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Kategorie: Täglicher Sinnwahn

„Ähh, ich habe gedacht, die Züge streiken alle, ey.“
(Junger Mann mit Softie-Iro und Strassstein im Ohr zu seinem Kumpanen.)

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Eva Herman, abtreten!

Kerner hat es echt getan, er hat sie echt aus seiner Sendung geschmissen. Wenn auch, viel zu spät, wie ich finde.

Ich mag Kerner nicht sonderlich, was ja auch nichts Neues ist, aber das war wohl die beste Sendung, die ich jeh von ihm gesehen habe, auch wenn er viel zu lange mit dem Entschluss gewartet hat. Wenn sich eine gestandene Frau da hinsetzen kann und dem Zuschauer weis machen will, dass ja auch „die Autobahnen nichts Schlechtes waren, auf den wir heute noch fahren“, hätte Schluß sein müssen. Spätestens! Diese Frau legt eine Renitenz an den Tag, das einem das Kotzen kommen kann. Anstatt sich zu überwinden und zu sagen, dass da in ihrer wohl bekannten Formulierung einiges schief gegangen sei und sie das ja so auch gar nicht gemeint hätte, beist sie sich fest, beharrt auf das Originalzitat, um es dann in ihrer eigenen und verschobenen Interpretation in die Kamera zu posaunen. Man sollte sich ernsthaft Gedanken um ihren geistigen Zustand machen. Das kann die doch nicht ernst meinen, was die da so von sich gibt. Da kann sie sich auch noch tausend mal „vom Nationalsozialismus distanzieren“ und wieder und wieder und wieder. Auf solchen Argumentationsgrundlagen, die sie wie Geschütze vor sich stellt, kann man ihr nur schwerlich ein gedankliche Distanz abnehmen. Nur „Die Wahrheit einer Absicht ist die Tat.“ wusste schon Hegel. Auch das Sprechen und vor allem das Denken zählt zu den Taten und die lassen bei Frau Herman merkwürdige Absichten erkennen.

Es geht gar nicht um die von ihr oft herbeigezogenen Inhalte. Im Gegenteil, über die kann man gerne diskutieren, nur ist es eben mehr als schwierig, mit jemandem über solche zu diskutieren, der sein Verhältnis zu den Werten in der NS-Zeit offenbar nicht wirklich hinreichend durchdacht hat. Eine Farce, die Herman, wenn nicht noch schlimmer. Wie kann man sich als Medienprofi eigentlich so dermassen daneben benehmen. Und vor allem, wie kann man über diesen ganzen Zirkus klagen, wenn man ohne weiteres jahrelang selbst Ankläger war? Ganz ohne dieses Gehaule, was sie jetzt an den Tag legt?
Also; die bösen bösen Medien. Tzzzz, tzzzz!

Diese Frau ist spätestens seit heute untragbar für jeden, der sie tragen müsste. Bis auf die Kirche vielleicht, aber wer hat schon was mit der am Hut. Alle anderen tuen sicher gut daran, die Finger von ihr zu lassen und vor allem die Mikros. Eine Zumutung durch und durch. Es ist unfassbar, dass man es schafft, mit solchen Äusserungen 50 Minuten lang in einer deutschen Fernsehsendung zu sitzen.

Überraschung war die Schreinemakers. Ja, genau die Schreinemakers. Wusste gar nicht, dass die auch Denke unterm Pony trägt, aber habe mich eines Besseren belehren lassen.

Nachdem die Herman dann abtreten musste, kam das was immer kommt bei Kerner; Unterhaltung zum einschlafen.

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Rette mich

Und ich frage mich seit Jahrzenten, was es wohl damit auf sich haben könnte. Ich habe schon fast daran geglaubt, dass die Nena da mal irgendwann auf dem Sockel stand und gesungen hat. Das wäre, in der Tat, definitiv ein Grund gewesen, sich umgehend nach einer neuen Adresse umzusehen, denn wer will schon da wo Nena und so.
Aber so ist ja alles gut. Kunst also. Aha. Da kann ich mit um.

(Das Bild von der Kunst da hätte schlechter nicht sein können. Ich werde selber mal eins machen, ohne Nena. Puhhh.)

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Prolling MacBook

www.kraftfuttermischwerk.de/blog/macbookingold.jpeg

Wer es ganz zuhältermässig in Gold nötig hat, kann sich jetzt sein MacBook veredeln versauen lassen.

„Ein besonders extravagantes Case Modding bietet die amerikanische Firma Computer Choppers an. Auf ihrer Internetseite präsentiert sie ein mit einem Hauch von 24-karätigem Gold überzogenes MacBook. Als i-Tüpfelchen wurde das Apple-Logo noch mit lupenreinen Diamanten verziert. Veredelte Logos soll es bereist ab 300 US-$ geben, für ein aufpoliertes Gehäuse muss man mindesten 1500 US-$ hinblättern.“

(heise)

Nein danke, ich nicht.

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So ein Rauchverbot auf Arbeit ist eine fiese Sache. Heute schon. Dabei besteht das erst seit gestern. Ich geh mal eben frische Luft schnappen.

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Er trägt Glatze – nassrasiert, fährt einen tiefergelegten und breiter gemachten japanischen Kleinwagen. Er hat nur einen mäßigen Schulabschluss, aber das stört ihn und seine Kumpels nicht, denn er hat Arbeit. Seine Kollegen mögen ihn, er sagt nicht viel und das was man ihm an Arbeit überträgt, erledigt er – ohne Wiederrede. Als er jünger war, hat er Landser gehört und Störkraft, aber die hört er heute nicht mehr. Er sagt, die seien ihm „zu dumm“ und außerdem sei „er kein Nazi mehr“. Er möge zwar „die Ausländer nicht sonderlich“, aber deshalb sei „man ja nicht gleich ein Nazi“. Seine alten Freunde, mit denen er früher rumhing, sind allesamt zum Bund gegangen, aber da wollte er nicht hin, er hatte ja eine „gute Ausbildung und auch Chancen und sowas“. Er ist Straßenbauer. Mindestens 4 mal die Woche geht er für zwei Stunden in den Kraftraum, wie die abgespeckte Variante einen Fitnesscenters genannt wird, die der Sportverein des kleinen Ortes betreibt in dem er lebt. Wenn er mal mehr Zeit hat, geht er auch öfter, auch an den Wochenenden. Seine erste große Liebe hat ihn vor Jahren schon verlassen, weil ihr das „ganze Kraftsportzeug zu viel wurde“. Seit dem ist er allein. Alles was er hat, wonach im der Sinn steht, ist seine Arbeit und sein Sport. Er reißt 50-Kilo Hanteln, in jeder Hand eine, ohne Probleme. Seine Sportsfreunde finden das „amokkrass“ und er genießt genau jenen Umstand. Die jüngeren Jungs sehen ihn als Vorbild, sie wollen so aussehen wie er, wie Schwarzenegger in seinen besten Jahren. Außerdem hat er einen eigenen Schlüssel für den Kraftraum. Das imponiert ihnen sehr. Alle vier Wochen mal fährt er mit seinem tiefen und breiten japanischen Kleinwagen in irgendeine Dorfdisse, trinkt zwei Wodka-Energy, fährt um 3:00 Uhr nach Hause und hält sich für besonders „verrückt“. Er zieht sich dafür immer die furchtbar hässlichen Sneakers an, die er nicht kauft, weil sie kuhl aussehen, sondern weil sie teuer sind. Sonntags dann, wenn er bei Mutti zu Mittag gegessen hat, geht er wieder in den Kraftraum und trainiert. Er tut das immer ohne Shirt, klar. Manchmal schaut seine erste große Liebe vorbei, um mit ihm zu plaudern. Man kann dann, und nur dann, die Sehnsucht nach Liebe in seinen Augen erkennen. Wenn sie danach von ihrem neuen Freund mit der deutschen Großraumlimousine abgeholt wird, geht er wieder zurück in den Kraftraum und quält seinen Körper.
Wenn man ihn nach seinen Träumen fragt, sagt er: „Eine Frau, wie sie eine war, eine Luxuskarosse, Arbeit und ein Haus. Vielleicht noch einen Hund und Kinder wären nett, wenn die Frau sie großzieht.“ Fragt man ihn, ob er denn nicht die Welt verändern wollen würde, sagt er: „Nöö, warum denn? Die Welt ist doch okay, so wie sie ist.“

Er ist Anfang zwanzig und ein ganz normaler junger Mann irgendwo im Berliner Umland.

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Die jungen Menschen, mit den glattgebügelten Kappen auf dem Kopf, unter denen sich dann immer noch eines der Ohren versteckt, tragen, für dieses Wetter viel zu dicke Jacken (meistens mit BäFo-Fell um die Kapuze), viel zu große Hosen, viel zu schwere Ketten und viel zu laute Mp3-Player. Aus diesen scheppert immer die Snaredrum, so um 90-95 Bpm, was durchaus Rückschlüsse auf die von ihnen gehörte Musik zulässt. Sie hören, welch Überraschung, Hip Hop.
Nur eines verstehe ich nicht so recht. Warum müssen die dabei immer sooooo böse gucken. Das Leben ist schön und die Sonne scheint auch. Macht doch mal nicht immer son Harten, Ihr seid doch noch jung. Da nimmt man Euch doch ein Lächeln nicht übel. Also nur mal für den Fall, dass Euch das schändlicherweise vorher noch keiner mitgeteilt hatte. Eure Mutter, zum Beispiel.

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Politik ist ein so dreckiges Geschäft, dass es einem Angst machen kann, wenn man den Mumpitz auch noch mit seiner Stimme alle paar Jahre unterstützen soll, obwohl es von staatswegen ja „darf“, oder schlimmer noch „muss“ heißt. Es gibt viele Beispiele für diese These, aber was die da in Bayern jetzt mit der Frau machen, die dafür gesorgt hat, dass Stoiber endlich mal in Rente geht, ist nun wirklich unter aller Sau. Nicht nur menschlich, sondern eben auch politisch, aber damit kenn ich mich weniger aus. Ich, als Mensch, der täglich mit den zur Wahl gebetenen Menschen arbeitet, würde sagen: „richtig in den Arsch getreten!“. Grußelig zu sehen, was da jetzt so passiert.

Pauli gibt erste Fernseh-Interviews, deutet an, die CSU sei undemokratisch.

Nicht das ich mich was um die CSU scheren würde, aber ich habe die Sache bisher mit einem Lächeln verfolgt, was jetzt in ein Kopfschütteln übergeht. Die Politik zeigt mal wieder in aller Deutlichkeit ihre hässliche Fratze.

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