Zum Inhalt springen

Schlagwort: Brandenburg

Problemstorch Ronny zurück in Brandenburg

stork-838424_960_720


(Symbolbild: Pixabay)

Der Randale-Storch, der schon im letzten Jahr im brandenburgischen Glambeck für Verstimmungen sorgte, hat auch in diesem Jahr wieder den Weg in den Norden Brandenburgs gefunden. Die Anwohner sind davon nicht ganz so begeistert.

„Er hat sich nicht verändert“, sagte die Lokalpolitikerin. Sie habe den Storch in diesem Frühling bereits im heimischen Garten gesichtet. Ronny hatte im vergangenen Jahr monatelang das Dorf tyrannisiert, der rabiate Vogel und das Dorf wurden deutschlandweit bekannt. Naturschützer vermuteten damals übertriebenes Balzverhalten als Ursache für das aggressive Verhalten des Tiers.

Einen Kommentar hinterlassen

Die größte Wüste Deutschlands


(Foto: J.-H. JanßenCC BY-SA 3.0)

Hier um die Ecke treffen wir uns einmal im Jahr im Off. Freunde organisieren da immer was. Dort steht dann eine PA, es spielen diverse DJs, alle tanzen, leben, lieben, lachen und trinken auch ein bisschen was. Der Ort, an dem wir uns da treffen ist sehr karger Natur. Sandig, ein paar Sträucher, wenig Vegetation. Offenbar nicht sehr lebensfreundlich. Dort führt keine Straße und kein Weg hin, man muss einen Fußmarsch ins Nichts hinter sich bringen, wenn man dort hin will.

Heute las ich etwas über die Lieberoser Wüste, die größte, die es in Deutschland gibt, zweitgrößte in Mitteleuropa. 95 Kilometer südöstlich von Berlin und 20 km nördlich von Cottbus.

Bei Wüste denkt man ja eher so an die Sahara oder an Gobi oder an Sonora. Riesige Wüsten halt, aber dass man kleinere davon auch um die Ecke hat, war mir gar nicht so bewusst. Wieder was gelernt.

„Die Lieberoser Wüste, kurz auch nur Wüste oder Klein Sibirien genannt, ist eine rund fünf Quadratkilometer große sandige Offenfläche innerhalb der Lieberoser Heide in Brandenburg, rund 95 Kilometer südöstlich von Berlin und 20 km nördlich von Cottbus. Sie ist damit die größte Wüste Deutschlands. In Mitteleuropa dürfte sie ansonsten wohl nur von der noch ausgedehnteren polnischen Błędów-Wüste übertroffen werden. Entstanden durch einen großen Waldbrand im Jahr 1942, war sie später Kern des sowjetischen Truppenübungsplatzes Lieberose. Durch die ständige Nutzung mit schwerem militärischen Gerät blieb das Gelände dauerhaft offen und entwickelte sich zu einer so genannten Panzerwüste. Nach der Deutschen Wiedervereinigung und dem endgültigen Abzug der Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland blieb das Gelände seit 1994 weitgehend sich selbst überlassen und ist nun Teil des Naturschutzgebiets Lieberoser Endmoräne.“
(Wikipedia)

Und das, wo wir uns einmal im Jahr treffen ist demnach halt auch eine Wüste, eine Panzerwüste auch, glaube ich. Nur eben nicht so groß und nicht ganz soweit weg. Wir feiern demnach jährlich in einer Wüste. Ha!
(via reddit)

Einen Kommentar hinterlassen

Fahrer eines geklauten Autos fährt in Stromkasten – Wagen steht unter Strom

power-box-1212294_1280


(Foto: Pixabay)

Eine dieser Nachrichten, die man nicht alle Tage zu lesen bekommt. Hier um die Ecke, in Lehnin, ist ein etwaiger Autodieb mit seiner etwaig geklauten Karre, auf der Flucht vor der Polizei, in einen Stromkasten geknallt. Danach stand die komplette Karre unter Strom. Erst die Feuerwehr konnte den Strom abstellen und alle Beteiligten irgendwie auf die sichere Seite bekommen.

„Kurzschlüsse am Auto sorgten für Funkenflug und qualmende Technik“, sagte Polizeisprecher Oliver Bergholz. Der Täter musste länger als eine halbe Stunde im Fahrzeug ausharren, bis Feuerwehr und Einsatzkräfte den Strom abschalten konnten. Kaum ausgestiegen, nahmen ihn Beamte der Autobahnpolizei fest. „Als wir an das Auto herankamen, hat alles gefunkt und gequalmt. Das Auto stand komplett unter Strom“, sagte Sebastian Seeger, Dienstgruppenleiter der Autobahnpolizei. Das bestätigten die Messungen der Feuerwehrleute an der Karosserie.

Einen Kommentar hinterlassen

Nachtrag zum Landespokalfinale, Freunde, Helfer, Pfefferregen

Es war Ende Mai, als sich der SV Babelsberg 03 zum Landespokalfinale gegen FSV 63 Luckenwalde aufmachte. Man war guter Dinge, dass Babelsberg das Spiel gewinnen würde, was am Ende auch der Fall war. 03 gewann 1:3. Nach dem Spiel wollten sich einige Fans aus dem Block der Babelsberger zum Feiern auf dem Spielfeld zusammenfinden. Das ist so wohl nicht erlaubt, wird von anderen Vereinen allerdings weitestgehend geduldet. So nicht in Luckenwalde. Die Polizei ging dort mehr als ruppig mit den Fans um, vermöbelte diese teilweise und sprühte literweise Pfeffer in einen Block, in dem wohl auch Kinder standen.

Die Sache, der dort von Seiten der Polizei offensichtlich unverhältnismäßig angewandten Gewalt, ging hier kurz durch die zumeist regionalen Medien, sorgte für etwas Unruhe zwischen Faninitiativen und dem Verein, wurde darüber hinaus aber nur wenig diskutiert. Sowohl juristisch als auch politisch ist seitdem nicht viel passiert. „Wir warten bis heute auf die umfassende Aufarbeitung der Vorkommnisse“, sagt Max Hennig, Mitglied im Fanbeirat des SV Babelsberg 03.

Die Macher der Initiative nur03* wollen das so nicht hinnehmen und haben neben einem Dossier zu den Geschehnissen auch Videomitschnitte gesammelt und jetzt veröffentlicht. „Da die Behörden sich seit Monaten weigern, die unverhältnismäßige Eskalation und die exzessive Gewalt gegen Babelsberg-Fans aufzuarbeiten, sind wir aktiv geworden“

Zumindest kurzeitig. Denn kurz darauf wurde das besagte auf Vimeo wieder gelöscht.

„Es wurde extern herausgenommen und wir können nicht mehr auf unseren Account zugreifen“, so Hennig, der keine Informationen herausgeben konnte. „Wir müssen dies intern nun erst mal klären und nachforschen, wie es dazu kam.“ Ob das Video neu hochgeladen wird und wer für die Löschung verantwortlich sein könnte, ließ er offen.

Mittlerweile gibt es einige Reuploads. Das Video zeigt Szenen, in denen Polizisten offensichtlich mehr als „nur ihren Job“ machen. Einige von ihnen ohne Kennzeichnung. Es gab mehrere Verletzte, eine Person musste reanimiert werden. Und es ist nicht wichtig, was in diesen Szenen nicht zu sehen ist, wie ja gerne argumentiert wird. Es geht eher darum, dass sich eben oder gerade auch Polizisten an Gesetze zu halten haben. Ganz gleich, in welcher Situation. Dazu gehöre es schon mal seiner Kennzeichnungspflicht nachzukommen. Auch um Geschehnisse wie diese im Nachhinein adäquat aufklären zu können, was hier trotz der Videoaufnahmen schwer bis unmöglich sein dürfte.



(Direktlink, via Vice Sports)

8 Kommentare

Ronny, Problemstorch

stork-838424_960_720


(Symbolbild: Blickpixel, Pixabay)

„Ronny“, „Brandenburg“ und „Probleme“ reicht schon, um hier im Blog zu landen.

Im Brandenburgischen Glambeck marodiert aktuell ein Storch durchs Dorf. Irgendwer hat ihm den Namen Ronny gegeben. Passt ja, irgendwie.

Ronny geht den Leuten dort ziemlich auf den Saque. Er klopft an ihre Autos, was in der Rigaer in Berlin für einen SEK-Einsatz reichen würde, und in Brandenburg den Lack ruiniert. Da versteht man in Brandenburg keinen Spaß. DER LACK! Auch klopft er an die Terrassentüren, in denen er sich spiegelt. „Die Autos stehen eben nicht mehr draußen“, meint Ortsvorsteherin Hilde Peltzer-Blase. Fenster und Glastüren lässt man dort jetzt lieber zu.

Außerdem fährt Ronny, der Problemstorch von Glambeck, ein eher nicht so cooles Familienmodell.

Ronny gelang schon im Juni, das Männchen des bereits im Dorf brütenden Storchenpärchens zu vertreiben und seine Stelle einzunehmen. Aber zum Vorzeigevater wurde er nicht. Die Mutter habe ihr Junges größtenteils allein aufgezogen, berichtete die Ortsvorsteherin.

(Danke, Michael!)

Nun hofft man in Glambeck, dass Ronny Ende August gen Süden zieht und bitte nie wieder den Weg zurückfindet.

Die taz fordert derweil Solidarität mit Ronny.
(via Tante Polly)

Einen Kommentar hinterlassen

Ein Bahnhof in Brandenburg

IMG_6225 IMG_0279

Ich habe vorhin das gute alte erst-20-dann-40-dann-70-Minuten-Verspätung-Spiel bei der Deutschen Bahn erwischt und bin auf Grund dessen auf einem Bahnhof gestrandet, der schon lange weder Farbe, die nicht aus der Dose kommt, noch Betonsanierung gesehen hat und hier eigentlich gleich um die Ecke liegt. Dort stand ein Spruch an der Wand, der das Ambiente ganz wunderbar zu transportieren weiß.

IMG_8988
3 Kommentare

Im Stream: Deutschboden

deutschboden_plakat1_RGB

In der Mediathek des rbb gibt es noch bis zum 21.06. André Schäfers Film Deutschboden, welcher auf Moritz von Uslars gleichnamiger Langzeit-Beobachtung und dem dazu veröffentlichtem Buch basiert. Dafür hat er sich drei Monate in Zehdenick eingemietet. Für mich als Brandenburger ergeben sich dabei so einige Déjà-vu. Der Film spiegelt nicht bierenst und dennoch ernstnehmend den Alltag in Brandenburg. Er beobachtet und dokumentiert weit verbreitete Klischees, ohne sich über diese lustig zu machen, oder die Leute belehren zu wollen und schafft so ein Bild des gemeinen Brandenburgers. Ob das Deutschland zu einem „feinen Kerl“ macht, lass ich mal dahin gesellt, denn so supersympathisch sind die gezeigten Charaktere dann doch nicht alle. Wie das halt so ist in Brandenburg.

„Raus aus dem hippen West-Berlin, rein in den wilden Osten. Dort will Moritz von Uslar ihn finden: den Superproll. Springerstiefel, Bier, Kippe, Spuckefaden – das volle Programm. Doch der Großstädter lernt Land und Leute kennen, die Mitglieder der Rock-Band „5 Teeth less“ werden seine Jungs, Hackepeterbrötchen seine Leidenschaft. Und während wir erfahren, dass Körper-Tuning wie Waxing, Tätowierungen und Augenbrauen trimmen eine ernste Sache sind, stellt der Reporter fest:
Deutschland ist ein feiner Kerl!

„Deutschboden“ leuchtet – es ist das Licht der Tankstelle
an der Ausfallstraße nachts um halb eins. „

Hier der Trailer, hier der Link zur Mediathek.


(Direktlink, via FernSehErsatz)

Einen Kommentar hinterlassen