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Schlagwort: Table Tennis

Kurz-Doku über öffentliche Tischtennisplatten in NYC: The Tables

Ich habe mein Leben lang Tischtennis gespielt. Manchmal besser als die Anderen, manchmal nicht. Ich habe mir nie Gedanken über Tischtennisplatten im öffentlichen Raum gemacht. Aber die sind Thema – und das nicht nur in New York City. Nur von woanders habe ich bisher keine Filme gesehen. Hier ist einer. Über die Relevanz von öffentlichen Tischtennisplatten in NYC.

A look at the powerful connection between a pair of outdoor ping pong tables in the heart of New York City and the unlikely group of people they’ve brought together, from homeless people to investment bankers to gangbangers.

(Direktlink)

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Was ich nur mal kurz über Tischtennis loswerden wollte, eigentlich

Ich habe in meiner Kindheit/frühen Jugend allerhand Sportarten durchprobiert. In die Schule kamen regelmäßig irgendwelche Trainer in braunen ASV-Trainingsanzügen vorbei und suchten beim Sportunterricht nach fähigem Nachwuchs für die von ihnen trainierten Sportarten.

Zuerst kamen die Fußballtrainer. Fand ich damals schon doof – Fußball war einfach nie mein Sport. Dementsprechend dämlich stellte ich mich bei der Sichtung an. So, dass man mich auf gar keinen Fall fragen würde, ob ich mit den anderen Jungs nicht mal zum Fußballtraining kommen wollen würde. Wollte ich nicht. Da gingen, zumindest damals, nur die Deppen hin, die alles, was auch nur annähernd rund war für einen Fußball hielten und dagegen traten. Die, die ich halt damals nicht ganz so gerne mochte.

Danach kamen die vom Kegeln und vom Schach. Für die machte ich wohl eine annehmbare Figur, so dass die mich beide zum Training einluden. Um „mal zu gucken“ und so. Machte ich. Bei beiden.

Kegeln fand ich okay, fand es aber furchtbar befremdlich, dass dort eine ganze Menge alter Menschen zusammenkamen, die an „ihrem Wurf“ arbeiten wollten. Ich war sieben oder acht und wusste mit denen nicht so wirklich umzugehen – die waren 40 + und somit war das nicht mein Sport.

Schach war super! Schach mag ich bis heute sehr gerne und spiel das auch regelmäßig noch. Dienstlich zumindest. Aber so richtig Sport war das ja auch keiner und imponieren konnte man damit schon mal so gar keinem. Außer vielleicht später im Ferienlager den russischen Komsomolzen. Aber das wusste ich ja vorher nicht und war auch nicht im Sinne von Adam Riese.

Irgendwann kam der Handballtrainer und nahm mich aus dem Stand mit. Handball war großartig. Handball war schnell, es gab viele Tore und man musste nicht ewig über so ein Großfeld hampeln, wie das beim Fußball der Fall war, wo alle schon nach nur einer Halbzeit mit raushängender Zunge in die Kabinen trabten. Also wurde ich Handballer. Am Ende wurde daraus Leistungssport mit 3-4 mal die Woche Training und Punktspiel am Wochenende. Mal Heim- mal Auswärts. In den Ferien Trainingslager und Freundschaftsspiele auf Republikebene. Sieben Jahre lang.

Wir waren für unsere Kleinstadtherkunft eine der besten Mannschaften und nicht wenige Großstädter wollten bei uns spielen, weil sie wussten, dass sie dort Großes erreichen könnten. Wir führten regelmäßig die damalige Kreisliga-Tabelle an – und die Kreise in der DDR waren groß. „Großes erreichen“, hieß in dem Fall, von dort aus auf eine der großen Sportschulen weitergereicht zu werden, um von dort aus wiederum eine Karriere zwischen Sport und Armee anstreben zu können. 1987-1988 konnte ja keiner wissen, dass das politisch alsbald hinter die Binde gekippt werden würde. Also versuchten viele, beim Spiel die beste Figur überhaupt zu machen, und in Brandenburg oder in Frankfurt Oder auf der Sportschule zu landen. Am Ende war ich Torwart. Ein guter auch.

Über die Jahre verlor sich die Idee der „Karriere“. Mich nervte es, freitags nicht „V – Die außerirdischen Besucher kommen“ sehen zu können, weil ich zu der Zeit beim Training im Tor stand. Und überhaupt ging ich nur noch hin, weil vor uns die Mädchen trainierten, was wir uns sehr gerne ansahen. Wobei wir immer über die Fußballer lachten, die in diesen Genuss bei ihrem Training nicht kamen, weil es damals kaum Mädchen gab, die leistungsorientiert Fußball spielten. Die gab es nur bei uns und die spielten qualitativ in der selben Liga wie wir Jungs.

Irgendwann zerknallte ich mir beim Training die Knie, Mädchen wurden auch außerhalb der Hallen wichtiger als Handball und die Wende klopfte schon leise an die gesellschaftliche Tür. Ich ließ das mit dem Leistungssport, der ein paar Monate später im Osten sowieso komplett wegbrechen sollte. Die Mauer war fiel – wer sollte da schon noch an Training denken? Wir hatten jetzt Skateboards.

Irgendwann zwischen diesen Jahren ging ich einmal zum Boxtraining, was mich interessierte, wo mir aber einer, der 20 Zentimeter größer war als ich, dermaßen die Fresse polierte, weil mir die Maske vor die Augen rutschte und ich nichtssehend durch den Ring schwankte, so dass ich daraufhin darauf auch keine Lust mehr haben wollte. Tat ja auch ein bisschen weh.

Beim Tischtennis schaute ich immer dann gerne rein, wenn ich selber mal kein Training hatte. Mit eigener „Soft-Kelle“, wie wir das damals nannten. Ohne Noppen und ohne das Gefühl, mit einem Stullenbrett auf die leichten Bälle zu kloppen. Tischtennis war super. Und ästhetisch, finde ich bis heute. Leistungssport sollte das nicht werden, aber ich spielte auch dann noch regelmäßig Tischtennis, als ich es mit Sport schon lange nicht mehr hatte. Im Schwimmbad, in dem wir kollektiv unsere Sommer verbrachten, in den Wohnvierteln zwischen die Häusern, wo immer Platten aus Beton standen, im Jugendclub. Ja.

Was ich aber eigentlich und viel kürzer schreiben wollte: Warum ich Tischtennis mag.

Darum:


(Direktlink, via reddit)

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Ein Jahr lang jeden Tag Tischtennis

Ich war mal recht gut bis sehr gut im Tischtennis. Als ich fast täglich spielte. Dann spielte ich lange nicht und meine Fähigkeiten verloren sich ein bisschen in der Zeit. Im Winter eh immer. Wenn dann aber der Sommer wieder kommt, wird das sicher wieder besser.

Sam Priestly hat sich seit Januar 2014 von dem Tischtennislehrer Ben Larcombe trainieren lassen um ein wirklich guter Tischtennisspieler zu werden. Innerhalb eines Jahres, so war sein Plan, aus dem wohl ganz schön viel Sport wurde. Nach 365 Tagen gehörte er zu den besten 250 Tischtennisspielern in England. Übung macht den Meister, könnte man das deutschsprichwörtlich übersetzen. Zumindest beim Tischtennis.


(Direktlink, via Doobybrain)

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