Ein Mix wie eine riesige Dopewolke auf einem Chill Floor: Macka X – The Goddess of Dawn

Ich habe dieses Teil heute mindestens zehn mal gehört und es hat alles, was „Chill Out“ für mich ausmacht. Vom Ethno-Ambient, der sich auch Psybient nennt und nichts anderes ist als die ausgebremste Schwester des Psy-Trance, über leichte Dub-Passagen bis hin zum Dubstep, der immer ganz kurz vor Knack die Kurve bekommt, bevor er stressig würden könnte. Das so auf Punkt zu selektieren und dann noch so zu verbinden können nicht viele, soviel ist mal klar. Macka X packt das.

Ich hörte das also heute so und dachte, „Ach kiek an, Koan. Und Dub FX. Und die Saafi Brothers auch noch. Hach!“ Der Mann lässt nichts aus. Erst eben sah ich die Playlist und kiek an: Recht gehabt.

Fantastischer Mix, der tatsächlich ein Duft-Déjà-vu in mir auslöst bei dem alles nach dicken Grasschwaden riecht. Dafür liebe ich die Chill Floors. Für solche Musik aus dicken Boxen und für den nicht zu fehlinterprierenden Geruch auf den selbigen.


(Direktlink, via Rebellenmartin)

Tracklist:
01 Mahiane – Thyrse
02 Malik Trey – Sleepy Shadows
03 E-Mantra – Since You Were Gone (feat. Athena Etana)
04 E-Mantra – Night Walker
05 Jamie Siever and Kim Rosen – Love After Love
06 Koan – Watermarks (Krusseldorf Vs. Koan Remix)
07 Koan – Watermarks (Behind Blue Eyes Remix)
08 Dub Fx – Equator
09 Kid Brando – Congosteppa (Original Mix)
10 Phutureprimitive – Predatory Instincts
11 Saafi Brothers – Degravitating

Mein neuer Stempel für die Kommentarhygiene

Es betrifft ja hier die allerwenigsten von euch, aber für einige der anderen hätte ich hin und wieder gerne diesen Stempel hier. Kostet auch gar nicht so teuer.

Pistolenschuss unter Wasser

(Foto bei reddit, Danke, Sebastian!)

Wenn drei Tüpen mit ein paar Pads live Beats basteln und gleich mal eine EP dabei aufnehmen

Ich weiß selber wie schwierig es ist, einen Live-Act halbwegs authentisch zu spielen und dennoch seine Sounds am Ende irgendwie wiedererkennbar rauszubekommen. Das ist alles andere als einfach und ich bin da eher der Tüp, der lieber viel vorbereitet und wenig dem Zufall überlässt, was – zugegeben – das Improvisieren etwas einschränkt. Aber ich arbeite daran.

Das es aber auch gehen und dabei sogar so aussehen kann, als ginge es sehr locker von der Hand, beweisen die drei Griechen vom PadTrio, die mit allerhand aber dennoch überschaubarem Equipment allerfeinste Breakbeats mit jeder Menge Soul und Funkelementen aus den Handgelenken klopfen. Diese hier auf Video aufgezeichnete Live-Session wurde gleich mal auch als Audio mitgeschnitten und kann als EP für umme auf Bandcamp geladen werden. Und das ist ziemlich geil.

Nur alleine das Zusehen macht einen Heidenspaß. Großartig!


(Direktlink, via Sven)

Bagelheads

Die Eltern euer Eltern fanden Tattoos merkwürdig, eure Eltern fanden vielleicht Piercings merkwürdig, aus Japan kommt gerade der Trend einer Körpermodifikation, den Ihr gerne merkwürdig finden dürft: die Bagelheads. Dafür lassen sich die Träger eine Salzlösung unter die Stirn injizieren, wobei eine Beule entsteht. In diese drückt man dann eine Kuhle. Et voila. Einen Tag später ist das Dingen wieder verschwunden.

National Geographic hat sich das alles mal genauer angesehen.

Und nun könnt Ihr euch gerne Gedanken darüber machen, was eure Kinder wohl irgendwann mal merkwürdig finden werden.


(Direktlink, via 10 Minutes)

Das aufblasbare Toupet

Täuschend echt kann sich hiermit jeder, der zu eitel für eine Glatze ist, unter einem Haarersatz verstecken. Niemand wird merken, dass es sich im eine Prothese handelt. Ob es das Ding auch in verschiedenen Farben gibt, kann ich gerade nicht sehen. Wäre natürlich doof, wenn nicht. Denn wenn ein blonder Tüp das dunkle Dingen aufsetzt, sieht man doch natürlich sofort, dass das nicht echt sein kann. Mhmmm.


(via Like Cool)

Bunt leuchtende Jahresringe

Im Garten der Duthie Gallerie haben sie Baumstämme installiert, deren Jahresringe leuchten. Natürlich leuchten die Jahresringe nicht wirklich, sondern wurden – wenn ich das richtig blicke – nachträglich aus irgendeinem Harz-Farb-Gemisch aufgetragen und verändern je nach Wetterlage und Tageszeit ihre Tönung. Und so was will ich auch im Garten!

Fotos hier.

Hirnfick, gif’d

Hatte ich hier schon mal in etwas anderer Form, ist aber immer wieder gut. Die Wirkung von LSD allerdings darauf zu reduzieren, wäre etwas nachlässig, habe ich mir sagen lassen.



(via Irgendwas mit farben)

No Homophobes

Eine Website der University of Alberta, die nichts anderes tut, als in Echtzeit vier homophobe Schlagwörter zu zählen, die auf Twitter rausgehen. Und da kommt so einiges am Tag.

This website is designed as a social mirror to show the prevalence of casual homophobia in our society. Words and phrases like “faggot,” “dyke,” “no homo,” and “so gay” are used casually in everyday language, despite promoting the continued alienation, isolation and — in some tragic cases — suicide of sexual and gender minority (LGBTQ) youth.

We no longer tolerate racist language, we’re getting better at dealing with sexist language, but sadly we’re still not actively addressing homophobic and transphobic language in our society.


(via Wow)

Stingray photobomb

Tja, in der Ostsee wäre das nicht passiert.


(via reddit)

Spanien

Ich stolpere hier gerade über dieses Gif und frage mich, wo genau das herkommt? Vielleicht entspringt es einem der aktuellen Videos über die Proteste in Spanien? Vielleicht hat es irgendwer schon mal in einem Kontext gesehen, der hier leider völlig fehlt. Man könnte den jetzt auch selber basteln, will ich aber nicht. Krass ist es allemal.

[Update] Jemand war so gut und hat mir den Link zu dem Video in die Kommentare gepackt. Und ja, das ist in Madrid. Was mich ja wirklich befremdet ist die Rolle, die die Fotografen und Kameraleute da einnehmen. Auf deren Hilfe braucht man in so einem Fall nicht hoffen. Entsprechende Szene beginnt bei 1:10.


(Direktlink)

Weil das Gif so riesig ist, hier als Direktlink.

Ahhhhhhhhhhhhhhhhhhhh!!!

Nur eine Szene eines Schusswechsels mit Todesfolge aus dem türkischen Film „Kareteci Kız“, was wohl übersetzt „Karate Girl“ bedeutet, gedreht 1973. Und keine Frage, der Mann hing an seinem Leben.


(Direktlink, via MeFi)

Chamäleon-Iro

Lange keine Haarmode mehr gehabt, aber bei so was hier… Da kann Herr Lobo einpacken.

(Foto bei 9GAG)

Wenn ich nicht hier bin


(Y_H_B_T_I, via Fuck you very much)

Die Berliner Zeitung über die Klub- und Drogenwelt Berlins und was Marie daran nicht ganz so gut gefällt

Wie man das seit nun schon gut 20 Jahren gewohnt ist, erscheint in steter Regelmäßigkeit in jeglichen Berliner Postillen mindestens ein Artikel über die Berliner Klublandschaft. Meistens geifert der nur so Abgedrehtheit, verrückten Sachständen und vor allem nach völlig ungezügeltem Drogenkonsum.

Man liest es, oder lässt es – so wie ich – bleiben, weil man das meistens eh schon mindestens 48 Mal gelesen hat und weil einem die Realität regelmäßig ein anderes Bild vermittelt. Also gibt man keinen Fick drauf.

Alexander Tieg hat nun wieder einen dieser Reißer für die Berliner Zeitung geschrieben. „Wie bekloppt sind wir eigentlich? titelt er fragend und man liest eben wieder all das, was da eben immer so stehen muss, damit es irgendwie bei den Lesenden wirken kann: Party ohne Ende, Suff, Drogen, Drogen, Drogen, schlimme Schicksale. Alles ganz furchtbar.

Die Leute lesen das, denken so: „Aaaalter, was da in Berlin los! AU-WEI-A!“ und nehmen das eben dann abends so mit ins Bett. Tieg schreibt hier das, was andere seit Jahren immer wieder gerne mal schreiben, wenn auch nicht aus der expliziten Ich-Perspektive, die klar macht, dass er dabei, dass er mittendrin war.

Das Ding geht online, die Leute lesen, die Leute kommentieren. Und dann, an siebenter Stelle, kommentiert Marie. Marie hat mit dem Schreiber während seiner Recherche zusammengewohnt und sieht die Dinge überraschender Weise etwas anders als Alex, aber sie muss ja auch nicht für eine Zeitung schreiben.

Alex hat im Frühling 3 Monate bei uns gewohnt, weil er Praktikum bei der Berliner Zeitung macht. Alex hat mich zwei, maximal dreimal feiern gehen sehen in der Zeit. Unser Herr Journalist hat mich zusätzlich mehrmals zum Feiern animieren wollen, damit er was zum Schreiben hat. Teilweise musste ich ihm 10mal sagen, dass ich mich nunmal nicht jedes Wochenende „abschießen“ mag, wie er es nannte. Da kam dann so was abfälliges wie „Ach komm schon. Dann kippste dir halt deine Pulle Rotkäppchen hinter und dann geht’s ab auf die Piste“. Also ehrlich… wer ist denn da kaputt im Kopf? Außerdem habe ich meine Abschlussprüfung im Februar gemacht. Alex hat bis Mai bei uns gewohnt… Ich bin ebenfalls 23 und kurz vor meiner Diplomarbeit. Ich hab mein Studium straff durchgezogen und mir nach meiner Prüfung erlaubt paar Monate was anderes zu tun. Find ich jetzt auch nicht soooo unnormal. Zumal ich mir das nicht als Hostess, sondern als Werkstudentin in einer seriösen Agentur im Gesundheitsbereich, selber finanziere. Einen Job, den ich übrigens nicht belanglos finde. Mein Freund fängt im Oktober ebenfalls an zu studieren. Wir sind tatsächlich nicht mehr als ein Haufen junger Menschen, die neben den 5 Tagen unter der Woche, die für uns auch zählen, dann und wann gerne feiern geht. Das ist vielleicht nicht das allererste, was mir einfällt unter den Dingen, auf die ich stolz bin. Zugegeben. Aber ich schäme mich auch nicht dafür. Daneben aber arbeiten wir, machen Sport, treffen Freunde, gehen ins Kino oder Theater, gehen Segeln, machen ne Schlösserbesichtigung, gehen brunchen, shoppen, erzählen uns Witze und lesen Comics. Aber das ist für eine Story wohl nicht spannend genug. Ich finde es traurig, dass es Idioten wie Alex gibt, die sich in Ihrer Selbstgefälligkeit erlauben uns so darzustellen, und noch viel trauriger, dass andere selbstgefällige Menschen auf solch verzerrender Berichterstattung beruhend über Menschen wie mich und meine Freunde derart urteilen und mit Worten wie „Opfer“ um sich schmeißen.

Natürlich liegt die Wahrheit wahrscheinlich wieder ein mal irgendwo dazwischen, die Frage ist nur, wie viel Glauben man einem derartigen Artikel noch schenken kann, wenn doch schon die Hälfte nach Fake stinkt. Und man stelle sich vor, man übertrüge dieses Bewusstsein dann noch auf all die anderen Artikel, die man täglich so zu lesen bekommt. Herrlich!

(via Tanith sein FB)