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Schlagwort: Crowdfunding

Ein Film über die Arbeit von griechischen Musikern mit Geflüchteten im Camp Moria braucht Unterstützung

Christine Diegler hat über einen längeren Zeitraum griechische Musiker begleitet, die im Camp Moria auf Lesbos mit Geflüchteten arbeiten und darüber eine Dokumentation gemacht, die sie gerne veröffentlichen würde. Dafür braucht es Geld, das sie mit diesem Crowdfundig auf Startnext sammelt. Wer also hat, kann und möchte, kann da gerne was mit in den digitalen Spendenbeutel legen.

Im Flüchtlingslager Moria werden die Migrant*Innen von ihrer Hoffnung, der Idee einer besseren Zukunft getragen. Während des Wartens geht ihr Alltag im Lager weiter und die Flüchtlinge tauchen in Aktivitäten ein, die ihrem Leben an dem unsäglich trostlosen Ort mehr Sinn und Hoffnung geben. Gemeinsam zu musizieren ist eine der Möglichkeiten und in diesem Dokumentarfilm begeben wir uns in das Camp Moria, in eine Musikklasse, in denen Schüler*innen und Lehrer*Innen ihre Erfahrungen austauschen und zusammen versuchen ein Lied zu komponieren.

Der Film öffnet eine Perspektive in der Migrationsdebatte, da er den Menschen hinter der Debatte ein Gesicht gibt. Er zeigt, wie in einer Krisensituation Menschlichkeit bewahrt wird. Mit welchen Erwartungen kamen die Geflüchteten hierher und wie verändern sich diese im Laufe der Zeit des Wartens?
Es geht auch umgekehrt um die Frage, wie die Geflüchteten das Leben der Einheimischen auf der Insel verändern. Wie gehen sie persönlich damit um?

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Das lieblingsweltschönste Meeresrausch Festival wurde für dieses Jahr abgesagt – und kann jetzt ganz dringend unsere Hilfe gebrauchen

(Die Idioten mit den Pyros sind dort meistens wir, aber hey, dafür kommt die komplette Familie mit.)

Ich weiß das nicht erst seit heute, es macht mich dennoch nicht wenig traurig, auch wenn die Entscheidung verantwortungsbewusst, richtig und voll nachvollziehbar ist. Nach all dem Chaos und der Unplanbarkeit, die uns Covid-19 in den letzten Wochen um die Ohren gehauen hat, ist es jetzt offiziell: das für uns schönste Festival von allen wird in diesem Sommer, es wäre das 10. Jubiläum gewesen, nicht stattfinden. Das Meeresrausch 2020 fällt aus. Und die brauchen unsere Hilfe.


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Bitter für mich weniger weil damit noch ein Booking mehr für diesen Sommer für uns wegbricht, sondern weil ich die Macher mittlerweile alle persönlich kenne und wirklich lieben lernen konnte. Die haben eine Philosophie hinter ihrem Festival, die nie nur ausdrücklich ökonomisch ausgerichtet war. Es ging immer auch um musikalische Kreativität, um Liebe, um Freiheit. Und alles. Ich hatte konzeptionell nur das Fusion in diesen Ordner sortiert – und dann kamen die und meinten, „Lass da mal noch konsequenter durchziehen – und lass uns dabei nach wie vor klein bleiben.“ Gesagt, getan, seit über fünf Jahren. Bei spätestens 3000 verkauften Tickets ist Schicht im Schach. Wer bis dahin keins hat, muss draußen bleiben. Und ich lieb‘ die nicht nur für diese seit Jahren durchgezogene Konsequenz. Ich lieb die eh für alles, was sie dort auf dem Eiland Usedom seit so vielen Jahren so unfassbar gut durchziehen. Einfach schon dafür, dass sie das beste Festival im ostdeutschen Meck-Pomm haben dürften, die unter den Besuchern geringste Arschlochdichte von allen haben dürften. Das musste dir im Osten auch erstmal erarbeiten. Und das haben sie getan. Keine tätowierten Vollprolls in Yakuza-Klamotten, keine GTI-Club-Mitglieder. No Judge, aber diese, meine ganz persönlichen Vorurteile habe ich mir hier im Osten über jetzt schon fast drei Jahrzehnte über angewöhnt und leider auch pflegen gelernt. Und ich mag mit solchen Leuten nunmal nicht so gerne feiern. Die sind dort nicht.

Fast alle da baden nackt im Peenestrom, trinken Sekt mit Leuten, die sie bis eben nicht kannten, rauchen irgendwelche außergewöhnlichen Zigaretten und sind cool miteinander. Sehr hippiesk – und ich liebe das. Wirklich sehr. Weil: wenn Festivals im Sommer, dann bitte genau so und kein bisschen anders. Für mich seit Jahren das lieblingsweltschönste Festival von allen – und ich habe so einige gesehen. Mittlerweile saßen wir dann dort in irgendeiner Nacht des Wochenendes gemeinsam zusammen, tranken Sekt, rauchten irgendwelche außergewöhnlichen Zigaretten und waren verdammt cool miteinander. Und irgendwie hatten wir uns nicht nur dann alle auch verdammt doll lieb. Selbst wenn der Stage-Manager schon um 0800 morgens ankam und uns darum bittet, dass wir endlich die Pause einhalten, was wir dort vorher nie taten. Die war dort bis im letzten Jahr für uns immer nur „optional“ unterschrieben haben, weshalb wir sie bis dahin optional natürlich jedes Jahr haben ausfallen lassen. Das lag weniger an uns, als mehr an diesem Festival, den dort mit uns Feiernden und auch an den Machern. Klar.

Ich hatte nirgendwo anders so krass tiefe Festival-Momente wie auf dem Meeresrausch. Echt nicht. Da kommt nicht mal die Fusion – und kommt sie nicht nur wegen meiner Momente nicht – ran. Das Meeresrausch ist für mich das beste aller weltbesten Festivals. Schon lange. Und jetzt mussten die ob des Coronaviruses absagen. Richtige Entscheidung und dennoch sehr traurig. Weil diese Absage deren Existenz bedeuten kann. Und dann trinkt da keiner mehr Sekt, badet nackt in der Peene, tanzt, liebt, redet miteinander, lacht nicht gemeinsam mit bis dahin Fremden, raucht dort gar nichts mehr. Und das wäre rein soziokulturell gerade für Meck-Pomm mehr als nur schade, es wäre verdammt traurig. Wirklich!

Also reden wir über das, was das Meeresrausch gerade jetzt nötig hat: klingt platt, haben wir in den letzten Wochen auch gar nicht so selten gehört, aber es geht um Geld. Um Geld, das die jetzt dringend brauchen, um wenigstens im Sommer 2021 den Reigen für uns alle neu eröffnen zu können. Und ich hätte so gerne, dass das irgendwie möglich werden würde. Weil ohne die würde halt viel fehlen. Wirklich viel fehlen.

Aktuell haben sie eine Startnext-Kampagne gestartet, um sich in den nächsten Sommer retten zu können. Weil, wenn das nicht funktioniert, fährt das lieblingsweltschönste Festival der Welt gegen die Wand und ist dann vielleicht nicht mehr da. Für keinen. Also kümmert euch bitte, wenn ihr schon mal da wart, oder halt noch mal sehr dort hinwollen würdet. Gibt was für die 10er-Karte Sekt auf Eis und ich sorge dafür, dass die vor Ort Maracuja-Limo mit reinmachen. Einen Drink, den wir dort für alle erfunden haben. Und wenn ihr dann mit Sekt-auf-Eis-und-Maracuja-Limo zu uns ins Kinkerlitzchen kommt, kippen wir noch einen Vodka drüber, der auf uns gehen wird.

Ich bekomme die letzten Tage ganz, ganz viel Post, in der die von mir geliebten Sub-Culture-Aktivisten um Unterstützung fragen und komme mir wie ein Arschloch vor, nicht allen dann auch Reichweite verschaffen zu können. Weil wenn ich einmal damit anfange, kann ich nichts anderes mehr bringen. Und das schaff ich nicht.

Aber: das hier liegt mir ganz persönlich und ganz, ganz dolle am Herzen. Und wenn ihr wissen wollt, warum dem so ist, packt ein bisschen was mit in den Topf und wir sehen uns dort dann im Sommer 2021. Hoffentlich im Kinkerlitzchen. Lasst uns dann baden gehen, tanzen, lieben, lachen, trinken und irgendwelche außergewöhnlichen Zigaretten rauchen. Ich fänd’s geil und weiß, ich bin da nicht allein. Und ihr? Ihr könntet euch davon überzeugen, dass ich Recht hab. Ha!

Wie sicherlich viele von euch, beschäftigen auch wir uns täglich mit den dynamischen Entwicklungen von COVID-19; verfolgen die Informationen. Um zu versuchen das Virus einzudämmen, wurden in den vergangenen drei Wochen etliche Maßnahmen erlassen und inzwischen ist das “normale” Leben stark eingeschränkt. Die aktuelle Situation stellt die gesamte Kultur- und Kreativlandschaft auf den Kopf und treibt viele Menschen in existenzielle Nöte.
Welches Ausmaß diese Pandemie noch annehmen und wie lange sie anhalten wird, können selbst renommierte Virologen und Forscher nicht absehen.

Was die gegenwärtige Lage für euch Meeronaut*innen, unsere gesamte Branche, uns persönlich, aber auch für unser Herzstück; das Meeresrausch Festival bedeutet, wurde innerhalb unserer Crew intensiv besprochen und diskutiert. Seit Wochen machen wir uns Gedanken über mögliche Risiken sowie über unsere Optionen. So optimistisch wir noch vor drei Wochen auf den Juni und unser Festival geblickt haben, müssen wir inzwischen der unliebsamen Realität ins Auge schauen.

Ein Jahrzehnt lang haben wir mit euch zusammen Festivalgeschichte geschrieben. Wir sehen uns nun leider gezwungen, euch den traurigsten Satz mitzuteilen, den wir je in einem unserer Meeresrausch Newsletter schreiben mussten:

Das Meeresrausch Festival 2020 wird nicht stattfinden!
Zu dieser schweren Entscheidung hat uns die aktuelle Faktenlage und unsere Fürsorgepflicht allen Meeronaut*innen, Helfer*innen, Crew­mit­gliedern, sowie auch der Ortschaft und vielen anderen Menschen gegenüber bewogen. Wir uns schweren Herzens dazu entschieden, unser Jubiläumsjahr rechtzeitig und geordnet abzusagen. Die Ein­dämmung von Covid-19 ist zurzeit das Wichtigste und liegt in unser aller Verantwortung.

Hier geht zur Startnext-Kampagne. Lasst, wenn ihr könnt, einfach ein paar Euro da. Und vielleicht, hoffentlich, trinken wir dann im Juni 2021 dort zusammen einen Sekt auf Eis mit Vodka drüber. Wäre so schön! Und wir würden mal wieder Grungermanns „Fackeln im Sturm“ übern Dance blasen, was schon mein Plan für diesen Sommer war, der ja nun ausfallen würd. Aber ey, was ist schon ein Jahr, wenn wir über dieses hinweg alle gesund bleiben?

Passt auf euch auf!

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Familie von AfD-Spender sammelt 100.000 Euro gegen die AfD

Der Unternehmensverwalter Christian Krawinkel hat dem Thüringer AfD-Landesverband von Björn Höcke letzte Woche 100.000 Euro gespendet. Das ist die höchste Spende an die AfD seit 2016 und bewusst eine Spende an den reaktionärsten Landesverband der AfD.

Die Familie von Christian Krawinkel, die zu dem Unternehmensverwalter keinen Kontakt hat, findet das eher unerfreulich und will nun auch 100.000 Euro spenden. Allerdings nicht an die AfD, sondern an einen Verein, der sich gegen die AfD stark macht: dem Polylux e.V. Weil sie selber keine 100K haben, bitten die Familie darum, das Geld zu sammeln. Und ich finde, da kann man ruhig mal was ins Sammelsäckl tun.

Die Mordserie des NSU, die Bedrohungen durch einen NSU 2.0, der Anschlag von Halle sind nur die Spitze eines Eisbergs aus Hass. Die AfD – und insbesondere der thüringische Landesverband – ist sein politisches Sprachrohr. Christian Krawinkel fördert diesen Hass mit 100.000 Euro. Dagegen sagen wir: In der Familie wie auch in der Politik dürfen Nazis und ihre Unterstützer*innen nicht das letzte Wort haben.

Deshalb haben wir uns überlegt, selbst Geld zu spenden. Wir sind keine Unternehmer, wir haben keine 100.000 Euro. Aber wir machen den Anfang. Gemeinsam, zusammen mit Euch und Ihnen, mit all denen, die kein Deutschland der AfD wollen, schaffen wir auch den Rest: 100.000 Euro an das Netzwerk Polylux, das im Osten Deutschlands Initiativen unterstützt, die sich der AfD entgegenstellen, die Opfern rassistischer und neonazistischer Gewalt helfen und die vor Ort für eine offene Gesellschaft streiten!

Moritz Krawinkel

Barbara Krawinkel

Niklas Krawinkel

Andrea Krawinkel

Michael Krawinkel

Das Netzwerk Polylux e.V. ist ein Verein, der Initiativen und Projekte der kritischen Zivilgesellschaft in Ostdeutschland finanziell unterstützt. Diejenigen, die sich in ostdeutschen Kommunen für die Zivilgesellschaft engagieren, sollen wissen, dass sie nicht allein sind. Wir zeigen ihnen, dass ein breites Netzwerk aus ganz Deutschland hinter ihnen steht.

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Unterstützt das Kraftfuttermischwerk auf Steady – und befreit euch von der Werbung

(So sieht der Bums hier ohne Werbung aus. Bisschen geil.)

Ich habe mich vor Monaten bei Steady angemeldet und bin dann aber bisher nicht dazu gekommen, das auch konsequent umzusetzen. Nun hat Andy, der beste aller weltbesten Coder, aber den dazu notwendigen Code hier eingebaut und dann mach ich es hiermit jetzt ganz offiziell: ihr könnt mich jetzt finanziell auf Steady unterstützen und erspart euch die Werbung hier. Ihr müsst das nicht tun, aber ihr könnt, wenn ihr Bock habt. Wenn, dann ab zu Steady und eine mich unterstützende Mitgliedschaft abschließen. Die gibt es dort ab Zwei fuffzich – und ich spare mir mit einem Link darauf ab heute jegliche überflüssige Diskussion über Werbung auf meinem Blog. So.

Seit September 2005 schreibe ich über und sammle im Kraftfuttermischwerk all die Dinge, die das Netz im Allgemeinen und das Leben im speziellen so besonders machen. Mal mehr, mal weniger persönlich. Die fetten Jahre der Werbung sind vorbei, die Kosten sind geblieben. Die machen mich nicht arm, aber es gibt seit längerem von einigen Lesern die Bitte, das Blog auf diese Weise hier unterstützen zu können. Ich sagte immer, dass ich mich zu gegebener Zeit darum kümmern werde. Zeit, die ich gerade mal habe – also mache ich das hiermit.

Wer will, kann das bunte Potpourri also jetzt unterstützen. Alles kann, nichts muss. Aber es macht mir das Leben ein wenig komfortabler. Ich kann besser schlafen und das steigert ja bekanntermaßen das allgemeine Wohlbefinden. Und wer bei allgemein gutem Wohlbefinden ist, bloggt sehr viel entspannter oder so.

Viel ändern wird sich dadurch nicht. Ich kann auch gar nicht viel mehr bieten als bisher, aber ich kann euch Unterstützer*innen die Werbung ersparen, die uns ja alle schon immer und immer wieder aufs Neue auf den Sack geht. Ich weiß. Wird mir mindestens drei Mal die Woche mal mehr, mal weniger sympathisch mitgeteilt.

Das ganze sollte dann so funktionieren: ihr meldet euch über die Seite hier bei Steady an, und – zack – all die Werbung weg. Geil, oder? Finde schon.

Danke, ihr Liebies. Und jetzt weiter im Takt.

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Saatgutkonfetti

Wie großartig bitte ist diese Idee? Hier auf Startnext. Ich lass da mal was da.

Was ist Saatgutkonfetti? Das Schöne mit dem Nützlichen verbinden. Saatgutkonfetti ist kompostierbares Konfetti als Träger von 26 heimischen Saatgutarten, damit nach einem Fest mehr bleibt als „kein Müll“. Die Saatgutmischung besteht aus wilden Gräsern, Kräutern + Blumen und dient als Heimat und Nahrungsquelle für verschiedene Arten von Wildinsekten, Bienen und anderen Kleintieren. Alle enthaltenen Samen sind Lichtkeimer und treiben zu unterschiedlichen Jahreszeiten und klimatischen Umständen aus.
Wir hoffen damit einen Beitrag zum Erhalt der Biodiversität der Pflanzen- und Tierwelt im urbanen Raum zu erreichen.
Für die Biodiversität, Bienen und zum Spaß.

Enthaltenes Saatgut: rotes Straussgrad, Gänseblümchen, hohler Lerchensporn, fester Lerchensporn, Heide-Nelke, blau-Schwingel, Schaf-Schwingel, blasser-Schafschwingel, langhaariges Habichtskraut, Herbst-Löwenzahn, rauer Löwenzahn, gemeines Leinkraut, Staudenlein, roter Lein, Hornschotenklee, Felsennelke, glanz-Lieschengrad, mittlerer Wegerich, einjährige Rispe, silber-Fingerkraut, Frühlings-Fingerkraut, Schlüsselblume, gemeine Braunelle, kleiner Sauerampfer, Feld-Thymian, Duftveilchen, wildes Stiefmütterchen.


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Roboterkatze zum Selberbauen: Nybble

Nybble ist eine Roboterkatze auf Open-Source-Basis, die sich ein jeder selber zusammenbauen und programmieren kann. So gibt es das Lernen und Verstehen von Programmierung und Robotik in einem Paket.

The cat is the brainchild of RongzhongLi of Petoi, who built the feline robot on an open source platform that runs on an Arduino micro-controller, and funded the project on Indiegogo. A wooden puzzle forms the cat’s basic frame, while a small computer imbedded in its torso directs its movements.


(Direktlink, via Colossal)


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Hilfe für die Freundin einer Freundin

Anne schreibt: „Die Tochter einer Freundin von mir hat Leukämie. Als Alleinerziehende hatte sie nie viel Geld und weil ihre Tochter gerade 19 geworden ist, bekommt sie auch keine Krankschreibung mehr.
Jetzt braucht sie Geld für Miete und alles andere.“

Um sie finanziell zu unterstützen hat sie für ihre Freundin eine kleine Crowdfunding-Aktion gestartet. Wer mag und kann, kann dort etwas da lassen. Wer nicht mag oder nicht kann, der nicht.

Kann jeden treffen, bisschen Unterstützung kann dann auch jeder gut gebrauchen, denke ich.

Unsere Freundin Elisabeth (Name geändert) hat ihr Leben lang nicht auf Karriere gesetzt, sondern auf Freundschaften und auf soziale Projekte. Sie hat vieles ausprobiert und dabei war ihr ihre Unabhängigkeit immer wichtig. Sie hat nie zuende studiert und nie viel verdient, nichts großartig zur Seite gelegt.

Und wir können nicht glauben, dass ihr das nun so auf die Füße fällt! Ihre Tochter ist schwer krank – doch sie kann es sich eigentlich nicht leisten, sich richtig um sie zu kümmern. Denn als Mutter einer 19-Jährigen gibt es kein Krankengeld für die Mutter – es wird erwartet, dass diese ganz normal weiter arbeitet.

Kurz zum Hintergrund: Elisabeth ist alleinerziehend (Miras Vater hat sich noch während der Schwangerschaft von ihr getrennt). Und bei Mira wurde im Herbst Leukämie festgestellt, seitdem ist sie im Krankenhaus, bekommt Chemo und wird dort noch lange bleiben müssen. Zwischendurch kann sie auch mal nach Hause, aber die meiste Zeit muss sie im Krankenhaus sein.

Dass Mira gerade 19 geworden ist, führt dazu, dass sie nicht mehr auf der Kinderstation liegt, sondern wie eine normale Erwachsene behandelt wird. Für Elisabeth bedeutet das, dass sie keine Krankschreibung als Mutter bekommt. Ihre Kolleg*innen sind zwar sehr verständnisvoll, aber Geld braucht Elisabeth trotzdem, und sie hat jetzt viel weniger Zeit zu arbeiten: Sie bringt Mira jeden Tag Essen ins Krankenhaus, weil es ihr wichtig ist, dass Mira gut isst – und das Standardessen im Krankenhaus ist dabei eben keine große Hilfe.

Und natürlich ist es in dieser Situation schwer, überhaupt an etwas anderes zu denken als an Mira.

Bitte helft Elisabeth und Mira, damit sie sich in dieser schwierigen Zeit nicht auch noch darüber Gedanken machen müssen, wie sie die Miete und alles andere bezahlen, und sich vielleicht sogar mal was Gutes tun können.

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Ein Film über Hamburgs ersten Tagger in den 1960er Jahren: Eiffe for President

Noch bevor Graffiti in den USA richtig populär wurde und dann seine Reise in die ganze Welt antrat, zog Peter Ernst Eiffe aka „Eiffe der Bär“ mit Stiften und Dosen durch Hamburg und hinterließ an den Wänden der Stadt seine bis dahin ungewohnten Botschaften.

„Im Mai 1968 kam niemand an ihm vorbei: „Eiffe der Bär“ war überall. Tag und Nacht war Peter Ernst Eiffe, Spross einer hanseatischen Familie, unterwegs und überzog ganz Hamburg mit seinen Sprüchen. Höhepunkt seiner Karriere: Er fährt mit seinem Fiat Topolino in die Wandelhalle des Hauptbahnhofs ein und ruft dort die „Freie Republik Eiffe“ aus. Zwangseingewiesen in die Psychiatrie wird er drinnen und draußen zur Legende.„

In den 1990er Jahren haben beiden Filmemacher Christian Bau und Artur Dieckhoff das Schaffen von Eiffe zu einem in einem Dokumentarfilm gemacht, der jetzt per Crowdfunding neu aufgelegt und zusammen mit einem Buch über Eiffe erscheinen soll.

Hier der Trailer:

(Direktlink, via Urbanshit)

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Ein von Da Vinci inspirierter, programmierbarer, mechanischer Holzroboter, der zeichnet: Da Vinci’s Drawmaton

Robert Sabuda hat mit Da Vinci’s Drawmaton einen von Da Vinci inspirierten, programmierbaren, mechanischen Holzroboter entwickelt, der zeichnen kann. Das Dingen gibt es in verschiedenen Variationen bei Kickstarter.

For the longest time it has been the dream of the Leonardo da Vinci Robot Society to bring one of the Renaissance master’s creations back to life for the world to enjoy. Da Vinci’s most famous robot, the mechanical knight built over 500 years ago, was able to perform several tasks and was even rumored to be able to draw. When we met mechanical paper engineer extraordinaire Robert Sabuda, also a huge da Vinci fan, it was a match made in heaven! Through careful research of da vinci’s original drawings and plans in the Codex Atlanticus, da Vinci’s notebook dealing with robotics, Sabuda and his team have finally unraveled the mechanics and brought the machine into the 21st century!


(via BoingBoing)

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Eine Geschichte aus dem Internet: Rio ist obdachlos geworden und irgendwie zurückgekommen, Holger hat mit ihm darüber gesprochen

Rio kenne ich im Netz schon aus der Zeit, in dem das Netz noch ein fast durchweg geiles war. Er machte mit Daniel aka „Kotzendes Einhorn“ einen Podcast, den ich schon damals gerne hörte, was zu der Zeit etwas Besonderes war, weil ich Podcasts in ihrer Summe damals eher so „naja“ fand. Hierbei mochte ich beide. Irgendwann stellten sie ihre Podcast-Aktivität ein und Rio verschwand sang und klanglos aus meiner Blase im Netz. Das passiert des Öfteren mit Menschen, die ich im Netz zu schätzen weiß. Leider.

Meistens frage ich mich dann später nochmal, was aus denen geworden ist. Was die jetzt so machen und so. Kommste nicht drauf und vergisst das dann wieder.

Bei Rio war das anders. Vor ein paar Wochen ploppte er nach gut zwei Jahren dann doch wieder auf. In Form einer Crowdfunding-Kampagne, die dafür sammelte, dass er wieder, auch auf die finanziellen Beine kommt. Er hatte Schulden am Arsch und lebte mittlerweile auf der Straße. Aus Gründen, die keiner von uns verstehen muss. Es ging um 5000 Euro.

Ich teilte das und gab ein bisschen was dafür. Und hoffte, dass es für ihn wieder irgendwie gut werden würde – und das Internet lieferte. Rio hat mittlerweile wieder ein Dach über dem Kopf und die Kohle fast zusammen. Holger hat mit ihm über die letzten paar Jahre gesprochen und ich finde das sehr hörenswert.


(Direkt-MP3)

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