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Kategorie: Täglicher Sinnwahn

In Indien ließen sie Touristen, die gegen Lockdown-Regeln verstoßen haben, 500 Mal „Entschuldigung“ schreiben

Wir leben in so derart kuriosen Zeiten, dass ich über Nachrichten wie diese etwas schmunzeln muss: In Indien hat man zehn Touristen, die gegen die dortigen Covid-19-Lockdown-Regeln verstoßen haben, 500 Mal „I did not follow the rules of lockdown so I am so sorry“ aufschreiben lassen. So wie Bart Simpson an seiner Tafel – und ich eigentlich nur das Bild zu dieser Nachricht hier drin haben will. Weil: in Bezug auf Lernfähigkeit halte ich derartige Sanktionen bei Kindern und Heranwachsenden, die diese ja eigentlich betreffen, für völlig Banane. Bei Erwachsenen ist das womöglich zielführender als diese tote Covid-Opfer begraben zu lassen (las ich irgendwo, ohne die Quelle geprüft zu haben). Und wenn’s denn hilft.

Ich sag ja: kuriose Zeiten…

„I did not follow the rules of lockdown so I am so sorry,“ each one of them wrote 500 times, [sub-inspector Vinod Kumar] Sharma said…

The operation to penalise them was conducted to send out a strong message to those who tend to take the lockdown lightly, Mr Sharma said.

(via BoingBoing)

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Ein Kurzfilm, der sich für ein Verbot von Tierversuchen im Kosmetikbereich stark macht: Save Ralph

Save Ralph.

Introducing Ralph, the new spokes-bunny of the global campaign to ban animal testing for cosmetics. #SaveRalph​​ is a powerful stop-motion animation short film produced by Humane Society International, featuring an all-star multinational cast including Taika Waititi, Ricky Gervais, Zac Efron, Olivia Munn, Pom Klementieff, Rodrigo Santoro, Tricia Helfer and more.


(Direktlink)

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Pflege ist #NichtSelbstverständlich​: Joko & Klaas bringen Siebenstundenschicht einer Pflegekraft aus derer POV-Perspekitive ins Fernsehen

Joko & Klaas haben ihre gegen Pro7 gewonnene Sendezeit von eigentlich 15 Minuten gestern Abend dazu genutzt, den Alttag der Pflegekraft Meike Ista aus ihrer Perspektive zu zeigen – und das sieben Stunden lang, ungeschnitten. Und ganz davon ab, dass die beiden damit ein Stück deutsche Fernsehgeschichte geschrieben haben dürften, würde ich mir wünschen, dass derartige Aktionen dazu beitragen könnten, die Arbeitssituation im Pflegebereich für alle deutlich zu verbessern, auch wenn ich da nicht sonderlich optimistisch bin. Leider.

Pflege ist ein Thema, das uns alle betrifft, mitten aus dem Leben, und dennoch zu oft ganz am Rand der allgemeinen Wahrnehmung. Viele Themen im Leben bekommen erst dann den Stellenwert, den sie verdient haben, wenn man als Mensch die Gelegenheit bekommt sich in ein Leben hineinzuversetzen, das nicht zwangsläufig das eigene ist.

Hier die erste halbe Stunde der Sendung:

(Direktlink, via FernSehErsatz)

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Polizeihund greift Polizisten an – vermeintlicher Demonstrant kann sich befreien

Am Wochenende kam es aufgrund eines umstrittenen Polizeigesetzes in Bristol zu Protesten, bei denen auch die Polizei zum Einsatz kam. Unter anderem wurde hier ein vermeintlicher Demonstrant von der Polizei angegriffen und geschlagen. Später stellte sich heraus, das der Mann Fotograf ist und dort seinen Job machen wollte. Wohl genau wie der Polizeihund, der einen seiner eigenen Kollegen angriff und vielleicht mit dafür sorgte, dass der angegriffene Fotograf sich befreien konnte.

https://twitter.com/chadloder/status/1375855008210579456

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Boston Dynamics hat mit „Stretch“ jetzt einen Paketpack-Roboter, der einen meiner Jobs von damals machen kann

Während meiner zweiten Ausbildung musste ich gezwungenermaßen nachts immer von 2300 bis 0200 Uhr Pakete aus Containern auf Laufbänder verladen, die bei einem Paketdienstleister in Berlin Reinickendorf ankamen und dann von dort aus morgens weiter gingen. Damit schon damals eure Pakete pünktlich bei euch ankommen konnten, was mit den heutigen Lieferzeiten halt nichts mehr gemein haben dürfte, glaube ich. Ohne, das geprüft zu haben. Heute geht das alles sehr viel schneller.

Der Job war echte Knochenarbeit, aber recht gut bezahlt und das Kardio-Training gab es so sehr dazu, dass ich nach manchen Schichten vor Erschöpfung auf meinem Heimweg kotzen gehen musste. Zu Peak-Zeiten wie Weihnachten oder Ostern mussten nicht wenige von uns „Ausladern“ drei bis fünf Tonnen pro Schicht, die dann auch schon mal länger als geplant ging, aus den Containern auf die Laufbänder heben. Hat mir damals finanziell nicht nur den Arsch sondern die Familie gerettet. Ich habe es dennoch gehasst, wobei ich wusste, dass das für mich nur von geringer Dauer sein würde, weil meine Ausbildung, die ich unbedingt nochmal nachlegen wollte, dann auch bald vorbei sein würde – und ich keine Pakete mehr aus irgendwelchen Containern auf Laufbänder laden müsste. Das dachten dort damals einige Studenten auch mal, wie sie sagten, und vernachlässigten ihr eigentliches Studium ob der dortigen Schufterei so sehr, dass sie einfach nur noch schuften gingen und mitunter ihr Studium abbrachen, um das, was man wohl Karriere nennt, bei jenem Paketdienstleister machen zu können. So wurden aus angehenden Biologen mitunter schon mal Schichtleiter im Zusteller-Business. Aber auch das gut bezahlt.

Ich habe zu den Kollegen von damals keinerlei Kontakt mehr und weiß demnach nicht, wie die ihr Leben so weiter organisiert haben oder ob die in Reinickendorf immer noch dafür sorgen, dass eure Pakete täglich pünktlich zugestellt werden können. Aber bei Boston Dynamics haben sie mit „Stretch“ jetzt einen Roboter, der genau den Job übernimmt, den wir dort damals gemacht haben. Und der macht den, ohne danach kotzen zu müssen. Und – und das ist daran nicht ganz so geil – der macht den halt auch, ohne dafür gut bezahlt zu werden. Wobei, so ehrlich will ich sein, der halt auch keine Pakete durch die Lüfte wirft, wie damals jeder von uns. Für etwaige Schäden kam nämlich der Arbeitgeber auf.


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