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Schlagwort: Recipe

Avocado-Limetten-Kräuterbutter

In der Grillsaison mache ich unheimlich gerne Tomatenbutter, die sehr viel leckerer als eine ordinäre Kräuterbutter ist. Ich halte mein Rezept dafür natürlich für das beste und habe tatsächlich noch keine Tomatenbutter gegessen, die mir besser geschmeckt hat als die meinige.

Letztens wollte ich zum Grillen welche machen musste dann aber feststellen, dass ich keine getrockneten Tomaten mehr im Haus hatte, die zu den Grundzutaten meiner Tomatenbutter gehört.

Da ich keinen Bock hatte, nochmal einkaufen zu gehen, habe ich geguckt, was noch so im Haus und speziell im Kühlschrank war und mir dann eine Avocado-Limetten-Kräuterbutter zusammengerührt, die zwar nicht nach Tomate, aber dennoch verdammt lecker schmeckt.

Mein Rezept:
Saft von einer Limette mit einer Avocado, 1 Esslöffel Tomatenmark, 6-7 Tropfen Sriracha-Sauce, tiefgekühlten Gartenkräutern, einer Knoblauchzehe, Pfeffer, Salz und einem halben Teelöffel braunem Zucker im Mixer zerkleinern. Dazu 250 Gramm weiche Butter und ordentlich mit dem Pürierstab bearbeitet, bis alles glatt und schön sämig ist. Mit Salz, Pfeffer, Zucker und Limettensaft abschmecken. Fertig.

Jetzt keine große Kochkunst, aber sehr lecker und sehr viel frischer als eine Kräuterbutter.

(Foto: Natarinchen)

Auf Nachfrage schickte ich Natarinchen das Rezept, die das für sich nochmal veränderte. Und das so, dass ich ihre Variante auch probieren werde.

Sie hat die Sciracha-Sauce weggelassen und die TK-Kräuter gegen frische ausgetauscht.

„Ich hatte kein Sriracha-Sauce und hab Paprika mild und Cayenne Pfeffer genommen, Zucker, Honig, Knoblauch, Koriander, Petersilie, Schnittlauch, Salz, Pfeffer, Tomatenmark, Biolimettenabrieb (1 Teelöffel) und den Saft, Avocado, Butter.“

Dann alles ordentlich durchpüriert, bis die Butter schön sämig ist. Fertig. Perfekt auf einem gerillten Toast, der so.

Das Foto ist von Natarinchen, optisch sind beide Rezepte identisch. Meine Butter hat ihre Farbe drei Tage lang gehalten, was bei Avocado ja immer so eine Sache ist. Dann war sie alle. Keine Ahnung also, wie lange die sich darüber hinaus optisch hält.

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„Königsberger Klopse“ nach Omma

Ich habe mal wieder gekocht. Wie ich alle paar mal Tage koche, ohne der Welt da draußen davon zu erzählen. Heute halt mal schon. Es gab „Königsberger Klopse“ nach dem Rezept von Oma. Ich mag die lieber mit ordinären Salzkartoffeln, aber der Rest der Familie hat „Kartoffelpü“ für sich eingefordert, also bin ich dem gerecht geworden.

Was wir brauchen:

Für die Klopse
• 1,5 KG gemischtes Bio-Hack
• 3 gehackte und in Butter karamellisierte Zwiebeln
• 2 gekochte Kartoffeln
• ein olles in Milch aufgeweichtes Brötchen oder zwei Scheiben in Milch aufgeweichtes olles Toast
• 2 Eier
• ordentlich Salz
• ordentlich Pfeffer
• 2-3 EL gehackte Petersilie
• die Zeste und den Saft einer halben großen Zitrone
• 3-4 EL trockenen Weißwein
• 150 Gramm Schmand

Ich hatte von heute Morgen noch eine halbe Avocado da. Kam dann gequetscht mit den gekochten Kartoffeln und dem in Milch aufgelösten Toast in den Pott.

Die Zwiebeln vorher in etwas Butter anbraten und mit bissl Petersilie karamellisieren. Dann alles in eine Schüssel geben und mit dem Knethaken durchkneten. Geht auch per Hand, dann durchmengen. Die Masse kühl stellen.

Lasst Semmelbrösel weg – wir haben nicht mehr die 50er Jahre.

Für die Brühe:
• 1 Bund Suppengrün
• 150 Gramm Butter
• 4 EL Zucker
• 500 ml trockenen Weißwein
• ein Lorbeerblatt
• ein Pimentkorn
• eine Wacholderbeere
• ordentlich Salz
• ordentlich Pfeffer
• eine halbe Zitrone
• eine Zwiebel
• 2-3 Liter Wasser

Butter zerlassen. Suppengrün, Lorbeer, Piment, Wacholderbeere, halbe Zitrone und Zwiebel darin anbrutzeln. Den Zucker drüber – kurz karamellisieren lassen. Mit Weißwein ablöschen und den dann auf ein Drittel runterköcheln lassen. Das Wasser drüber. Kurz dolle aufkochen und dann simmern lassen.

Aus dem Hack Klopse formen. Je nach Belieben die Größe bestimmen. In diesem konkreten Fall hier werden es dann 20-25 Stück. Kann man, und machen wir hier so, auch Morgen und Übermorgen noch essen. Wenn nicht, dann einfrieren.

Dann die Klopse bei kleiner Hitze in die Brühe geben. Nicht kochen lassen. Wenn die Klopse oben schwimmen, sind sie durch.

Klopse rausnehmen und abgedeckt zur Seite stellen.

Das Gemüse aus der Brühe holen. Den Rest kurz aufkochen lassen.

Für die Soße:
• die seicht kochende Brühe von oben
• Mehlschwitze aus 150 Gramm Butter und dementsprechend viel Mehl
• 200 Gramm Saure Sahne
• 200 Gramm Schmand
• etwas Bio-Brühe
• Salz und Pfeffer nach Geschmack
• 200 Gramm Kapern samt deren Saft
• gehackte Petersilie

Mehlschwitze aus Butter und Mehl schmelzen, in die Brühe geben. Saure Sahne, Schmand, Salz, Pfeffer und Petersilie dazu geben. Zum Abschluss die Kapern. Viele Kapern <3!

Ihr nebenbei noch schnell die Haare wieder schön machen:

Ich mag dazu total gerne und ganz trivial Salzkartoffeln. Die Familie wollte Kartoffelpü. Geht auch. Das bekommt ihr aber auch ohne Anleitung beides selber hin.

Ich bin so satt.


*börps*

Guten Appetit!

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Ein alter Italiener kocht Tomatensoße

Im Garten. Über Feuer. „A lot of work“, wie er sagt. Und das ist es tatsächlich. Aber wer sich im Sommer mal einen Tag die Arbeit macht, hat den ganzen Winter über offenbar köstlichste Tomatensoße. Mit leichter Rauchnote. „No a’sweat, no a’sauce.“ Und ich hab jetzt irgendwie Bock auf Pasta.


(Direktlink, via reddit)

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