Zum Inhalt springen

Kategorie: Kopfkinomusik

Die Musik von Harald Blüchel aka Cosmic Baby

Ich saß gestern Abend bei gutem Wein und gutem Essen in einer illustren Altherrenrunde, die sich ganz selten mal trifft. Das hat den Vorteil, dass man dann einfach viele Themen hat, über die man reden kann. Mit dabei: Berliner Technourgesteine, die damals einfach alles miterlebt und diesbezüglich dementsprechend viel zu erzählen haben. Irgendwann kamen wir gestern auf Cosmic Baby und was der wohl so machen würde. Ich war da ein wenig raus, denn so sehr ich Cosmic Baby in den 90er Jahren auch zu schätzen wusste, irgendwann habe ich ihn dann doch aus den Ohren verloren.

Harald Blüchel aka Cosmic Baby wurde vor ein paar Tagen 60 Jahre alt. Aus diesem Anlass hat Olaf Zimmermann mit einem 2-stündigen „elektro beats“-Special bei radioeins gratuliert. Es gibt zwei Stunden Musik, die einzig aus der Feder von Blüchel stammt – und jetzt weiß ich auch, was er nach der Jahrtausendwende so getrieben hat.


(Direktlink)

2 Kommentare

Saetchmos Echochamber 518 mit Bumblebee, Rudi und icke

Saetchmo hatte uns die Tage gefragt, ob wir denn nicht mal wieder Bock hätten, ihn in seiner Echochamber zu besuchen. Da wir ziemlich lange nicht mehr dort waren, sind wir mal wieder hin. Da die Echokammer eher nicht so der Raum für den Sound ist, den wir eigentlich spielen, haben wir 1990er Drum & Bass mit genommen, der in erster Linie eines sein sollte; liquide. Das meiste Zeug davon habe ich hier auf Vinyl, die allerdings so oft gespielt wurden, dass die gar nicht mehr so gut klingen. Und weil ich mal gehört habe, dass das Internet ja nichts vergessen würde, dachte ich, das würde sich dort schon irgendwie alles finden lassen. Kurz: tut es nicht. Viele der damaligen Labels, die schon vor der großen musikalischen Digitalisierung ihre Arbeit eingestellt haben, haben die von ihnen veröffentlichten Sounds halt alle mit ins Nichts genommen. Und wenn die später nicht nochmal von irgendjemandem nachlizenziert wurden, sind die halt verschwunden. Also habe ich die letzten Tage damit verbracht, jede Menge dieser alten Tunes wie ein Neandertaler von CDs zu importieren, um die endlich auch mal digital zu haben. Und so sind wir dann zu Saetchmo, wo Bumblebee vor uns ein ganz wunderbar liquides Set mit neueren Tunes spielte. Wir dann danach mit dem guten alten Kiffer-Drum&Bass, den ich persönlich immer noch sehr gerne mag. Wobei ich das Ende von Alex Reeces Kenny Larkin Remix für Loop 2 einfach nicht mehr auf dem Zettel hatte, die Sau.

Tracklist:
01 Bob Marley and The Wailers – Three Little Birds (Gawn Deep Bootleg)
02 Megan Hamilton – Revolution (ft. Peewee Dread)
03 Calibre – Archive
04 DUBXL – Flow *
05 The Upbeats – Beyond Reality
06 Ookay – Thief (Megan Hamilton Remix)

DJ Bumblebee DnB
07 Duoscience, Dj DNS – Simplicity
08 SOLR – Shatter
09 Beeson – Come To Mind
10 Bad HabitZ, MC Frost – The Fog
11 Super Rush – UInverse
12 Geostatic, TWO XY – FYI
13 Metal Work & Just Mack – In The Sky
14 Atlantic Connection – Fidget
15 Tek – Oblivious
16 Twintone & Tsugishi – Sinusoids
17 Metal Work & Just Mack – Been Waiting
18 SOLR – Exonerate
19 Villem/Nymfo – Lazy Bones
20 Twintone & Tsugishi – Octane
21 Matt View – High
22 Matt View – Near Me
23 Kind Fiction – Fumble
24 Twintone & Tsugishi – Just Another Love Story
25 Skuff – Broken Biscuits
26 Metal Work & Just Mack – New Day
27 Atlantic Connection – Badman
28 Jontron – Come Again
29 Sweetpea – Jungle Juice
30 Beeson – Getting Hot
31 SOLR & Minos – Purify
32 Voitech – Abyss
33 Mitekiss – Smashed Lies
34 Elixr & Demi Caswell – From the Start
35 Corrupted Mind – Stay Safe
36 Twintone – Halcyon
37 Atlantic Connection – Robust
38 Horrex – Your Life

Ronny und Rudi – Kraftfuttermischwerk
39 Smoke Skreen – Nu Breeze
40 Big Bud – A Way of Life (Instrumental Mix)
41 Jazz Cartel – Contact
42 Simon Bassline Smith – Midnite
43 Adam F – Circles (Original Mix)
44 Aphrodite – I Wanted It More and More
45 LTJ Bukem – Music Peshay Rework (Instrumental Mix)
46 Justice – Airsign
47 Kenny Larkin – Loop 2 (Alex Reece remix)
48 DJ Addiction – Tempo
49 Kraftfuttermischwerk – Psy’n’Bass
50 Doc Scott – Tokyo Dawn
51 Goldie – Inner City Life (Full Length)
52 Flytronix – The Rhode Tune
53 Free Hands – Glide
54 Guardians of Dalliance – Blue Green
55 Yemanjo – Certain Things

Einen Kommentar hinterlassen

KI wird zum DJ

Nur konsequent: nachdem Streaming-Dienste eh schon random Playlisten erstellen können und diverse Software seit Jahren schon „sanfte“ Übergänge praktizieren, kommt Spotify jetzt mit einer Discjockey-Funktion, die auf Künstlicher Intelligenz basiert.

Mittels einer neuen DJ-Taste in der App wechselt diese in einen Modus, in dem eine in Echtzeit generierte Stimme den Nutzer persönlich begrüßt und auf ihn abgestimmte Musikstücke spielt. Das Ganze mutet ein wenig wie eine Mischung aus einem Radiomoderator und einem Party-DJ an. Die Funktion wird laut Spotify zunächst nur auf Englisch in den USA und Kanada verfügbar sein.

Natürlich wird das DJs nicht ersetzten, aber für einen Abend ohne musikalische Pausen dürfte es wohl reichen.

2 Kommentare

Traumcast Nr. 36: Horst Haller

Horst Haller mit dem 36. Traumcast, der ganz wunderbar zum Tanze einlädt und die ganze Downtempo-Euphorie einfach mal kurz hinter sich lässt. Klar, geht ja auch Richtung Frühling. Da darf es dann ganz gerne mal überall knarzen und brummen. Sehr schönes Ding, das auch ganz wunderbar beim Kilometer runterreißen funktioniert.

Einen Kommentar hinterlassen

Choir! Choir! Choir! singt Blurs „Girls & Boys“

Als Kind habe ich als einziger Junge mal in einem Chor gesungen, wobei sich meine Begeisterung für Chormusik nicht sonderlich ausprägen konnte und ich das nach einem Jahr schon wieder sein ließ. Auch heute ist derartige Musik nicht meine liebste musikalische Präferenz, aber wenn Choir! Choir! Choir! in London „Girls & Boys“ von Blur intoniert, gibt es schon auch ein bisschen Gänsehaut, Girls und Boys.


(Direktlink, via BoingBoing)

Einen Kommentar hinterlassen

Doku: Party Party Party – Der lange Tanz des Techno

Kleiner Rückblick in die 1990er Jahre, in denen man Techno ganz offensichtlich gar nicht so richtig ernst nehmen wollte, weshalb die Doku phasenweise auch eher komödienhaft daherkommt. Aber so war das eben. 25 Jahre später tanzt der Techno immer noch. Und das deutlich erwachsener. Und ich hab‘ bei derartigen Dokus immer ein bisschen Schiss, mich da selber durchs Bild latschen zu sehen.


(Direktlink, via Rave Strikes Back)

Einen Kommentar hinterlassen

Mix: Dentrid – 528

Dentrid schrieb mir vor zwei Tagen, dass er da einen neuen Mix hätte, der kein Drum & Bass sei. Ich musste hier gestern mal raus, hab mich dazu bei feinstem Sonnenschein aufs Rad gesetzt, Menschen großräumig umfahren und am Ende über 50 Kilometer dazu gemacht. Mit jeder Menge Lächeln im Gesicht bin ich Orte meiner Kindheit abgefahren. Bisschen nostalgisch, bisschen Melancholisch auch, weil so vieles einfach nicht mehr da ist. Dennoch war ich irgendwie sehr gut gelaunt, was eben auch an diesem Sound gelegen hat. Ich würde den mal bei zeitgemäßen Breakbeats einsortieren. Oder so. Und weil das Gestern so gut geklappt hat, fahre ich darauf nachher vielleicht noch ein paar Kilometer. Die Sonne scheint und ein Lächeln gibt es obendrauf.

Einen Kommentar hinterlassen