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Schlagwort: Cooking

„Königsberger Klopse“ nach Omma

Ich habe mal wieder gekocht. Wie ich alle paar mal Tage koche, ohne der Welt da draußen davon zu erzählen. Heute halt mal schon. Es gab „Königsberger Klopse“ nach dem Rezept von Oma. Ich mag die lieber mit ordinären Salzkartoffeln, aber der Rest der Familie hat „Kartoffelpü“ für sich eingefordert, also bin ich dem gerecht geworden.

Was wir brauchen:

Für die Klopse
• 1,5 KG gemischtes Bio-Hack
• 3 gehackte und in Butter karamellisierte Zwiebeln
• 2 gekochte Kartoffeln
• ein olles in Milch aufgeweichtes Brötchen oder zwei Scheiben in Milch aufgeweichtes olles Toast
• 2 Eier
• ordentlich Salz
• ordentlich Pfeffer
• 2-3 EL gehackte Petersilie
• die Zeste und den Saft einer halben großen Zitrone
• 3-4 EL trockenen Weißwein
• 150 Gramm Schmand

Ich hatte von heute Morgen noch eine halbe Avocado da. Kam dann gequetscht mit den gekochten Kartoffeln und dem in Milch aufgelösten Toast in den Pott.

Die Zwiebeln vorher in etwas Butter anbraten und mit bissl Petersilie karamellisieren. Dann alles in eine Schüssel geben und mit dem Knethaken durchkneten. Geht auch per Hand, dann durchmengen. Die Masse kühl stellen.

Lasst Semmelbrösel weg – wir haben nicht mehr die 50er Jahre.

Für die Brühe:
• 1 Bund Suppengrün
• 150 Gramm Butter
• 4 EL Zucker
• 500 ml trockenen Weißwein
• ein Lorbeerblatt
• ein Pimentkorn
• eine Wacholderbeere
• ordentlich Salz
• ordentlich Pfeffer
• eine halbe Zitrone
• eine Zwiebel
• 2-3 Liter Wasser

Butter zerlassen. Suppengrün, Lorbeer, Piment, Wacholderbeere, halbe Zitrone und Zwiebel darin anbrutzeln. Den Zucker drüber – kurz karamellisieren lassen. Mit Weißwein ablöschen und den dann auf ein Drittel runterköcheln lassen. Das Wasser drüber. Kurz dolle aufkochen und dann simmern lassen.

Aus dem Hack Klopse formen. Je nach Belieben die Größe bestimmen. In diesem konkreten Fall hier werden es dann 20-25 Stück. Kann man, und machen wir hier so, auch Morgen und Übermorgen noch essen. Wenn nicht, dann einfrieren.

Dann die Klopse bei kleiner Hitze in die Brühe geben. Nicht kochen lassen. Wenn die Klopse oben schwimmen, sind sie durch.

Klopse rausnehmen und abgedeckt zur Seite stellen.

Das Gemüse aus der Brühe holen. Den Rest kurz aufkochen lassen.

Für die Soße:
• die seicht kochende Brühe von oben
• Mehlschwitze aus 150 Gramm Butter und dementsprechend viel Mehl
• 200 Gramm Saure Sahne
• 200 Gramm Schmand
• etwas Bio-Brühe
• Salz und Pfeffer nach Geschmack
• 200 Gramm Kapern samt deren Saft
• gehackte Petersilie

Mehlschwitze aus Butter und Mehl schmelzen, in die Brühe geben. Saure Sahne, Schmand, Salz, Pfeffer und Petersilie dazu geben. Zum Abschluss die Kapern. Viele Kapern <3!

Ihr nebenbei noch schnell die Haare wieder schön machen:

Ich mag dazu total gerne und ganz trivial Salzkartoffeln. Die Familie wollte Kartoffelpü. Geht auch. Das bekommt ihr aber auch ohne Anleitung beides selber hin.

Ich bin so satt.


*börps*

Guten Appetit!

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Ein YouTube-Channel auf dem traditionell chinesisch gekocht wird

Eigentlich wollte ich gestern Abend längst im Bett liegen als ich über den YouTube-Channel der jungen Chinesin 李子柒 stolperte und mir viel zu lange Videos ansah, in denen sie zeigt, wie sie heute noch traditionell chinesisch kocht. Mit dem Gemüse aus dem eigenen Garten, all der handwerklichen Arbeit und dem Wissen um die dafür nötige Finesse. Am offenen Feuer. Großartig.

Es geht auch darum, Essen haltbar zu machen, zu fermentieren. So wie Oma das damals auf ihrem Hof und Vaddern manchmal noch im Keller machte. „Um über den Winter zu kommen“ und so. Nur bedingt was für Vegetarier, weil halt Fleisch, Speck und Wurst dort immer noch eine Rolle spielen. Wobei die ihre Gründe dafür haben werden.

Der beste und auch meditativste Food-Channel, den ich seit langem gesehen habe. Auch wenn die ganzen Chilis mir beim Zusehen schon fast etwas zu viel des Guten sind. Toll: man muss die Videos zwangsläufig schon etwas länger gucken, um zu verstehen, was dabei gekocht werden soll. Hihi.

Hier Kimchi auf traditionelle art:

(Direktlink)

Speck und Wurst aus der Region Sichuan:

(Direktlink)

Hühnchen mit Fisch und verdammt viel Chili:

(Direktlink)

Gemüse, Kräuter, Fisch

(Direktlink)

Garnelen im Winter:

(Direktlink)

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Mann bekocht sich selber, da der Angestellte im Restaurant eingeschlafen ist

Alex Bowen konnte neulich nicht schlafen und entschied sich dazu, in einem Waffle House in West Columbia, South Carolina, noch was essen zu gehen. Als er in den Laden kam, wartete eine Weile, um bedient zu werden. Dann musste er feststellen, dass der einzig anwesende Angestellte eingeschlafen war. Also kochte er sich einfach selber was zu essen.

„Got hot on the grill with a double Texas bacon cheesesteak melt with extra pickles,“ Bowen said. „When I was done I cleaned the grill, collected my ill-gotten sandwich and rolled on out.“

The photos in this post show Bowen in the cooking areas and a stacked sandwich.

„I give all the credit to my old friend vodka,“ Bowen said. „I wouldn’t normally have done that.“

Am nächsten Tag ging er noch mal in den Laden und zahlte fünf Dollar für das von ihm selbstgekochte Essen. Die Restaurantkette hat sich bei ihm entschuldigt und ihm angeboten, vielleicht dort arbeiten zu können. Als Koch.
(via Netaroma)

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Rührei in der Eierschale kochen

Ich mag Eier. In allen möglichen Varianten. Ob gerührt, gekocht, pochiert oder gespiegelt, Eier sind lecker. Ich habe nie darüber nachgedacht, ob man ein Rührei auch in der Schale kochen könnte. Andere haben offenbar solche Gedanken und machen sich dann auch an eine Umsetzung der Idee. Vielleicht mache ich das jetzt auch mal. Fehlt halt nur das leckere, flüssige Eigelb.


(Direktlink | Danke, Micha!)

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Im Büro auf dem PC-Gehäuse über Feuer ein Omelette braten

Nein, es ist sicher nicht ratsam, das nachzumachen. Kohlenstoffmonoxid kommt auch in einem großen Büro nicht so gut und bleibt auch dort geruchlos. Außerdem dürften die Rauchmelder anschlagen.

Möglich ist es dennoch, sich im Büro auf dem PC-Gehäuse ein Omelette zu braten. Manche Dinge müssen halt auch einfach mal ausprobiert werden. Ihr wisst schon.


(Direktlink, via Likecool)

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Im Wald aus Schnee Speiseeis machen

Die beiden Herren von der Almazan Kitchen haben sich, noch ganz winterlich, daran gemacht, in ihrem Wald ein ordentliches Eis zu kreieren. Serviert wird auf karamellisierten Grapefruits, zubereitet wird immer sehr meditativ. Und nein, gelber Schnee hat kein Zitronenaroma.

„Can you make the ice cream from scratch in the winter forest? Impossible you say? Just watch this video and prepare for the most epic ice-cream of all time! We promise you, it will be special! Oh, forgot to mention, this video contains some serious foodporn too…

Ingredients:
homemade snow
1 vanilla stick
1 grapefruit
2 tbsp. brown sugar
wasp honey
1 cup of cream“


(Direktlink)

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Fliegende Pizzen in Havanna

Ein Pizza-Laden in einer Hauptstadt. So weit, so normal. Aber diese Pizzeria liegt in der Hauptstadt Kubas, in Havanna. Gefertigt und gebacken wird auf dem Balkon eines mehrstöckigem Hauses und abgeliefert wird auf der Straße. Great Big Story war mal vor Ort und hat sich angesehen, was Marta Castaeda in der kubanischen Hauptstadt als Pizza unter die Leute bringt. Der Laden scheint recht gut zu laufen. Dabei fällt mir ein, dass ich auch schon immer nochmal nach Havanna wollte.

„When Cuba expanded private enterprise in 2010, Marta Castaeda and her husband were granted a license to open up their own pizzeria, which they called „A Mi Manera“ or „My Way.“ Despite working out of less than ideal circumstances, Castaeda found a creative way to deliver pizzas from the ovens on her roof to customers on the ground. Years later, after Castaeda’s husband passed away, her friend Marta Del Barrio joined her in keeping the dream of Cuban flying pizzas alive.“


(Direktlink)

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