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Das Kraftfuttermischwerk Beiträge

Roots Rockers Sound – Studio One Session (2002)

Ich habe keine Ahnung, was an dem hiermit vertriebenen Mythos dran ist, dass dieses Tape, welches im Jahre 2002 vom Roots Rockers Soundsytem eingespielt wurde, auch verschwunden sein sollte, aber ich mag so was ja.

Von Vinyl auf MiniDisc aufgenommen, zwei mal 45 Minuten. Gemastert, auf Kassetten überspielt und unter den Leuten verteilt. Lange verschollen, jetzt wieder aufgetaucht und digitalisiert: der legendäre Roots Rockers Sound „Studio One Session“ Mix von 2002!

Nun jedenfalls ist es im Netz gelandet. Drölf Klassiker, die anno duz im Studio One aufgenommen wurden und in Teilen auch noch Jahre später gut genug waren, um die Popkultur im Gesamten aufzumischen. Dabei mag ich die alle schon sehr gerne im Original. Ja. Hab ich heute mindestens 8 mal durchlaufen lassen.

Was ich eigentlich sagen wollte: Studio One Mix. Ja, man! Kaboom.


(Direktlink, via Soulguru)

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Die Telekom verscheuert ihre alten Telefonzellen

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(Foto unter CC von iwanp)

Wisst ihr noch, damals? Als man erst mit Kleingeld und später dann mit diesen Telefonkarten eine Telefonzelle suchen musste, um mal eben wen anrufen zu können? Eine tolle Zeit. Keiner, den man gerade nicht sprechen wollte, ging einem per Handy auf den Saque.

Heute gehört die Telefonzelle zur aussterbenden Art, kaum noch irgendwo findet sich eine. Hier am Hauptbahnhof gibt es noch eine – aus dem Stadtbild ist sie sonst so gut wie gänzlich verschwunden. Die Telekom rüstet ab und baut diese ganzen Teile zurück. 3000 davon werden hier um die Ecke in Michendorf zwischengelagert. So richtig wissen die wohl auch nicht, was die damit anstellen sollen. Nun geht die Telekom in die Offensive und verkauft die Teile.

Die klassische Telefonzelle ist eine aussterbende Art: Dank der immer stärkeren Verbreitung von Handys und Smartphones ist sie schon aus vielen Ortsbildern verschwunden. Nicht wenige würden sie gerne wieder aufstellen, wenn auch nicht zum Telefonieren: Immer wieder erreichen die Telekom private Anfragen, ob der Konzern nicht eine ihrer ausrangierten Telefonhäuschen verkaufen könne, doch bis vor kurzem wurden Interessenten stets mit dem Hinweis abgewiesen, dass man die Zellen noch brauche.

Die neueren, schon magenta-farbenen, „TelH90“, gibt es je nach Zustand ab 350,00 EUR. Für die wirklich klassische, olle und gelbe Telefonzelle, „TelH78“, muss man mindestens 450,00 Tacken auf den Tisch legen und abholen muss man den Kasten auch selber. Aber was damit anstellen?

Ich könnte mir so ein Ding ganz wunderbar als „Festnetzanschluss“ im Garten vorstellen. Man würde es von dort aus nie klingeln hören und hätte dann, wenn man doch mal muss, eine durchaus intime und konzentrierte Möglichkeit, telefonieren zu können, die ich, wenn ich schon telefoniere, sehr gerne mag. Gerner noch ohne dem Gestank nach Pisse und kaltem Rauch, wofür Telefonzellen ja seit jeher stehen. Ich würde dafür auch gerne auf die halb weggekokelten Telefonbücher verzichten, die womöglich seit 27 Jahren eh kein Mensch mehr brauchte. (Wie geht es eigentlich den Telefonbuch-Verlagen so?)

Und wenn nicht kann man sich so ein Häuschen immer noch als Dusche ins Bad bauen. Die vielleicht beste Recycling-Form dessen. Nicht umsonst sprachen wir Ostler damals schon immer von „Telefonduschkabinen“, die sich mal wieder irgendwer per Genex gekauft hatte. Dann doch aber bitte schön in Gelb. Natürlich.

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WDR 3 Podcast: The Future is Ours – Als Techno durch die Decke ging

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E-Werk, Berlin, irgendwann in den 90ern, Foto: Tilman Tausb

Interessantes WDR Feature über die goldene Ära des Techno, die ja genau genommen ja auch heute noch anhält, selbst wenn sie nicht mehr so sensationell glänzend wahr genommen wird. Mit dabei: unter anderem Westbam, Dr. Motte, Tanith, Dimitri Hegemann (Tresor), Elsa for Toys und Jürgen Laarmann (früher Frontpage, später Berlin Mitte Boy).

1989. Die Wende. Im gerade wiedervereinten Berlin herrscht ein neues Lebensgefühl und liefert die perfekten Bedingungen für eine neue Subkultur: In leer stehenden, vergessenen Kellern entstehen Clubs. Mit neuem, urbanem Sound. Und diese Musik schafft das, was die Politik lange Zeit nicht erreicht: sie vereint. Zumindest die unterschiedlichsten Leute auf einer Tanzfläche, mit einer Musik, mit einer Art, zu feiern. Diejenigen, die damals die Tanzfläche beschallt haben, sie gebaut haben oder auf ihr standen, erzählen, wie in den Trümmern der Berliner Mauer die Subkultur Techno groß wurde. Und dass die Raver schon bei der zweiten Loveparade 1990 wussten: „The Future Is Ours“!

Hach, Berlin, alte Liebe.

[audio:http://podcast-ww.wdr.de/medstdp/fsk0/40/408731/wdrfeaturedepot_2014-04-29_00-01.mp3]
(via René)

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Kindimmer – Exclusive Nightflight Guest Mix – 29.04.14

Seit seiner „Shadow and Construction EP“ auf Local Talk hab ich den Griechen Kindimmer auf’m Schirm… vorher muss er mir wohl irgendwie unterm Radar durchgegangen sein. Ich mag sehr den Spagat, den er immer wieder zwischen House und Techno hinbekommt, ohne sich dabei wirklich festlegen zu wollen. Muss er ja auch nicht. Von sehr Deep bis hin zu ordentlich Jackin reicht da sein Repertoire. Mit jedem Release überrascht er mich auf’s Neue, so wie kürzlich mit der sehr düsteren „Machine Visions EP“ auf Telefonplan.

Kindimmer auf jeden Fall ein Name, den man sich merken sollte. Er scheint auch zu der Sorte Musiker zu gehören, die mehr Wert auf nen qualitativ hochwertigen, als auf einen quantitativ hochwertigen Output legen… Großartigst!

Wünsche jetzt viel Spaß auf der knapp 60 minütigen Reise durch die bunten Gefilde von House und Techno!

Kindimmer in the mix!!!

Wir lesen uns dann in der nächsten Woche wieder…
Bis dahin…
Ahoi…
Tobi


Direktlink

Tracklist:

01. Pepe Bradock – Lara – Kif Records
02. Recloose – MYM230 (R.I.P) – Planet E
03. Gemini – Memory – Substance
04. Gnork – Blorp 93 – Blind Jacks Journey
05. Mike Dehnert – Emlo – Delsin
06. Frits Wentink Fluffy Tits – Wolfskuil
07. Christopher Rumble – Appartment 224 – Jazzwerkstatt
08. Gemini – On This Planet – Substance
09. Nightdrivers – Na Canzone Stonata – Claap (Unreleased)
10. Gerry Read – Zig Zag – Aus
11. Amir Alexander – Mental Floss – Plan B
12. San Proper & The Clovet – Voices – Bosconi

Hier findet Ihr…

… die komplette Playlist der Sendung.
… alle bisherigen Mixe noch ein mal zu Nachhören.

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Fertige Cannabis-Fluppen aus Colorado und ein Hot Dog Joint

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War wohl nur eine Sache der Zeit, aber diese scheint jetzt ran zu sein – in Colorada kann man jetzt fertig gerollte Weed-Kippen kaufen: Cranfords Cannabis Cigarettes. Und wenn ich das richtig sehe, ist da kein Krümel Tabak drin. Für das pure Aroma, quasi.

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(via René)

Weil Selberbauen aber immer noch viel spaßiger und lange nicht so mainstreamig ist, hier noch ein von irgendwem gedrehter Hot-Dog Joint, der seit Tagen durchs Netz räuchert.

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(via Björn)

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Schwellen in einem Gleisbett wechseln, gif’d

Wikipedia weiß: „Holzschwellen beginnen auch bei bester Imprägnierung irgendwann zu verrotten und bieten dann keine stabile Unterlage mehr für die Schienen, sodass sie nur selten auf mehr als 25 Jahre Liegezeit kommen. In besonderen Umgebungen, beispielsweise in feuchten Tunneln, kann die Liegedauer auch wesentlich kürzer sein. Wenn die Befestigungsmittel in morschen Schwellen keinen Halt mehr finden, kann es zu Spurerweiterungen kommen, die sogar zu Entgleisungen führen können.

Auch Stahl- und Betonschwellen altern und müssen deshalb beizeiten ersetzt werden.“

Heute macht man das mitunter so:

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Derweil in Potsdam

Wo Prinzessinnen sich zur Wahl stellen. Keine Satire, nicht Die PARTEI, nicht die Piraten, keine Jakob Schwester. Ich habe extra nachgesehen.

Foto
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Ein Oculus Experiment: Leben mit Verzögerung

Interessantes Oculus Experiment, welches das Geschehende unter der Brille etwas verzögert darstellt und die Frage stellt, „You wouldn’t accept lag offline, so why do it online?“ Unabhängig von der werbenden Botschaft, ist es sehr beeindruckend zu sehen, was geschieht, wenn Wahrnehmung und Handeln nur ganz kurz nebeneinanderliegen.


(Direktlink, via TDW)

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