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Kategorie: Täglicher Sinnwahn

Die GEMA im Dialog zur neuen EU-Richtlinie

Letzte Woche wurde im EU-Parlament ein Richtlinienentwurf vorgelegt, der dafür sorgen soll, dass die Online-Lizenzierung von Musik einfacher wird. Außerdem fordert diese EU-Richtlinie, „dass Mitglieder von Verwertungsgesellschaften das Recht haben müssen, Lizenzen für nicht-kommerzielle Nutzung ihrer Werke zu vergeben.“

Das bedeutet, dass Mitglieder von Verwertungsgesellschaft nach Umsetzung der Richtlinie durch die Mitgliedsstaaten zumindest das Recht haben werden, Werke unter solchen Creative-Commons-Lizenzen zu veröffentlichen, die kommerzielle Nutzung vorbehalten. Konkret sind das all jene Lizenzen, die auf das NonCommercial(NC)-Lizenzmodul setzen.

Gerade unter professionellen Kunstschaffenden, die zu allergrößten Teilen Mitglied in Verwertungsgesellschaften wie der GEMA sind, ist erst durch diese anstehende Änderung die Nutzung von Creative Commons quasi “offiziell” möglich. Bisher durften GEMA-Mitglieder keine einzige Creative-Commons-Lizenz verwenden.

Ich habe auf Facebook GEMAdialog um ein die neue Richlinie betreffendes Statement gebeten, was dann gestern auch mal kam. Es wird erklärt, dass man ja eigentlich ganz zufrieden sei mit dieser Richtlinie. Man tue ja ohnehin schon dass, was diese nun vorsieht. Und dass man ja auch sowieso schon immer dafür war, dass GEMA-Mitglieder auch anderweitige, unkommerzielle Lizenzmodelle wählen können. Irgendwie muss ich das in den letzten Jahren gar nicht mitbekommen haben. Mhmmm.

Aber wer erwartet da auch schon tatsächlich progressive Vorgehensweise.

Ein Kommentar

„Erotischer“ Karpfenkalender

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Kalender mit nackten Frauen sind nicht jedermanns Sache, manche sollen die ja mögen. Ich sah solche damals in den Spindtüren auf Baustellen und weiß, dass das zumindest zum damaligen Zeitpunkt mehr als nur ein Klischee war. Gefallen daran habe ich nie wirklich finden können, was den Kollegen damals daran gefallen hat, habe ich allerdings auch nie wirklich gefragt. Wahrscheinlich in der Annahme, dass die etwaige Antwort durchaus sehr flach ausfallen würde. Nun gut.

Klar, sehe ich in Buchhandlungen und Presse-Shops auch immer wieder mal Kalender mit eher spärlich bekleideten Damen, die da so rumhängen. Aber das gibt mir nicht sonderlich viel bis gar nichts. Offenbar aber gibt es für derlei ja einen Markt. Auch klar. Was ich allerdings bis eben nicht zu träumen gewagt hätte ist, dass es Anglerkalender gibt, auf deren monatlichen Seiten halbnackte Frauen mit toten Fischen posieren. Wahrscheinlich, weil es auch dafür einen Markt geben wird. Ich vermute unter Anglern. Doch selbst unter Fischen geht das noch konkreter – offenbar haben manche der angelnden Zunft auch da dann noch ganz bestimmte Vorlieben. So wie bei diesem „Erotischen“ Karpfenkalender für das Jahr 2014. Ich hangele mich hier gerade auf dem Drahtseil-Dreieck zwischen „total bescheuert“, „widerlich“ und „Was zur Hölle?!?“ Und die Amazon-KOMMENTARE!
(via reddit)

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Schaffnerin wirft eine ganze Schulklasse aus dem Zug

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(Deutsche Bahn – Klasse unterwegs, Foto unter CC von David Blackwell)

Ist ja nicht neu, dass bei der Bahn auf Fahrgastbetreuer ihren Dienst tun, die es mit Zwischenmenschlichkeit nicht so haben und schonmal 16-Jährige bei -18°C aus dem Zug kicken, aber wie empathiebefreit muss man eigentlich sein, eine ganze Schulklasse aus dem Zug zu werfen, nur weil die Lehrerin verpeilt hatte die gekaufte Gruppenkarte auch ordnungsgemäß zu entwerten?

Gut, es gab auch eine angesagte Alternative zu dem Rauswurf: die Lehrerin hätte für sich und jedes Kind der über 20 Kinder zählenden Klasse auch je 40,00 Tacken Strafe zahlen können. Dann hätten sie im Zug bleiben können. Gib Menschen eine Uniform und etwas damit verbundene Macht. Das die Schaffnerin einfach das Gruppenticket entwertet hätte, wäre wohl auch zu einfach gewesen.

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iDiots

Schön verpackte, wenn auch subtile Kritik an der auf Technologie basierten Gesellschaft aus dem Hause BLR VFX, schließlich sind wir alle ein bisschen iDiotisch.

http://vimeo.com/79695097
(Direktlink)

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Wenn die Polizei über ihren Abschnitt in Wedding rappt: Cop Thirty-Six – Wild Wedding

Oh. Mein. Gott! Diese Schmerzen!

Weddinger Polizisten haben ein Musikvideo im Hip-Hop-Stil gedreht. (..) Es gebe unzählige Songs von Rappern über die Polizisten, sagte Polizeisprecher Redlich, nun gebe es eben mal einen von Polizisten. Und ein Sprecher von Innensenator Frank Henkel (CDU) sagte, der Senator habe das Lied vor Veröffentlichung kurz gesehen, er fände es gut. „Das ist ein engagiertes Bild des harten Polizeialltags in Brennpunktbezirken“, sagte Innensprecher Stefan Sukale.

ACAG – All Cops Are Gangstas.


(Direktlink, via Just)

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Freund und Helfer mal wieder

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(Foto: seven_resist / CC BY-NC-SA 2.0)

Ein Polizeiauto parkt im letzten Herbst am Herforder Bahnhof in der Nacht im Halteverbot. Einer der Beamten geht zu Mc Donalds rein, um ein Nachtmahl zu kaufen. Zwei Angetrunkene junge Männer beobachten die durchaus paradoxe Szene, unterhalten sich laut darüber und machen mit dem Handy Fotos von der Polli-Karre im Halteverbot. Klar, so was läuft viral ja immer ganz gut. Die Beamten allerdings verstehen da nicht soviel Spaß, durchsuchen die beiden, fesseln sie mit Handschellen und lassen sie später auf der Wache „blank ziehen“ und „sich bücken“. Wegen ein paar Fotos, die Kids von Polizisten im Dienst gemacht haben, die während diesem falsch geparkt hatten.

Die jungen Männer mussten einen Alkoholtest machen (Ergebnis: 0,9 und 1,2 Promille) und sich vollständig ausziehen. »Dann sollten wir uns bücken. Wir haben uns geschämt, dass wir uns vor fremden Männern entblößen mussten. Wir fühlten uns erniedrigt«, beschrieb einer der beiden die Situation später in einer Dienstaufsichtsbeschwerde an den Kreis Herford, die dem WESTFALEN-BLATT vorliegt.

Die 19-Jährigen wurden in getrennten Zellen untergebracht. Einer bat darum, seine Eltern zu verständigen. Daraufhin rief ein Polizist die Mutter an. Er soll ihr mitgeteilt haben, ihr Sohn müsse aus erzieherischen Gründen einige Stunden hinter Gittern verbringen.

Gegen 9 Uhr bekamen die jungen Männer ihre persönlichen Sachen zurück und wurden entlassen. Auf einem der beiden Handys, das nicht mit einer PIN gesichert gewesen sein soll, sollen die Fotos des verbotswidrig abgestellten Streifenwagens gelöscht gewesen sein – ein Verstoß gegen Paragraph 303a (Datenveränderung), der mit Haft bedroht ist, den die Staatsanwaltschaft aber nicht mit angeklagt hat – möglicherweise wegen Beweisschwierigkeiten.

Die Staatsanwaltschaft Bielefeld hat nun Anklage gegen die falschparkenden Beamten erhoben. Ob dabei wirklich irgendwas Berufshinderndes für die beiden Männer in Uniform rauskommen wird, darf gerne bezweifelt werden. Sicher wird das mit irgendwas „unter 12 Monaten“ betsraft, was heißt, dass beide Uniformierten ihren Job auch weiterhin ausführen dürfen.
(via Fefe)

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Warum Will Hunting nicht für die NSA arbeiten will

Ich habe diesen Film geliebt, damals. Ich habe versucht irgendwie ein bisschen danach zu leben, damals. (Wir kifften wie Bekloppten zu der Zeit.) Ich habe ihn vergessen, heute. Wenn mich bis vorhin jemand nach Filmen gefragt hätte, die man sehen sollte, hätte ich den nicht mit aufgezählt. Auf einmal taucht ein Teil davon in einem komprimierten und irgendwie aktuellen Kontext in meiner Filter-Bubble auf. Boom. Wenn mich Morgen jemand danach fragt, welchen Film man sehen sollte, würde ich diesen tatsächlich wieder mit angeben: Good Will Hunting.


(Direktlink, via Blogrebellen)

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