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Kategorie: Täglicher Sinnwahn

Vorne an der Ecke, wo früher mal dieser große und doch schöne Spielzeugladen drin war, (So einer, wo man alles auspacken und anfassen durfte und wo man auch schon mal zwei Stunden verweilen konnte um, ja, einfach mal was zu spielen.) ist jetzt ein Möbelgeschäft. Nicht so ein ordinäres, nein, so ein hippes und hyperschickes. Und weil es eben eher Dekadenz versprüht als die rein praktisch orientierten Käufer bedienen zu wollen, heißt der Laden natürlich nicht Möbelladen, sondern „Interiör“, klar. Deshalb kostet eine Vase dort dann auch 469,00€, eine Tischlampe 349,00€ und ein Kerzenständer 149,00€. Auch klar.

Nicht das ich der Meinung wäre, man dürfte solche Läden nicht in der Stadt haben, nur wäre es wünschenswert, wenn denn auch noch Läden öffnen würden, die ihr Angebot auch am Normalsterblichen ausrichten würden. Wer hat denen eigentlich erzählt, es leben hier nur Jauchs und Joops.

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Augerechnet jene jungen Menschen, auf deren Klamotten in öbergroßen Lettern „Ostkind“ als Herkunftsorientierung geschrieben steht, könnten sich genau das eigentlich sparen. Bei denen sieht man es im Regelfall ohnehin.

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Ob es in Palästina überhaupt noch diese Tücher gibt, jetzt, wo hier gefühlte 45% der hippen, jungen Menschen diese Dinger umhaben? Oder ob die die alle bei Kleckermann bestellt haben. Wie hip ist das denn bitte? Ich musste eben herzhaft lachen, als ich da gelandet bin.

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Vor Weihnachten einkaufen zu gehen bedeutet auch, sich mit den Alten anzulegen. Jeden Tag. Schon in der Bahn geht das los, das Erwarten, dass alle und jeder für sie aufsteht, solange, bis wirklich alle Alten sitzen und nur die Jüngeren noch stehen – Gerontenschaukel galore! Von den Warenhäusern mal ganz zu schweigen. Ein langsames Geschiebe in den Gängen… Wer schiebt? Ganz richtig: die Alten. Jene, die Zeit haben sollten und Zeit haben. Jede Menge Zeit sogar. Wehe wenn man ihnen dann mit seinem Korb von hinten zu nahe kommt. Da wird gebellt, gekläfft und auch gebissen, wenn man nicht vorsichtig ist. Auch der Krückstock mutiert hier manchmal zum Schlagwerk. Teilt Maulkörbe aus für die Alten, wenn es auf Weihnachten zugeht. Mehr kann man nicht verlangen. Rücksichtnahme ist ihnen ebenso fremd, wie soziale Kompentenz im Allgemeinen. „Hier steh ich, hier bin ich, hier zeter ich! Und komm mir ja nicht zu nahe, doooh!“ scheinen sie zu denken, wenn sie denn denken, bevor sie los kläffen.

Die Alten sind die Schlimmsten zur Zeit!

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Was soll man eigentlich von Leuten halten, die das Konterfei von Franz Kafka auf dem T-Shirt tragen?

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„Büchermäßig bin ich lesetechnisch nich so gut drauf.“

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Und bald gibt es dann sicher auch, gesetzlich verankert, Sex erst nach Eheschließung.

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Auf den hauseigenen Bechern der Dorfbäckerei steht jetzt auch „Coffee to->go“ drauf.
Ein befremdlicher Gedanke, schmeckt das Zeug doch nicht mal ansatzweise nach Kaffee.

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Verdammt, warum mußtest du mich ausgerechnet an sowas erinnern?! Ich war froh, es verdrängt zu haben…

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