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Das Kraftfuttermischwerk Beiträge

Vor 20 Jahren: Hausbesetzer in Potsdam

Spiegel TV war Mitte der 90er in Potsdam und hat sich die Situation der Hausbesetzungen angesehen. Das ist vor allem interessant, weil deutlich wird, wie zerfickt diese Stadt zur Nachwendezeit aussah und wie man dennoch nicht bereit war, das alles ohne weiteres aufzugeben oder dem generellen Zerfall durch Leerstand zu überlassen. Und auch wenn damals die Investoren manchmal mit dem Koffer voller Geld und unverrichteter Dinge wieder abzogen, ist heute so gut wie fast alles hier verkauft, geputzt, auf schön geföhnt und nur schwerlich bezahlbar. Auch für nicht mehr Jugendliche. Auch außerhalb des Stadtzentrums.

Die Hausbesetzer-Bewegung der achtziger Jahre feiert 1994 in Potsdam im holländischen Viertel Wiederauferstehung — aus den Ruinen der DDR-Wohnungswirtschaft ebenso wie aus den Ruinen des Einigungsvertrages.


(Direktlink, via FB)

Hier noch die tollen Fotos, die Jörg Schäfer zu der Zeit von der Szenerie gemacht hatte und nach dem Klick noch unkommentierte Aufnahmen von 1993.

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Ein Scherenmacher

Ernest Wright & Sons of Sheffield ist eine der letzten Werkstätten besucht, die Scheren immer noch gänzlich von Hand herstellen. Der Filmemacher Shaun Bloodworth hat dort Cliff „Putter“ Denton besucht und ihm bei seiner Arbeit zugesehen. Mitgebracht hat er diese kurzen Impressionen. Handwerk. <3. Und so. http://vimeo.com/98953952 (Direktlink, via Like Cool)

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Ein Torte machen

Ich breche mir immer tierisch einen ab, wenn ich eine Torte mache. Also mit der Creme obendrauf und an den Seiten und so. So richtig geil will das bei mir nie aussehen und das obwohl mein Vater gelernter Bäcker war. Ich jedenfalls kriege das immer nur so lala hin. Umso derber beeindruckt war ich heute, als ich dieses Video von Liu Wan Fei sah. Das hat schon fast meditative Wirkung – zumindest für den Zuschauer. Ein Herz fürs Handwerk.

Scheint es auch tatsächlich nur auf Facebook zu geben. Leider.

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Wenn wir Syrien wären

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Krasser Realitätsableich: die Website „If we were Syrian“ zeigt auf drastische Weise, wie die G7-Staaten aussähen, wenn sie aktuell jene Situation im Land hätten, wie Syrien sie hat. Die taz schreibt:

Schätzungen zufolge hat der Bürgerkrieg in Syrien bereits 160.000 Todesopfer gefordert, über neun Millionen Menschen wurden vertrieben und leben auf der Flucht im In- oder Ausland. Die Internetseite „If we were Syrian“ rechnet diese Zahlen nun in lebensweltliche Einheiten um, damit sie zumindest ansatzweise greifbar werden. Initiiert wurde die Seite von Shannon Gormley und Drew Gough, zwei kanadischen Journalisten, die seit mehreren Jahren über die Syrienkrise berichten.
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Für jeden der G7-Staaten veranschaulicht auf der Homepage ein Schaubild, was es für das jeweilige Land bedeutete, wenn es Syrien wäre. In Großbritannien etwa entsprechen 160.000 Tote einer Stadt wie Reading samt Umland. In Frankreich sind es Cannes und Avignon zusammen. Und wären in den USA über neun Millionen Menschen vertrieben worden: Ganz New York City wäre eine Geisterstadt, dazu noch Buffalo, Albany und sechs weitere Städte.

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