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„Insel Ostervilm“, eine Marode Militärplattform in der Ostsee, wird versteigert

Eine eher ungewöhnliche Immobilie aus dem Kalten Krieg wird Anfang Juni in Hamburg versteigert: eine ehemalige Entmagnetisierungsstation der DDR-Volksmarine im Greifswalder Bodden vor Rügen – heute ein verfallener Lost Place mitten im Wasser.

Die Anlage, die inzwischen als „Ostervilm“ bezeichnet wird, entstand in den 1950er-Jahren. Sie ruht auf etwa 600 Pfählen in rund zehn Metern Wassertiefe und liegt mehrere Kilometer vor der Insel Vilm. Ursprünglich erfüllte die Plattform militärische Aufgaben: Mithilfe von Kabeln am Meeresgrund wurde die magnetische Signatur von Schiffen reduziert, sodass sie für Magnetminen schwerer zu orten waren – ein Verfahren, das im Kontext des Kalten Krieges von Bedeutung war.

Die Versteigerung ist für den 4. Juni angesetzt. Aufgerufen wird ein Mindestgebot von 39.000 Euro. Käufer erwerben dabei kein klassisches Grundstück, sondern ein Nutzungsrecht für die Wasserfläche. Ereichbar ist die Plattform nur per Boot. Besichtigt werden kann sie vorher nicht, zudem ist sie ziemlich runtergerockt und dient Vögeln als Rückzugsort. Also eigentlich ein ganz schönes Angebot ohne wirklich schön zu sein.

Interessante Randnotiz: vor 25 Jahren wurde mal darüber nachgedacht, die Insel zu einem Kunst-Haus im Meer zu machen. Konnte sich nicht durchsetzen.

Ein Kommentar

  1. Torsten5. Mai 2026 at 21:47

    Und man bekommt sogar noch einen Wohnwagen für Campingausflüge auf der Insel dazu.
    Schnapper! 😁

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