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Kategorie: Täglicher Sinnwahn

500 Polizisten in Berlin finden eine Baustelle

Gestern kam es laut dieser Pressemitteilung der Berliner Polizei in Friedrichshain, Rigaer Straße Ecke Liebigstraße, zu einem Übergriff auf einen Polizisten, der gerade dabei war, ein Knöllchen wegen Falschparkens auszustellen. So weit so unschön wie auch unnötig. Die Täter flüchteten nach Aussage des Beamten in der Haus der Rigaer 94.

Am Abend dann standen 500 Polizisten vor dem Haus, um eine „Begehung“ durchzuführen, bei der, so hoffte man wohl, „gefährliche Gegenstände“ gefunden werden sollten. Unterstützt wurden die 500 (Fünfhundert) Polizisten durch ein SEK und zwei Hubschrauber.

Allerdings verlief das wohl anders als erwartet, denn es öffnete trotz mehrfachem Klopfens offenbar niemand die Tür.

Man versuchte es also bestens ausgerüstet weiter. Mit etwas mehr Vehemenz.

Am Ende verschaffte man sich doch irgendwie Zugriff.

Und war erfolgreich. So wurden offenbar linksradikale Feuerlöscher sicher gestellt, Propangas, eine alte Hantel, diverse Steine in Körben und Krähenfüße. Für den Innensenator und die Berliner Polizei offenbar ein voller Erfolg.

Da kann man schon mal klatschen.

Wenig später wurde von den Beamten in der Liebigstraße ums Eck dann auch noch eine offensichtlich linksradikale Lautsprecheranlage beschlagnahmt. Wegen Ruhestörung. Das rechtfertigt schon schon mal 500(!) Beamte, ein SEK und zwei Hubschrauber. Dass man Sperrmüll selbst in der Hauptstadt weit günstiger entsorgen kann – geschenkt.

Übrigens stellen Bewohner die das auslösende Situation anders als die Polizei dar.

Nach Angaben von Seiten der Bewohner stellt sich die Sache anders dar. Es habe einen »Angriff« eines Polizisten auf eine Personengruppe gegeben, worauf die Menschen »in die Sicherheit des Hofes« des Gebäudes geflüchtet seien. »Die Art und Weise, wie heute gegen uns gehetzt wird, ist unserer Meinung nach überzogen«, heißt es in einer im Internet veröffentlichten Erklärung. In einer anderen Mitteilung wird davon gesprochen, dass der Polizist »unter aggressivem Gebaren« und dem Hinweis, es handele sich um ein »Gefahrengebiet«, Personalien verlangt habe und einer Person »unvermittelt einen Schlag gegen die Brust« versetzt habe.

Ein Schelm, der sich mit einem blickenden Auge auf brennende Asylunterkünfte und Connewitz fragt, ob das in auch nur irgendeiner Form verhältnismäßig ist.

Aktuell durchsucht die Polizei das Nachbarhaus in der Rigaer 95. Ganz schön was los in Friedrichshain. Da packt man die gesellschaftlichen Probleme am Schopfe!!11!!!

[Update]

Rechtsanwalt Martin Henselmann, Mitglied des Arbeitskreises kritische Juristen, sollte im Auftrag der Hausbewohner der Rigaer Straße 94 den Einsatz der Polizei überwachen. Gegenüber dem »nd« sagte er: »Ich denke, dass der Einsatz rechtswidrig war.«

Weiterhin folgert er: »Es ist eine Sauerei, wie die Öffentlichkeit und auch ich angelogen wurden. Die Polizei war nicht nur im Treppenhaus und Keller, es wurden auch fast alle Wohnungen aufgebrochen und Gegenstände entwendet. Die etwa zehn anwesenden Bewohner wurden alle in eine Küche gesperrt und durften sich nicht bewegen. Letztendlich konnte die Polizei dort sieben Stunden machen, was sie wollte. Es ist komplett unklar, was sie dort gemacht haben. Entgegen des Gesetzes konnte niemand bei den Wohnungsdurchsuchungen dabei sein. Auch ich als Anwalt stand stundenlang vor der Polizei und wurde nicht durchgelassen, weil das angeblich der Einsatzleiter hätte entscheiden müssen und der keine Zeit hatte. Es kann nicht sein, dass 500 Polizisten vor Ort sind und es keine Vorkehrungen gibt, wenn Anwälte vorbeikommen.«

Die Razzia habe enorme Auswirkungen auf das Haus erklärte er: »Es wurde der gesamte Kohlenkeller mit zehn Tonnen Kohlen leergeräumt. Dort wird mit Kohlen geheizt. Auch alle Gasflaschen wurden mitgenommen, auch damit wird geheizt und auch gekocht. Auch massenhaft Werkzeug wurde mitgenommen. Angesichts der Winterzeit wurde mehr oder minder das Haus unbewohnbar gemacht. Man kann so einen Ort nicht frei von gefährlichen Gegenständen machen. Die Mandanten haben mir glaubhaft geschildert beleidigt, bedroht und geschlagen worden zu sein. Da ist dann mal aus Versehen ein Helm gegen den Kopf eines Bewohners gekommen.«

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GoPro-Aufnahmen von der Festnahme „El Chapos“

Letzte Woche wurde Drogenboss und Chef des Sinaloa-Kartells Joaquín „El Chapo“ Guzmán im mexikanischen Los Mochis verhaftet. Die ihn festnehmende Spezialeinheit filmte den Zugriff und stellte die Aufnahmen einem Fernsehsender zur Verfügung. Krasser Scheiß.

Es seien mehr Menschen in dem Haus gewesen als erwartet – und sie seien schwerer bewaffnet gewesen als erwartet, sagte ein Soldat, der am Einsatz beteiligt war, hinterher dem Sender Televisa. Die Rede ist von Maschinenpistolen und Panzerfäusten.

Die Soldaten sichern zunächst die Räume im Erdgeschoss und gehen dann weiter in den ersten Stock. Dabei habe ein Mann oben auf der Treppe versucht, mit einer Panzerfaust auf den Trupp zu schießen, sei aber nicht dazu gekommen, weil die Soldaten zuerst feuerten und er die Waffe fallen lassen musste.


(Direktlink, via Vice)

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Manchmal passt’s halt auch bei Facebook

Wir alle beschweren uns gerne über den Algorithmus, den Facebook laufen lässt, um unter Beiträgen irgendwie themenverwandte Beiträge anzuzeigen. Da landen dann schon mal AfD-Parteibeiträge unter Links, die ganz wunderbar die AfD bashen. Oder zu Anit-PeGiDa-Content wird das aktuelle Schwafel-Video von Lutze Bachmann angezeigt. Will man ja alles nicht sehen, so was.

Aber Facebook kann auch anders, wie ich heute feststellen konnte. Dort nämlich wurde mir dieser SpOn-Beitrag in der Timeline angezeigt: Riesige Methan-Mengen: Gasleck in L.A. – Kalifornien ruft Notstand aus.

Als (verdammt) passenden Link gab es dann darunter dieses altbekannte Video.


(Direktlink)

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Nach Helene-Fischer-Party: Frau geht auf Polizisten los

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Jetzt ist es offiziell: wenn Rammstein, Korn, Slipknot und wer-weiß-ich-noch-nicht-alles unsere Kinder und die Jugend verrohen, verroht Helene Fischer die Erwachsenen.

Beispiel: in Hennigsdorf (Oberhavel) wurde letzte Nacht eine ordentliche Helene-Fischer-Sause gefeiert. Die Musik lief (sehr laut) bis morgens um 02:00 Uhr. Erst dann riefen die wahrlich geplagten und offenbar doch sehr leidensfähigen Nachbarn (Wer bitte hält das so lange aus?!) die Polizei, die dann auch alsbald eintreffen sollte. Auf das vorherige Klopfen der leidgeplagten Nachbarn reagierten die Verursacher des Lärms nicht.

„Beim Eintreffen der Beamten wurde die Wohnungsinhaberin mehrfach aufgefordert, die Musik leiser zu stellen. Dieser Aufforderung kam sie nicht nach, so dass die Beamten die Wohnung betreten und selbst die Musik leiser stellen mussten. Als sie die Wohnung verlassen hatten, drehte die 50-Jährige die Musik unmittelbar wieder lauter und versuchte, die noch offene Wohnungstür zu schließen.

Als ein Polizist versuchte, dies zu verhindern, ergriff die 50-Jährige ihn auch noch am Kragen und versuchte, ihn gewaltsam aus der Tür zu ziehen.“

Daraufhin wurde die betrunkene Dame in Gewahrsam genommen und nach der Messung von 1,16 Promille in die Ausnüchterung geschickt.

Helene Fischer ist somit offiziell gesellschaftsgefährdend und führt zu auf­rüh­re­rischem Verhalten, wogegen grundsätzlich ja erstmal nichts spricht. Aber doch bitte nicht mit diesem Sound!

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Petas Klage für Copyright auf Tier-Selfies vorerst abgewiesen

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Im September letzten Jahres erhob die Tierschutzorganisation Peta Klage vor einem US-Gericht, um ein Copyright für Tiere einzufordern, die sich, aus welchem Grunde auch immer, selber fotografiert haben. Dabei ging es konkret um das Selfie des sechsjährigen Makaken Narutos, das mittlerweile jeder kennen dürfte.

„Die Tierschutzorganisation Peta hat gemeinsam mit Antje Engelhardt vom Deutschen Primatenzentrum bei einem Bundesgericht in San Francisco Klage im Namen des Affen eingereicht. Naruto von der indonesischen Insel Sulawesi müsse zum „Urheber und Eigentümer seines Fotos“ erklärt werden, heißt es darin. Das Urheberrechtsgesetz in den USA verbiete einem Tier nicht das Copyright, „und da Naruto das Foto gemacht hat, gehört ihm das Copyright, wie es jedem Menschen gehören würde“. Die Tierschützer wollen sämtliche Einnahmen durch das Foto verwalten und dem Tier zugutekommen lassen.“

Die Klage wurde nun von einem US-Bundesrichter vorerst abgewiesen. „Denn ob ein Affe Urheberschutz bekommen kann, müssten der Präsident und der US-Kongress entscheiden, sagte der zuständige Richter.“

Erledigt ist die Angelegenheit damit nicht, Der US-Richter deutete an, dass er eine ausgebesserte Klage von Peta wieder zulassen würde, Peta will das annehmen.

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Bildkorrektur – Bilder gegen Bürgerängste

Ich bin mittlerweile ein wenig von der Hoffnung abgekommen, man könnte Vorurteilen mit Fakten begegnen, um sie dadurch zu entkräften. Manche wollen ihre Vorurteile halt einfach gar nicht aufgeben. Aber einen Versuch ist es immer noch wert. Ein solcher ist das Tumblr Bildkorrektur – Bilder gegen Bürgerängste, auf dem sich 15 Zeichner und Illustratoren zusammengetan haben, um eben verkannte Bilder zu korrigieren. Mit der Hilfe von illustrieren Fakten.

Angst ist ein schlechter Ratgeber. Unsere Vorsätze für 2016: Weniger Angst haben – mehr Wissen. Eine Gruppe bekannter deutscher Zeichner hat sich zusammen getan, um die Top15 der Besorgten-Bürger-Ängste zu illustrieren – und mit Fakten zu entkräften… Die bunte Seite der Macht sind: Aike Arndt, Tim Dinter, FÖRM, Hamed Eshrat, Serafine Frey, Matthias Gubig, Jens Harder, Jim Avignon, Alex Jordan, Alexandra Klobouk, Sebastian Lörscher, Mawil, Moritz Stetter, Henning Wagenbreth, Barbara Yelin und Felix Denk (Journalist, Text und Recherche).

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(Bilder: Bildkorrektur, CC BY-NC-ND 2.0 DE, via René)

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Miet-Map Berlin

Als ich vor 20 Jahren aus der Pampa nach Schöneberg gezogen bin, haben wir am Walter-Schreiber-Platz für eine runtergekommene Zwei-Zimmer-Altbaubude mit 65 m² 700,00 DM kalt bezahlt. Als wir nach ein paar Jahren wieder weg sind, war die Wohnung nur unwesentlich teurer und wir sind in eine 100 m² Butze in Teltow Stadt gezogen. Für 1000,00 DM, kalt. Ich habe damals gesagt, dass ich nie mehr als 1000,00 DM für eine Mietwohnung ausgeben würde. Darüber muss ich heute doch sehr lachen.

Hier ein Überblick über die durchschnittliche Kaltmiete für eine Zwei-Zimmer-Wohnung mit 70 m² in Berlin. (Quelle auf Facebook)

Und ja, ich weiß, dass es woanders nicht besser oder gar noch schlechter aussieht. Aber ich habe halt nie woanders nach Wohnungen gesucht.

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Große Mao Zedong-Statue ist groß

In einem Dorf im Osten Chinas haben sie eine 37 Meter hohe, goldene Statue von Mao Zedong zwischen ein paar Felder gebaut. Kosten dafür: $460.000. Erinnert ein wenig an einem Simpson.

The statue towers some 37 metres (121 feet) over empty fields in the central province of Henan and shows the man who ruled China with an iron grip for nearly three decades seated in thoughtful repose, his hands crossed.

Für was und wen auch immer das gut sein soll…

Monster statue of Chairman Mao Zedong under construction in China's Henan province, reportedly 36.6 metres high u.afp.com/ZdjV

Posted by AFP News Agency on Dienstag, 5. Januar 2016


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