André 3000 überrascht zumindest mich auf seinem Solo-Debut-Pfad mit einem atmosphärischen sehr organischen Sound mit Jazz-Einschlag und jeder Menge akustischer Emotion. „I swear, I Really Wanted To Make A „Rap“ Album But This Is Literally The Way The Wind Blew Me…“. Wir danken einfach mal dem Wind für diesen ganz wunderbar zum Winter passenden Soundtrack. „New Blue Sun“ als Playlist im Stream.
Der klanglich immer großartige Stumbleine hat heute mal eben ganz nebenbei ein neues Album veröffentlicht, das so gut zu einem verregneten Sonntag passt, wie fast nichts anderes.
Synth-Designer Love Hultén mit einem neuen Exponat. Ein Synthie auf Basis eines Korg Minilogue XD mit ferrofluidem Display. Was für die Augen richtig Schönes.
Im Sommer 1993 veröffentlichten die Smashing Pumpkins „Siamese Dreams“. Vor 30 Jahren. Für mich ein absolutes Über-Album, das definitiv zu meinen Alltime-
Favourites gehört. Ich weiß, dass ich damit nicht allein da stehe. Anlässlich des Jubiläums hat sich Kid Without Curfew das Album genommen und in feinsten LoFi-Sound übersetzt. Die Pumpkins-Pursiten werden davon vielleicht nicht sonderlich begeistert sein, aber ich, der elektronische Musik insbesondere des LoFi Sounds mag, kann diesem Tribute durchaus etwas abgewöhnen. Guter Job, den Kid Without Curfew da gemacht hat.
In einem unscheinbaren Lagerhaus im Herzen von Los Angeles pflegt eine immer kleiner werdende Gruppe engagierter Handwerker über 80.000 Instrumente von Musikschülern, die größte verbliebene Werkstatt ihrer Art in Amerika.
Meet four unforgettable characters whose broken-and-repaired lives have been dedicated to bringing so much more than music to the schoolchildren of the recording capital of the world. Watch „The Last Repair Shop,“ directed by Ben Proudfoot and Kris Bowers.
Machen wir uns nichts vor: die Geschichte ist schlichtweg viel zu schön, um wahr zu sein und das Video scheint schwer KI-geschwängert. Ein Märchen eben. Aber allein, sie sich so ausgedacht zu haben, um ein Album zu promoten, verdient ein meinen Augen offene Ohren. Auch wenn es nicht die Story dieser Art für ein Album ist. Geschenkt, denn mir als alter Krautrockliebhaber gefällt zu dem auch noch der Sound.
Wir schreiben das jahr 1975.
Im Windschatten der X. Weltfestspiele der DDR 1973 in Ostberlin gelang es einer Gruppe von Beat- und Rockenthusiasten, bestehend aus Mitgliedern der FDJ Jugendorganisation „Tanz- und Unterhaltungsmusik“ und Leuten aus dem Umfeld der DDR Musikzeitschrift „Melodie & Rhytmus“, leitende Funktionäre des Kommitees für Unterhaltungskunst des Kulturministeriums der DDR von der Idee zu überzeugen, westdeutsche Rockmusiker für ein gemeinsames Musikprojekt in die DDR einzuladen.
Das offizielle (oder auch nur vorgeschobene) Ziel des Projekts war „einen neuen sozialistischen Soundtrack für das neue Jahrzehnt“ zu entwerfen.
Unter dem Wahlspruch „Offensive durch Kooperation“ konnte das Projekt auch den Kadern der verschiedenen Kulturinstitutionen schmackhaft gemacht werden. Die DDR Führung und ihre Kulturfunktionäre versprachen sich von dem ehrgeizigen Projekt Imagegewinn und einen Anstrich von Internationalität.
Es galt das „freundschaftliche Vermächtnis der Jugendtanzmusik beider deutscher Staaten zu fördern“ und nebenbei das restriktive Image im Bezug auf den Umgang mit Jugendmusikkultur in der DDR aufzupolieren.
Im Frühjahr 1975 war es dann so weit: Im Zuge der „FDJ Werkstattwochen ’75“ überquerten mehrere Kleinbusse mit dreiundzwanzig Musikern aus der westdeutschen Krautrockszene an Bord die DDR Grenzanlagen in Richtung Osten.
Das zukunftsweisende Projekt, getauft auf den Namen „Deutschlandtreffen 75 – Ost trifft West“ begann enthusiastisch.
Doch die Freude hielt nicht lange an.
Hatten die Westdeutschen Musikerkollegen doch nicht nur ihre Instrumente im Gepäck, sondern auch „unsozialistische“ Ideen, eine recht lockere Sichtweise auf Moral und Autorität, so wie eine nicht unerhebliche Menge an suspekten Rauchwaren.
Schnell kühlte sich daher das Verhältnis zwischen den Staatlichen Institutionen und den deutsch-deutschen Bands auf Ostseetemperaturen ab. Im Herbst des gleichen Jahres wurden die langhaarigen Gäste klammheimlich zurück über die innerdeutsche Grenze entsorgt.
Was blieb also übrig vom kurzen Sommer der krautigen Völkerverständigung?
Ein paar verwackelte Schwarzweißfotos, ein paar Zeitungsausschnitte, und ein Tonband mit einem Dutzend Musikstücken – welches alsbald in den Archiven der Staatsicherheit begraben wurde.
Der Musiker fxsnowy hat sich RATMs Klassiker genommen und mit dem Sound eines Sega Mega Drives nachgebaut. Deutlich weniger kraftvoll als das Original, aber möglich. Ob das nötig ist sollen mal lieber andere entscheiden.
Ging bisher an mi vorbei, aber im Our House in Amsterdam haben sie einen raumgroßen Sequencer als interaktive Installation, die ich ziemlich geil finde. Auf dieser haben diese beiden Gentleman mal eben Eurythmics „Sweet Dreams“ in die Tasten gehauen.
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