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Kategorie: Täglicher Sinnwahn

Die Deutsche Polizeigewerkschaft lässt auf Twitter über rechtsfreie Räume abstimmen

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Lustiger PR-Stunt der DPolG Berlin, die wohl auch im Hinblick auf die 500 Polizisten, die vor ein paar Tagen in der Rigaer Sperrmüll sammelten, auf Twitter fragt, ob „wir“ denn rechtsfreie Räume dulden müssten. Ich weiß jetzt nicht genau, ob sie diese für sich ungestört in Anspruch nehmen wollen, worauf der Bezug zur Rigaer ja durchaus passen würde – schließlich haben sie an dem Abend offenbar einen solchen für sich geschaffen -, oder ob sie um das Wohl der Bürger bemüht sind. So richtig kommt das aus der Frage nicht raus.

Das bisherige Abstimmungsergebnis, allerdings, hat man sich in der Zentrale sicher anders vorgestellt. Und natürlich gibt es in den Kommentaren auch mehr Antworten als nur „Ja“ und „Nein“. Die dürfen bei der DPolG Berlin auch gerne weh tun.

Ohne Titel
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Gummibärchen in Pillenform: Haribos DJ Brause

Das ging vor ein paar Wochen schon mal an mir vorbei, aber ich hatte wenig Zeit und vergaß das irgendwie wieder. Nun weißt mich Bjørn Vøyage gerade nochmal auf die sauren DJ Brause Gummipillen von Haribo hin. Erinnert ein bisschen an die 90er – ohne das es knallt. Aber irgendwer im Hause des Goldbärchens scheint da wohl auf seine Erinnerungen der 90er festgebacken zu sein, wie wir damals so schön zu sagen pflegten.

Und das es die kleinen bunten Pillen mal in Gummiform in die Regale der Supermärkte schaffen würden, haben wir uns damals auch nicht träumen lassen. ¯\_(ツ)_/¯

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Diebstahl: Schlange in der Hose

Wer meine „Vorliebe“ für Schlangen kennt, weiß, dass das hier ganz harter Tobak für mich ist. In Oregon ist ein Tüp* in eine Zoohandlung gegangen, hat sich einen Python aus einem Terrarium geholt und diesen, um ihn zu klauen, in seine Hose gesteckt. HÜÜÜLLLFFEEEEE!

A pet shop owner in Oregon is hoping police will track down a man who stole a snake by putting it down his pants.

Surveillance video shows the man remove the python from its cage, shove it down his pants, and then casually walk out of the Portland store.

Shop owner Christin Bjugan said the black pastel ball python is worth $200 and one of her rarest reptiles.

„He’s lucky it wasn’t feeding day,“ she said. „Feeding days are on Mondays. And they’re very hungry.“


(Direktlink, via arbroath)

Außerdem: Australierin findet hochgiftige Braunschlange hinter ihrem Kühlschrank.

*Und Tüp immer mit „ü“.

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MDR exakt über Connewitz: Rechte randalieren in Leipzig

Ich hatte das, was da in Leipzig-Connewitz am Montagabend passiert ist, nicht ganz mitbekommen, da wir hier zum selben Zeitpunkt damit beschäftigt waren, eine Demo von so Pegida-Tröten zu blockieren, die sich in Potsdam „Pogida“ nennen. Ja.

Als ich nach Hause kam, las ich mir die Ticker aus Leipzig durch und war ein wenig fassungslos. 250 Nazi-Hools marodierten weitestgehend ungestört durch Connewitz.

MDR exakt hatte dazu gestern diese Zusammenfassung.

Rechte Hooligans zogen am Montag randalierend durch den Süden von Leipzig. Mehr als 20 Geschäfte und Bars wurden attackiert, Autos in Brand gesteckt, Fensterscheiben eingeschlagen.


(Direktlink | Danke, Bemme!)

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500 Polizisten in Berlin finden eine Baustelle

Gestern kam es laut dieser Pressemitteilung der Berliner Polizei in Friedrichshain, Rigaer Straße Ecke Liebigstraße, zu einem Übergriff auf einen Polizisten, der gerade dabei war, ein Knöllchen wegen Falschparkens auszustellen. So weit so unschön wie auch unnötig. Die Täter flüchteten nach Aussage des Beamten in der Haus der Rigaer 94.

Am Abend dann standen 500 Polizisten vor dem Haus, um eine „Begehung“ durchzuführen, bei der, so hoffte man wohl, „gefährliche Gegenstände“ gefunden werden sollten. Unterstützt wurden die 500 (Fünfhundert) Polizisten durch ein SEK und zwei Hubschrauber.

Allerdings verlief das wohl anders als erwartet, denn es öffnete trotz mehrfachem Klopfens offenbar niemand die Tür.

Man versuchte es also bestens ausgerüstet weiter. Mit etwas mehr Vehemenz.

Am Ende verschaffte man sich doch irgendwie Zugriff.

Und war erfolgreich. So wurden offenbar linksradikale Feuerlöscher sicher gestellt, Propangas, eine alte Hantel, diverse Steine in Körben und Krähenfüße. Für den Innensenator und die Berliner Polizei offenbar ein voller Erfolg.

Da kann man schon mal klatschen.

Wenig später wurde von den Beamten in der Liebigstraße ums Eck dann auch noch eine offensichtlich linksradikale Lautsprecheranlage beschlagnahmt. Wegen Ruhestörung. Das rechtfertigt schon schon mal 500(!) Beamte, ein SEK und zwei Hubschrauber. Dass man Sperrmüll selbst in der Hauptstadt weit günstiger entsorgen kann – geschenkt.

Übrigens stellen Bewohner die das auslösende Situation anders als die Polizei dar.

Nach Angaben von Seiten der Bewohner stellt sich die Sache anders dar. Es habe einen »Angriff« eines Polizisten auf eine Personengruppe gegeben, worauf die Menschen »in die Sicherheit des Hofes« des Gebäudes geflüchtet seien. »Die Art und Weise, wie heute gegen uns gehetzt wird, ist unserer Meinung nach überzogen«, heißt es in einer im Internet veröffentlichten Erklärung. In einer anderen Mitteilung wird davon gesprochen, dass der Polizist »unter aggressivem Gebaren« und dem Hinweis, es handele sich um ein »Gefahrengebiet«, Personalien verlangt habe und einer Person »unvermittelt einen Schlag gegen die Brust« versetzt habe.

Ein Schelm, der sich mit einem blickenden Auge auf brennende Asylunterkünfte und Connewitz fragt, ob das in auch nur irgendeiner Form verhältnismäßig ist.

Aktuell durchsucht die Polizei das Nachbarhaus in der Rigaer 95. Ganz schön was los in Friedrichshain. Da packt man die gesellschaftlichen Probleme am Schopfe!!11!!!

[Update]

Rechtsanwalt Martin Henselmann, Mitglied des Arbeitskreises kritische Juristen, sollte im Auftrag der Hausbewohner der Rigaer Straße 94 den Einsatz der Polizei überwachen. Gegenüber dem »nd« sagte er: »Ich denke, dass der Einsatz rechtswidrig war.«

Weiterhin folgert er: »Es ist eine Sauerei, wie die Öffentlichkeit und auch ich angelogen wurden. Die Polizei war nicht nur im Treppenhaus und Keller, es wurden auch fast alle Wohnungen aufgebrochen und Gegenstände entwendet. Die etwa zehn anwesenden Bewohner wurden alle in eine Küche gesperrt und durften sich nicht bewegen. Letztendlich konnte die Polizei dort sieben Stunden machen, was sie wollte. Es ist komplett unklar, was sie dort gemacht haben. Entgegen des Gesetzes konnte niemand bei den Wohnungsdurchsuchungen dabei sein. Auch ich als Anwalt stand stundenlang vor der Polizei und wurde nicht durchgelassen, weil das angeblich der Einsatzleiter hätte entscheiden müssen und der keine Zeit hatte. Es kann nicht sein, dass 500 Polizisten vor Ort sind und es keine Vorkehrungen gibt, wenn Anwälte vorbeikommen.«

Die Razzia habe enorme Auswirkungen auf das Haus erklärte er: »Es wurde der gesamte Kohlenkeller mit zehn Tonnen Kohlen leergeräumt. Dort wird mit Kohlen geheizt. Auch alle Gasflaschen wurden mitgenommen, auch damit wird geheizt und auch gekocht. Auch massenhaft Werkzeug wurde mitgenommen. Angesichts der Winterzeit wurde mehr oder minder das Haus unbewohnbar gemacht. Man kann so einen Ort nicht frei von gefährlichen Gegenständen machen. Die Mandanten haben mir glaubhaft geschildert beleidigt, bedroht und geschlagen worden zu sein. Da ist dann mal aus Versehen ein Helm gegen den Kopf eines Bewohners gekommen.«

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