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Schlagwort: Tanith

Mix: Tanith at Liquid Sound Club, Toskana Therme, Bad Sulza, 05.10.2019

Wer hier länger mitliest, weiß wie sehr ich das Konzept des Liquid Sound Clubs liebe. Musik, die dort unter Wasser gespielt und dementsprechend von den Gästen auch unter Wasser gehört wird. Einfach schön.

Marcus und Micky haben sich dafür am letzten WE einen in dem musikalischen Kontext ganz besondern Gast eingeladen: Tanith. Von dem weiß man, das der musikalisches einiges kann, aber bei den ambienten Sachen, dem Downbeat und den Chill Out Tunes würde man ihn wohl am wenigsten verorten. Ich habe immer wieder mal versucht, einen stilistischen Mix dieser Art von ihm für meinen Adventskalender zu bekommen, die dann aber doch immer wieder einen Ticken härter waren.

Hier nun aber endlich mal der Mix, den ich von Tanith schon seit 30 Jahren immer mal hören wollte. Denn letztendlich stolpert jeder Techno-DJ in seiner Laufbahn auch mal über Tracks, die einem ans Herz oder gar in die Hose gehen und die eher softerer Natur sind. So auch bei Tanith, der seine hier mal in gut drei Stunden zu einem Mix zusammentrug. Der softeste Tanith-Mix, den ich jemals gehört habe. Und ich mag ihn sehr, was mir irgendwie auch vorher schon klar war.


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Adventskalender 2018, Türchen #15: Tanith – Fade out 2018

Ich mag an Tanith unter anderm immer noch, wie konsequent der musikalisch sein Ding macht. Und das nun schon seit gut 30 Jahren. Da gibt es wenig larifari und immer den Blick auf die Tanzfläche. Ich schrieb ihm in diesem Jahr, er könne gerne den softesten Mix aufnehmen, den er je gespielt hat. Er antwortete, dass er es versucht hätte und liefert hier diese Granate ab, die mich ein wenig flashbackt. Und zwar weit zurück in die Hallen des Berliner E-Werks. Wenn ich ehrlich bin, wusste ich nicht, dass dieser Sound heute wieder geht, aber das fetzt wirklich sehr. Klingt dabei natürlich viel frischer und kommt mit einer gewissen grundsoliden Ehrlichkeit daher: das nötigste, was es für eine ordentliche Nacht auf dem Floor braucht. Licht aus, Nebel an, feiern. Hypnotisch. Ein wirklich geiles Set, das mich ein wenig überrascht hat. Nur halt anders, als ich es gedacht hätte. Leute, es ist Samstag. Tanzt!


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Style: Techno
Length: 01:14:47
Quality: 320 kBit/s

Tracklist:
Dold – The Conspiracy
MANUF – Unknown Dimension
Terra4beat – Dynamical (Dkult’s View Remix)
T78 – Fisto
Harry Romero, Christian Smith – Neon Jungle
Markantonio , Atroxx – The One
RanchaTek – Pangaea
Steve Mulder, Luca Gaeta – Feel
Alan Fitzpatrick – Hold The Ripper
Avision – The Come Up
P-ben – All Possible
Mario Ochoa – Aldebaran
Steve Lawler, Darius Syrossian – Back To The Future
Special Request – Brainstorm (Gerd Janson & Shan House Mix)
George Fitzgerald – Half-Light (Special Request Dub Remix)
Shlomi Aber – Common Dominator

Alle der diesjährigen Kalendermixe finden sich hier. Das Cover-Foto ist von jplenio.

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1000 Tage Techno Podcast mit Tanith und Ellen Allien: Club the Rest

Ellen Allien, wegen derer Radiosendung „Braincandy“ auf Kiss FM ich Mitte der 90er tatsächlich anfing, tiefer in das Techno-Ding einzusteigen (wegen ihr kaufte ich Kenny Larkins Album „Metaphor“, das alles veränderte) und Tanith, bei dem ich zur selben Zeit gerne im Keller des Tresors tanzte, zusammen in einem Podcast. Gehostet vom mittlerweile etwas knochig wirkenden Jürgen Laarmann, der damals das Fanzine zum ravenden Berliner Zeitgeist machte, die „Frontpage“. Heute macht er die Podcast-Serie 1000 Tage Techno, wo genau diese Episode jetzt raus ging.

Ich bin nicht so der Podcast-Hörer, aber das ist ziemlich kurzweilig, flashbackig und in der Summe ziemlich sympathisch. Auch und gerade wegen Tanith, den ich heute auch auf persönlicher Ebene sehr zu schätzen weiß.

Hach, Berlin, du damals ganz besonders geile Schlange. Als Ambient noch ein Ding war, und der heute trotz allem noch fehlt. Finde ich.

Ellen Allien ist ein Berliner Weltstar – allein im Oktober 2018 legt sie in Japan, Korea, Frankreich, England, Ibiza, Italien, Spanien, Deutschland und Portugal auf. Als Labelmacherin von B-Pitch Control veröffentlichte sie u.a. die Platten von Paul Kalkbrenner, Tok Tok, Sascha Funke & Co. Tanith ist bereits seit 1988 DJ in Berlin und hat bereits im legendären UFO Club und von Anbeginn bei Tekknozid und im Tresor aufgelegt. Gemeinsam machen sie seit 1994 die After Hour „Club the Rest“. In 1000 Tage Techno sprechen sie über die Anfänge und schwere Zeiten, Berlin und den Wandel der Musik und der Szene. Ellen verrät, was die besten Clubs der Welt sind und verrät, wo sie ihre Boyfriends kennenlernt , Tanith spricht über brennende Mischpulte, es entwickelt sich ein spannendes Gespräch, in dem sie u.a. verraten, wie sie sich fithalten und was sie antreibt.

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Adventskalender 2015, Türchen #18: Tanith – Querfeldein

ak2015-18

Tanith, der alte Haudegen, war hier schon immer Teil des Kalenders, aber im letzten Jahr hatte ich vergessen, ihn zu fragen, was mir bis heute noch ein wenig unangenehm ist. Aber nun ist er ja wieder dabei.

Wir saßen vor ein paar Wochen gemeinsam in einer Diskussion, in der es um Social Media im Kontext zur Klubkultur ging. Da waren noch so Social-Media-Marketing-Leute bei, die in dem Bezug ganz andere Aufassungen teilen, als Tanith oder ich. Im Grunde wohl der Kohle wegen. Darum geht es Tanith nicht. Der zieht den Punk durch. Immer noch.

Dann war da sein Boiler Room Mix vor zwei Wochen, mit dem er – mal ganz nebenbei – die Techno-Youngster, die immer auf der Suche nach dem nächstmöglichen Drop sind, an die Wand das Rooms gespielt hat. So richtig. Techno in Rohform, aus das Minimalste reduziert. In den Arsch tretend. Eine echte Referenz. Er kann es immer noch, und ich glaube, hoffe, er wird diesen Können nie mehr aufgeben.

Und so haut er hier einen Mix rein, der irgendwie mit Techno anfängt, um sich später in dem zu verlieren, was einst als UK-Jungle durchging. Geradeaus Raven eben. Auf den Arsch, in die Fresse. Mach mal lauter!


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Style: Techno und Artverwandtes
Length: 01:27:29
Quality: 320 k/bits

Tracklist:
House of Black Lanterns – The Smack (Mosca’s Dread At The Controls Version)
Asusu – Serra
Scope – Bad Bwoy
Quell – Lady Hardcore
Quell – Military Press
Noface – Polar
Noface – Saturate
Copy Paste Soul – The Push (Copy Paste Soul’s Rude VIP Mix)
Chrissy Murderbot – Alright (Calculon & Austin Speed Remix)
Mak & Pasteman – Oh Baby (Mella Dee Remix)
Jungle – Busy Earnin‘ (Special Request VIP)
Special Request – Reset It
Special Request – Take Me
Bodhi – 88 (Shadow Child X S.P.Y Remix)
Dax J – Utopia
Stranger – Picklehead
DJ Haus – Bleep Phreak
Hardrive – Deep Inside (Low Steppa Remix)
Steve Lawler – Generation Acid (Argy Remix)
Ejeca – TB5AM
Dusky – Yoohoo (Benton Remix)
Logos & Mumdance – Proto

Alle der diesjährigen Kalendermixe finden sich hier.

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Tanith bei Johnny Häuslers Spreeblick auf Flux FM

Johnny trifft auf Tanith. Ich mag ja beide sehr gerne. Auch wenn hier durchkommt, dass Johnny nur wenig Plan von dem zu haben scheint, was Tanith so zu berichten weiß. So war das halt. Damals. Und ein bisschen ist es ja auch heute noch so. Techno. Und lasst die beiden doch mal über Usability im Netz reden. Wir alle werden älter – und das ist irgendwie okay. Klar. Toll.


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Taniths Classics @ Nature One 2014

Ich würde da heute als Gast nicht mehr hinfahren, war aber tatsächlich vor 20 Jahren dabei, als die erste Nature One über die Bühne, bzw. über den Flughafen ging. Damals, als wir noch total unironisch „raven“ sagten und auch jedes Wochenende raven gingen. Gerne von Freitag bis Sonntag. So war das nämlich damals. Ja.

Tanith war nun wieder einmal dabei und hat den „Classics-Floor“ beschallt. Die Tracklist liest sich wie eine Reise in die Mitte der 90er Jahre. So gut wie keine Kapriolen, Braccagni mal ausgenommen, ballert er ganz wunderbar die mitunter auch heute noch tanzbaren Klassiker runter. Emmanuel Top ist natürlich dabei, Prodigy sowieso und bei „Access“ von DJ Misjah & DJ Tim ist schon damals jeder Floor komplett ausgerastet. Ich kann mir vorstellen, dass es dort, 20 Jahre später, nicht anders war. Dann noch einen der vielen Bonzai-Schinken hinterher und zum Finale Hardfloor vor Josh Wink. Alles richtig gemacht, auch wenn ich mir Size 9s „I’m Ready“ schon noch sehr dolle gerne darin hätte vorstellen können.

Hier ist der Mix gerade fast durch und ich lande wieder in den 2010ern. Danke für den Trip zurück, Tanith.


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Tracklist:
Front 242 – Work 242 N.Off Is N.Off
Front 242 – Religion (Bass Under Siege Mix by The Prodigy)
Force Mass Motion – Explosion
Force Maas Motion – Let It Move You
Force Maas Motion – V.N.E.
The Prodigy – No Good (Start The Dance)
Altern 8 – Frequency (Hallucin 8 Mix)
Altern 8 – Hypnotic St-8 (Higher St-8 Mix)
Underworld – Born Slippy
Emmanuel Top – Turkish Bazar
Emmanuel Top – Acid Phase
David Caretta – Shocktreatment
Illuminatae – Tremora Del Terra
Awex – It’s Our Future
DJ Misjah & DJ Tim – Access
Maurizio Braccagni – Bass Sollution
Maurizio Braccagni – Mosquito
Yves Deruyter – Calling Earth
C.Y.B. – Now
DJ HMC – Cum On
DJ One Finger – One Finger
The Siren – The Siren
The Pump Panel – Confusion (The Reconstruction Mix)
Hardfloor – Acperience (Original Mix)
Josh Wink – Higher State Of Conciousness
Aphex Twin – Digeridoo

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Adventskalender 2013, Türchen #18: Tanith as Desastronaut – Freebass Mix

18

Tanith ist hier, wenn ich mich recht erinnere, schon seit dem ersten Kalender dabei. Ein Resident, wie er residentiger nicht sein könnte also. Das hat verschiedene Gründe. Einer davon ist, dass ich Tanith seither für das, was er macht, sehr schätze. Nicht nur musikalisch, denn das würde viel zu kurz greifen und war auch nicht immer das, was mich komplett mitgenommen hätte. Ich mag, dass er Haltung hat und habe das Gefühl, dass er genau jene schon immer hatte. Auch ab vom musikalischen Kontext. Ich mag Menschen mit Haltung. Aber bevor ich mich jetzt hier wieder einmal mehr auf Tanith verlobhudele…

Ich habe in diesem Jahr sehr viel von dem gehört, was er als Desastronaut so zusammenpackt. Ich mochte das nicht immer auf Anhieb, konnte aber feststellen, dass genau das live unglaublich gut funktioniert. Auf seiner diesjährigen Geburtstagsparty im Suicide hat er mich schlicht mit offenem Mund stehen lassen. Was er nicht sehen konnte, weil es dafür viel zu dunkel war. Der Mann weiß offenbar zu jedem Moment ziemlich genau, was, und vielleicht sogar warum er genau das gerade macht. Vielleicht auch nicht, aber das würde an seiner Reputation kratzen. Das festzulegen würde ich dann doch lieber ihm überlassen. Auf jeden Fall bin ich mir nach wie vor sicher, dass der alte Haudegen noch immer jeden Dance zum Kochen bringen kann. Besser noch: ich hege keinerlei Zweifel daran.

Zu diesem Mix schrieb er: „Ist im Grunde der bleepende Mix den ich schon ganz lange machen wollte, jetzt gab’s endlich einen Grund dafür.“ Den nannte er „Freebass“, worüber ich lachen musste, denn natürlich kommt ein Tanith nicht ohne Bässe, vielleicht aber schon mit welchen, die sich in bisher nicht bekannte Schubladen pressen lassen wollen. „Free“ eben. Und natürlich hat der akutische Subtext Techno auf der Schippe. Jede Menge davon sogar. Ohne den aber wäre es wohl auch kein echter Tanith.

Und das der Mann immer etwas lauter als die anderen zu sein scheint, sollte ohnehin klar sein. Er pegelt seine Mitschnitte in Traktor nicht immer ganz so konsequent im grünen Bereich (Nähkästchen). Aber wer will sich daran schon stören. Ich jedenfalls nicht, denn immer wieder guckt hier der Techno durch (Minute 41, alter!). Und wer will den schon leise haben? Schön verbleepter Arschtritt für das heutige Bergfest.


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Style: House Bleeps
Lenght: 02:07:12
Quality: 320 k/bits

Tracklist:
Secret Squirrel – Jungle Squirrel RMX
Kaitaro – Sakuran
Alejandro Dengra – Gangsolized
Renaissance Man – Early Man
Ra.pu, Nekow & Mickey – Studio 129 (Tim Scala Remix)
Nikola Gala – The Trap (Spn Dub)
Sierra Sam – Dilemma (LAD Remix)
Pal + – The Forest (IVVVO Remix)
Rootfellen – Endorphine
ThermalBear – Make Rekkids
Apollonia – Trinidad
Tuccillo – Asssolo (Filsonik Remix)
Owen Thomas – Always Down
Origins Sound – Fever (Swoose Remix)
Elektron – Electro Fever
Neil Landstrumm – Has Anyone Seen Raz?
Pete Graham, Chris Lorenzo & Mark Starr – Something In The Water
Doorly – Cant Stop The Feeling Ft. Rae
Ejeca – Forest
Satoshi Fumi – The Messenger (Ian O’Donovan Remix)
Marc Romboy – Set Me Free
Detroit Swindle – Creep
Jeremy Sylvester – Fruit Gum
Jimpster – Porchlight And Rocking Chairs (KiNK Remix)
Language – Renegade
Fade II Black – The Calling
Ability II – Pressure Dub

Alle der diesjährigen Kalendermixe finden sich hier.

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