Zum Inhalt springen

Kategorie: Täglicher Sinnwahn

Wer nichts wird, wird Wirt: Ex-NPD-Chefhampel Holger Apfel versucht sich als Wirt auf Mallorca

Bildschirmfoto 2014-05-20 um 23.58.04


(Foto unter CC von Paul and Jill)

Der frühere NPD-Chef Holger Apfel hat jetzt auf Mallorca mit seiner Frau ein Restaurant mit dem schönen Namen „Maravillas Stube“ übernommen. Klingt jetzt nicht wirklich nach Deutscher Küche, obwohl „Stube“ einen die schon fast assoziieren lässt. Passender aber wäre da ja eher „Zum Blockhaus“ oder „Heimatstube“ oder „Deutsches Haus“ oder „Bierpinte“ oder „Starke Eiche“ oder „Deutscher Schäferhund“ oder „Der Reichsadler“ oder „Kartoffelhaus“. Wie auch immer.

So richtig interkulturell kompetent allerdings will sein Herz auch in Spanien nicht schlagen, wie seine gedankengekübelten Äußerungen vermuten lassen:

Die „Maravillas Stube“ solle deshalb weder ein Treffpunkt der rechten Szene, noch eine Anlaufstelle für rechte Schlachtenbummler werden. „Hier wird nicht politisiert, hier ist jeder willkommen, auch Linke oder Menschen anderer Nationalitäten.“ Wenn jemand sein Schnitzel aufgrund seiner politischen Vergangenheit lieber woanders statt bei ihm essen wolle, würde er das akzeptieren. „Wobei das Hier und Jetzt entscheidend sein sollte, nicht die Vergangenheit.“ Zumal es auch Molotowcocktail-Werfer gegeben habe, die später Außenminister wurden, fügt er in Anspielung an den ehemaligen Grünen-Politiker Joschka Fischer hinzu.

[…]

Hinter so manchem Slogan aus dem Europawahlkampf der rechtsextremen Partei wie etwa „Masseneinwanderung stoppen“ steht Apfel hingegen immer noch. „In deutschen Ballungszentren muss kontrollierte Einwanderung durchaus ein Thema sein.“ Und was ist mit der Playa de Palma, wo senegalesische Straßenverkäufer und nigerianische Prostituierte vor allem Hoteliers und Gastronomen, aber auch vielen Urlaubern ein Dorn im Auge sind? „Ich finde, dass die Stadt hier eine etwas seltsame Politik praktiziert“, sagt Apfel etwas unentschlossen. Die neue Verordnung für zivilisiertes Zusammenleben sei ja in weiten Teilen sinnvoll. „Aber dass jetzt nur noch die Freier bestraft werden, verstehe ich nicht, das ist ja quasi ein Freibrief für die Klau-Huren.“

Klingt jetzt nicht so nach seiner bisherigen Fassung integrationsbereit. Ich hoffe, der versteht Mallorca nicht als 17. Bundesland, welches es einzudeutschen gilt. Bei solchen Leuten weiß man das ja nie so genau. Ein kleines bisschen wünsche ich ihm aber auch, dass sie ihn wieder nach Hause schicken, wenn er nicht in zwei Jahren fließendes Spanisch spricht. Schließlich nimmt er den Spaniern dort Arbeitsplätze weg, die Pfeife.

Ich hoffe ja immer noch, das ist ein Satire-Artikel.
(via extra 3)

2 Kommentare

Neonazi-Sticker in Polizeibus

Beim Relegationsrückspiel zwischen Fürth und dem HSV haben Fans in einem Bus der bayerischen Bereitschaftspolizei Neonazi-Aufkleber entdeckt und fotografiert. Einer trug den Spruch „Kein Sex mit Zecken“, ein zweiter den altbekannten „Good Night Left Side“.

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) kündigte eine Überprüfung des Vorfalls an. Er nehme den Fund von Neonazi-Stickern in einem Bus der bayerischen Bereitschaftspolizei „sehr ernst“, sagte Herrmann SPIEGEL ONLINE. „Solche Aufkleber haben auf Staatseigentum nichts zu suchen.“ Er dulde „keine Extremisten bei der bayerischen Polizei“, so Herrmann. Gegebenenfalls seien Konsequenzen zu ziehen.

[…]

Die bayerische Bereitschaftspolizei hat sich bereits zu dem Vorfall geäußert. In einer Pressemitteilung heißt es, „ein Passant fotografierte eine in einem geparkten Mannschaftswagen aufbewahrte Holzkiste, auf der zwei Aufkleber mit rechter Gesinnung aufgebracht waren (z.B. ‚Good night left side‘, ‚Anti-Antifa organisieren. Den Feind erkennen. Den Feind benennen‘)“. Das Präsidium werde die Angelegenheit „unter Einbindung der zuständigen Staatsanwaltschaft dienstaufsichtlich prüfen“, außerdem seien sofort alle Fahrzeuge und Ausrüstungsgegenstände untersucht worden.

Freund und Helfer beim Fußball. Wer solche Polizisten hat, braucht keine militanten Nazis mehr. Nun wird von Seiten der Bayrischen Landesregierung rückhaltlos überprüft. Man kann das.

2 Kommentare

Chilenischer Aktivist verbrennt studentische Schuldscheine im Wert von 500 Millionen Dollar

Der chilenische Aktivist Francisco Tapia hat von einer chilenischen Universität studentische Schuldscheine gestohlen und diese verbrannt. Wert der Papiere vorher: 500 Millionen Dollar. Nachher: Asche.

Ziel der Aktion sei es, gegen die immer mehr steigenden Schulden von Studenten zu protestieren. Ob die davon tatsächlich profitieren können, ist nicht ganz klar.

In einem Video auf Youtube äußert er sich leidenschaftlich zu seiner Tat. „Es ist vorbei, es ist geschafft“, sagt der junge Mann in dem fünf Minuten langen Video. „Ihr müsst keinen Peso mehr bezahlen. Wir haben unsere Angst verloren, unsere Angst davor, als Kriminelle angesehen zu werden, weil wir arm sind.“

Wegen Diebstahls und Zerstörung von Universitätseigentum wurden nun Ermittlungen gegen ihn eingeleitet.

Mit 500 Millionen Dollar stellt er so locker KLF in den Rauch, die in den 90ern aus Prostest wohl eine Million Pfund verbrannten. Damals allerdings die ihrigen.

Einen Kommentar hinterlassen

Ein Wahlwerbespot von „Die PARTEI“ und dem Stammtisch „Unser Huhn“ zur Gemeinderatswahl Tübingen

Vor ein paar Tagen haben die Grünen in Tübingen diesen völlig inhaltslosen Werbespot auf Youtube veröffentlicht, in dem sie zu „Happy“ rumhampeln.


(Direktlink)

Alleine das wäre ein Grund, sie nicht zu wählen. Die PARTEI sieht das ähnlich und hat nun mit diesem Clip geantwortet. Musikalisch kommen wir da nicht zusammen, inhaltlich allerdings sehr wohl.

Politik ist ein seriöses Geschäft und sollte von seriösen Bürgerinnen, Bürgern und Burgern aus der Mitte unserer Gesellschaft übernommen werden. Doch leider übernehmen radikale Kräfte und Spaßparteien einen immer größeren Raum ein. Sie tun so, als wären sie hip und cool, haben aber ganz andere Ziele im Sinn, die mit bodenständiger Politik nichts mehr zu tun haben. Dieses provokative Video der Grünen in Tübingen sollte hierzu uns die Augen öffnen. Was will die Politik in Tübingen und Europa noch schlimmeres anrichten?

Die PARTEI und der Stammtisch „Unser Huhn“ mussten auf diese Provokation der Grünen reagieren. Moderne Politik darf nicht von Spießbürger-Hippies gestaltet, sondern muss bodenständigen Sachpolitikern überlassen werden.


(Direktlink, via Aloha)

8 Kommentare

Mit Kettensägen einen Naziaufmarsch stoppen

Ich halte Sitzblockaden für durchaus effektiv, ja. Im Baskenland allerdings mag man es dann wohl doch etwas robuster. Dort nämlich wollte vor ein paar Tagen eine wohl faschistoide Gruppierung namens MSR für die Wiederansiedlung von Braunbären in den Pyrenäen demonstrieren. Antifaschistische Aktivisten warfen denen vor, dass nur unter dem Deckmantel tun zu wollen, neue Anhänger für ihre rechtsextremen Ideen rekrutieren zu können und stellten sich ihnen kurzerhand mit laufenden Kettensägen in den Weg. Die Demo dreht ab und selbst die Polizei scheint das irgendwie so hinzunehmen.


(Direktlink, via Just, Infolink von Christian)

4 Kommentare

Die NPD wirbt mit Fler- und Frei.Wild-Zitat

Tja, kann man sich nicht aussuchen. Aber man muss sich auch nicht darüber wundern, wenn man derartig „patriotische“ Verbalauswürfe in Liedtexte packt. Von Frei.Wild gibt es bisher kein Statement, Knallcharge und Hipster-Hasser Fler schickt gleich mal seine Anwälte in den Ring. Wie sich das für einen echten Berliner Gangster gehört!

MEIN STATEMENT:
Ich bin ehrlich gesagt schockiert darüber wie dreist die NPD versucht hier Junge Leute über solch eine Masche für sich zu gewinnen.
Ich habe heute meine Anwälte informiert und wir werden Klage einreichen!

Und weiter, wie ja auch sein aktuelles Video „Hipster Hass“ beeindruckend beweist:

Ich und mein gesamtes Umfeld repräsentieren Toleranz und Respekt für alle Menschen!

Da klatscht mir doch glatt meine Hand an die Stirn. Völlig selbstständig. ¯\_(ツ)_/¯

NPD-Werbung


(via Daniel)

5 Kommentare

Folterbericht von Amnesty International 2014: #StopTorture

Bildschirmfoto 2014-05-13 um 08.50.02

Laut dem jüngsten Folter-Jahresbericht von Amnesty International sind in den vergangenen fünf Jahren in 141 Staaten der Welt Menschen gefoltert worden. Trotz der seit 1984 von 155 Staaten ratifizierten UNO-Konvention gegen Folter, die festlegt, dass das Folterverbot zum zwingenden Völkerrecht gehört, werden demnach in fast 3/4 aller Länder Menschen gefoltert. Jetzt startet Amnesty mit #StopTorture eine internationale Anti-Folterkampagne.


(Direktlink)

Der mdr schreibt:

Zum Start ihrer internationalen Anti-Folterkampagne „Stop Torture“ [aktueller Clip dazu oben] hat die Menschenrechtsorganisation Amnesty International in Berlin einen Bericht zum Stand der Folter 2014 vorgelegt. Er gibt einen Überblick, wie und wo Folter heute angewendet wird. Dabei zeigte sich, dass trotz der UN-Anti-Folterkonvention von 1984 immer noch zahlreiche Länder Folter anwenden.

[…]

Selbst für viele Staaten, die sie unterschrieben haben, existiere die Erklärung offenbar nur auf dem Papier: „Wir haben in den letzten fünf Jahren Berichte aus 141 Ländern, Berichte über Folter und Misshandlungen, gesammelt. Wir haben diese Fälle dokumentiert. Sie belegen erstens, zeigen dass Folter weit verbreitet, immer noch. Folter ist ein globales Problem.

Auch Deutschland steht in der Kritik:

In Deutschland hat es im Untersuchungszeitraum laut Amnesty International keinen Folterfall gegeben. Allerdings beklagt die Organisation, dass auch hierzulande immer wieder Berichte von Misshandlungen durch die Polizei auftauchen. Zudem sei die „Nationale Stelle zur Verhütung von Folter“, die Gefängnisse überprüfen soll, völlig unterfinanziert. Weil es an Personal fehle, würden in den Gefängnissen nicht genug Kontrollbesuche gemacht. Damit mache sich Deutschland als Verfechter der Menschenrechte international unglaubwürdig.

2 Kommentare