Zum Inhalt springen

Kategorie: Täglicher Sinnwahn

Telekommunikationsunternehmen sind ein wenig wie Herpesviren. Die trägt man auch immer in sich und manchmal brechen die dann bei einigen aus. Glücklicherweise hatte ich bisher noch nicht das Problem mit dem Herpes. Dafür aber immer wieder welche mit den Telekommunikationsunternehmen. Die brechen regelmäßig aus. Nun ist es mal wieder soweit. Nachdem sich der Virus namens Arcor vor gut acht Monaten von mir verbaschiedete und beiläufig meinte, er komme nicht wieder, da ich ja geimpft bin und auch so eigentlich alles geklärt wäre zwischen uns beiden, kommt er nun doch nochmal vorbei und meint, es wäre ja doch noch nicht alles geklärt und er müsste sich nun doch nochmal festsetzen. Wenn ich allerdings ein Virustatika in Form einer nicht unerheblichen Summe einnehmen würde, dann würde er sich auch verpissen und niemals wieder kommen, da ich dann endgültig resistent gegen ihn wäre.

Weißt Du was, Arcor? Du kannst mich mal! Ich hab die Grippe ebenso gut überstanden wie Deinen Stammvirus Telekom, der auch schon mal hier war. Geimpft war ich gegen beide nicht. Alles nur eine Sache der alten Hausmittel und ein wenig Geduld. Dann wirst auch Du ausgetrieben. Kannste glauben.

Einen Kommentar hinterlassen

Die alte Trinkerin, die bis vor einem Jahr, als ich noch an der Glienicker Brücke wohnte, dort jeden Abend saß um dann später, wenn der Abend in die Nacht verschwindet, unter dieser auch zu schlafen, sitzt immer wenn ich jetzt Nachts aus dem Studio komme am Platz der Einheit. Sie tut immer so, als würde sie auf die Bahn warten, die auch in meine Richtung fährt. Wahrscheinlich sogar wartet sie wirklich auf jene Bahn, die sie dahin bringt, wo sie in all ihren Träumen schon immer mal hinwollte. Wohin diese Bahn gehen müsste kann ich nicht wissen. Vielleicht weiß sie das selber nicht. Sie sitzt da. Vor ihr stehen zwei Ledertaschen und zwei Leinenbeutel und sie bewahrt Haltung. Sie hat Stil. Man sieht ihr nicht an, dass sie auch in dieser Nacht ein dachloses Quartier beziehen wird. Man sieht ihr auch nicht an, dass sie genau das schon seit Jahren so handhabt. Sie sitzt da und wartet auf eine Bahn, ohne in eine einzusteigen und trinkt diskret.
Immer aus einem Glas.

Einen Kommentar hinterlassen

Wir spielten die Nacht vorher auf der Insel in Berlin und waren erst gegen 8:00 Uhr zu Hause. Da ich einen betrachtlichen Alkoholpegel aufwies, entschloss ich mich dazu, einen Tag lernfrei zu nehmen und nicht mehr in die Fachschule zu gehen. Das hatte ich davor mal mit ähnlichem Pegel gemacht und das kam irgendwie nicht so gut an. Ich blieb also zu Hause und wollte mich erstmal ausschlafen. Das Wetter war gut, wenn ich mich recht erinnere, der T. machte bei sich unten ein Mixtape und meine Frau war auch zu Hause. Gegen Mittag machten wir oben bei uns vom Bett aus die Glotze an und landeten irgendwie bei so einem Sender, bei dem die Nachrichten eigentlich nicht Nachrichten heißen dürften. Auch heute nicht. Ich war komplett wach. Von jetzt auf gleich und in meinem Kopf rotierte alles. Ich wusste, dass sich ab hier alles ändern würde und weiß heute, dass wir in diesem Moment nicht mal den Ansatz einer Ahnung hatten, was genau da alles zu gehören würde. Im TV klöppelte es vor sich hin und es kamen immer mehr Bilder. Die sprachen anfänglich noch von einem eventuellem Unfall und ich wusste, dass das gelogen war, denn keinem wäre so etwas ausversehen passiert. Ich rannte runter zum T. und erzählte ihm ganz aufgeregt was passiert sei. Er zuckte mit den Achseln und mixte weiter an seinem Tape. Der Fernseher lief dann biis zum nächsten Tag ohne Unterbrechung.

Momente die sich eingebrannt haben.

1 Kommentar

Geh doch mal los und kaufe Dir eine neue Klamotte. Dabei versuchst Du dann an diesem ganzen Achtzigerjahreschnulli vorbeizukommen. Wenn Du das geschafft hast, weichst Du noch dem ganzen Streifenhörnchenshice aus.

Na da hast Du Dir aber was vorgenommen. Pfff

1 Kommentar