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Kategorie: Täglicher Sinnwahn

Kurze Doku über ein fast verlassenes Dorf in Taiwan – und warum manche dennoch lieber bleiben: Still Here (還在)

Ich mag diese Art und Weise mit der Auseinandersetzung von vermeintlich kleinen Themen nach wie vor außerordentlich gerne. Auch, weil sie in meinen Augen immer noch viel zu selten stattfindet.

Sean Wang hat mal wieder ein Dorf besucht. Bei Kaohsiung in Taiwan. Seine Mutter ist dort aufgewachsen, seine Oma hat dort gelebt. Irgendwann sind fast alle von dort weg, nur sehr, sehr wenige geblieben. Diese wenigen hat er besucht und über ihre Beweg-, oder besser Nichtbeweggründe gesprochen.

„Still Here“ was filmed in Kaohsiung, Taiwan, in the village where my grandmother lived, my mother grew up, and where I spent my childhood summers. Nine years ago, my grandmother moved out of the village. Recently, I discovered that not only did nobody move into my grandmother’s house after she left, but that the entire village had been displaced and decayed for years, except for a few residents who refused to leave. I was curious to find out what their lives were like now that the village was abandoned, and why they decided to stay.

https://vimeo.com/407616436
(Direktlink)

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Ich hab‘ mich echt schon schlechter regiert gefühlt

Und ich schreibe das als Linker, der die CDU ganz zu Recht nicht sonderlich mag. Aber hey, lass diese Scheiße doch bitte mal die Wissenschaftler klären, die, die genau darauf vertrauen und nicht jene, die glauben, dass Facebook oder Youtube die Wissenschaft ersetzen könnten. Insofern: weiterhin Abstand halten. Und kommt mir bitte nicht mit Schweden.

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Festivalsommer bis zum 31. August 2020 komplett abgesagt

Eigentlich wussten wir ja alle, dass es so kommen würde. Kommen müsste auch. Manche hatten noch ein bisschen Hoffnung, dass hintenraus für irgendwen dabei noch was übrig bleiben würde. Aber nein. Das Meeresrausch fällt in diesem Jahr ob Corona aus, die Fusion auch. Wissen wir seit ein paar Tagen. Und jetzt fliegen auch die vermeintlich ganz Großen mit aus dem Kalender. Rock am Ring, das Hurricane, Roskilde, Southside, Deichbrand und alle großen Festivals, die bis zum 31. August stattfinden hätten stattfinden wollen, wurde die Durchführung von Seiten der Regierung untersagt. Richtig, wie ich finde. Trotzdem scheiße, auch wenn es gerade nicht anders geht. Offenbar wird das für mich der mauste Festival-Sommer seit 25 Jahren. Weil es halt einfach keine Festivals geben wird.

Großveranstaltungen sollen wegen der Corona-Pandemie bis zum 31. August grundsätzlich untersagt werden – auch Fußballspiele sind davon betroffen. Die Ministerpräsidenten der Länder und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) einigten sich nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch bei einer Schaltkonferenz auf dieses prinzipielle Verbot. Konkrete Regelungen, etwa zur Größe der Veranstaltungen, sollen durch die Länder getroffen werden.

Naja, fahr ich halt Fahrrad und freue mich um so mehr auf den nächsten Sommer.

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„Capitalism is the virus“

Carlos Barria, New Orleans, Louisiana.

Meanwhile in New Orleans …. Words that read „Capitalism is the virus“ are seen at an abandoned building as the spread of the coronavirus disease (COVID-19) continues, in New Orleans, Louisiana U.S., April 13, 2020.


(via this isn’t happiness)

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Frankreich: 64-Jähriger Zivilist ballert sich aus Versehen aus dem Schleudersitz eines Militärjets

(Foto: • Defence-Imagery)

Das sind ja diese Art von Erlebnissen, auf die ich gut und gerne verzichten kann: In Frankreich haben irgendwelche Freunde einem 64-Jährigem als Überraschung einen Mitflug in einem Militärjet geschenkt. Auf einem Flugplatz, den er eigentlich nicht mal hätte betreten dürfen. Dann ist er da in einen Jet gestiegen, war ob hin der Situation überfordert, drückte den Knopf zum Schleudern und flog wohl davon. Und überlebte den Bums. Ohne Helm. Es gab natürlich dennoch Untersuchungen, wie es dazu kommen konnte, und so genau ist gar nicht klar, wie es dazu kommen konnte. Mein Tipp: einfach nie in einen Militärjet einsteigen, wenn es denn nicht unbedingt sein muss. Klar. Auf die „Überraschung“ will ich gerne verzichten und würde auf die Idee nicht mal ansatzweise kommen. Echt nicht.

Der Bericht kommt zu dem Schluss, dass sich der Zivilist wohl versehentlich aus dem Kampfflugzeug des Typs Rafale von Dassault schoss, weil ihn die Situation geistig und körperlich komplett überfordert hatte. „Der Fluggast hat nie sein Interesse an dieser Art von Flug bekundet, insbesondere nicht an der Rafale“, schreiben die Experten.

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Elf99 Spezial aus dem Oktober 1990: „Die Kinder vom Busbahnhof“ – eine Doku über Jugendliche in Pößneck (Thüringen)

Ich finde mich in dieser flashbackenden Doku häufig selbst wieder, auch wenn ich damals mit 14 noch etwas jünger war, als jene fast jungen Erwachsenen in diesem Elf99 Spezial aus dem Jahr 1990, die über ihre Sehnsucht nach Freiräumen für sich reden. Und darüber, dass diese ihnen nicht gewährt wurden. Ich erinnere mich recht gut an diese Zeit. Keine Ahnung, wie es damals im Westen aussah, da war ich bis dahin selten bis nie. Aber bei uns Kids im Osten, war es nicht nur dort ziemlich genau so. Und dann hingen wir nachmittags und abends auf dem damals noch offenen Schulhöfen rum. Im Sommer im Schwimmbad. Ansonsten vor dem Tante Emma-Laden in der Vorstadt. Keiner wollte uns an nur einem dieser Plätze haben. Genau genommen wollte uns damals überhaupt niemand auch nur irgendwo haben. Weil wir störten. Alle, jeden, überall. Das war der Zeit und den damaligen Umständen geschuldet. Einer Zeit, in der wir einfach alle auf den Sack gehen wollten. Auch und gerade, weil sie uns keinerlei Freiräume zugestehen wollten. War schlimm, aber auch ein bisschen geil, weil schon auch sehr anarchistisch. Wobei wir damals nicht wussten, dass es dieses Adjektiv überhaupt gab. Und wofür es stand sowieso nicht. Wir trafen uns, versuchten Nazis zu meiden und hatten jugendlichen Spaß. War gut.

Mir fehlt hierbei ein bisschen die kritische Auseinandersetzung mit den damals gedeihenden Nazistrukturen, die 3-4 Jahre später das jugendlich, ländliche Leben komplett im Griff hatten, aber das spiegelt auch ganz gut die gesellschaftliche Auseinandersetzung damit statt, die eigentlich nicht stattfand, was uns damals schon tierisch ankotzte. Manche dieser Tüpen sitzen heute vielleicht in ostdeutschen Landesparlamenten. Weil sie schon in den 1990ern als nicht so schlimm empfunden wurden.

Ansonsten: sehenswertes Zeitdokument.


(Direktlink, via Jens)

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Es beginnt

Vielleicht startet die Zombie-Apokalypse gerade in Finnland. Vielleicht hat es auch einfach nur mit Ostern zu tun – so ganz genau weiß das keiner.


(via Afelia)

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Stille in New York City

Irgendwie beklemmende Aufnahmen aus der Stadt, die ja eigentlich nie schlafen wollte. Aber kann mir einer erklären, warum die das ganze Werbegedöns nicht ausschalten? Sieht doch gerade eh keiner.


(Direktlink)

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