Fortuna Ehrenfeld – Auf’m Park & ride von Golgatha
Bernadette La Hengst – Alles wird immer besser (feat. Die Zukunft)
Funny van Dannen – Lass uns in den Park gehen
sample – Eugen Egner -. zu jung für eine eigene hose
Rainald Grebe – Für immer Punk
Früchte des Zorns – Passt aufeinander auf
sample – RIAS – Erinnerung an Jürgen Schiller

Alle der diesjährigen Kalendermixe finden sich hier.

6 Kommentare