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Kategorie: Täglicher Sinnwahn

Liebe Musikindustrielle,
wieviel und vor allem welche Drogen nehmt ihr eigentlich (nicht), um Euch so dermaßen grenzdebil durch die Welt fantasieren zu können? Ich finde ja angesichts dessen, man sollte Euch die Kohle geben und Euch kurzerhand zu Volkseigenen Betrieben machen. Zumindest wäre das mein Angebot an Euch, wenn Ihr Vollpfosten ernsthaft $25 Milliarden von mir fordern würdet um Euch zu gesunden. Nur meine gute Erziehung verbietet mir hier, Euch zu fragen, ob ihr den Arsch offen habt. Echt jetzt. Ich glaub´s ja nicht. Die spinnen doch alle.

Vielleicht aber sollte ich auch mal darüber nachdenken, irgendwie an das Geld aus dem Rettungsfond der Regierung zu kommen. Immerhin haben die Menschen im Ostblock letztlich weit mehr für den Fall der Sowjetunion getan als IHR. Und vielen von denen geht es um Vieles dreckiger als Euch, auch wenn Ihr lauter heulen könnt. Ich wüßte das Geld dann auch angemessen zu verteilen.
(via Fefe)

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Ein Mensch, der in goldenen Lackschuhen und mit goldenen Satinschnürsenkeln über „Revolte“ spricht, hat davon eine ganz andere Vorstellung als ich. Hoffentlich.

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Wie beendet die städtische, preussische Exekutive ein Veranstaltung, die zwar angekündigt, aber nicht genehmigt war? Richtig… mit dem Knüppel, den zu schwingen man sich extra Berliner Kollegen eingeladen hatte. Erst Elektro, dann Schlagstöcke quasi.

Ein hoher Preis, den man neben seiner Miete zahlt, um in einem, für jedermann zugänglichem, preussischem Heimatmuseum zu leben, in dem man sich wie ein Statist fühlt.
(via MoGreens)

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In nicht allzu ferner Zukunft werden uns auf den Straßen über hochhackigen Schuhen gold glänzende Leggins entgegenstaken. Nur das keiner sagen kann, er hätte von nichts gewusst.

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Ich habe heute feststellen können, wie privilegiert wir jungen oder halbalten, netzaffinen Menschen eigentlich mit diesem ganzen Internet-Computerzeug sind. Im Idealfall aufgewachsen mit ner 2600er Atari-Konsole, dem C64, dem 500er Amiga erst, hinterher gleich den 2000er. Danach dann Atari 1040 ST, 486er-PC und zu guter Letzt irgendwelche Monsterrechner, mit deren Rechenleistung man vor 20 Jahren hätte noch ganze Kraftwerke steuern können- ganz egal ob nun Mac oder PC. Da sitzen wir heute, öffnen morgens unsere Reader, bewegen die Mouse, als sei sie nichts weiter wie ein verlängerter Finger, hauen auf die Tastatur und schreiben all diese Sachen, die uns täglich so durch die Birne gehen, jeden Tag ins Netz. Wer das nicht auf einem Blog tut, tut es eben bei Studibums, Schülerdings, Fratzenbuch, MeiSpäce, in irgendwelche Foren oder in irgend einen Chat-Client. Ganz egal wo, aber er tut es. Fast jeder tut es. Ich bin der Letzte, der das, was da getan wird, werten würde. Ich finde eben auch gut, dass die Kids mit diesen ganzen Social-Networkingdingern aufwachsen können. Manchmal denke ich auch, da bin ich, da sind wir, gerade jene nimmermüden Kritiker, einfach zu alt für und haben einfach keine Ahnung davon, was für Möglichkeiten eben genau diese meistens belächelten Communities für die Kids heute mit sich bringen. Und um das mal zu sagen: viele von den ganz jungen Menschen lächeln nur müde über das, was gerne „Blogosphäre“ genannt wird. Das ist ihre Sache nicht. Das ist ihre Denke nicht. Die lächeln auch über Jazz. Aber damit kann ich gut um, ich habe die Älteren auch nicht verstanden bei dem was sie taten, als ich 16 war. Ich finde das sogar gesund. Über Inhalte kann man gerne diskutieren, werten sollte man das vorher nicht.

Eines zumindest verbindet jene, die sich durch die Welt bloggen und jene, die eben den ganzen, anderen, interaktiven Schniggens nutzen, den das Netz so bietet: die Fähigkeiten, genau das zu bedienen. Das dazu nötige, technische Grundverständnis einen Rechner zu bedienen um das Netz als solches nutzen zu können. Zugegeben: viele der Kids heute machen die Dinger an und hoffen, dass die Kisten laufen, irgendwie. Wenn das nicht der Fall ist, fragen sie die Nerds in ihren Klassen, die eben auch die Theorie dessen kapiert haben. Wenn das nichts hilft, fragen sie eben ihre Sozialarbeiter, die mit den 2600er Konsolen und die wechseln dann die RAMs oder richten die drahtlosen Netzwerke ein, die machen das dann schon irgendwie. Will heißen: ganz so technickbeknackt wie wir es damals waren, und vielleicht noch sind, sind die heute auch nicht mehr. Sie hoffen, dass das alles irgendwie funtioniert um im Netz interaktiv tätig sein zu können. Und genau darauf will ich eigentlich hinaus, sie können diese Sachen bedienen. Wissen, was ein Browser ist, wissen was ein Benutzernamen und ein Login ist, wozu man Passwörter braucht, und dass diese nicht die Namen der aktuellen Körperflüssigkeitenaustauschpartner sein sollten, wegen der Sicherheit und so.

Ich war heute dabei, wie junge Menschen, 17-18 Jahre alt, Rentnern, 60-70 Jahre alt, erklärt haben, wie das alles funktioniert mit dem Computer und dem Netz und so. Zumindest haben sie es versucht und sie haben sich viel Mühe gegeben. Wissen wollende waren Senioren, die zwar schonmal an einer Schreibmaschine gesessen haben, aber noch nie eine Tastatur, geschweige denn eine Mouse unter ihren Fingern hatten. Die weder wussten was eine Startleiste ist, noch das man einen Rechner nicht an- und ausmacht, als wäre es ein Fernseher. Kann sich irgendjemand da draußen vorstellen was es bedeutet, an einen Rechner zu gehen, ohne zu wissen, was das Dingen alles kann? Ich kann das nicht und war nahezu überwältigt davon zu sehen, wie weit die Jungen oder die Halbalten das heute verinnerlicht haben. Ransetzen, anmachen, loslegen. Mich hat echt bewegt, zu sehen, was für Welten dazwischen liegen. Zu sehen, wie der nette alte Herr das italienische Hotel im Netz sah, in dem er seinen Sommerurlaub verbracht hatte und fast freudig vom Stuhl sprang, fassunglos, dass man sich das so mit drei, vier Klicks einfach so ansehen kann. Zu sehen, wie sich die Herrschaften die Fotos vom letzten Gemeindefest ansehen konnten, auf denen sie selber zu sehen waren und von denen sich nicht einmal wussten, dass die für jederman auf der Welt zugänglich sind, so denn der die sehen will. Das das nur mit Flashplayer möglich ist, hat sie überfordert, aber das und viele, viele andere Dinge erklären ihnen die Kids nächste Woche. Auch das mit dem Caps lock, der Shift-Taste, der Enter“Stiefel“taste und der Leertaste. Den Dingen eben, die eine Schreibmaschine nicht mit bringt.

In 10 Wochen wollen sich einige der Herrschaften dann selber einen Rechner zulegen. Mit dem DEESEL-Tarif müssten sie „dann aber nochmal genauer fragen“, sagen sie. Währendessen überlege ich mir hinten drin in meinem Kopf, nach welcher Doku ich morgen suche, welches Album ich mir am Sonntag im Netz laden kaufen werde, welches der großartigen Flickr-Sets, die ich die Woche gebookmarkt habe, ich noch bringen werde, was mein Reader morgen ausspuckt, ob ich von Cubase endgültig auf Ableton umsteigen sollte und auf welchem Netlabel unser nächstes CC-Release wohl am ehersten kommen sollte. Dazu höre ich Jazz, gekauft auf iTunes…

Ich bin gespannt auf die „Alten“ in den nächsten Wochen und echt froh, wie privilegiert wir jungen oder halbalten, netzaffinen Menschen eigentlich mit diesem ganzen Internet-Computerzeug sind.

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Falsche Ebay-Abmahnungen incl. Überraschung im Anhang

Was wohl ein unerfahrener User tut, der bei ebay hin und wieder Mainboards verscheuert, wenn er diese Mail hier bekommt? Ganz besonders achte man auf den Namen, der das Ganze zeichnet, vom dem die Mail in diesem Falle aber gar nicht kommt. Ziemlich miese Nummer.

[Nachtrag:] Weil Google hier gerade jede menge Suchende reintreibt: Nein, liebe Leute, nicht dieses Zip öffnen.

[Nachtrag2:] Könnte mal jemand, der sich mit sowas auskennt, doch das Zip öffnen und prüfen, was dort drin schlummert? Würde mich mal interessieren.

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir vertreten die Ebay GmbH in der nachfolgend genannten Angelegenheit. Das Vorliegen einer Vollmacht wird anwaltlich versichert. Genaue Übersicht Ihrer Verkäufe, Rechnungen, Daten und unsere Zahlungsaufforderung mit der Mahngebührenauflistung finden Sie im Anhang.

Sie bieten unter der Internethandelsplattform Ebay Computerartikel im Wege des Fernabsatzes an, ohne dabei auf das Verbrauchern zustehende gesetzliche Widerrufsrecht hinzuweisen, wie bei dem von Ihnen angebotenen Ebay Artikel mit der Nummer 1580089475 geschehen.

Damit verstossen Sie gegen §312c Abs.1 BGB sowie gegen §1 Abs.1 S.10 BGB-InfoV und führen unlauteren Wettbewerb nach §3, §4 Abs.1 S. 11 UWG. Unserer Mandantin steht damit ein Unterlassungsanspruch gemäß §8 Abs.1,Abs. 3 S. 1 UWG zu.

Ebenso sind sie nach §9 UWG unserer Mandanten zum Schadensersatz verpflichtet und damit zur Uebernahme der Kosten unserer Beauftragung in Höhe der beigefügten Kostennote 830,00 Euro.

Die Wiederholungsgefahr kann nach ständiger Rechtsprechung nur durch Abgabe einer strafbewehrten Unterlassungserklärung beseitigt werden.

Wir fordern Sie daher im Namen unserer Mandantin auf, die beigefügte Unterlassungserklärung abzugeben. Dafür setzen wir Ihnen eine Frist bis zum 07.11.2008 – 18:00 Uhr bei uns eingehend.

Sollte die Erklärung innerhalb dieser Frist nicht oder nicht im geforderten Umfang bei uns eingehen, werden wir gerichtliche Schritte einleiten, durch die zusätzliche Kosten entstehen, die sie durch Abgabe der Erklärung vermeiden können.

Mit freundlichen Grüßen,

Günter Frhr. v. Gravenreuth
Rechtsanwalt · Dipl.-Ing. (FH)


(Edit:) Postadresse

Kam eben als Mail…

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Ihr lieben so genannten „Supermächte“, ich für meinen Teil würde es sehr begrüßen, wenn Ihr Euren Streit darüber, wer von Euch denn nun den Längsten hat, nicht hier direkt um die Ecke austragen würdet. Das wäre echt super. Wisst Ihr, die adoleszenten Männer am Bahnhof machen das auch immer. Die streiten auch immer darüber, wer denn nun den Längsten hat. Das tun sie btw. mit einem Bier in der Hand, dem billigen. Ich halte es ja dann immer damit, ihnen zu sagen, das sie alle den Längsten, und von mir auch auch den Dicksten haben. Das klappt auch ganz gut bei denen.
Bei Euch ist das ja leider anders. Ich wollt Euch das gegenseitig so richtig beweisen, was ich nicht nur kindisch, sondern vor allem ziemlich dämlich finde, aber wer bin ich schon, dass Ihr auf mich hören müßtet.

Geht doch mit Euren im Extremfall explodierenden Phallussymbolen einfach wo anders spielen. Der Mars wäre doch fein, von mir aus auch der Mond oder, ganz dolle schön, die Sonne, nur verpisst Euch aus meiner Nachbarschaft, die, zugegeben, globaler Natur ist.

Danke, ick freu mich. Schickt mal ne Karte von da oben.

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Finanzkrise erreicht Deutschland: mein Konto ist leer.

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Als ich zu Beginn der Neunziger meine erste Ausbildung auf dem Bau machte, gab es eine eiserne wenn auch ungeschriebene Regel: „widerspreche niemals dem Polier! Sonst fliegst Du!“ Ich hielt mich da nicht lange dran und habe die drei Jahre dennoch irgendwie rumbekommen. Andere nicht. Eine andere Meinung zu vertreten, als diese, die der Polier für sich innehatte reichte deshalb für einige schon um sich einen neuen Arbeitgeber suchen zu müssen. Baustellen sind eben auch nur Politik.

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Viele glauben ja, dass bezüglich Barack Obama und den U.S.-Wahlen Morgen endlich Ruhe einkehren wird. Ich glaube, dass es Morgen erstmal richtig losgehen wird. Und ich werde eine Wette verlieren, denke ich, die zu verlieren ich vor Monaten niemals nicht geglaubt hätte.
Dennoch sag´ ich schonmal jetzt: Chapeau!, USA, das hätte ich Dir jetzt noch gar nicht zugetraut.
Und ich irre mich mit sowas ziemlich selten. Ich hoffe doch sehr, es bleibt dabei. Shice doch auf die Wettschulden.

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