Wie die bisherigen GEMA-Sperrtafeln bei YouTube zukünftig aussehen könnten

Die GEMA klagte vor dem Landgericht München gegen YouTube weil sie die von denen immer wieder angezeigten Sperrtafeln mit Verweis auf die GEMA nicht mehr haben wollen. Das LG hat der Klage nun stattgegeben und YouTube muss wohl umstellen, so denn Google keine Berufung einlegt und das Urteil damit rechtskräftig wäre.

Dann wird sich YouTube etwas Neues einfallen lassen müssen, wenn sie bestimmte Videos nicht mehr anzeigen möchten. Dennis Horn hat sich diesbezüglich schon mal Gedanken gemacht und folgende Idee erarbeitet.

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(via Marc)

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Kommentare: 20

  1. […] hat drüben eine mögliche zukünftige YouTube Sperrtafel veröffentlicht, die Dennis Horn vorgeschlagen […]

  2. dennis:
    …verstehe nicht warum man so für Youtube ist die machen jede Menge Geld mit dem Gesitigen Eigentum Anderer und Lügen über die Verwertungsgesellchaften der Länder um das nationale Recht zu brechen, das ist nicht so richtig witzig.
    Auch wenn die Gema für mich ein Hani Hinterseer Verwaltungsverein ist aber Google ist diesbezüglich irgendwie richtig Scheisse!

    so siehts aus!

  3. Ronny 26. Februar 2014 at 16:58  zitieren  antworten

    Bubba Hotep,
    Da behaupten andere Musiker ganz anderes.
    Ich freue mich, dass jetzt von YouTube soviel Kohle für Dich rumkommen wird, dass Du hoffentlich eine Insel kaufen kannst.

    Und nein! Die GEMA ist schlicht ein Verwaltungsapparat der euch Urheber verschieden klassifiziert und nicht mal gerecht auszahlt. Aber sie tut immer so, als wäre sie die „Musikurheber“.

    Dazu kommt, dass das hier nur ein Nebenschauplatz auf der GEMA Problematik ist, der allenfalls eine lustige Nebenrolle spielt.

    Was ist mit der GEMA, die endlich abgeschafft gehört, weil sie Künstler nicht nur kreativ sondern auch verwerterich einschränkt? GEMA-Vermutung, die lange abgeschafft gehört. Was ist mit dem ominösen Verteilungschlüssel der alles andere als gerecht erscheint. Was ist mit den Kindergärten, für die Geld für das Singen von Weihnachtsliedern verlangt wird, was ist mit Klub-Tarif, der fair und vor allem zutreffend an jene Künstler ausgezahlt wird, die es betrifft?

    Das sind die Probleme. Das hier ist doch – wenn man es genau nimmt – lächerlicher Kokolores und blinder Aktionismus. Und deshalb kann ich das auch nicht wirklich ernst nehmen und mache mich gerne darüber lustig. Sehr gerne sogar.

    Ansonsten hätte man ja längst mal Licht ins Dunkel bringen können. Über welchen Betrag reden wir denn hier? Wie würde dieser verteilt werden? Wo läge der Unterschied zwischen professionellen Clips, die User und Urhebern (auch dann geht die GEMA leer aus) jetzt schon mit Werbeeinahmen belegen können, und privaten Videos, die Leute von ihren Urlaubsfotos machen und ohne Werbung mit GEMA-Musik unterlegen. Das alles steht so ziemlich im Dunkel und die GEMA hat nicht versucht, da mal ordentlich die Taschenlampe reinzuhalten. Könnten sie ja machen, so zu Gunsten der von ihnen vertretenen Künstler. Das aber blieb bisher aus.

    Keiner wird davon letztendlich etwas haben – schon gar nicht die Künstler. YouTube wird einfach alles ausmachen, was am Ende für sie auch finanziell riskant werden könnte. Und am Ende müssen womöglich all die Nachwuchsmusiker dann doch Taxi fahren, weil sie keiner mehr zu hören bekommt. ;)

  4. Ronny 26. Februar 2014 at 17:33  zitieren  antworten

    Bubba Hotep,
    Tatsächlich? Na dann fang doch mal gleich mit der GEMA-Vermutung an. Und die Sache mit dem Verteilungsschlüssel. Und sag mir, wo der Klubtarif bleibt, der ein ganz konkretes Abrechnen der gespielten Tracks möglich macht! Da bin ich mal gespannt – womöglich ist das „debunking“ an mir vorbeigegangen. Und dann erkläre doch mal, wie die GEMA zukünftig die Einnahmen verteilen wird, sollte es zu einer Einigung mit Google kommen?

    Ich bin ganz Ohr.

  5. Ronny 26. Februar 2014 at 17:51  zitieren  antworten

    Bubba Hotep,

    Argumentieren tust Du wie ein ehemaliger Schüler. Gar nicht nämlich. Aber die Klappe ganz weit aufreißen. Das sind mir die allerallerliebsten, Auch ein Grund, warum man einige der GEMA-Verteidiger nur selten ernst nehmen kann, wenn es drauf ankommt, wollen sie lieber nicht darüber reden.

    Mein Schlaumachen sagt mir, dass da so einiges im Argen liegt und nicht „debunked“ wurde, um mal den äußerst coolen Terminus beizubehalten. Würde Dir jetzt empfehlen können, Dich doch mal schlau zu machen, aber das ist mir doof.

    Bring was Konstruktives oder gehe woanders spielen und mach mich bitte nicht für Dein Pech beim Denken verantwortlich. Danke!

  6. Ronny 26. Februar 2014 at 21:43  zitieren  antworten

    dennis,
    So ein Quatsch. YouTube hat immer wieder geäußert, dass sie zu zahlen bereit sind. Die GEMA argumentiert dagegen, dass ihr der Betrag immer zu niedrig erschien. Inwiefern da war zu viel haben oder zu wenig zu zahlen bereit ist, können wie beide nicht wissen. Über diese Zahlen sprechen beide nicht, aber nach „umsonst“ hört sich das meiner Meinung nach nicht an. Das kann man auch mit „das ist alles“ zu einem argumentativen Ende bringen wollen, ändert daran allerdings nichts.

    „Immerhin kriegt wer was für seine Arbeit“ empfinde ich auch als sehr verkürzt. Ordentliche Arbeit sollte ordentlich vergütet werden. Immer. Du gehst ja auch nicht für 1,70 EUR die Stunde arbeiten. Dabei lägest Du damit im Vergleich zu einem nur „angeschlossenen“ Mitglied der GEMA ziemlich gut. Die nämlich bekamen im Jahr 2012 1400,- EUR Ausschüttung. Rechnet man das mal auf die 8 Stunden am Tag von denen Du ja sprachst, kommen die nämlich auf eine GEMA-Ausschüttung von 0,875 EUR die Stunde. Klar, dass sich ein Musiker nicht primär über die GEMA finanzieren soll, aber anhand dieser Rechnung sieht man, inwiefern sich die GEMA-Mitgliedschaft, die im Übrigen auch noch was kostet, für „angeschlossene Mitglieder“ rentiert.

    Da geht es den „außerordentliche Mitgliedern“ mit 2060,00 EUR im Jahr schon etwas besser, aber zur Miete langt auch das noch lange nicht. Anders bei den „ordentlichen Mitgliedern“, die mit circa 3400 an der Zahl allerdings nur einen kleinen Teil der etwa 60.000 GEMA-Mitglieder stellt. Dafür aber beziehen die im Jahr um die 60.000 EUR. (Zahlen 2012, Wikipedia, Radiotantiemen lasse ich hier mal außen vor, die werden wohl extra abgerechnet und lohnen sich in der Tat noch für einige.)

    Übrigens sind nur jene 3400 ordentlichen Mitglieder berechtigt, durch das Gewicht ihrer Stimme irgendwas am System der GEMA zu ändern. Klar, dass die dafür kaum einen Grund sehen dürften.

    Sonderlich fair klingt das meines Erachtens nicht, aber das mögen andere anders sehen.

    Da kannst Du als junger Künstler durchaus mehr Kohle machen, wenn du deine Videos bei YouTube hochlädtst und durch die Werbung Geld verdienst. Geld, das dann im Falle der GEMA-Google-Einigung wieder weniger werden würde, weil Du es ja auch noch mit der GEMA teilen musst, von der Du dann am Jahresende ein paar Peanuts bekommst, weil Du nur „angeschlossenes Mitglied“ bist.

    ¯\_(ツ)_/¯

  7. […] legt sich keiner gerne an – wollte YouTube sicherlich auch nicht, trotzdem ging es vors Gericht. Ergebnis: YouTube darf keine Sperrtafeln mehr mit einem Verweis auf die mehr oder weniger „schuldige“ […]

  8. Kutzelikutz 2. März 2014 at 16:30  zitieren  antworten

    Ronny,

    Netter Versuch ;) . Vielleicht solltest du dich nochmal mit dem Thema genauer auseinander setzen. Ich möchte hiermit keinesfalls Partei ergreifen. Nur wer spielen will sollte die Spielregeln kennen (Unwissenheit schützt vor Strafe nicht)

  9. Ronny 2. März 2014 at 16:48  zitieren  antworten

    Kutzelikutz,
    Nee, aber die Abschaffung der unnötigen GEMA-Vermutung würde derartiges Ungemach überflüssig machen. Setz‘ dich mal noch mal mit dem Thema genauer auseinander, nech?

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