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Vertrag der Stadt Zürich für eine Anstellung von Lehrerinnen im Jahr 1915

Gut, dass Menschen dazu beigetragen haben, dass diese Bedingungen hinter uns liegen. Schlecht, dass eine tatsächliche Gleichberechtigung auch 102 Jahre später noch nicht stattfindet. Es bleibt viel zu tun.


(via reddit)

25 Kommentare

    • Marcel26. September 2017 at 08:38

      Vom Schriftbild (Times New Roman?!) und der Struktur (freie Auflistung ohne weiteren Textrahmen?) scheint es nicht unbedingt zu 1915 zu passen. Auch sieht man, dass das Bild vom Bildschirm abfotografiert wurde. Auch bei Reddit fand ich bisher keinen Hinweis auf eine tatsächliche Quelle.
      Bestenfalls ein Meme? Wieso wird es so unhinterfragt für wahr genommen?

  1. Romano21. September 2017 at 09:53

    Wo fehlt denn heute noch echte Gleichberechtigung? Also so ganz nüchtern betrachtet und ohne SJW Geheule

    • Hans21. September 2017 at 10:34

      Werd nüchtern, dann siehst´s.

      • Romano21. September 2017 at 10:39

        Wenigstens ein kleines Beispiel wäre super. Ich frage mich das wirklich und bin durchaus bereit mich überzeugen zu lassen.

        • Tim21. September 2017 at 12:38

          Na da wäre zum Beispiel der sogenannte Gender Pay Gap: Bei gleicher Anstellung und gleicher Qualifizierung verdienen Frauen durchschnittlich 20% weniger als Männer (in Deutschland).
          Die EU hat Infos dazu:
          http://ec.europa.eu/justice/gender-equality/gender-pay-gap/index_en.htm
          oder auf Wikipedia:
          https://de.wikipedia.org/wiki/Gender_Pay_Gap#Bundesrepublik_Deutschland
          Darüber hinaus und in globalem Kontext gibt es den Gender Gap Report des World Economic Forum
          http://www3.weforum.org/docs/GGGR16/WEF_Global_Gender_Gap_Report_2016.pdf
          und den Gender Inequality Index der Vereinten Nationen
          http://hdr.undp.org/en/content/gender-inequality-index-gii

          Dort kannst du dir ganz nüchtern dein eigenes Bild machen.

          • Romano21. September 2017 at 13:30

            Ich hatte das immer mit einer möglichen Schwangerschaft in Verbindung gebracht. Die Idee hinter einem hohen Gehalt ist ja unter anderem den Mitarbeiter an das Unternehmen zu binden. Übrig bleibt dann eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass er das Unternehmen trotzdem verlässt. Bei Frauen ist diese Wahrscheinlichkeit (Schwangerschaftsbedingt) höher, ohne dass ein höheres Gehalt diesen Umstand kompensieren könnte. Ergo lohnt es sich nicht das höhere Gehalt zu zahlen.

            • Harry23. September 2017 at 14:10

              Alles klar. Dann werden zukünftige Mitarbeiter jetzt auch gefragt, ob sie vorhaben vielleicht irgendwann nochmal was anderes zu arbeiten und wenn ja, dann kriegen sie weniger Gehalt oder was?
              Vielleicht merkst du es ja selber: Zu sagen, es lohnt sich halt nicht das höhere Gehalt zu zahlen, weil das ist ja ne Frau, und die wird vielleicht schwanger ist Diskriminierung.
              Wie so häufig nutzt der Kapitalismus Diskriminierende Strukturen in der Gesellschaft aus um daraus Profit zu schlagen. Gerechtferigt wird das ganze dann, weil es sich ja sonst nicht lohnt. Jeder soziale Fortschritt musste immer gegen dieses dumme und falsche Argument erkämpft werden. Ob das jetzt das Verbot von Kinderarbeit war, die Abschaffung des 16-Studen tags oder auch nur ganz grundlegende Kranken- Arbeitslosen- und Renten-Versicherungssysteme. Immer hieß es „das lohnt sich aber dann nicht mehr“ und es war klar: Wenn man nicht politisch dagegen kämpft und die Unternehmen nicht mit Gewalt dazu zwingt (z.B. durch Gesetze) wird sich an der Unterdrückung und Diskriminierung der Leute nix ändern.

        • Antwort für Romano21. September 2017 at 12:59

          Lieber Romano,

          In Deutschland werden Frauen beispielsweise schlechter entlohnt als männer und zudem bei der Arbeitsplatzsuche des öffteren benachtteiligt. Frauen sind sellten in Führungspositionen vertreten. Frauen werden häufig diskriminiert (siehe beispielsweise im Hip Hop bzw . Rap-Mucke allgemein). Opfer häuslicher Gewalt sind zu einem Großteil Frauen. Und International werden Frauenrechte flächendeckend mit den Füßen getretten.
          Ich schlage vor du googelst das einfach mal…da kannst du dich relativ schnell informieren…Das ist im übrigen häufig eine Methode um sich schnell mal weiterzubilden…aber Nutzen vom KFMW-Formum sind natürlich genau so gut wie google ;) (zieh doch einfach mal den Kopf ausm Arsch)

          • Romano21. September 2017 at 13:39

            Danke für deine (bis kurz vor Ende) freundliche Antwort. Dass es international ein deutliches Problem in der Gleichstellung von Mann und Frau (und allen Nuancen dazwischen) gibt, darüber brauchen wir nicht sprechen. Da bin ich voll und ganz bei dir. Ich meinte das allerdings nur auf das Deutschland von heute bezogen. Das Frauen im HipHop/Rap diskriminiert werden halte ich nicht wirklich für ein Problem. Das sind die Meinungen einzelner, die in keiner Weise die persönliche Entfaltung beeinflussen. Ich habe bei bei der ganzen Debatte immer das Gefühl, dass für die Hardliner eine Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau erst dann gegeben ist, wenn Frauen besser dastehen als Männer (s. Frauenquote statt Geschlechterquote)

            • horst21. September 2017 at 14:40

              Durch Quoten regelt man Probleme die aktuell anliegen und nicht irgendwann vielleicht mal kommen. Daher ist das Argument _aktuell_ quatsch.

              Hast du Kinder Roman? Kinder sind super in diesem Thema, denn ohne Kinder wirkt alles noch recht kuschlig: wenn man sich nicht blöd anstellt, kann man alles werden und bekommen.

              Mit Kindern halten dann gesellschaftliche Verhältnisse ernsthaft Einzug:

              – Versuch mal als Mann Elternzeit zu machen. Als nächstes dann nicht die zwei Standardmonate sondern 50% (7 Monate). Das ganze bitte auch nicht im öffentlichen Dienst.
              – Elternzeit ist vorbei. Gehst du als Mann hin und reduzierst deine Stunden? Es hat ja nun keine biologischen Gründe mehr. Das Kind ist über ein Jahr, wird nicht mehr gestillt. Komischerweise landen nahezu alle im klassischen Schema: Papa geht voll arbeiten (verdient ja mehr), Mama arbeitet Teilzeit (verdient ja weniger, ist dort auch normaler, dass Mamas mal in Teilzeit gehen – warum eigentlich?)
              – Kind ist Krank. Mal Wieder. Wer kümmert sich? Wer bleibt zuhause? Du?
              – Da Papa ja voll arbeitet kommt er auch spät nach Haus und ist dann auch Müde. Mama darf also auch im Haushalt, Kindergarten, bei Ärzten, im Kinderklamottenladen etc. die Verantwortung übernehmen. Dass Mama auch fertig ist, verwundert. Die Arbeitet ja viel kürzer. Wenn Papa abends mal den Geschirrspüler ausräumt, dann hat er aber sehr viel Lob verdient!

              Glücklich wird damit meiner Erfahrung nach keiner: Papa hat irgendwann keinen Bock mehr nach Hause zu kommen und arbeitet bis in die Nacht. Mama ist bald extrem unentspannt weil sie zu Hause festhängt und die ganze Familienverantwortung (außer vielleicht Geld ranholen) tragen muss. Gibt es sicherlich in vielen Ausprägungen, brauchst du mir nicht erklären.

              Und Typen wie du sind eben der (/ein) Grund für die Verhältnisse, denn warum sollte man auch Frauen ordentlich bezahlen, die werden ja Schwanger! Kannste dir nicht ausdenken! Du verdirbst die Preise für Leute, die das alles ordentlich haben wollen.

              • Romano21. September 2017 at 14:59

                Die ersten Punkte hören sich eher nach einer Männerdiskriminierung an. Im großen und ganzen kann ich aber die Problematik sehen. Als eher weniger betroffener ist es immer relativ schwierig sich in die Situation hinein zu versetzen. Ich werde aber versuchen das in Zukunft zu berücksichtigen. Aber der Punkt mit der Schwangerschaft bleibt weiterhin valide. Bei größerem Ausfallrisiko sollten die Investitionen kleiner sein. Das mag auf der menschlichen Ebene falsch sein, rein rechnerisch macht es aber Sinn.

                • Harry23. September 2017 at 14:18

                  Siehe meine Antwort oben. Rein Rechnerisch macht Unterdrückung und Diskriminierung natürlich Sinn. Deswegen muss man auch dagegen Kämpfen. Darauf, dass in Chefetagen Vernunft oder Menschlichkeit (weil du es ins Spiel gebracht hast) ne Rolle spielen kann man lange warten.

                  Vielleicht bist du da ja unbedarft: Die ersten Punkt haben mit „Männerdiskriminierung“ nix zu tun. Höchstens in dem Sinne, dass gesellschaftliche Rollenbilder davon, was ein „Mann“ zu tun hat halt auch mal negativ auf Penisträger zurückfallen können. Das Problem dabei sind die „Männlichkeit“svorstellungen, die von anderen Männern hochgehalten werden.

    • Nria23. September 2017 at 13:19

      @Romano: Benachteiligung von Frauen ist heute nicht mehr durch Gesetze gegeben, aber subtil vorhanden (sodass viele Männer es überhaupt nicht mitkriegen): Es gibt Statistiken, die zeigen, dass Frauen sehr oft extrem viel mehr im Haushalt arbeiten – selbst wenn beide Partner gleich viel arbeiten oder die Frau mehr arbeitet als der Mann, übernimmt sie oft genug den Löwenanteil. Und: Viele Männer erwarten, dass Frauen den Haushalt managen, sprich: Sie bringen z.B. den Müll raus, wenn die Frau es ihnen sagt, aber die Frau muss all die Haushaltsangelegenheiten ständig im Hinterkopf haben. Z.B. wann Putzmittel nachgekauft werden muss, wann die Bettwäsche zuletzt gewechselt wurde, solche Dinge, die einzeln gar nichts ausmachen. Aber zusammengenommen ist das eine enorme Zusatzbelastung, weil die Frau tausend Dinge immer mitdenken muss, weil sich sonst keiner drum kümmert.
      Dann gibt es Arbeiten, die viele Männer ganz selbstverständlich ihren Frauen überlassen: An Geburtstage der Verwandtschaft und des Freundeskreises (auch der des Mannes!) denken, z.B. Anrufe, Besuche, Karten, Geschenke organisieren. Wenn Kinder da sind: An Arzttermine, Vorsorgeuntersuchungen etc. denken, Elternabende, Kindergeburtstag organisieren (den eigenen und den für andere Kinder, z.B. nachfragen bei dessen Eltern, Kind hinbringen, vorher ein Geschenk besorgen).
      Das heißt nicht, dass _alle_ Männer so sind, aber es sind sehr viele, weil es von der Elterngeneration so weitergegeben wird.

      Im Beruf werden oft Frauen nicht eingestellt, weil sie schwanger werden könnten und das eine Belastung für den Betrieb wäre (gerade, wenn es ein sehr kleiner Betrieb ist). Oder Frauen werden im Bewerbungsgespräch gefragt, wie das denn mit der Kinderbetreuung ist (Männer werden sowas viel seltener gefragt).

      Unbewusst nehmen viele Männer weibliche Dinge als etwas Geringerwertiges wahr. Oder was meinst du, warum weibliche Eigenschaften bei Männern als etwas Schlechtes wahrgenommen werden? „Du Mädchen!“ ist eine Beleidigung, „Du Junge!“ nicht. Frauen, die beruflich Erfolg haben wollen, wird geraten, sich männlich zu verhalten, männlich zu kleiden, männliche Düfte zu tragen.
      Ja, das ist AUCH für Männer schlecht (wenn sie z.B. ihre Gefühle nicht öffentlich zeigen dürfen). Durchsetzungsstarke Frauen werden negativ angesehen, durchsetzungsstarke Männer positiv.
      Kleinen Mädchen wird schon im Säuglingsalter weniger zugetraut als männlichen Babys (es gibt dazu z.B. eine Studie, bei der sehr kleine Kinder verschieden steile Rampe raufkrabbeln sollen und die Eltern sollen sagen, welche Rampe sie ihrem Kind zutrauen).
      Leider denken sehr viele Eltern immer noch sehr stark in Jungs-Mädchen-Kategorien. Meine Kindheit ist noch nicht so extrem lange her und ich durfte z.B. keinen Gameboy haben, weil das ja nichts für Mädchen ist, und keine Computerspiele und meine Vorliebe für Science Fiction wurde (und wird immer noch) seeeehr kritisch beäugt von meinen Eltern. Förderung von technischem Interesse? Fehlanzeige.

      Es gibt auch interessante Berichte von Transgender-Leuten, die früher männlich aufgetreten sind und jetzt als Frau wahrgenommen werden: Die erzählen, dass sie früher ernst genommen wurden im Job und heute viel weniger. Dass Leute sich ihnen gegenüber ganz anders verhalten, ihnen weniger Sachverstand zutrauen, sie auf ihr Äußeres reduzieren.
      Das sind Dinge, die man als Mann nicht wahrnimmt, genau wie ich als Weiße Rassismus vermutlich viel seltener bemerke als dunkelheutige Menschen.

      Ach ja, und dann gibts da noch so Kleinigkeiten: Ich ärgere mich jedes Mal, wenn ich zum Friseur gehe und dort mindestens um die Hälfte mehr bezahle als Männer, gerne auch doppelt so viel und mehr (obwohl ich kurze Haare habe, meine Frisur also nicht anders ist) – versuch mal, einen Friseur zu finden, der für Frauen und Männer gleich viel verlangt. Hab noch keinen gefunden.

      • Romano26. September 2017 at 09:38

        Danke für diese tolle Antwort. Aus diesem Blickwinkel (Haushalt vor allem) habe ich das ganze noch nie betrachtet. Erschreckenderweise finde ich meine eigene Beziehung (bzw unseren Haushalt) hier auch in teilen wieder. Ich halte mich eigentlich für einen sehr aufgeschlossenen Menschen, der niemanden voreilig beurteilt. Dachte ich. Ich werde das Thema nachher zuhause mal ansprechen. Danke dir!

    • Harry23. September 2017 at 14:26

      Neben den ganzen Andern Antworten, die du ja schon bekommen hast:
      Wann wurdest du das letzte mal im Club begrapscht? Wann hattest du das letzte mal das Problem, dass aufdringliche Typen (oder von mir aus auch Frauen – ist ja nur ein Gedankenexperiment) dich nicht in Ruhe gelassen haben bis du Angst um deine Unversehrtheit bekommen hast und weggelaufen bist? Wann wurde das letzte mal dein Argument nicht gehört, deine Idee nicht wahrgenommen oder gar geschätzt und deine Fähigkeiten angezweifelt, wegen deinem Geschlecht?

      • Romano26. September 2017 at 09:42

        Im Club begrabscht kommt doch auch bei Männern häufiger mal vor. Aus meiner Erfahrung heraus sind das vor allem betrunkene Frauen/Männer. Das es wirklich unangenehm wurde habe ich allerdings nur einmal erlebt und das ist schon ein paar Jahre her (heute würde sich keine mehr die Mühe machen :-D).
        Die Fähigkeiten von Männern werden auch geschlechterspezifisch angezweifelt. Männern wird intuitiv weniger bei der Kindererziehung zugetraut als Frauen. Das kann ich in der eigenen Familie und auch im näheren Bekanntenkreis immer wieder beobachten. Mag aber sein, dass das nicht repräsentativ ist.

        • Harry26. September 2017 at 16:22

          ich will garnicht behaupten, dass es auch verquere Männerbilder gibt, die nichts damit zu tun haben, wie wie ein Mensch ist und die auch mal irgendwie negativ auf Männer zurückfallen können. Es sind ja aber geschlehchtsspezifisch andere Vorurteile. Frauen wird weniger zugetraut Durchsetzungsfähig zu sein. Frauen wird weniger zugetraut über technisches Wissen zu verfügen und es wird schneller daran gezweifelt als bei Männern. Frauen wird weniger zugetraut wichtige Entscheidungen treffen zu können. Frauen wird weniger zugetraut körperlich anstrengende Tätigkeiten auszuüben. Um mal ein paar Beispiele zu nennen.
          Der Unterschied ist, dass diese Vorurteile zum Teil deutlich gravierendere Auswirkungen auf das Leben der Personen haben als das Vorurteil, dass Männer nicht so gut mit Kindern können. Auch wenn das sicherlich ärgerlich ist.

          • Harry26. September 2017 at 16:23

            „… dass es NICHT auch verquere Mänerbilder gibt, …

  2. aaa21. September 2017 at 11:06

    Tonfall, Wortwahl und Schriftbild sind nicht von 1915.

  3. Danny21. September 2017 at 15:17

    In der Schweiz ist das Wort „Eisdiele“ nicht gebräuchlich und nahezu unbekannt.

  4. mtz21. September 2017 at 17:58

    Man sieht klar das das nicht von 1915 ist. Am Wortlaut. Auch wenn das vielleicht auf ein wichtiges Thema hinweist, finde ich nicht gut, solche Fakes zu verbreiten.

  5. ju23. September 2017 at 00:51

    Das ist Fake und geht schon eine Weile rum (allerdings erst ab da, zuvor nicht). In verschiedenen Sprachen. Auffallen sollte doch auch, dass hier Zoll als Hauptmaßeinheit genommen wird. Und zwar der Umrechnung nach das US-Zoll (das schweizer hatte andere Maße und da kämen nicht 5cm raus). Schriftbild und Sprache ergeben eigentlich den Rest für eine gesunde Portion Skepsis. Ein paar mit google aufzufindende Artikel haben sich da näher mit beschäftigt.

    Absurde Vorschriften für Lehrer und Lehrerinnen gab und gibt es, aber das ist trotzdem nur ein Scherz. ;)

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