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Das Kraftfuttermischwerk Beiträge

Adventskalender 2019, Türchen #02: DJ Supermarkt – Too Slow To Disco Xmas Mix

Ich habe mir vorab für die diesjährige Ausgabe vorgenommen, den Kalender in erster Linie so zu befüllen, wie mich Musik über das Jahr hinweg begleitet hat. Mitunter auch sehr persönlich. Dazu will ich dann immer kurz was schreiben – wieso und weshalb und so. Und das geht zu DJ Supermarkt ganz besonders gut.

Ich hatte nie sonderlich viel für Disco übrig. Keine Ahnung, warum, aber so richtig gab mir Disco nie was. Anfang dieses Jahres entdeckte ich dann eher zufällig, die Mixe von Marcus aka DJ Supermarkt. Ein Urgestein der Berliner Disco-DJs, wenn ich mir erlauben darf, das so zu formulieren. Ich bloggte einen seiner Mixe, die mich wirklich sehr anmachten, obwohl Disco halt nie so meine Sache war. Vermutlich weil von dem bei mir nur das ankam, was schon im Radio totgedudelt wurde. Die Mixe von Marcus sind da anders, weil sie nie nur an der musikalischen Oberfläche kratzen, denke ich.

Dann hatte ich im März einen Herzinfarkt, der hiermit eigentlich nichts zu tun haben würde, wäre ich danach nicht auf einer acht Wochen langen Reha gewesen. Dort ging ich primär nur hin, um Sport zu machen. Ich musste dringend sehr viel abnehmen – und das geht neben Ernährungsumstellung halt am besten mit Bewegung. Und die geht am besten Musik. Ich verbrachte Stunden auf dem Laufband und lief hunderte Kilometer. Und das alles immer wieder zu einem Mix. Und der war – ihr ahnt es – von DJ Supermarkt. Ich hab mir also zu seinem Sound 15 Kilo weggelaufen. Weil ich keinen passenderen Mix zum Laufen fand als diesen. Irgendwie intim, finde ich. Und dann dachte ich mir so, wer mich musikalisch so dermaßen persönlich begleitet, hat eigentlich auch Platz im Kalender verdient. Und so kam es zu diesem Mix, der etwas weniger flott ist, aber auf einem Montag muss man es ja auch nicht übertreiben. Und Sport mach ich aktuell eher auf dem Fahrrad, wobei ich immer auf Kopfhörer und Musik verzichte.


(Direktlink)

Style: Disco
Length: 01:14:58
Quality: 320 kBit/s

Tracklist:

None.

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Drei Männer mit Feuerlöscher und Narwal-Stoßzahn bringen Terroristen zu Fall

Ich bin da jetzt ein bisschen spät mit, will das aber unbedingt hier mit drin haben. Denn wann wird schon mal ein Terrorist mit Feuerlöschern und einem Narwal-Stoßzahn(!) zur Strecke gebracht? Den hab ich ja eher selten dabei.

Geschehen am Freitag in London. Am Rande: der Tüp hatte die Attrappe eines Sprengstoffgürtels um, was die Männer nicht wissen konnten und was sie dennoch nicht davon abhielt, ihn zu stoppen. Aber was soll auch Leute stoppen, die mit einem Narwal-Stoßzahn(!) unterwegs sind?

https://twitter.com/JamesHeartfield/status/1200688631750549504

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Bär steigt in SUV – und kommt nicht mehr raus

Neulich erst stieg dieser Bär hier auf die Rücksitzbank eines SUV, wobei ich schrieb, dass ich eigentlich darauf wartete, dass das Tier die Tür hinter sich schließen würde, was es nicht tat.

Anders als sein Kollege, der bei diesem SUV direkt auf den Fahrersitz stieg und die Tür schloss. Doof nur: von innen bekam er die Tür dann nicht mehr auf und war auf die Hilfe eines Menschens angewiesen.

„My parents had just arrived at our house for Thanksgiving. We had just finished unloading the car and were standing by the window overlooking the driveway, when my mom saw a bear coming down the street. We all ran to the window with our phones to take photos and videos to capture the moment, when all of a sudden he unexpectedly bee-lined for the car. He opened the car door with his paws, hopped in, and the car door shut behind him. Panic ensued, as we tried to figure out what to do. My husband ran out and opened the car door from the porch. He came face to face with the bear in the passenger side. The bear finally got out after about two minutes in the car, and thankfully walked off.“


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Adventskalender 2019, Türchen #01: Herr van Bohm – Würdelos, aber sympathisch seit 1986

Herr van Bohm schrieb mir hierzu, „Du musst unbedingt mit reinschreiben, dass dieses Mixtape für all meine Freunde ist und ich die alle total dolle lieb hab.“
Das sei hiermit geschehen und man hört es halt auch wirklich. Und man weiß, dass er das ernst meint, wenn man ihn kennt.

Wir haben uns vor ein paar Jahren unter grotesken Umständen in Berlin kennengelernt. Dabei sah er nicht ganz so gut aus, war aber eben auch total Berlin. Eigentlich lernten wir uns damals nur kennen, weil er und seine Freundin damals von Berlin nach Wien machen wollten, was sie taten – und sie fragte per Twitter, ob nicht irgendwer ihre Bude mitstreichen könnte, was ich bejahte, weil ich es gerade konnte. Also fuhr ich nach Schöneberg, um eine Bude zu streichen. Die der Beiden. Und das war strange, aber irgendwie auch sehr sympatisch. Die beiden zogen dann nach Wien, wir besuchten sie dort. Wir hatten sofort unsere Herzen in spürbarer Nähe.

Später kamen die Beiden hier bei uns vorbei. Das mit den in der Nähe hüpfenden Herzen wurde sehr viel deutlicher. Die Beiden trennten sich, was mir sehr leid tat, aber auch nicht in meiner Entscheidungskraft lag.

Seit dem sehen der Bohm und ich uns 3-4 Mal im Jahr. Meistens hier bei mir, weil ich viel zu selten in Wien bin und er öfters mal in Berlin, das ja hier um die Ecke liegt.

Dann kommt er, wir kochen irgendwas geiles, trinken Schnaps (er trinkt ja selbst als ausgebildeter Bartender eigentlich gar keinen Schnaps), reden viel darüber wie man den Kapitalismus kaputt kriegen könnte, sitzen am Feuer, bis er irgendwann die Gitarre rausholt und zu singen beginnt. Dann spielt er Gundermann, Tamara Danz und Rio Reiser. Und dann haben wir hier halt so eine Hippie-Punk-Liebe-Situation. Herr van Bohm ist einer von den ganz Guten. Einer von denen, von denen es viel zu wenige gibt. Und dann fragte ich ihn, als er neulich mal wieder hier war, wir tranken und sangen, ob er denn nicht auch einen Mix für meinen Kalender machen wollen würde. Wohlwissend, dass das ungewöhnlich im Ergebnis werden könnte. Wurde es. Natürlich.

Und so haben wir hier hinter dem ersten Kalendertürchen für 2019 einen Mix, den ich mir so hier vorher nicht hätte vorstellen können. Gitarre, Piano, Text, Text, Text, Gunderman, Silly, Rio Reiser, Arbeiterklasse, Haftbefehl und Helge Schneider. Bohm, ick lieb dir och!

Bohm ist diese Art von Hippie-Punker, mit dem du erst einen fetten SUV in Berlin, dann das Patriarchat, jede Monarchie auf Erden und am Ende den Kapitalismus in seiner Gänze abfackeln könntest. Wenn es mehrere wie ihn geben würde. Er arbeitet dran, das zu vermehren. Und er liebt Rio Reiser nicht weniger als ich. Lasst mal alle was anzünden gehen. Die erste Adventskerze. Oder so.


(Direktlink)

Style: Singer songwriting, Indie
Length: 01:12:11
Quality: 192 kBit/s

Tracklist:

00:00 —> Fortuna Ehrenfeld, Bad Hair Day
03:20 —> Tocotronic, Pure Vernunft darf niemals siegen
07:34 —> Element of Crime, Am Ende denk ich immer nur an dich
11:38 —> Silly, Bataillon d’amour
15:14 —> Hannes Wader, Einheitsfront-Lied
17:33 —> Georg Kreisler, Das Wort „verlassen“
21:10 —> Haftbefehl, Rolle mit mein Besten
24:14 —> Spaceman Spiff, Photonenkanonen
27:25 —> Gerhard Gundermann, Leine Los
29:58 —> Schnipo Schranke, Pisse
34:24 —> Daniel Kahn, Hallelujah
38:38 —> Dota Kehr und die Stadtpiraten, Zuhause
40:43 —> Bodo Wartke, Er
43:37 —> Rio Reiser, Für dich
48:59 —> Helge Schneider, Möhrchenlied
52:51 —> Götz Widmann, die zwei Trauben
57:25 —> Faber, lass mich nicht los
1:01:05 —> Zupfgeigenhansel, Still – die Nacht is ojsgesternt
1:04:30 —> Rainald Grebe, Verliebt
1:07:21 —> Gerhard Gundermann, Old Dixie down.

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90er LAN Party

Wie wir alle älter werden – und wie es damals genau so am samstäglichen Abend ablief.

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Ab Morgen: Der das KFMW Adventskalender 2019 – jeden Tag ein frischer Mix

Ich habe ein ziemlich krasses Jahr hinter mir. Auf verschiedenen Ebenen, über die ich mich hier gerade nicht ausheulen will. Aber es wird Dezember. Und Dezember heißt hier seit nun schon zum zehnten Mal in Folge Adventskalender. So ab Morgen wieder. Dafür haben alle hierbei Involvierten exklusiv einen Mix für die Tage vom 01.12. bis zum 24.12. gelötet. Von Ambient über Dub, Soul, Funk, Jazz, Techno bis hin zum Drum ’n‘ Bass wird wieder einmal alles dabei sein. Also nicht ganz alles. Musik, die ich nicht mag, kommt da nicht mein rein. Klar.

Dafür wird dieser Kalender ziemlich persönlich, weil er all das zusammenbringen wird, was mich über dieses krasse Jahr musikalisch oder halt auch persönlich begleitet hat. Er wird ganz viel Liebe haben – und ich werde über diese schreiben.

Ganz viel Liebe auch für Euch, die ihr das Dingen bezahlt habt. Danke dafür. Wird wieder richtig gut, glaube ich.

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