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Das Kraftfuttermischwerk Beiträge

Ladies first: Polens First Lady lässt kurz mal Trump stehen

Das amerikanische Präsidentenehepaar traf gestern in Warschau auf das polnische Präsidentenehepaar. Trump schüttelt die Hand des Gastgebers Andrzej Duda und reicht sie dann Agata Kornhauser-Duda, Polens First Lady. Diese aber wollte erstmal Melania Trump begrüßen – und ignorierte Trumps Geste dafür kurz. Ich mag dieses GIF.


(Direktlink)

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Hamburg heute: „Welcome to Hell“ by Hartmut Dudde

Ich habe es leider nicht gepackt, selber hinfahren zu können, habe aber interessiert Live-Streams gesehen und Leute gelesen, die mittendrin waren. Eine Demo sollte es werden. „Welcome to hell“ war ihr Claim. Im Vorfeld hat die Hamburger Polizei schon ordentlich daran gearbeitet, den Demozug als ganz, ganz böse zu verkaufen. Ob sie tatsächlich das glaubten, was sie da veröffentlichten, ist nicht klar, getan haben sie es trotzdem und es stellt sich die Frage, ob da nicht tatsächlich wissentlich mit an den Haaren herbei gezogenen Zahlen und Informationen gearbeitet wurde.

Vor der Demonstration „Welcome to Hell“ – Fake News als Waffe der Polizei?

Noch Anfang des Jahres forderten Politiker der großen Koalition in Berlin die strafrechtliche Verfolgung von sogenannten „Fake-News“. Jetzt scheint es, als würde die Hamburger Polizei sich dieses Mittels bedienen, um im Vorfeld der Demonstration gegen den G 20-Gipfel „Welcome to Hell“ Stimmung zu machen. Schon vor Wochen wurde eine Zahl von 4.000 „Gewaltbereiten“ in den Ring geworfen. Die Zahl stieg in den letzten zwei Wochen sprunghaft über 8.000 bis auf 10.000 an. Außer dem Hinweis auf angebliche Erkenntnisse des Verfassungsschutzes gibt es nichts, was diese Angaben glaubhaft machen könnte.

Gegen 19:00 Uhr wollte die Demo dann auch starten und kam so gut 50 Meter. Dann standen ihr vier Wasserwerfen gegenüber. Gefolgt von zwei Räumpanzern. Keine Ahnung, wie genau die Polizeistrategie aussah, eine eventuell friedliche Demo an so einem Aufgebot vorbeiführen zu wollen, ich kann mir aber durchaus vorstellen, dass das gar nicht geplant war.

Der Anlass für dieses Aufgebot waren nach Aussage der Polizei Hamburg Vermummungen, die im „Schwarzen Block“ stattgefunden haben. Der Stopp der Demo, vor der Wasserwerfer und Panzer standen, wurde damit
begründet. Die aber standen da ja wohl offenbar vorher schon.

Bei Nazi-Demos sind Vermummungen selten bis nie ein Thema. Nun gut, wird wohl Zufall sein.

Vermummungen nämlich sind laut Denke der Hamburger Polizei schon mal per se nicht mehr friedfertig. Okay.

Viele, der bis dahin Vermummten, nahmen ihre Vermummung runter, las ich auf anderen Kanälen. Es flog wohl ein Stein eines Betrunkenen, die Sache eskalierte, die Wasserwerfer fuhren in eine Demo mit 12.000 Teilnehmern, pfefferten mal wieder orgienartig und nahmen generell eher weniger Rücksicht. Angeblich wurde versucht, den „Schwarzen Block“ von der Demo zu trennen. Erfahrungen zeigen, dass diese Strategie selten bis nie funktioniert hat. Bis dahin ging mir ersichtlich kaum bis keine Gewalt von den Demonstranten aus. Die Demo wurde innerhalb von zehn Minuten aufgelöst. Die Polizei fuhr quasi einmal mit ihren Wasserwerfen durch die selbige.

Es gab Berichte von verletzten Demonstranten und Menschen. Über die an der Seite der Demoroute gelegenen Mauern versuchten einige zu fliehen. Die ganze Sache eskalierte.

Nachdem die Demo quasi aufgelöst wurde, twitterte die Polizei Hamburg, dass diese jetzt weiterlaufen könnte.

Auch dieser Zynismus könnte Zufall sein. Allein: ich glaube nicht daran. Es wurden auf ihrer Anreise schon Leute genötigt, ihre Handies zu entsperren, um Einsicht zu bekommen. Polizei Hamburg so: Ihr könnt euch ja später darüber beschweren. Schreibt ne Eingabe oder so.

Und wir wissen alle, wie gehaltvoll derartige Beschwerden behandelt werden. Gerade, weil die Polizei Hamburg in den letzten Tagen gerne mal am Rande von Rechtsbrüchen agierte. Da passiert genau nichts. Aber hey, wird wohl Zufall sein. Und so.

Außerdem wurden am Hamburger Flughafen italienische Aktivisten aus Bologna kurzum des Landes verwiesen. Zufall. Und so.

Kann alles Zufall sein und so. Aber ich mag nicht daran glauben. Schon gar nicht, nachdem mehrere Journalisten, die da heute wohl auch nicht so gut wegkamen, unabhängig voneinander berichten, dass die Eskalation von der Polizei ausging.

Wer so eine Deeskalation hat, braucht keine Eskalation mehr. So viel ist klar. Da beißt die Maus keinen Faden ab.

Nachdem und bis jetzt gibt dort nun – na klar – Scharmützel mit den vor Ort eingesetzten Polizeikräften. Keine Ahnung, was die Nacht noch bringen wird…

Für mich ist schlimm, dass mich das Geschehene nicht mal mehr fassungslos macht, was bis vor ein Monaten der Fall gewesen wäre. Ich habe es so oder so ähnlich erwartet. Hartmut Dudde, Lehrling unter Schill, ist kein Mann aus Zuckerwatte und dürfte für diese Form der Eskalation die Verantwortung tragen. Ich glaube allerdings nicht, dass er die Verantwortung für die heute dort Verletzten und/oder Schwerverletzten tragen werden muss. Offizielle Zahlen gibt es bisher keine.

Und dann wird Fassungslosigkeit zu Wut. Heute ganz besonders.

Der Claim „Welcome to Hell“ wurde von einigen Aktivisten im Vorfeld als unzupassend tituliert. Von anderen wurde er belächelt. Dudde hat ihn heute für die Protestierenden vor Ort zur Realität werden lassen. Sicher kein Zufall, zumindest aber ganz fiese und bösartige Ironie.

Schlusswort:

Echte Deeskalation ginge übrigens so.

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Kind bringt Weltkriegsbombe mit in Kita

(Foto: Polizei Südhessen)

In Darmstadt hat ein Kind nach einem Waldausflug einen Gegenstand mit zurück in die Kita gebracht, der sich später als Stabbrandbombe aus dem Zweiten Weltkrieg herausstellte. Dort hatte es den „merkwürdigen Gegenstand“ in ein Regal gelegt. Erzieherinnen entdeckten ihn dort und riefen die Polizei. Der Kampfmittelräumdienst transportierte die Bombe ab.

Da soll sich noch mal jemand darüber aufregen, dass Kinder ihr Spielzeug mit in die Kita bringen.
(via Unglaubliche Geschichten)

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Der FC St. Pauli bietet 200 Schlafplätze für DemonstrantInnen – in der Haupttribüne

Man kam nicht umhin zu sehen, wie diese Woche des G20-Gipfels in Hamburg begonnen hat. Da wurde unter anderem Leuten, die hingefahren sind, um gegen den Gipfel zu demonstrieren untersagt, zu campen. Hotel ist ja nicht jedermanns Sache, mitunter teuer und wahrscheinlich gibt es ohnehin keine Zimmer mehr. In Hamburg begann man damit, sich mit den Schlafplatzsuchenden zu solidarisieren und bot ihnen von privater Seite Übernachtungsmöglichkeiten.

Mittlerweile wurden Verbote wieder gelockert und an einigen Stellen ist das Campen nun doch erlaubt.

Heute dürfte der ein ziemlich großer Teil an Leuten in die Hansestadt reisen, um ihren Unmut über den Gipfel und die Weltpolitik auf die Straße zu bringen. Schlafplätze also werden weiterhin benötigt.

Um welche zu schaffen, öffnet der FC St. Pauli jetzt die Haupttribüne seines Millerntor Stadions. Cooler Move. Sehr cooler Move.

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Zwei Nächte in einem Hamburger Hotelzimmer, wie es Trump gefallen dürfte

Die Leute von 25hours-Hotels haben in ihrem Hamburger Haus ein Zimmer voll mit Prunk und Pomp gestopft und vermieten die „geschmackvolle“ Bude, wie sie Donald Trump gefallen dürfte, nun als „Trump Suite“ während des G20-Gipfels. Buchen kann man, in dem man bei eBay mitsteigert. Aktuelles Gebot liegt bei 940,00 EUR.

Great Design! Amazing Hotelzimmer! Zum G20-Gipfel für ein Wochenende in die „Trump-Suite“ des 25hours Hotel Altes Hafenamt Hamburg.

Der in Hamburg stattfindende G20-Gipfel hält Hamburg in Atem. Am Freitag 7. Juli wird das Gebiet rund um die Elbphilharmonie zur Sicherheitszone. Das 25hours Hotel Altes Hafenamt liegt direkt daneben. Erleben sie Polizeisperren, Kontrollen und Staatskarossen-Konvois hautnah und übernachten sie vom 7.-9. Juli 2017 stilecht in der extra dafür gestalteten „Trump-Suite“.

Tauchen Sie ein, in nie dagewesenen (mit wenigen Ausnahmen) Prunk und Luxus mit kleinem Augenzwinkern: Goldene Louis XIV-Sessel, ein massiver Kamin, opulente Textilien, ein goldener Haarfön und viel Bling-Bling. Inspiriert vom schmerzhaft-üppigen Einrichtungsgeschmack des hohen Gipfelteilnehmers wurde ein ikonisch-ironisches Zimmer geschaffen, das exklusiv und nur für zwei Nächte zum G20-Gipfel zur Verfügung steht. Danach bauen wir es ganz schnell wieder zurück. So great!

Das einzigartige Zimmer (ca. 40qm) steht am kommenden Wochenende vom Freitag, den 7. Juli bis Sonntag, den 9. Juli 2017 zur Verfügung. Die „Trump-Suite“ bietet zwei Personen reichlich Platz und kann einmalig nur hier über diese Plattform ersteigert werden. Neben 2 Übernachtungen im Doppelzimmer beinhaltet das Angebot Frühstück für 2 Personen, einen Willkommensdrink in der Boilerman Bar sowie ein Abendessen für 2 Personen im orientalisch-eklektischen Neni-Restaurant inklusive korrespondierenden Getränken (wahlweise am Freitag oder Samstag).*

Der Erlös der Versteigerung wird vollumfänglich der Klimaschutzorganisation „Klima ohne Grenzen“ gespendet.

Das ist ein sehr, sehr großartiges Angebot!
Besser als alle vorher!
Viel Spaß beim Bieten!

SPON hat ein Interview zu den Hintergründen.

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Polarlichter aus Sicht der ISS

Ich habe gerade ne Weile nach dem Plural von „Aurora Borealis“ gesucht und nichts wirklich Plausibles gefunden, deshalb hier mal eben „Polarlichter“ genannt, was so viel unromantischer klingt. Aber sei es drum.

Schon im letzten Jahr veröffentlichte die NASA Aufnahmen, die von der ISS von Polarlichtern gemacht wurden. Die sehen schon immer von hier unten aus verdammt beeindruckend aus, aber von da oben aus eben noch sehr viel mehr.


(Direktlink, via Inhabitat)

(Fotos: NASA)
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