Zum Inhalt springen

Das Kraftfuttermischwerk Beiträge

Fotograf wohnt in einem Haus, das wie eine Kamera aussieht

Der Fotograf Ravi Hongal liebt die Fotografie nicht nur so sehr, dass er seine drei Söhne Nikon, Canon und Epson genannt hat, nein, zu dem wohnt er in einem Haus, das von innen und von außen wie eine Fotokamera aussieht. Nikon, Canon und Epson wohnen auch dort. Warum auch nicht?

„While the facade is complete with a lens, flash, show reel, a memory card and a viewfinder, the interiors also have ceilings and walls designed as different parts of a camera.“


(Direktlink, via Nag on the Lake)

Einen Kommentar hinterlassen

Doku über die historische Abschaffung der Berliner Sperrstunde: Stadt ohne Morgen

Als ich mich als junger Mensch durch die Berliner Wochenenden gefeiert habe, habe ich mir nie Gedanken über eine Sperrstunde gemacht. Es war total normal, jede Nacht zum Tag und den wieder zur Nacht machen zu können. Erst später wurde mir klar, dass das woanders alles andere als normal galt. Als ich mal in Neapel auflegte, ging um fünf morgens das Licht an und die Leute gingen gesammelt nach Hause. Ich staunte nicht schlecht und war früher im Hotelbett als ich mir hätte vorstellen können.

Der Nachteil dort war, dass die Leute so hart am Feiern waren, dass sie ganz schnell ganz viele Sachen zu sich nahmen, weil sie ja wussten, dass die Nacht bald ein Ende haben würde und dementsprechend sehr verballert waren.

Aber glücklicherweise bleibt derartiges in Berlin erspart und man kann, wenn man mag, das komplette Wochenende durchmachen. Diese Doku zeigt, wie es dazu kam und wie das die Clubkultur der Stadt beeinflusst hat und immer noch beeinflusst. Und jetzt, wo da gerade gar nichts geht, macht es schon auch ein bisschen Bock, mal wieder eine Nacht zum Tag und den wieder zur Nacht zu machen.

1949 schaffte ein Mann namens Heinz Zellermayer in Berlin die Sperrstunde ab und legte damit den Grundstein für die niemals enden wollenden Nächte die daraus erblühende grenzenlose Freiheit, die wir heute genießen. STADT OHNE MORGEN geht der Frage nach, wie diese historische Entscheidung die Entstehung einer vielfältigen Clubkultur befördert hat und was diese Freiheit innerhalb einer sich rapide verändernden Stadt für ihre Bewohner bedeutet.

https://vimeo.com/404319943
(Direktlink, via Das Filter)

2 Kommentare

Flussdiagramme zeigen das Geflecht von Beziehungen, die Pinguine in zwei Aquarien so pflegen

Die japanischen Aquarien in Kyoto und Tokio führen Flussdiagramme, die das Beziehungsgeflecht der dort lebenden Pinguine aufzeichnen und festhalten sollen. Und bei den Pinguinen ist ganz schön was los. Vielleicht ließe sich daraus eine Doku-Soap machen.

Penguins, the way they waddle around and protect their eggs, are often thought of as cute, cuddly and romantic. But those who observe them for extended periods know they have a dark side. Two aquariums in Japan, Kyoto Aquarium and Sumida Aquarium, keep obsessive tabs on their penguins and maintain an updated flowchart that visualizes all their penguin drama.

As Kyoto-based researcher Oliver Jia points out, penguin drama can include serious crushes and heartbreaks but also adultery and egg-stealing. And these Japanese aquariums have it all charted in a flowchart that can be studied for hours.

https://twitter.com/OliverJia1014/status/1279288292781875205

Einen Kommentar hinterlassen

In einem japanischen Baseballstadion haben sie Roboter in die Ränge gestellt, die Fans ersetzen sollen

Um die durch Corona leeren Ränge des Stadions im japanischen Fukuoka mit etwas Leben zu füllen, hat das Baseballteam der SoftBank Hawks mehr als 20 Roboter hingestellt, die wenigstens für ein bisschen Atmosphäre sorgen sollen. Kommt bei mir nicht so richtig an, finde die „Choreo“ eher dystopisch.


(Direktlink, via BoingBoing)

Einen Kommentar hinterlassen

Update zu meinen 13 Tomatensorten für diesen Sommer

Vor acht Wochen schrieb ich hier darüber, dass ich durch das Internet 13 Tomatenpflanzen bekam, von denen ein Teil zu den sogenannten „alten Sorten“ gehört. Wir haben die Kleinen damals getopft, mit guter Erde versorgt und in die Sonne gestellt. Dann wuchsen sie so vor sich hin, wurden gegossen, mit Kaffeesatz gedüngt (Keine Ahnung, warum. Mein Vater hat das immer gemacht und der kam aus einer Bauernfamilie. Ich vertraue ihm da mal. Der muss das wissen.), halbtägig mit Sonne versorgt und rundum all inklusive gepflegt. Vorneweg: die Harzfeuer der Frau des Hauses sind mittlerweile mindestens doppelt so groß und tragen dreimal so viele Früchte, aber die kommen auch aus so hochgezüchteten Powersamen und nur um Ertrag soll es mir ja gar nicht gehen.

(Die „Harzfeuer“ der Frau des Hauses)

Viel mehr geht es mir darum, zu sehen, wie unterschiedlich 13 Sorten Tomaten halt so vor sich hinwachsen, was sie unterscheidet, wie individuell sie sich entwickeln und natürlich auch darum, was sie am Ende nicht nur von der Optik sondern auch geschmacklich unterscheiden wird. Ich hab Urlaub, bin zu Hause und dachte heute, ich könnte ja mal wieder etwas genauer nach den Dingern sehen.

Vor sechs Wochen hatten sich alle eine ordentliche Blattlausplage eingefangen, was wiederum jede Menge an Ameisen anzog, die sich dann um und an den Pflanzen satt frassen. Wir haben die dann mit Schwarztee (Earl Grey) und kurz darauf mit Brennnesseljauche behandelt, was gut geholfen hat. Dann wurden sie generell ausgegeizt und angebunden.

Heute habe ich mich ganz kartoffelig daneben gesetzt, sie sehr großzügig entgeizt und mich von der Unterschiedlichkeit der 13 Sorten beeindrucken lassen. Klar, es sind alles Tomaten und trotzdem sind alle Pflanzen anders. Manche erinnern vom Blattwerk an Basilikum, andere ein bisschen an Cannabis. Einige sind sehr hoch und schmal, andere buschig und dadurch ziemlich breit. Eine trägt schon jetzt sehr viele Tomaten, manche noch gar keine und bisher nur Blüten. Geil, diese Individualitäten beobachten zu können. Ich mag das sehr, auch wenn das natürlich eigentlich eher normal als außergewöhnlich ist. Sind so meine kleinen Freuden.

Jetzt kommen sie wieder halbtägig in die Sonne, so denn die mal wieder scheinen wird, und können weiter wachsen. Vielleicht bekommen sie die nächsten Tage mal auch noch etwas natürlichen Dünger, bevor sie dann endlich irgendwann in dem Tomatensalat nach Vadders Rezept enden werden. Bei einigen scheint das so lange nicht mehr zu dauern.

Hier ein paar Fotos des aktuellen Wachstumsstatus der jeweiligen Sorten.

„Black Mauri“

„Carrot-like“

„Valencia“

„Goldene Königin“

„Dorenia“

„Camone“

„Yellow Submarine“

Mein bisheriger Liebling „Gartenperle“

Gelbe Cocktail – „Potsdamer Hausmarke“ seit 2012, Basis war möglicherweise „Cerise“ gelb

„Gartenperle“ neben „Potsdamer Hausmarke“

„Stierherz von Kasachstan“ – die sollen eigentlich riesig werden, bisher ist davon nichts zu sehen

„Smaragdapfel“ – bisher auch nur Blüten

„Marmande“ – sieht richtig gut aus. Auf die freue ich mich.

„Feuerwerk“, glaube ich

Jetzt alle gestutzt, gebunden und sie weiter wachsen lassend.

To be continued

4 Kommentare