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Schlagwort: Pogida

Demo-Date

Die letzten Versuche von Pogida, des Potsdamer Ablegers von Pegida, hier in der Brandenburger Hauptstadt Fuß zu fassen, sind wenig überraschend kläglich gescheitert. Nach ein paar Versuchen war klar, dass Potsdam es nicht zulässt, dem rechten Rand die Straßen zu überlassen. So wie es immer schon war.

Nun hat ein klandestines Neonazi-Netzwerk für kommenden Sonntag zum „Tag der politischen Gefangenen“ zu einer Kundgebung vor dem Justizzentrum Potsdam in der Jägerallee aufgerufen. Es würde wahrscheinlich nicht nur mich überraschen, wenn man sie dort ungestört Kund geben lassen würde. Potsdam bereitet sich vor und zieht sämtliche Register der Mobilisierung. Da wird es glatt auch mal romantisch. Da gehe ich doch glatt mal gucken, ob das junge Glück in der Gegendemo zueinanderfinden kann. Weitere Infos dazu bei Pogida-Watch.


(via Pogida Watch)

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„Pogida-“ aka „Anmelde-Müller“ als „Christiano De La Vega“ auf den Kanaren festgenommen

(Christian Müller zählt bis fünf)

Christian Müller, der hier in Potsdam vor gut anderthalb Jahren versuchte, regelmäßig einen Pegida-Ableger auf die Straßen der Stadt zu bekommen, später seine Freundin auf offener Straße verprügelt haben soll und es auch sonst nicht immer ganz so genau mit der Gesetzgebung nahm, wurde nun aufgrund eines europaweit ausgeschriebenen Haftbefehls auf Fuerteventura festgenommen.

Er hatte in der Silvesternacht 2014/15 zwei jugendliche Partygäste verprügelt, war dafür verurteilt worden, ging in Berufung und tauchte später dann unter. Irgendwo auf den Kanaren, wo man ihn jetzt festnahm.

Er soll eine größere Summe Geld in eine Tanzbar investiert haben. Er selbst tritt seit April unter dem Namen „Christiano De La Vega“ bei Facebook auf, bezeichnet sich dort als Gründungssponsor des Lokals El Cubanito in Morro De Jable. Als Chefin trat seine Lebenspartnerin Anika K. auf, er als Angestellter. Damit war er offiziell registriert. Spanische Zivilbeamte schlugen dann in den späten Abendstunden des 7. September zu. Woher Müller das Geld für das Lokal hatte, in dem Schlagerabende oder Tanzkurse stattfanden und das schlecht gelaufen sein soll, ist unklar. Potsdamer Weggefährten hatten ihm vorgeworfen, sich mit der Pogida-Kasse davongemacht zu haben – was Müller via Facebook bestritt, ebenso wie untergetaucht zu sein. Das Lokal wurde zwei Tage nach der Festnahme geschlossen. Wie es von den Kanaren hieß, wolle auch Müllers Lebensgefährtin alsbald nach Deutschland zurückzukehren. Denn sie ist schwanger und erwartet Zwillinge.

Lupenreine Patrioten.

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Pogida-Gründer Christian Müller chillt nach Flucht auf den Kanaren

[Update] Das Hafturteil gegen Müller ist seit heute rechtskräftig. Der stramme Patriot, der es mit den Gesetzten seines Heimatlandes gerne mal nicht ganz so genau nimmt, muss für 12 Monate in Haft. Die Justiz arbeitet bereits daran, seine Flucht zu beenden.

(Christian Müller zählt bis fünf)

Christian Müller, Gründer des für Potsdam gedachten Pegida-Ablegers Pogida, der hier irgendwann nur noch „Anmelde-Müller“ genannt wurde, wurde im Februar 2016 vom Amtsgericht Potsdam wegen Körperverletzung und Fahrens ohne Führerschein zu einer einjährigen Haftstrafe verurteilt. Dagegen legte er Berufung ein, über die im Mai diesen Jahres entschieden werden sollte. Zu dieser Berufungsverhandlung erschien Müller nicht. Weder sein Verteidiger noch sein Bewährungshelfer hatten zu dieser Zeit Kontakt zu ihm – er war so verschwunden.

Später meldete sich Müller per Facebook, wo er vorgab nicht „geflohen“ zu sein und dem Versuch nachgehen würde, sich ein neues Leben aufzubauen. Dass er hier eine Strafe abzusitzen hat, hatte er dabei wohl vergessen. Passiert ja mal – man kennt das.

Mittlerweile ist ziemlich klar, dass Anmelde-Müller auf Fuerteventura chillt. Er meldet sich hin und wieder per Facebook, erzählt seinen Fans und Freunden einen vom Pferd und bewertet ab und an unter seinem Klarnamen Locations, die auf Fuerteventura liegen.

Und es gibt eine weitere Spur, die nach Fuerteventura führt: „Oasis Park“, „La Laja“, „Centro Comercial Atlántico“ – das alles sind Orte auf der Kanarischen Insel, die Christian Müller in den vergangenen Wochen öffentlich auf der Plattform Google Maps bewertet hat. Garniert mit Fotos von seinen Besuchen, auf denen er auch selbst zu sehen ist.

Fraglich ist, wie sich der Hartz-IV-Empfänger den Aufenthalt finanzieren kann.

Offenbar versucht er wirklich der Karriere von Pegida-Gründer Bachmann Konkurrenz zu machen. Auch dieser entzog sich nach einer Verurteilung wegen verschiedener Straftaten und flüchtete nach Südafrika. Das müssen diese deutschen Werte sein, von denen Gestalten wie Bachmann, der mittlerweile auch auf den Kanaren lebt, und Müller immer reden.

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Potsdam: Polizei pumpt Springbrunnen ab, um Demonstranten aus diesem zu holen

Gestern traf sich in Potsdam die Nachfolge-Truppe der hier gescheiterten pegidanahen Pogida-Spaten. Die nennen sich nun die „Freien Patrioten Potsdam“, haben einen neuen Anführer und hatten gestern auf dem zentral gelegenen Luisenplatz eine Demo in der Zeit von 14:00 bis 20:00 Uhr angemeldet. Ich hatte mir das mit 300-400 Potsdamern von aussen angesehen, musste dann aber nach Sachsen.

Am Ende saßen dort dann 50+ der Patrioten an Biertischgarnituren und grillten sich ein paar Würschte auf einem Grill, den zusammenzubauen ihnen einiges an Schwierigkeiten bescherte, was die Außenstehenden durchaus amüsierte. Bewacht wurden die freien Ex-Pogidi-jetzt-Patrioten dabei von hunderten Polizisten, zwei Wasserwerfern und ein paar Räumpanzern. Später liefen sie dann noch für ein paar Minuten durch die Stadt. Soweit alles wie immer.

Im Vorfeld allerdings kam es zu seinem seltsamen Zwischenfall, der sich in dem Springbrunnen des Luisenplatzes ereignete. Auf dem Platz also, auf dem die grillenden Patrioten in Ruhe und unter Publikum ihre Wurscht essen wollte.

Gegendemonstranten verabredeten sich schon um 12:00 Uhr zu einem Picknick auf dem Platz. Ich weiß nicht, ob die gepicknickt haben, aber als die „Gäste“ der Grillparty eintrafen, hatten die circa 25 Gegner den Platz quasi schon besetzt. Sie zogen die Schuhe aus und stellten sich in den dortigen Springbrunnen, der eine Wassertiefe von vielleicht 40 Zentimetern hat. Als die Polizei sie bat, den Brunnen zu verlassen, weigerten sie sich. Auch ausgesprochene Platzverweise von Seiten der Beamten konnten sie nicht überzeugen das Wasser zu verlassen. Nun war es wohl so, dass keiner der Polizisten seine Stiefel ausziehen oder es riskieren wollte, dass diese nass werden könnten. So rief man die Feuerwehr, die den Pool auspumpen sollte, so dass die Demonstranten in Gewahrsam genommen werden konnte. Weitestgehend mit trockenen Beamtenfüßen.

Und die PARTEI in Potsdam weiß, wie man Demonstranten mobilisiert.

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Pogida-Chef Christian Müller soll seine Freundin in der Öffentlichkeit verprügelt haben

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(Pogida-Demo, Babelsberg, Februar 2016)

Eigentlich sind wir hier in Potsdam hoffentlich mit dem Thema durch. Pogida, der Potsdamer Ableger von Pegida, konnte hier in der Stadt nicht Fuß fassen. „Anmelde-Müller“ war gerade mal wieder gerade so dem Knast entgangen und zog sich als Veranstalter der zuletzt 25 Teilnehmer zählenden Pogida-„Demo“ zurück und übergab die Hoheit dessen an irgendeinen Schmidt, der dann doch nicht so hieß. Und so. Genaueres weiß keiner. Seitdem kam bisher nichts mehr. Danke, Zivilcourage. Danke, Antifa.

Nun tauchte Müller in einem Polizeibericht auf, der besagt, das er am Donnerstagmorgen, um 04:39 Uhr, mit 2,28 Promille im Turm von Zeugen beobachtet wurde, wie er auf eine Frau einprügelte. Wohl seine Freundin.

Die Beobachter berichten, Müller habe die junge Frau mit beiden Fäusten mehrfach auf den Kopf und dann in den Bauch geschlagen. Als die 24-Jährige in die Knie ging, habe ihr Müller mit seinen Turnschuhen in den Rücken getreten. Zudem habe der schon vorher durch lautstarke Pöbeleien in der Brandenburger Straße aufgefallene Ex-Pogida-Chef die Frau an den Haaren gezogen, als sie am Boden lag.

Das ist wohl dieses „Abendland“ und die Werte dessen, das diese Leute immer vorgeben, verteidigen zu wollen. Und so.

Als Cops den Vorfall aufnehmen wollten, taten beide Beteiligten so, als wäre nichts geschehen.

Nach MAZ-Informationen wollte die Geschlagene, die zeitweise als Pogida-Sprecherin in Potsdam aufgetreten war, nicht einmal eine Anzeige aufgeben. Wegen des Verdachts gefährlicher Körperverletzung wurde Müller in Gewahrsam genommen. Außerdem soll Müller, der 2,28 Promille Alkohol im Blut hatte, die Beamten beleidigt haben („Idiot“, „Lappen“, „Fotze“). Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft kam Müller später am Donnerstag wieder frei.

Ein paar Stunden später rief Müller dann den Polizeinotruf an, um eine Spontan-Demo anzumelden. Das, obwohl er ja eigentlich als Anmelder nicht mehr auftreten wollte.

Ein Beamter fuhr zum angegebenen Ort, fand den Pogida-Mann nebst einer Hand voll Mitstreiter aber betrunken an. Wieder musste Müller ins Röhrchen pusten – diesmal zeigte das Gerät 1,7 Promille an. Weil aber ein Demonstrationsleiter nüchtern zu sein hat, akzeptierte die Polizei den Pogida-Mann nicht als Veranstaltungsleiter.

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(Stöher gibt alles, Pogida-Demo, Babelsberg, Februar 2016)

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Mausrede Lutz Bachmanns: Sein Facebook-Profil wurde wohl gehackt

Seit heute läuft gegen Oberpogidi Bachmann ein Prozess wegen Volksverhetzung. Auf Facebook hatte Bachmann Geflüchtete als „Gelumpe“, „Viehzeug“ und „Dreckspack“ – bezeichnet, was zu Ermittlungen führte. Laut Bachmann war das alles gar nicht seine Schuld – sein Account wurde gehackt, sagt seine Anwältin. Natürlich! Mausrede der Woche.

„Gelumpe“, „Viehzeug“, „Dreckspack“ – all das will Lutz Bachmann nie bei Facebook geschrieben haben, sagt seine Anwältin vor Gericht. Jemand habe sein Profil gehackt, behauptet die Verteidigung. Ein Video lässt an der Glaubwürdigkeit zweifeln.

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(via Netzpolitik)

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Hatte #Legida #Hashtags im #Lack?

Bei Legida, Ableger von Pogida in Leipzig, stellt man sich die für sie wichtigen Fragen. Mit 41 Hashtags auf 170 Wörter. Ich hätte noch einen vor „Pauke“ gesetzt und vor SPD natürlich. Sogar „ANTIFA“ kommt ohne extra Raute. Einmal mit Profis! #Knetbirnen.

Bildschirmfoto 2016-04-18 um 23.04.55


(via 600€)

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Der hier ist für jene

Jaja, schon voll alt und so. Aber ich war bisher nicht in der Stimmung, das hier so drin haben zu wollen. Jetzt aber komme ich gerade aus einer Ecke meiner Stadt, in der 1030 Cops 130 Pegida-Spaten an die Hand nehmen, um sie erst 1400 Meter durch ein multikulturelles Stadtgebiet, das quadratkilometerweit komplett hermetisch abgeriegelt wurde und an einem Flüchtlingsheim vorbeiführte, um die Menschenfeinde dann später in der Tram zu den umliegenden Bahnhöfen zu führen. So wie eine Mutti oder ein Vati, die ihre Kinder gerade vom Hort abholen. Eine Schande für diese Stadt.

Ich hab am Rande der 1000 Menschen starken Gegendemo mit ein paar Cops gesprochen, wenn sie mich mal nicht nur wie irgendwelche Disco-Prolls auf dem Land angebrüllt und weggeschubst haben. Wohlwissend über ihre eher gute Ausgangssituation. Stark, wie sie dann natürlich sind, pöbelnd wie schlecht erzogene Kids an den Bahnhöfen der Großstädte. Versteckt hinter der Vermummung, die sie uns lauthals verbieten. Alles so frustrierend gerade. Und traurig auch. Die AfD liegt bundesweit aktuell bei 12, im Osten bei 16 Prozent. Und der hier ist für jene, die sich zum Teil dessen machen! So.

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Und vielleicht brauchen wir dann doch noch mal ein neues Album von Muff Potter.


(Direktlink)

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