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Schlagwort: Brandenburg

Keine Sau braucht die FDP!

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Die Brandenburger FDP versucht sich im aktuellen Landeswahlkampf entweder am Galgenhumor oder an der Selbstironie. Vielleicht aber denkt sie auch, dass es endlich an der Zeit wäre, den politischen Realitäten ins Auge zu sehen und gibt als Wahlkampfslogan einzig „Keine Sau braucht die FDP!“ zum Besten. Diese Erkenntnis hat lange gebraucht und wäre dann nach dem 14.09. auch auf Bundesebene nötig. Keine Sau wählt die FDP! Well done, FDP Brandenburg, well done.

Brandenburgs Liberale setzen im Landtagswahlkampf auf den Mut der Verzweiflung. „Keine Sau braucht die FDP!“, prangt es Blau auf Gelb in riesigen Lettern auf den Internetseiten der Partei, für die es bei der Landtagswahl am 14. September um die politische Existenz geht.

Die Vermutung, die FDP sei Opfer eines Hackerangriffs geworden, wusste Landeschef Gregor Beyer schnell zu zerstreuen. Der Anrufbeantworter seines Mobiltelefons meldete sich am Montagnachmittag mit der gleichen Botschaft wie im Internet, um anschließend die „Journalistenkollegen“ für Donnerstag zu einer Presseveranstaltung in die Landesgeschäftsstelle zu laden.
(MAZ Online)

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Fremdenfeinde planen „Flashmob gegen Überfremdung“ in Lauchhammer

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Auf Twitter kursiert seit heute ein Aufruf zu einem Flashmob, der die Teilnehmer mobilisieren will, sich für diesen „gegen Überfremdung“ zu treffen. Stattfinden soll dieser Flashmob im März im brandenburgischen Lauchhammer, wo die „Überfremdung“ wahrscheinlich ungeahnte Ausmaße anzunehmen droht. Ein genaues Datum gibt es öffentlich nicht, dafür aber eine Zeit. 15:00 Uhr. Weitere Infos kann man sich über einen anonymisierenden Mailhoster zukommen lassen. Es ist davon auszugehen, dass nach dieser Veranstaltung Videos als Propaganda im Netz auftauchen werden, ähnlich wie das bei diesen gruseligen Fackelaufläufen der Fall ist. Der Subtext hier allerdings ist nicht primär gruselig sondern erschreckend, symbolisiert er doch, dass Fremdenfeindlichkeit auch mit Spaß ausgelebt werden kann. In Form eines Flashmobs nämlich, was es dann doch wieder ziemlich gruselig macht. Arschlöcher!

Überraschend ist, dass sie das Wort „Flashmob“ nicht, wie aus dieser politischen Ecke ja gewöhnt, eingedeutscht haben. In „blitzende, aufgewiegelte Volksmenge“ oder Ähnlichem.

Alleine das irgendwelche Knetbirnen die ursprünglich gänzlich unpolitischen Flashmobs als Happenings für ihre Fremdenfeindlichkeit missbrauchen wollen, ist ekelhaft genug, dass sie das unter dem Namen „Deutsche Landjugend“ tun, ist für andere mehr als ungünstig. Die Deutsche Landjugend nämlich gibt es als Verband tatsächlich. Dieser wurde 1949 als selbstständige Jugendorganisation des Deutschen Bauernverbandes gegründet. „Er hat das Ziel, die Lebenssituation Jugendlicher, die auf dem Lande leben, zu verbessern. Zum Programm gehören auch Angebote zur beruflichen, politischen und kulturellen Weiterbildung“. Ich kann mir kaum vorstellen, dass die über die missbräuchliche Nutzung ihrer Namens glücklich sein werden.

[Update] Carina Gräschke von der eigentlichen Deutschen Landjugend schrieb mir vorhin eine Mail und ist stinkesauer, dass derartige Knetbirnen den Namen ihres Verbandes missbrauchen, um Fremdenhass als Spaßveranstaltung zu feiern. Genau das dachte ich ja oben schon an. Sie distanziert sich im Namen der eigentlichen Landjugend und verdeutlicht, dass ihr Verband sich unter anderem gegen nationalistische Spinner stark macht. Sie schreibt:

Wir engagieren uns gegen Rechtsextremismus, haben ein Buch zu Rechtsextremismus in den ländlichen Räumen „Da wächst nicht einfach Gras drüber“ herausgegeben.

Dieser Aufruf steht im eklatanten Widerspruch zu unserem Verbandszielen. Wir möchten weder in diesem Zusammenhang erwähnt, noch gesehen werden.

Ich hätte den Verband natürlich nicht erwähnt, wenn nicht andere, aus der Anonymität heraus Agierende, den Namen für derartige Zwecke gekapert hätten und bin gespannt, wie der tatsächliche Verband damit umgehen wird.

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Ein Stück vom Allee-Baum wegsprühen

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Ich kenne Mario irgendwie über Umwege. Er malt für ART-EFX. Einer Firma, die früher eine klassische Crew war und das Malen heute soweit professionalisiert hat, dass aus eben dieser Crew eine Firma werden konnte, die mit ihren Dosen nicht nur Geld verdienen kann, sondern auch die grauen Wände tatsächlich lebendig zu machen vermag. Das halbe, wenn nicht gar ganze Land Brandenburg bekommt Leben in Form ihrer Graffitis, die sich wirklich überall sehen lassen. Auch können. Auch Meck-Pomm und wahrscheinlich ein halbes Dutzend der anderen Bundesländer trägt auf irgendwelchen Wänden mittlerweile die Handschrift von ART-EFX.

Seit gestern Morgen gehen obige Bilder rum, die einen Baum an einer Allee in Potsdam zeigen, den Daniel Siering and Mario mit Folie umwickelt und dann mit ihren Dosen der Perspektive angepasst haben. Sie haben ihn damit in die Landschaft geschnitten. Rausgetrennt und eingefügt in einem. Großartige Arbeit.

Hier das ganze in Form eines Videos.


(Direktlink)

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Paar Tage mit Musik im Wald? Könnt Ihr haben, schon am kommenden WE: proto.lab Betriebsausflug 2013

Die hoch geschätzten Kollegen der Prototypen veranstalten am kommenden Wochenende jetzt zum was-weiß-ich-wie-vielten-Male ihren Betriebsausflug mit viel Musik und noch viel mehr Liebe irgendwo in der Brandenburger Pampa. Ich werde irgendwann am Freitag oder Samstag zusammen mit Rudi Stöher die Regler übernehmen und dort für Musik sorgen. Wobei die Entscheidung, da hinzufahren, daran gar nicht festgemacht werden sollte, weil die eh immer ganz großartige Musik am Start haben. Und noch viel mehr Liebe.

Wo genau das sein wird, verrät ein Detail im Flyer – mehr wird auch nicht gesagt. Wenn Ihr in der Nähe von Berlin sein solltet und Bock auf ein hippie-likes Wochenende haben solltet: vergesst die urbanen Berlin Open Airs, fahrt ein Stück weiter raus. Wobei ich jetzt ganz bewusst _nicht_ auf die Wettervorhersage gucken will. Bringt euch was zu trinken mit und ein Zelt, kostet genau gar nichts. Der Rest ergibt sich dann vor Ort von selbst.

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