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Kategorie: Täglicher Sinnwahn

Ein 650-Dollar-Apartment in NYC

Es macht angesichts der hiesigen Situation auf dem Markt für Mietwohnungen natürlich nichts besser, zeigt aber leider auch, dass es woanders noch deutlich krasser sein kann. So wie in Ney York City, wo diese jungen Frau für ein Apartment, das nicht mal die Größe eines innerstädtischen Parkplatzes hat, nicht weniger als 650 Dollar an Miete zahlt. Für nicht mal 7,5 Quadratmeter. Oder besser zahlte, das Video ist zwei Jahre alt. Keine Ahnung, ob sich daran bis heute was geändert hat.


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Ein Tag ohne Reddit: ✊ Reddark

Ich hab hier zwei Tage nicht viel gemacht. Leben und so. Und ich hab im Vorfeld die inhaltlich auseinandergesetzte Kakophonie bei Reddit wahrgenommen, aber irgendwie auch ausgeblendet. Heute war Reddit ob dessen quasi komplett useless und das wird auch bis zumindest Morgen so bleiben: ✊ Reddark. Die Leute, die Reddit zu dem machen, was Reddit nicht nur selbstbehauptend ist, die „Startseite des Internets“ nämlich, zeigen den CEOs von Reddit den Mittelfinger und privatisieren fast alle Subreddits, was Reddit nahezu unlesbar oder besser: komplett überflüssig macht.

Zwenter dazu:

Die meisten Folks da draussen haben bestimmt mitbekommen, dass die Geschäftsführung Reddits es sich aktuell mit ihrer User-Base verscherzt, weil die Geld von den Machern externer Clients für API-Zugriffe wollen, zu viel Geld, sodass sie nicht überleben.

Aus Protest dagegen schalten die Mods einiger sehr großer Communitys ihre Foren ab heute auf „privat“. Einige wollen erst zurück in die Netz-Öffentlichkeit, wenn die bei Reddit wieder alles zurückdrehen.

Wenn ihr mich fragt: Ich hoffe die Mods machen ernst und möglichst viele Leute kehren Reddit den Rücken. Ganz nach dem Vorbild Elon Musks bei Twitter, zerschlagen die gerade ihr Netzwerk, weil sie bock haben auf mehr Profit, und die Arbeit engagierter Coder, die jahrelang für die Community aufgeopfert haben, mit Füßen treten.

Ich hab Reddit immer ohne Drittanbieter genutzt, weil Reddit und/oder die Subs natürlich für mich tatsächlich täglich die Startseite im Internet ist/sind und es unfassbar traurig wäre, wenn die es aus irgendwelchen Gründen auch immer nicht mehr sein könnte/n. Und trotzdem bin ich – natürlich – Team Mods. So.

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New York im Rauch

In Kanada gibt es aktuell über 100 Waldbrände, die dafür sorgen, dass der dadurch entstehende Rauch bis nach New York City zieht. Das sieht nach „Blade Runner“ aus und gibt New York in diesen Tagen die innerstädtisch gemessen schlechteste Luftqualität der Welt. Aber hey, das bisschen Rauch.


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Doku über Münchner Clubs im Lockdown: Geschlossene Gesellschaft

Wahrscheinlich wird auch ohne diese Dokumentation keiner die lähmende Zeit während der Pandemie vergessen, aber auch Clubs hat sie deutschlandweit besonders hart eingeschränkt. „Geschlossene Gesellschaft“ beleuchtet die Zeit des Lockdowns mit Blick auf die Clubszene in München.

„Geschlossene Gesellschaft“ ist ein Film über die Münchener Clubs P1, Harry Klein, Backstage und Milla in der Pandemie. Es geht um die Branche, die als erstes schließen und als letztes wieder öffnen durfte. Es werden aber auch die Schicksale der Menschen beleuchtet, die in einer auf den Rausch reduzierten Vergnügungswelt ihre Familien ernähren und ihre soziale und kulturelle Identifikation finden.

Die Dokumentation startet ein Jahr nach der Schließung. Die Nächte sind still und leer geworden. Hinter den Clubtüren herrscht allerdings reges Leben. Es werden Wände eingerissen, Fernsehstudios gebaut, Förderanträge gestellt und Blumen gepflanzt. Das kreative Auflehnen einer Branche gegen die finanzielle und mentale Insolvenz ist die filmtreibende Frage. Eine Subkultur erfindet sich neu, auch um nicht vergessen zu werden. Über allem steht die Frage, wie das neue „normal“ inmitten der Ungewissheit aussehen wird.

“Geschlossene Gesellschaft“ ist der inspirierende Überlebenskampf eines Lebensentwurfs, der mit Social Distancing, Kontakt-und Ausgangsperren nicht überleben kann. Die Doku gleicht einem filmischen Zeitdokument – authentisch, überraschend und bildlich nicht selten surreal.


(Direktlink, via Groove)

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Ein Einsiedlerkrebs im Kopf einer Puppe

Wenn die Natur einen Spiegel aus unserem Umgang mit ihr baut kann es schon mal zu albtraumwürdigen Aufnahmen kommen. Und das zu Recht.

Crews doing beach clean-up work were surprised to discover a hermit crab attached to a plastic doll’s head on Wake Island in the western Pacific Ocean. Joseph Cronk, a volunteer on the crew, took a video showing the crab moving along a beach, after either getting stuck inside or taken up residence inside the head-shaped piece of plastic.


(Direktlink, via BoingBoing)

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Doku: Christiane F. Wir Kinder vom Bahnhof Zoo – Lost Generation

Als 1989 die Mauer fiel, hatten viele Menschen im Osten Angst vor Drogen. Die ostdeutschen Medien hatten in den Jahren davor ein ziemliche Panik darüber verbreitet, wie groß die Drogenproblematik im Westen war. Viele glaubten das und hatten Angst, dass nach dem Mauerfall zehntausende Drogen-Zombies durch die Gegend laufen würden. Das war natürlich Quatsch, aber es hatten tatsächlich nur Wenige überhaupt Erfahrungen mit Drogen, wie es sie im Westen gab. Bis auf Alkohol und Arzneimittel, die natürlich auch missbraucht wurden, waren die Vertriebswege für Rauschmittel wohl nur sehr wenigen Menschen vorbehalten, so denn es sie überhaupt gab.

Jedenfalls fiel dann die Mauer und die Schulen bombardierten uns mit dem, was heute „Drogenprävention“ genannt wird, oder besser: was sie dafür hielten. Man wusste es nicht besser und so zeigte man uns mindestens ein Mal im Jahr den 1881 im Westen veröffentlichten Film Christiane F. – Wir Kinder vom Bahnhof Zoo. Ich fand den damals wirklich verdammt abschreckend und dachte, wenn ich irgendwann nur einmal an einem Joint ziehen würde, würde das zwangsläufig in Heroinsucht enden. Zumindest transportierte der Film mir das und sorgte vielleicht ein wenig dafür, dass ich dann sehr, sehr lange die Finger von irgendwelchen illegalen Betäubungsmitteln ließ. Als ich dann viele Jahre später mit dem Kiffen begann, fühlte ich mich vom Film belogen. Für mich persönlich war Kiffen kein Einstieg in eine Drogenkarriere. Vorm Kiffen rauchte und trank ich. Danach probierte ich ein paar Dinge aus, kannte aber meine Grenzen und übertrieb es auch nie. Als ich ein paar Jahre später keinen Bock mehr aufs Kiffen hatte, ließ ich es wieder sein. Alles andere auch. Vielleicht hat der Film tatsächlich meinen Drogenkonsum irgendwie beeinflusst, obwohl ich mich von ihm belogen fühlte. Jedenfalls denke ich bis heute häufig an den Film. Die Serie von neulich habe ich bisher nicht gesehen, vielleicht hole ich das mal nach.

Bis dahin aber empfehle ich diese für mich höchst interessante Arte-Doku über die Hintergründe zum damaligen Buch und dem daraus resultierenden Film, die mir in Teilen tatsächlich auch ganz unbekannt waren. Oder die ich als gesellschaftliche Zusammenhänge gar nicht sah. Spannend.

Auflehnung gegen die Eltern, die Polizei, die Schule, die fehlenden Zukunftsperspektiven in den grauen Wohnsilos von Berlin: Christiane F. verkörperte die verzweifelte Flucht vor der Ausweglosigkeit in der damaligen BRD, die an der mangelnden Aufarbeitung ihrer jüngeren Geschichte und der Amnesie einer unter dem Nationalsozialismus groß gewordenen Elterngeneration krankte.
Christiane F. und ihre Freunde verloren sich im Berliner Nachtleben, entdeckten die Wirkung psychedelischer Musik, den Taumel der ersten Drogen und zerstörten sich auf der Suche nach immer stärkeren Kicks langsam selbst. Nach dem Aufbäumen von Mai 68 und den linksextremistischen Gewaltakten der Roten Armee Fraktion sahen Jugendliche wie Christiane F. den einzigen Ausweg in der Selbstzerstörung. Es war die stille, unauffällige Revolte, der Schrei einer Jugend, auf die man erst aufmerksam wurde, als es zu spät war. Man nannte sie die verlorene Generation.

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Frankreich verbietet einige Inlands-Kurzstreckenflüge

(Foto: Rattakarn_)

Was für die einen unmöglich scheint ist in Frankreich jetzt Realität. Dort hat man ein Verbot von Kurzstreckenflügen im Inland erlassen. Strecken, die mit dem Zug in 2,5 Stunden erreicht werden können, dürfen dort nicht mehr angeboten werden.

Durch das Verbot wird der Flugverkehr zwischen Paris und mehreren Städten, darunter Nantes, Lyon und Bordeaux, praktisch eingestellt. Es ist jedoch zu beachten, dass Anschlussflüge von dieser Maßnahme nicht betroffen sind. Während Kritiker diese Maßnahmen als rein symbolische Gesten abtun, argumentieren Befürworter, dass sie einen wichtigen Ausgangspunkt im Kampf gegen den Klimawandel darstellen.

Wenn ich das richtig sehe, gilt das bisher nicht für die leidigen Privatflüge. Aber im Gespräch ist das wohl.

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