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Alpakas schützen Schafherden

Was ich bis eben nicht wusste: Alpakas taugen durchaus dazu, Schafherden vor kleineren Raubtieren zu schützen, weshalb sie zu diesem Zweck tatsächlich mit Schafen auf Weiden stehen. Ob das auch Wölfe abschreckt, was gerade hier in Brandenburg ein ziemlich großes Thema ist, ist nicht abschließend belegt, aber zumindest gegen vereinzelte Wölfe können sie einer Herde wohl Schutz bieten. Brandenburg braucht ohnehin mehr Alpakas.

4 Kommentare

  1. JanN27. September 2017 at 00:11

    „Weil Alpakas durch ihre Tritte kleinere bis mittelgroße Raubtiere vertreiben können, werden sie auch zum Schafehüten eingesetzt.“

    Und praktischerweise fühlen sich die Scharf von den Alpakas auch nicht bedroht, weil sie wie ihresgleichen, nur mit einem exzentrisch langen Hals, aussehen.

  2. Dr. Azrael Tod27. September 2017 at 08:31

    Grund dafür dass sie Raubtiere vertreiben ist halt auch dass sie keinerlei Angst vor solchen haben – da wo sie herkommen gibt es schlicht keine großen Fressfeinde.

    Und zu den Wölfen – der Hauptgrund warum das nicht belegt ist, ist dass Wölfe in unseren Breiten eh so wenig Schafe reisen. Wenn das ein ernstes Problem wäre, hätte man da schon lange gute Zahlen.

  3. Karl27. September 2017 at 10:57

    Mal ne doku gesehen: schafe können sich natürlich recht gut gegen wölfe wehren. Mit auch tritten, rammen, rennen können sie wölfe ziemlich frustrieren, nerven, verletzen.
    Jedoch wurde den schafen jegliche aggressivität rausgezüchtet. So gab es ganz amüsantes filmmaterial, wie ein junger wolf sich nen schaf aus der mitte der herde reisst, dieses nur verwundert blökt, sich jedoch kein bisschen wehrt. Auch die herde schaut nur verwundert.
    (Bei bienen gibt es das phänomen ja auch: aggressivität rausgezüchtet – is für den imker einfacher, nimmt menschen so auch die angst vor bienen. Nachteil: auch das putzen des nestes von milben und das ummanteln von hornissen ist aspekt der aggressivität – somit sind sie ohne fremde hilfe recht ausgeliefert.)

    Was ich mitbekommen hab, sind die wölfe durchaus nen faktor, der bauern stresst. Die oben genannte doku befasste sich mit diesem zusammenhang – wölfe werden wieder vermehrt heimisch, herden sind arg- und wehrlos.
    Daher wird vermehrt auf hütehunde gesetzt und staatliche kompensation für verluste durch risse ausgezahlt um die notwehr durch jagd zu vermeiden.

    @dr. Tod
    Ich möchte mir grad die mühe ersparen, es zu verifizieren – ich nehme jedoch stark an, dass sich ordentliche zahlen zu wolfsrudeln, deren reviere und deren risse finden. Die forstbehörden und landwirtschaftsministerien haben sicher genaue zahlen, zumindest in brandenburg und sachsen.
    Wenn jedoch eine kompensation für durch wölfe gerissene schafe statt findet, mir grad unsicher ob es sogar auf europäischer ebene lag, dann kann man sicher annehmen, dass es ein phänomen von erheblichkeit ist.

    Folgend eine chronik des nabus zur wiederkehr des wolfes, inkl. illegaler Abschüsse
    https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/saeugetiere/wolf/wissen/18886.html

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