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Doku: Als die Mauer fiel – 50 Stunden, die die Welt veränderten

Etwas spät, aber der ganz große Trubel erfasste das Land damals eh erst am 10. November. Enstanden ist die Doku schon vor vier Jahren zum 20. Jahrestag des Mauerfalls. Gesehen hatte ich sie bis eben trotzdem noch nicht.

Berlin, 9. November 1989: Zehntausende Menschen durchbrechen die Grenzübergänge – fassungslos, vor Freude weinend und jubelnd. In der Dokumentation „Als die Mauer fiel – 50 Stunden, die die Welt veränderten“ erfolgt eine minutiöse Rekonstruktion der Ereignisse zwischen dem 9. und 11. November 1989. Was ging in der Führung der SED vor sich? Handelte die SED-Führung auf Anweisung Moskaus oder beruhte alles auf einem Irrtum? Bestand die Absicht, den Fall der Mauer gewaltsam rückgängig zu machen? Welche Maßnahmen traf die Bundesregierung und wie reagierten die Regierungen Großbritanniens, Frankreichs, der Vereinigten Staaten und der Sowjetunion? Der Film beginnt am Morgen des 9. Novembers und endet am Mittag des 11. Novembers 1989. Er zeigt die historische Situation, die gefährlicher war als sie von den meisten in der Euphorie des Augenblicks erlebt wurde.


(Direktlink, via Sediment Vier)

5 Kommentare

  1. Strugarkowski10. November 2013 at 17:42

    Ebenfalls empfehlenswert: arte-Doku ‚Geheimsache Mauer‘ (http://www.arte.tv/guide/de/043000-000/geheimsache-mauer), welche bei arte+7 derzeit noch zur Verfügung steht. Zitat aus dem Text der entsprechenden Seite: ‚Erzählt wird die Geschichte der Berliner Mauer aus einer neuen Perspektive, aus der Sicht derer, die sie geplant, erbaut und bewacht haben. Dabei offenbart das Doku-Drama einen tiefen Einblick hinter die Kulissen, in das “betonierte” Denken und berechnende Kalkül der Mauerstrategen, in ihre geheimen Pläne, die tödliche Grenze immer weiter zu perfektionieren.‘ Das mit dem ‚betonierten‘ Denken trifft’s übrigens recht gut, denn bei einigen Protagonisten fällt das Zuhören wirklich schwer, unbelehrbar und gläubig, wie sie’s bis heute sind.

  2. jens11. November 2013 at 08:14

    Krass. Ich hatte das „Loch“ in Prag noch genutzt und saß zu diesem Zeitpunkt in Giessen im Auffanglager.

  3. robotron sömmerda11. November 2013 at 15:02

    „Er zeigt die historische Situation, die gefährlicher war als sie von den meisten in der Euphorie des Augenblicks erlebt wurde.“ Gefahr= Eintrittswahrscheinlichkeit + Konsequenz. Im Gegensatz zu anderen Beispielen der (auch jüngeren) Geschichte hatte keiner ein Interesse an „verbrannter Erde“.

  4. Bitskin11. November 2013 at 17:03

    Interessante Doku. Ich finde es nach wie vor unheimlich spannend, wie der Mauerfall in bester Dominomanier den Zusammenbruch des Sozialismus in Europa nach sich zog. Erst die DDR, dann die Tschechoslowakei, Polen, Jugoslawien..und und und….

  5. Florian12. November 2013 at 20:51

    Die Doku ist von _1999_, ist also vor etwas mehr als vier Jahren entstanden (aber trotzdem spannend)

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