Vor 30 Jahren (Feel old yet?) nahm uns der Weinexperte Oz Clarke auf eine Entdeckungsreise durch die Welt des Weins mit. Die CD bat Anleitungen zur Weinprobe und einen Weltatlas des Weins, der durch die wichtigsten Anbaugebiete der Welt führte. Eine Wein-Enzyklopädie mit einem umfassenden Nachschlagewerk zu allen Weinbegriffen, eine Anleitung zum Lesen von Weinetiketten sowie einen Weinberater mit Weinempfehlungen. Ich bin jetzt nicht so der Weinexperte und weiß nicht, was sich über die Jahrzehnte da grundlegend geändert haben könnte, aber es lässt sich mit diesem CD-Image herausfinden. Wein saufen mit Microsoft wie in den 1990ern.
Spielmodule an der Wand, leuchtende Demo-Kioske und Kinder, die sich um Nintendo- und SEGA-Konsolen drängen. Ein kurzer Blick in den Virgin Megastore im Jahr 1992, als der Kauf von Spielen noch bedeutete, sie vorher auch auszuprobieren. Weil Demos gab’s ja nicht so wirklich.
Die Nintendo Power Line war in den 1980er- und 1990er-Jahren offizieller telefonischer Support von Nintendo, den man anrufen konnte, um Hilfe bei Nintendo-Spielen zu bekommen. Wenn man dort arbeitete, konnte man, wie hier zu sehen, den ganzen Tag Leuten helfen, die beispielsweise in Zelda nicht weiter kamen. Und dabei konnte man gleich noch andere Spiele zocken. Scheint ein ganz geiler Job gewesen zu sein.
Gregoa machte mich neulich ganz nebenbei auf das kleine Internetarchiv im Kontext zur guten alten Hirschbar aufmerksam. Ich habe hier irgendwo noch meinen damaligen „Mitgliederausweis“ mit vietnamesischer Briefmarke liegen. Vermutlich nur was für die Berliner:innen, die damals irgendwie „Goa“-Kontext hatten. Für mich allerhand, da ich damals auf den Hirschfestspielen war, zu denen die Prototypen (Blog-Urgesteine) dieses Video gemacht hatten. Chillen in der Hirschbar ging eh auch immer gut. Selbst heute noch.
Weil es als Kommentar auf den Beitrag von gestern kam, der Soundtrack dazu so schön passend und die S-8-Optik einfach ganz wunderbar nostalgisch ist: Antje Maya Hirsch war 1995 mit einer Super 8 Kamera auf der Loveparade und hat dabei dieses Video gedreht. Schön.
Kurze Zeitreise in den Sommer 1995, in dem die Loveparade noch auf dem Kudamm stattfand. Ich konnte das damals nicht sehen, weil ich selber mitten in dem Getümmel steckte und danach auf einem Rave in Weißensee inklusive Afterhour versackte. Es war der Sommer, in dem ich Liptons Pfirsich-Eistee für mich entdeckte. Keine Ahnung, wie genau ich da jetzt drauf komme.
In diesem Fernsehbeitrag aus dem Jahr 1995 wird eine Zusammenfassung der Liveübertragung der 7. Love Parade auf dem Kurfürstendamm in Berlin gezeigt. Die Sendung, moderiert von Anne Will, gibt einen Einblick in die damalige Atmosphäre und vermittelt einen Eindruck vom großen Ausmaß der Veranstaltung.
The NTS guide to… mit tschechischem Ambient aus den 1980er und 1990er Jahren und wissenswertem Hintergrund dazu. Gutes Thema. Mehr als nur Musik.
Tearooms in post-revolution Czechoslovakia symbolised places through which new spiritualities were flowing, and the influx of largely uncharted ways of life closely intertwined with new age, ambient, folk and minimalism. With their minds altered thanks to smuggled records by Fripp & Eno or Steve Reich, this loose network of musicians had begun composing meditative music, using loops and handmade instruments, with a different sensibility.
Music journalist Pavel Klusák dubbed this 1990s scene a “tearoom alternative”. Experimental folk singer Oldřich Janota, Jaroslav Kořán’s various ensembles like Modrá or Orloj Snivců (The Horologe of Dreamers) or Irena and Vojtěch Havlovi were drawn by the light and composed music that didn’t match the fast pace of newly imported capitalism.
Tracklist:
Jaroslav Kořán – Jarní Píseň 00:00
Pavel Richter Band – Čínský Potůček – Poloviční Chytání 4:18
Vlastimil Marek – Závěje Hlasů 11:54
Oldřich Janota, Vojtěch A Irena Havlovi – Ozářený Sluncem, Mrakem Zastíněný 17:27
Irena & Vojtěch Havlovi – Mysterious Gamelanland IX. 22:06
Modrá – Morning Azure 25:53
Vlastislav Matoušek – Shapes Of Silence IV 30:46
Orloj Snivců – Jde 40:46
Jiná Rychlost Času – Klášter Na Vodě 44:26
Tolle Doku-Perle aus dem Jahr 1997, die sich dem damals aufgekommenen „Downtempo“ widmete. Ich hab das Genre nie so genannt, was egal ist. Es hat uns die sanfteren Spielarten der elektronischen Musik in die Wohn- und Schlafzimmer gebracht und neue Möglichkeiten zugelassen, die bis heute nachhallen. Hier besonders schön: Terranova sind mit dabei, die damals so viele Leute gar nicht auf dem Zettel hatten, die mit ihrem Album „Close the Door“ in meinen Ohren allerdings einen Meilenstein veröffentlich haben, der auch heute noch absolut zeitlos großartig klingt.
TV Documentary with Kruder & Dorfmeister, Terranova (Fetish, KAOS, Coco aka Nicolette Krebitz), Coldcut, Ninja Tune, Herbaliser. By Christoph Dreher and Ralf S. Wolkenstein. Turner and Tailor.
Diese Doku von Gerald Benesch und Barbara Weissenbeck aus dem Jahr 2016 zeigt uns sehr kurzweilig eine halbe Stunde über den Sound der von Wien aus in den 1990er Jahren die Welt der elektronischen Musik verändert hat. Die Wiener Schule um Kruder & Dorfmeister haben wahrscheinlich nicht nur meine Definition von elektronischer Musik grundlegend neu definiert. Zu dem hat der Sound mich musikalisch geprägt wie fast kein anderer. Aber es gab in der Zeit auch anderen Sound aus der österreichischen Hauptstadt.
„The Sound of Vienna“ beleuchtet ein Stück internationaler Musikgeschichte, das bis heute lebendig ist. Bisher unveröffentlichtes Filmmaterial zeigt das Duo Kruder&Dorfmeister, die Produzenten und DJs Rodney Hunter, Pulsinger&Tunakan, den VJ Fritz Fitzke sowie die Mitstreiter Makossa und Sugar B., den Sound-Tüftler Waldeck sowie die Techno-Avantgardistin Electric Indigo. Auch die BBC-Radiolegende Gilles Peterson erzählt von seiner persönlichen Entdeckung des SOUND OF VIENNA. Privates, noch nie gezeigtes Filmmaterial macht diesen Film zu einem umfassenden und doch auch persönlichen Portrait.
Raven vor dem Boiler Room – und mit nur einer Kamera. Aphex Twin at Ministry of Sound im Jahr 1993. Es läuft Robert Armanis „Ambulance“, die Leute haben Spaß.
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