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Kurzfilm: A Social Life

Ein etwas kulturpessimistisch und ernüchternd daherkommender Kurzfilm von Kerith Lemon zum Thema Leben im Internet. Dennoch recht gut geworden. Draußen und in echt, schließlich, ist es auch schön.

A Social Life is a short film about a career driven woman named Meredith who’s living the life she’s always dreamed of… online. Meredith strives to live a balanced life: staying fit, working hard and connecting with her friends; she is creating her „image“ within her broader social media friend base. But she awakes one day and realizes that her reflection is merely the collection of photos that she has shared with others. Is this her life? Or just a carefully curated brand?


(Direktlink, via Devour)

Ein Kommentar

  1. Stephan19. April 2016 at 16:29

    Über den Begriff „kulturpessimistisch“ musste ich doch etwas nachdenken. In meinen Augen ist es doch mehr ein Stück Realismus als Pessimismus. Ich bin mir ziemlich sicher, dass die meisten „User“ sich in keiner Weise darüber im Klaren sind, welche Dynamiken sich hinter den neuen Technologien verbergen. Wenn man nachfragt, sagen alle „wieso, ich mache nur ein Foto.“ Oder „ich schaue nur ab und zu mal“. Was aber unter anderem passiert ist, dass man sich einer ständigen Vergleichssituation mit dem Leben der anderen befindet und dass die digitale Identität, also der digitale Fingerabdruck von dem was unser Ich als unsere Identität versteht, an Gewicht gegenüber unserer Biologischen Identität dazugewinnt. In manchen Fällen sogar die Überhand gewinnt, so wie hier dargestellt. Es gibt eben kein „ich gucke ja nur ab und zu mal so“ . Wenn man so will ist es ein groß angelegtes Experiment am lebenden Menschen mit ungewissen Ausgang. Für die Möglichkeit, sich stetig mit anderen zu vergleichen, in einer Art Konkurrenzkampf, nehmen wir sogar bereitwillig hin, dass wir eine 24X7 eine Überwachungsdrohne am Mensch tragen, die alles protokolliert was wir machen und machen uns zu Prostituierten der Konzerne. Die entscheidende Frage ist, bis wohin beherrschen wir die Technik und ab wann beherrscht sie uns. Ich behaupte einfach mal frei heraus, dass viele diesen Punkt schon längst überschritten haben es aber nie zugeben würden. Hallo, ich bin Stephan. (und alle) Hallo Stephan! ;-)

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