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Das Kraftfuttermischwerk Beiträge

Heute House: Frankie Knuckles at Kingdom, Texas, 2013.10.05

Als ich zu Beginn der 90er dieses Techno-Ding für mich entdeckte, lief mir der Name Frankie Knuckels öfter mal durch die Ohren, später dann auch in Form von Platten, die erst von ihm produziert und dann von mir gekauft wurden. Das ist lange her. Irgendwann hat mich dann nicht mehr ganz so interessiert, was da aus der Ecke kam. Einen Umstand, den ich übrigens auch bei all den ganzen alten Detroit-Helden für mich festhalten kann. Musikalisch interessiert mich das alles nicht mehr ganz so sehr, aber ich bin all denen sehr dankbar dafür, dass ich einen Teil meiner musikalischen Sozialisation mit ihnen verbringen konnte. Außerdem weiß ich, dass die irgendwo da draußen sind und ihr immer noch wichtiges Ding machen.

Frankie Knuckles, der „Godfather of Chicago House“, ist nicht mehr da draußen. Er starb gestern im Alter von 59 Jahren und dürfte der neue Resident DJ im Paradies sein.

Und deshalb mache ich heute House-Tag. Danke, Frankie! schön, dass Du da warst.


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Schönschrift mit dem Pinsel

Ich ging in einer Zeit zur Schule, in der es, zumindest in den ganz frühen Jahren, auf dem Zeugnis noch eine Note für „Schreiben“ gab, was wohl die Leserlichkeit des eigenen Schriftbildes meinte – die „Rechtschreibung“ wurde extra benotet. Es ging also um Schönschrift, die bei mir immer mäßig bis beschissen beurteilt wurde, woran sich bis heute nicht viel geändert haben dürfte. Im Gegenteil, das ewige Tastaturgetippel hat dafür gesorgt, dass ich Schreibschrift fast gänzlich verlernt habe, was flüssig schreiben mit der Hand nahezu unmöglich macht.

Aber es gibt auch heute noch jene, die in „Schreiben“ durchweg die besten Noten kassieren würden. Glen Weisgerber dürfte einer derer sein, die mit einem Pinsel schöner Buchstaben schreiben können, als 99,87% der Menschheit.


(Direktlink, via Kottke)

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Verlassenes in Belgien, timelapsed

Klasse wenn auch viel zu kurzes Video von Benjamin Sichert, der dafür in einer alten verlassenen psychiatrischen Klinik und einer ebenso vereinsamten Kapelle in Belgien unterwegs war. Und ich mag, dass manche heute auch ob der abgefuckten und vergammelnden Situation hin versuchen, noch irgendwas „Schönes“ in die Aufnahmen zu bekommen. Gelingt hier wirklich außerordentlich gut.

0:00-0:36 A psychiatric hospital complex situated anywhere in Belgium
It opened its doors on 1926, with the presence of Queen Elisabeth. It was a centre for female patients and was owned by the university to educate student psychiatrists. Abandoned in 1997

0:37-1:18 Manoir de la Chapelle,…another lost place in Belgium: This Villa has been built by a Priest in 1897. The previous owner has been taken into the hospital and died there. Therefore it’s in decay with all furniture inside. It’s in this condition for more than 20 years now.


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Die Polizei in Berlin gibt per Twitter bekannt: heute Engpass beim Weed in der Hasenheide

Das die Polizei Berlin mittlerweile einen eigenen Twitter-Account mit mehr oder weniger wichtigen Nachrichten befüllt, ist kein Geheimnis mehr, dass das anfänglich auch gerne mal unter Realsatire verbucht werden konnte, wohl ebenso wenig.

Allerdings hat das mitunter auch praktischen Nachrichtenwert, wie sich heute zeigt. Die Berliner Drogensuchhunde Hexe, Jette, Snoopy & Kessy erschnüffelten heute in der Hasenheide nämlich einige Verstecke mit Gras. Das muss natürlich getwittert werden. Wer also heute am frühen Abend dort noch mal ein Beutel holen wollte, sollte sich womöglich nach einer kurzfristigen Alternative umsehen. Also doch ganz praktisch, dieser Account der Polizei Berlin, weiß man doch so, wo es zu etwaigen Engpässen kommen könnte. Kann natürlich auch sein, dass das nur ein Finte und das Foto eines aus den hauseigenen Archiven ist, aber so genau weiß das schließlich keiner.

(via Stephan Urbach)

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Jeff Mills, Detroit, 1983

Wer Jeff Mills mal aus der Nähe hat mixen sehen, weiß, dass der Mann mit Platten umgehen kann, wie ein Berseker mit der Speer. Nur eben, dass das bei Mills im Regelfall auch noch außerordentlich gut klingt. Dieses Video hier, welches 1983 in Detroit aufgenommen wurde, zeigt, dass die Turntables und Jeff Mills schon damals eine ganz innige Beziehung pflegten. Den Beinamen „The Wizard“ trug er schon damals nicht ganz zu Unrecht.

Ich habe keine Ahnung, wann genau ich einem Jeff Mills Set das letzte Mal beiwohnte, es ist allerdings schon locker ein paar Jahre her. Der Sound wollte mir dann letztendlich doch nicht mehr in den Bauch gehen. Ein großartiger Meister seines Fachs ist Mills natürlich dennoch. Keine Frage.

Hochgeladen hat dieses Zeitdokument, CJ Johnston, der damals mit Jeff Mills seinem Bruder in dem gezeigten Club arbeitete.


(Direktlink, via Tanith)

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Eine Stunde Live-Musik aus den alten Rolandkisten

Der lebendige Roland Step-Sequencer Andreas Tilliander alias TM404, der mich hier schon derbe zu beeindrucken wusste, war letztens mit seinen alten und von ihm virtuos bedienten Rolandkisten in Milano am Start und hat dort dieses einstündige Live-Set gespielt. Ich bin immer noch ganz fasziniert davon, dass man auch und nur mit diesen Dingern eine Stunde durchaus abwechslungsreich gestalten kann. Ganz ohne Rechner oder vergleichbarer Peripherie. Leider wird nicht ganz klar, mit welchem Set Up genau er diese Stunde vollgemacht hat. Aber die TB-303s sind ebenso wenig zu überhören wie die TR-606.

Der perfekte Soundtrack für ein ausklingendes Wochenende.


(Direktlink, via CDM)

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