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Schlagwort: Munich

Polizei München verbrennt – und das liegt nicht an der Sonne. Oder vielleicht doch

Ich teile hier ganz bewusst und aus Gründen wenig Content der Polizei. Weil die halt meistens wenig wirklich gut zu machen scheint, aber den hier kann man, denke ich, schon mal bringen. Mir gehen auf Radwegen abgestellte E-Scooter auch auf den Saque, aber deshalb muss ja nun keiner so ein Fass aufmachen. Zur Seite kicken stellen und weiterfahren. Ist ja kein Ding. An sich. Leute, Leute.

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Münchener Hauseigentümer lassen Investoren abblitzen

Auch das gibt es noch.

Kaum zu glauben: Wolfgang Fischer hat ein Grundstück in Münchner Bestlage und will es nicht zu Geld machen, sondern Menschen Lebensraum bieten. Der Hauseigentümer verscheucht Makler und Investoren, die bei ihm oft im Hof stehen und hohe Summen für sein Haus bieten. Wichtiger als maximaler Gewinn ist ihm, dass seine Mieter bezahlbaren Wohnraum haben, die Schreiner-Werkstatt und der Verlag auf seinem Grundstück bleiben können. Nach seinem Tod will Wolfgang Fischer sein Hauseigentum der Münchner Genossenschaft Wogeno vererben, die wie er günstigen Wohnraum erhalten will. Ein Modell, das langsam Anklang findet bei Eigentümern, die mehr wollen als Profit.


(Direktlink)

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Wenn du glaubst, den Instagram-Account eines Amokläufers an die Polizei zu melden

Lesenswerter Thread auf reddit, bei dem baudusau ursprünglich davon ausging, den Instagram-Account des Münchener Amokläufers David S. aufgespürt zu haben, was sich später als falsch erwies.

Das daraufhin folgende Rumgeklicke verunsicherte baudusau allerdings so sehr, dass kurzerhand 110 gewählt wurde. (Wobei ich natürlich gerade nicht wissen kann, inwiefern diese Story so der Wahrheit entspricht.)

Bildschirmfoto 2016-07-25 um 19.42.31

Ich sehe grade, dass jetzt in dem Profil steht „I knew David S. From munich“
Unter seinen Fotos findet man das hier von vor 4 Tagen: https://i.imgur.com/3hTWqoB.png [RES ignored duplicate link]
Außerdem muss er mich manuell hinzugefügt haben heute.
U.A. auch diese Sprüche in seinem Profil: „In ϟociety nobody detects my psychopathy. ?Eric Harris Edits, bombs & more killer stuff“

Edit: Das muss jemand anders sein, aber er ist ein Deutscher. Langsam bekomm ich Schiss. Seine Freunde haben alle Instagram Profile mit x Bildern zu Amokläufern, besonders Columbine.

Edit2: Ich habe dann auf Anraten hier einfach die 110 gewählt. Die haben mir die Nummer meiner lokalen Dienststelle gegeben. Denen habe ich dann die Lage geschildert, die Frau am Telefon klang aber ziemlich hilflos. Sie hätten keinen freien Rechner auf dem Instagram nicht gesperrt ist, weswegen sie mir eine Streife vorbei schicken würde. Dann hat sie nochmal einen Kollegen gefragt, worauf hin sie meinte, dass sie jetzt das LKA schicken.

Bei mir kam dann die Kripo an und zwar drei absolute Schränke, die eher wie Boxer aussahen und schon beim Reinkommen ein wenig aggressiv wirkten und dachten ich wolle sie verarschen und wieso ich nachts noch anrufe.

Ich hab ihnen dann erstmal die Bilder gezeigt, woraufhin sie deutlich freundlicher wurden. Der Obertyp von denen meine dann direkt er muss telefonieren und ist raus gegangen, währenddessen wurde sehr schnell klar, dass die beiden anderen absolut keine Ahnung von Internet oder Computer haben. Waren aber sichtlich schockiert über die Bilder, die auf dem Instagram Acc waren. Dort sieht man Videos von selbstgebauten Bomben, Rohrbomben, Waffen und jede Menge Bilder von den Columbine Attentätern, die er anscheind vergöttert. Auch ein Bild, das zeigt, dass er ordnerweise Fotos von den Columbine Attentätern sammelt. Naja, ich musste denen dann meine Nummer und Email geben und morgen kommt entweder der Staatsschutz oder das LKA mit Experten zu mir… Und eigentlich wollte ich eben pennen gehen…

Edit3: Montag 12:54 Uhr. Bei mir hat sich bisher keiner gemeldet.

Edit4: Es ist jetzt 18:24 Uhr und drei Mal dürft ihr raten, was passiert ist. Nichts. Nachdem man mir gestern versichert hat, dass man sich heute bei mir meldet… Ich glaube auch nicht mehr, dass heute noch was kommt. Ich denke ich habe auch rausgefunden, auf welche Schule der Typ geht. Habe mich jetzt mit der Frau meines Bruders besprochen, sie ist Richterin, und ich werde morgen früh nochmal anrufen und nachfragen und wenn das nichts bringt, rufe ich morgen beim LKA BW an.

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München: Feuerwehr befreit Mann von 13 Penisringen


(GIF: münchen.tv)

Autsch. In München hat ein Mann eine Klinik aufgesucht, weil er 13 Penisringe „an“ hatte und nicht mehr „aus“ bekam. Die Feuerwehr befreite den Mann. Und eigentlich wollte ich nur das GIF zu der Headline haben.

Heute musste ein 52-jähriger Mann in München von insgesamt 13 Penisringen befreit werden. Er bekam sein bestes Stück nicht mehr heraus und suchte nach vier Tagen eine Klinik auf, die die Einsatzkräfte mit ihrem feinmechanischen Werkzeug anforderte.

(Danke, Peter!)

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Man kann ja mal fragen

Die Polizei München twittert vom Oktoberfest, was sich mitunter so liest, als käme das aus einer anderen Welt. Manche Dinge allerdings sind durchaus unterhaltsam.

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München hilft: Tausende Flüchtlinge kommen am Hauptbahnhof an

Wie es ja hoffentlich an keinem vorbeigegangen sein sollte, hat Ungarn gestern für ein paar Stunden seine Grenze nach Österreich geöffnet, so dass wohl tausende Flüchtlinge Züge erst nach Österreich und von dort aus nach Deutschland nehmen konnten. Offenbar, so zumindest die offizielle Lesart, basierte die Annahme, dass das so jetzt möglich sein könnte, auf einem Missverständnis.

Auslöser waren Medienberichte aus Deutschland über eine sogenannte Leitlinie des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (Bamf). Diese besagt, dass Deutschland syrische Kriegsflüchtlinge fortan nicht mehr in jene EU-Länder zurückschickt, in denen sie zunächst angekommen waren.

Viele Flüchtlinge gewannen deshalb den Eindruck, dass Deutschland als einziges Land in der EU seine Tore öffnet. Offenbar war den deutschen Behörden nicht klar, welche Folgen die Nachrichten auslösen würden.
Die Lage auf dem Budapester Bahnhof, von wo aus die Züge nach Österreich und weiter nach München fahren, wurde im Verlaufe des Montags immer verworrener, irgendwann setzten die Behörden die Kontrollen aus. Die ungarische Regierung wiederum bat die deutsche Seite um Rechtsklarheit, wie deren Leitlinie mit dem Dublin-III-Abkommen zu vereinbaren sei.

Das Dublin-III-Abkommen regelt, dass Flüchtlinge ihren Asylantrag in jenem EU-Land stellen müssen, in dem sie ankommen. Dort sollen sie sich registrieren lassen, und dort sollen sie auch verbleiben.

Schade, so können Flüchtende wieder kaum eine Möglichkeit in betracht ziehen, auf legalem Wege nach Deutschland einzureisen, weil sie nach wie vor gezwungen sind, ihre Asylanträge dort zu stelle, wo sie zuerst die Grenzen der EU überquert hat. Für viele wäre das aktuell wohl Griechenland, die allerdings mit ganz anderen Problemen zu kämpfen haben, wie wir alle wissen. In diesem konkreten Fall wäre es Ungarn, das auch nur wenig Interesse daran zeigt, Flüchtlingen einen adäquaten Aufenthalt zu zu gewähren.

Gestern kamen also tausende Flüchtlinge über Ungarn in Österreich an und ein Teil meiner Wiener Twitter-Timeline war vor Ort um umgehend praktische Hilfe zu leisten. Danke dafür! Auch Vice Alps war vor Ort und hat die Geschehnisse wie folgt zusammengefasst: Was Montagabend am Westbahnhof mit Hunderten Flüchtlingen passiert ist, macht Mut.

Helfer haben gebracht, was sie hatten. Der Filialleiter des Merkur im Bahnhofsgebäude hat einen ganzen Wagen Getränke zu den Gleisen bringen lassen. Das Versagen der Politik bringt die Menschen zusammen, die helfen möchten. Es war ein Tag, an dem die Dublin-Verordnung vergessen wurde. Wir waren an diesem Tag alle Fluchthelfer. Nicht in dem Sinne, wie Innenministerin Mikl-Leitner das Wort versteht—als Schlepper und als Ursprung allen Übels—, sondern einfach im Sinne von Menschen, die nicht mehr zusehen können und die andere Menschen in Not unterstützen wollen, ohne sich daran zu bereichern. Und obwohl man kaum glauben möchte, dass sich solche Szenen an einem Bahnhof in Wien abspielen: Es war ein sehr guter Tag. Ein Tag, um Mut zu schöpfen.

Ähnliche Szenen spielten sich heute in München ab, wo die meisten Flüchtenden endlich ihr Ziel erreichen konnten: die Hoffnung auf ein nun endlich besseres Leben für sie und die Lieben, die ihnen auf dem Weg dorthin geblieben sind. PULS war vor Ort.


(Direktlink)

Aktuell sind die Grenzen zwischen Ungarn und Österreich wieder dicht, die Dublin-Verordnung wieder in Kraft. In Budapest warten immer noch hunderte Menschen darauf, endlich über Österreich ausreisen zu können. Momentan gibt es für sie keine legale Möglichkeit, das zu tun. Es könnte sein, dass einige von ihnen ihr Leben auch dadurch Leuten anvertrauen, die heute von der Politik „Schlepper“ genannt werden.

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