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Kategorie: Kopfkinomusik

Portishead Live – Gestern in Berlin

Eigentlich war ich ja etwas traurig darüber, dass die nun doch schon vor dem offiziellen Termin in Berlin gastieren. Dann war es mir egal. Wahrscheinlich wenig Fans und jede Menge derer, die sich für Elite halten und den Stock eh nicht aus dem Arsch kriegen. Egal, die Location allerdings hätte mich dann doch gereizt. Einer von denen der da war, hat es in Worte gefasst.

Unwirkliche Atmosphäre, nostalgische Klänge – nach zehn Jahren Abwesenheit gab die gefeierte britische Band Portishead ein kleines Radio-Konzert im ehrwürdigen Tonstudio des DDR-Rundfunks. Zu hören gab es hypnotischen Psycho-Blues, zu sehen bekam man: Arbeit.
(Andreas Borcholte für SpOn)

Zwei Stunden gabs Live-Musike und Radio Eins hat den Abend aufgenommen.

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NIN und Radiohead dominieren die last.fm-Charts

Oder besser sie teilen sich gemeinsam die TopTen der letzten Woche. Das war doch was mit den beiden. Wie genau das nun zu deuten ist, kann ich nicht sagen, aber bemerkenswert ist es allemal. Offenbar kancken die nun nach und nach alles, was es zu knacken gibt. Wer nun glaubt, dass das nur daran liegt weil die so gute Musik machen würden: Bitte schön. Ich nicht so ganz.

(via)

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„Mal wieder im Tresor“

war Katja Hanke und hat ihren Eindruck für die Berliner Zeitung aufgeschrieben. Viel zu kurz, wie ich finde, aber offenbar treffend:

Wahnsinn. Treibend, roh, düster. Klassischer Detroit-Techno, wie er im Tresor von Anfang an zu hören war, resistent gegen jegliche Trends der letzten achtzehn Jahre. Die werden oben auf dem großen Floor gefeiert. Früher hieß er Globus, jetzt Batterieraum. Da tanzt man gesittet zu Minimal-Techno und poppigem Electro, lümmelt in gemütlichen Sitzecken oder steht an der Bar und redet. Wie in jedem anderen Club. Also doch lieber nach unten.

Ich war übrigens immer noch nicht da und habe womöglich auch gar nicht das Bedürfnis danach.

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Verdammt lang her

– „Inge, als die Platte kam, waren wir gerade frische Zwanzig. Das ist über zehn verdammte Jahre her.“
– „Stimmt, und da waren wir noch voll gut druff! Harharharhar!“
– „Stimmt auch. Aber wenn ich das Teil heute so höre, mit der gelben Sau im Gesicht, werde ich schon ein büsschen geil.“

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Liebe Plattenindustrie,

ich für meinen Teil brauch Dich ja nicht mehr so wirklich, zumindest den Teil von Dir, der die Millionen hin und her schiebt und sich ständig darüber beklagt, wie schlecht es ihm geht. Du interessierst mich nicht mehr, bis auf wenige Ausnahmen vielleicht. Weißt Du, es ist für viele Menschen, gerade die jungen da draußen, irgendwie ein Qualitätsmerkmal, wenn sie Musik auch im Radio hören können. Wegen der offensichtlichen Popularität, wenn Du verstehst? Zumindest das hast Du in den Köpfen noch hinterlassen. Und zumindest das schaffst Du ja immer noch ganz gut. Ich meine, ich bin da lange drüber hinweg: Ich muss mich nicht zwangsläufig im Radio hören können, um zu glauben, dass meine Musik auch andere interessieren würde. Da gibt es ja nun mittlerweile ganz andere Wege. Es gibt dennoch welche, denen ich genau jene Sache gönnen würde, weil sie das so wollen, weil sie hart daran arbeiten und weil ich die viel lieber als so manch andere gerne den ganzen Tag im Radio hören könnte. Außerdem machen die dann Musik, die auch zu Deinem Profil passt und die glauben irgendwie auch immer noch an Dich. Vielleicht bist Du ja auch eigentlich dazu da, genau jene groß zu machen und hast das nur übersehen im Moment – wegen dem Stress, den Du so hast gerade. Ich meine, seien wir doch mal ehrlich: Du schmeißt Woche für Woche einen Haufen musikalischer Scheiße auf den Markt, die viele nicht ertragen können und die sich nicht mal gut verkauft. Würde ich wetten. Aber an so richtig reinen Perlen siehst Du vorbei, Du hörst nichtmal genau hin, was Dir da entgeht. Glaube mir, die würden einschlagen, wie ein Blitz in die alte Birke da vorne an der Ecke, die nach dem letzten Gewitter nur noch zum Kaminholz taugt. Ich meine es doch nur gut mit Dir, man! Und vielleicht können wir beide, Du und ich, ja doch noch ganz dicke werden, wenn Du endlich mal einen Deal für die großartigen Jungs von Klartext klar machst. Die sagen da sicher nicht nein. Trau Dich nur.

Und wenn Du das endlich mal auf die Reihe bekommst, will ich sehen, was ich für Dich noch so tun kann.

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Dub Dub Dub

Auf www.dub.com gibt es neben gefühlten 637(mindestens) dubrelavanten Links auch wunderbare Dubcasts, die zu hören es sich auf jeden Fall lohnt. Gerade wenn ein wenig die Sonne durch die Wolken blinzelt, so wie hier gerade. Sehr rootslastig das Ganze.

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Depeche Mode im Interview mit dem Staatsfernsehen der DDR 1988

Wenn ich auch nur irgendetwas mit Depeche Mode am Hut hätte, würde ich dieses Video hier bringen. Weil es zeigt, wie unbeholfen und unlocker so manch DDR-Fernsehmoderator mit den Größen aus dem Westen umzugehen versuchte. Er tut einem fast schon ein wenig leid. Allerdings sind die Antworten auch nicht wirklich besser. Immerhin aber haben sie es in das Programm von DDR1 geschafft und das will schon was heißen für eine Band aus dem Westen. Aber ich habe ja mit Depeche Mode nichts am Hut.

(Nachtrag:) Ich sehe soeben bei SpOn, dass jenes Konzert genau heute vor 20 Jahren stattgefunden hat. Da nämlich gibt es neben Fotos des Abends auch noch eine Story von vor Ort gewesenen.

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„Das hätte noch endlos weiter dididididi machen können“

Techno-Legende Carl Craig im Talk mit der taz. Über sein neues, auf K!7 veröffentlichtem Doppelalbum, „Sessions„, was nicht nur zufällig den selben Namen trägt, wie die vor über zehn Jahren auch auf K!7 erschienene Kruder&Dorfmeister Monsterplatte, über das Remixen und auch über sein Verhältnis dazu, mal einen kommerziellen Hit zu landen:

Ich habe vor langer Zeit eingesehen, dass ich das nicht kann. Würde ich es probieren, es würde elend danebengehen“, antwortet Craig, um nach einigem Nachdenken hinzuzufügen: „Die Idee von Popmusik, von Kommerz dieses Ausmaßes, steht gegen das, was ich tue. Meine Welt ist die Welt der Clubs. Die mag ich auch deshalb so gerne, weil man sofort weiß, woran man ist. Jede Tanzfläche antwortet einem. Wenn ich an einem Track arbeite und ich probiere ihn nachts aus, sehe ich sofort eine Reaktion. Dann weiß ich, okay, hier muss ich noch mal was ändern, da muss ich schneller zum Punkt kommen, hier kann ich mir Zeit lassen. Müsste ich 3-Minuten-Hits machen, könnte ich niemals so denken.“

Eine Platte, die man haben sollte.
Nachtrag: Ein bisschen haben die bei Beatport ja auch den Arsch offen. Wenn man dort das komplette Release kaufen möchte, zahlt man € 16.99. Kauft man bei K!7 direkt das 3er Vinylalbum, zahlt man €16.00.

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