Zum Inhalt springen

Schlagwort: Tresor

Ein Parfum, das wie der Berliner Tresor riechen will

(Foto: MichaelBrossmann)

Wahrscheinlich in erster Linie nicht mehr als ein Marketing-Gag, aber halt auch kein schlechter, wie ich finde. In Russland veröffentlichen sie aktuell das Buch, das den Techno im Berlin der 90er Jahre portraitiert – „Klang der Familie„. Das kann nicht schlecht sein, ist es nicht. Ich weiß es es, ich war dabei.

Jedenfalls hat man sich jetzt für eine russische Ausgabe des Buches dazu entschieden, den ersten 300 Büchern ein Parfum mitzugeben, das wohl so riechen will wie damals der Berliner Tresor. Bisschen geil, schon, wobei ich gerade nicht weiß, ob ich unter der Woche auf einem Meeting mit Kollegen so riechen will, wie damals der Tresor. Tendenziell eher nicht.

Holynose, an olfactory lab tasked with creating the scent, worked alongside original Tresor clubbers as well as Tresor founder Dimitri Hegemann to accurately produce the smell. Importantly, Holynose has looked to reproduce the smell from the club’s infamous bank vault rather than the scents that might have emanated from clubbers at the venue’s various nights.

Aber als Marketing läufts, wie es aussieht.

2 Kommentare

Berlin Techno History: Die Tür vom Tresor steht jetzt im Museum

Die Tür des legendären Berliner Tresors steht seit heute im Humboldt Forum. Ein echtes Stück musikalischer Zeitgeschichte im Museum. Schön.

Der Club zeichnete sich durch eine spezielle Atmosphäre aus. Dunkel war es, die Nebelmaschine arbeitete unablässig, die Stroboskoplichter zuckten. Die Musik im Tresor verschob die Grenzen dessen, was man bislang kannte. In einem Interview berichtet ein damaliger Clubgänger: „Der Techno, der dort gespielt wurde, war in seiner Radikalität noch einmal zwei Stufen härter als Punk. […] Es ging um Ekstase, um das Erlebnis, alles loszulassen.“ Die Musik ohne Texte brachte Menschen mit ganz unterschiedlichen Hintergründen zusammen.

Einen Kommentar hinterlassen

Tresor Berlin zur Loveparade im Juli 1996

Könnte sein, dass ich an diesem Wochenende auch dort gewesen bin, aber das weiß ich heute nicht mehr so ganz genau. ¯\_(ツ)_/¯

Leider war mir das Filmen auf und im Tresor selbst seinerzeit nicht gestattet worden. Aber so entstanden interessante Aufnahmen aus der Umgebung, die vermutlich im Nachhinein viel sehenswerter sind.

Auf dem Areal wird steht mittlerweile die Mall of Berlin.
Auf der anderen Seite der Leipziger Straße ist das heute Bundesministerium der Finanzen zu sehen.
Etwas weiter Richtung Leipziger Platz befindet sich in dem damals noch hinter einer Mauer befindlichem Gebäude der Bundesrat. Am Anfang des Videos parken wir unser rotes Auto genau davor.


(Direktlink, via Florian)

6 Kommentare

Ein Kurz-Portrait über den Tresor-Macher Dimitri Hegemann auf Deutschlandradio Kultur: „Genie oder Chaot?“

Soweit sind wir heute. Techno hat alles überrollt und keiner hätte damals je nur (s)einen daran Gedanken verschwendet. Deutschlandradio Kultur über den Macher des Klubs, der dort vor 20 Jahren gerade mal als schmudeliger „Drogen-Laden“ durchgegangen wäre. Über Dimitri Hegemann, den „Dorfhippie“, den Macher des Tresors und seine Geschichte in Berlin.

Für mich war diese ganze Technokiste ja immer eher so ein Hippie-Ding mit einem Zacken Punk in der Krone. Ist es bis heute geblieben. Und so lange ich diesen Geruch noch immer in der Nase und den Klang davon in den Ohren habe, bleibe ich dabei. Egal, was alle anderen gerade feiern. So.

Er kam als Dorfhippie nach Berlin, züchtete Bienen auf dem Dach eines Kraftwerks, veröffentlichte Alben von Gesangsvereinen und betrieb einen legendären Technoclub. Für Dimitri Hegemann gehört das Chaos zum Alltag.

„Also ich weiß ja nicht, was Chaos ist, weil das für mich ja Realität ist. Auch dieses Springen: von einem Thema – und schon habe ich mich für ein völlig anderes, vielleicht romantisches Thema begeistern lassen.“

Dimitri Hegemann ist einfach vielseitig interessiert: neugierig und mit dem Gen des besessenen Forschers ausgestattet. Dabei sieht er überhaupt nicht aus wie ein Held der Subkultur, wie der Gründer des vielleicht berühmtesten Technotempels der Welt und der Partisan des Neo-Dadaismus, wie man eines seiner Projekte mal nannte: silberweißes schütteres Haar mit einem bisschen Glatze vorn, praktisch und bequem angezogen und äußerlich eher so bieder wie das Dorf, aus dem er stammt.

30079_126801494019845_100000699868082_172338_2658776_n-1


(Tresor Berlin, 2010, Foto: Daniel Herceg)
[audio:http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2014/04/08/drk_20140408_1053_cd288db8.mp3]

2 Kommentare

Back In The Days Of Techno Music

Über Techno ist ja schon viel geschrieben und gesagt worden, jeder technische Aspekte wurde bereits durchleuchtet und auch der Wandel vom Underground zum Mainstream ist längst vollstreckt. Ich halte es da mit dem berühmten Worten Frank Zappas „Über Musik zu reden ist wie über Architektur tanzen“ und so verliere mich lieber in stundenlangen Sets und in Fotogalerien von längst vergangen Tagen und erfreue mich an der optischen Vergangenheit eines Richie Hawtin und den verdutzten Gesichtern einiger Partygäste aus dem Jahre 1995 (man achte auf die Klamotten) die Jeff Mills Wahnsinn an den Tellern zusehen.

Auf Photophunk findet sich nun ein solche Galerie mit Bildern aus den Ur-Zeiten des Techno, die bis ins Jahr 1992 zurückreicht, und ich kann einfach nicht aufhören mich durchzuklicken.

5 Kommentare