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Schlagwort: Berlin

Gestern bei der AfD


(Direktlink)

Helena Barbas von die PARTEI Berlin war gestern, wie viele andere auch, beim Wahlkampfabschluss der AfD am Brandenburger Tor. Sie wollte dort mit Freunden, wie viele andere auch, dem Führer huldigen. Demokratisch, wie die AfD-Fanbase nunmal so ist, will die aber dort niemanden, der nicht im AfD-Kanon mitsingt. Klar aber, dass die PARTEIfreunde da nicht einstimmen. Dann wird manch ein Wähler der AfD allerdings auch schon mal etwas böse. Helena hat aufgeschrieben, was ihr dort widerfahren ist.

„Wir sind mit den getunten Plakaten dahin. Es hatten ja viele Vereinigungen dazu aufgerufen, dass man zu dem Wahlkampfabschluss der AfD am Brandenburger Tor gehen sollte, um zu stören. Das wollten wir natürlich nicht! Wir wollten die gerne unterstützen mit unseren Plakaten. Wir haben uns die Plakate unter die Arme geklemmt, so dass man den Text nicht lesen konnte, aber das AfD-Logo zu sehen war und sind an den Polizeikontrollen am Eingang vorbei, um in den abgesperrten Bereich zu kommen. Dann waren wir zu dritt drin. Wir sind nicht gesammelt rein, die anderen (etwa 10) hinter uns wurden von der Polizei gar nicht erst reingelassen. Dann waren wir zwischen AfDlern und haben unsere Plakate für die Presse hochgehalten. Meine Begleiterin Daniela wurde dann von hinten getreten und ihr Plakat heruntergerissen, ich konnte dem gerade noch ausweichen. Die Polizei war sofort da und hat einen Kreis um uns gebildet, weil sie wohl dachten, dass wir die AfD wären und von Gegendemonstranten angegriffen wurden. Dann haben sie aber schnell gemerkt, was Sache ist und haben uns mit einer Kette rausgeleitet. Der Typ, der Daniela getreten hat, hatte noch irgendwas geschrien, bevor er uns angriff. Dann wurden wir von den anderen Gegendemonstranten beklatscht. Leider mussten wir dann noch die Personalien angeben, weil – so sagte es mir die Polizei, ich habe nichts Schriftliches bisher – wohl Anzeige gegen uns erstattet wurde, denn irgendwer fühlte sich durch unsere Plakate offenbar beleidigt. Das zog sich dann alles hin, wir saßen in der Wanne, die AfD kam zum Ende und die Ballons flogen… Die Polizei hat unglaublich lange gebraucht um den Papierkram auszufüllen. Wir sind dann gemeinsam mit der Polizei noch mal auf den Platz, um zu gucken ob der, der getreten hatte, noch da war, aber da waren nicht mehr viele. Es soll aber eine Videoaufzeichnung geben von einem vom Zentrum für politische Schönheit. Wir wurden auch abfotografiert von einem AfD-Anhänger als wir mit den Polizisten am Rand standen. Als ich ihm sagte, dass ich nicht möchte, dass er mich fotografiert und ihn fragte, wer er wäre, sagte er „sie werden schon noch von mir hören!“ Insgesamt sehr, sehr unangenehm.

Auch alle, die nicht reingekommen sind, aber draußen mit Plakaten standen, haben eine Anzeige kassiert

Hier eine Fotostrecke dazu.

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Kreidemaler für weniger Müll auf den Straßen Berlins [sponsored]

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(Kreidegemalt von Marion Ruthardt)

Städte haben ein Problem: viele Menschen machen viel Müll. Und während für die meisten dieser Menschen es selbstverständlich ist, ihren Müll in den eigenen vier Wänden in mindestens einen Mülleimer zu werfen (im besten Fall trennen sie diesen in mindestens drei Eimern), ballern sie diesen in der Stadt gerne mal einfach so auf die Straße. Keine Ahnung, was sie dazu bewegt, ich gucke eigentlich schon immer nach einem Mülleimer, wenn ich meinen Kaffeebecher, meine Kippe oder sonst was loswerden will.

Weil Berlin eine dieser Städte ist, die dieses ganz besonders betrifft, versucht die Berliner Stadtreinigung jetzt durch die Aktion „Kreidemaler“ jene zu sensibilisieren, die das offenbar bisher nicht verinnerlicht haben.

Berlin verfügt über 21.500 Papierkörbe und dennoch landet täglich Müll dort, wo er eigentlich nicht hingehört: auf der Straße. Dazu kommt das Problem, für das Berlin nicht ganz zu Unrecht berühmt-berüchtigt ist: Hundescheiße. Die BSR hat deshalb jetzt Kreidekünstler dazu eingeladen große Pappbecher, Hundehaufen oder Currywurstteller auf belebte Straßen zu malen – immer mit der Angabe, wie viele Meter der nächste Papierkorb entfernt ist. In der Hoffnung, dass der nächste Müll hoffentlich im Mülleimer statt auf der Straße landet. Die Aktion „Kreidemaler“ wird noch bis Ende Juni für bunte Hinweise auf den Bürgersteigen sorgen. Falls jemand gucken mag: Hier der diesbezügliche Fahrplan. Wer also darauf trifft: einfach mal nach vorne gucken, der nächste Eimer ist so weit nicht weg.

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(Kreidegemalt von Marion Ruthardt)

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(Kreidegemalt von Christine Jessen-Richardsen)

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proto.lab Betriebsausflug 2014

Es ist wieder soweit. Der proto.lab Betriebsausflug steht vor der Tür und lädt alle und jeden zum Dabeisein ein. Drei Tage mit Spiel, Spaß, Musik, Natur und Liebe irgendwo im Berliner Umland. Ich komm‘ auch wieder und bring Musik mit. „Packen Sie Kind und Kegel ein und betriebsausflugisieren Sie mit uns 3 wundervolle Helldunkelphasen.“

Ich erwarte vom Wetter ein diesbezügliches Mindestmaß an Solidarität. Das hat im letzten Jahr nur mäßig gut funktioniert.

betriebs14
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Ein Video-Portrait über das Berliner Feier-Urgestein Bernhard „Komet“ Enste

Wer in den letzten Jahren regelmäßig in Berlin feiern war, kennt ihn. Und wahrscheinlich nicht nur dort. Komet, der meistens dort ist, wo der Bassdruck die Nächte und manchmal gar die Tage bestimmt. Meistens weiß man, dass man auf der richtigen Party ist, wenn er auftaucht. Kauzig wirkt er, vielleicht gar etwas befremdlich, ein bisschen verpeilt auch für jene, die ihn vorher nie gesehen haben. Wenn dem aber mal so war, weiß man, dass die Musik, zu der er tanzt, förmlich durch ihn fließt, in komplett vereinnahmt. Und er tanzt auch auf die ganz sanften Nummern, wie ich weiß. Denn auch gerne trifft man ihn auf dem Ambient-Floors einiger Festivals, wo er sich offenbar komplett fallen lassen kann.

66 Jahre ist er jetzt und denkt gar nicht daran kürzer zu treten. Freshmilk TV hat ihn besucht und ist mit ihm in die Nacht gestartet. Der Tagesspiegel hatte hier mal einen Artikel über ihn und wenn ich mich recht erinnere, war er auch Teil dieses Deutschlandradio-Features über den Berliner KitKatClub.


(Direktlink, via Christian)

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Polizei Berlin erstattet Anzeige gegen Pfefferspray-Cop vom Kottbusser Tor

Ich hatte hier dieses Video, welches einen Beamten dabei zeigt, wie er offensichtlich ohne jegliche Notwendigkeit eine Ladung Pfefferspray auf einen ihm gegenüberstehenden Mann abfeuert.


(Direktlink)

Im Regelfall erwarte ich bei Derartigem keine weiteren Konsequenzen. Wo keine Identifizierung möglich scheint, bleibt der Täter anonym und anonyme Täter anzuzeigen fällt Opfern meist logischerweise schwer, so das wohl nur wenige überhaupt einen Sinn darin sehen.

In diesem Fall hier allerdings scheint das anders. Ein Kollege hat den stellvertretenden Gruppenführer der Polizei angezeigt. Ermittlungen wegen Köperverletzung im Amt seien eingeleitet worden, sagte Polizeipräsident Kandt am Montag im Berliner Innenausschuss. Die Benutzung des Reizgases bezeichnete er als „offenbar grundlos“. Eine Aufklärung erhoft sich der Polizeipäsident in den kommenden Tagen. Sollte sich der Eindruck aus dem Video erhärten, möchte er sich in aller Form dafür entschuldigen, so Kandt.“

Das überrascht mich dann doch ein wenig. Was das am Ende für Konsequenzen für diesen Beamten haben wird, ist offen, aber das hier ein Polizist einen Polizisten anzeigt, ist durchaus wissenswert. Finde ich.
(via Schmidtlepp)

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WDR 3 Podcast: The Future is Ours – Als Techno durch die Decke ging

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E-Werk, Berlin, irgendwann in den 90ern, Foto: Tilman Tausb

Interessantes WDR Feature über die goldene Ära des Techno, die ja genau genommen ja auch heute noch anhält, selbst wenn sie nicht mehr so sensationell glänzend wahr genommen wird. Mit dabei: unter anderem Westbam, Dr. Motte, Tanith, Dimitri Hegemann (Tresor), Elsa for Toys und Jürgen Laarmann (früher Frontpage, später Berlin Mitte Boy).

1989. Die Wende. Im gerade wiedervereinten Berlin herrscht ein neues Lebensgefühl und liefert die perfekten Bedingungen für eine neue Subkultur: In leer stehenden, vergessenen Kellern entstehen Clubs. Mit neuem, urbanem Sound. Und diese Musik schafft das, was die Politik lange Zeit nicht erreicht: sie vereint. Zumindest die unterschiedlichsten Leute auf einer Tanzfläche, mit einer Musik, mit einer Art, zu feiern. Diejenigen, die damals die Tanzfläche beschallt haben, sie gebaut haben oder auf ihr standen, erzählen, wie in den Trümmern der Berliner Mauer die Subkultur Techno groß wurde. Und dass die Raver schon bei der zweiten Loveparade 1990 wussten: „The Future Is Ours“!

Hach, Berlin, alte Liebe.

[audio:http://podcast-ww.wdr.de/medstdp/fsk0/40/408731/wdrfeaturedepot_2014-04-29_00-01.mp3]
(via René)

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