Angela Merkel „tröstet“ ein palästinensisches Mädchen, das mit ihrer Familie nach vier Jahren abgeschoben werden soll

So macht das die Frau Bundeskanzlerin. Bisschen „streicheln“, „haste toll gemacht“ und weiter im Text. Sie hätte noch sagen können, „Kopf hoch, wird alles wieder gut.“

„Gut leben in Deutschland.“

Mir fehlen die Worte.


(Direktlink, via ESIB)

Die Presseabteilung von „Gut leben in Deutschland“ stellt das ganze im Nachgang so dar:

“Vor lauter Aufregung musste das Mädchen schließlich weinen und wischte ihre Tränen mit einem Taschentuch weg. Angela Merkel ging auf die Schülerin zu und tröstete sie mit den Worten: “Du hast das ganz toll gemacht”. Daraufhin gab es großen Applaus für die junge Libanesin.”

Vor lauter Aufregung kriecht mir gerade ein bisschen Kotze den Hals hoch. Und seit wann sind Palästinenser denn Libanesen?

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Kommentare: 26

  1. dizzy 16. Juli 2015 at 11:46  zitieren  antworten

    unguckbar.

  2. Martin,

    Es geht nicht um „integriert“ oder „nicht integriert“. Es geht darum, dass eine verdammte Ungerechtigkeit herrscht!

  3. Ronny 16. Juli 2015 at 12:43  zitieren  antworten

    Freezy,
    Das ändert natürlich alles!

    Nicht, dass die zu libanesischen Staatsbürgern gemacht werden, weil Staatenlose ja nicht abzuschieben sind.

  4. Ronny 16. Juli 2015 at 14:03  zitieren  antworten

    Stefan,
    Habe ich getan, finde aber dennoch, dass das an der Quintessenz nicht wirklich was ändert.

  5. Werner,

    Boah Werner. Da wird einem ja schon schlecht…schwacher Vergleich und tendenziell ungeile Gesinnung. Stichwort: Marshall-Plan. „Halt die Ärmel hochkrempeln“ ist sowas von BILD, da darf man sich schon fragen, wie du dich hier hin verirrt hast. Versuch‘ du mal als einer der vielen Hochqualifizierten in einem so zerrütteten Land wie dem Libanon „die Schaufel in die Hand zu nehmen“ und alles zu verändern. Sesselpupser.

  6. Martin 16. Juli 2015 at 17:02  zitieren  antworten

    jannis,

    Welchen Bezug meinst du, wenn du von Ungerechtigkeit sprichst?

  7. Bernd Sch,
    @Bernd Sch: Frau Merkel kann sich natürlich nicht über das Gesetz stellen und soll das auch gar nicht. Es geht darum, dass ihr anscheinend jegliches Einfühlungsvermögen fehlt. Sie sagt dem Mädchen ins Gesicht, dass sie sich schonmal drauf einstellen kann ihr komplettes soziales Umfeld und eine vielversprechende Zukunft hinter sich zu lassen, um in ein Land zurückzukehren, in dem sie um ihr Leben fürchten muss. Klar ist das die Realität, aber ein junges Mädchen so damit zu konfrontieren ist schon fast herzlos. Dass Menschen nach so langer Zeit, in der sie sich neues Leben aufgebaut haben, einfach aufgeschoben werden können, ist ein unerträglicher Missstand und das muss geändert werden. Das ist das, was Frau Merkel an dieser Stelle hätte sagen sollen und nicht: „Tja, das Leben ist kein Ponyhof.“

  8. Ronny 17. Juli 2015 at 00:20  zitieren  antworten

    Thomas Aichinger,
    Ja, ich hätte auch an dessen statt auch „streichelt Sorgen weg“ ohne Anführungszeichen schreiben können.

  9. Blah Blahson 17. Juli 2015 at 01:12  zitieren  antworten

    Werner,

    ohne massive finanzielle, humanitäre und wirtschaftliche Hilfe (siehe Marshallplan) hätte es den Wiederaufbau im vom Krieg zerstörten Europa nicht gegeben. Da ist nix allein durch Hemdsärmeligkeit passiert.
    Was willst du tun, wenn die Infrastruktur komplett zerbombt ist? Wenn das Nötigste zum Leben fehlt, aber keine milliardenschweren Hilfsprogramme für dich in Gang gesetzt werden? Wenn verfeindete Gruppen ihre Machtkämpfe über die Zivilbevölkerung austragen? Wenn es seitens der mächtigen Organisationen kein Interesse an einer stabilen Zivilgesellschaft und industrieller Entwicklung gibt, wie es spätestens seit dem Paradigmenwechsel in den späten 40ern bzgl. Deutschland eben nicht der Fall war?
    Fehlendes Wasser und Essen, soziale Unruhen, mangelnde Sicherheit für Leib und Leben, bedeuten Destabilisierung, ziehen Krieg und Zerstörung mit sich. Es geht Flüchtenden nicht darum, statt schlecht bezahlter Arbeit lieber Hartz 4 zu bekommen, sondern darum, Leib und Leben und die eigenen Kinder zu retten. Würdest du deine Heimat verlassen und dich ernsthaft mit hunderten Menschen auf ein seeuntaugliches Boot setzen um über’s Mittelmeer zu fahren, wenn die einzige Alternativen sind, zu verhungern oder ermordet zu werden?
    Dein Kommentar pisst mich echt an, er zeugt von Ignoranz und Selbstgerechtigkeit; du solltest mehr Empathie lernen und dich für die Geschichten anderer Menschen zu interessieren beginnen.

  10. […] auch gar nicht an der Szene des Videos abarbeiten. Das haben die meisten Menschen um mich herum bereits erledigt. Viel interessanter finde ich, wie Merkel ihre seit Jahren gescheiterte Flüchtlingspolitik […]

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