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Das Kraftfuttermischwerk Beiträge

GETME! Guest Mix 62 : Sun Glitters

Ich sagte ja, schreibt euch Victor Ferreira aka Sun Glitters auf den Ohrenzettel. Fast alles, was von dem kommt ist der perfekte Soundtrack im musikalischen Kopfkino. Immer quer durch die Genres, immer mit sehr viel Seele. Immer mit sehr viel Bass. So auch hier mit seinem Gast Mix für Getme! Keep calm. Doing sunday.


(Direktlink, via Deepgoa)

Tracklist:
1. Sofia Kourtesis – Las Magnolias feat. Gold Panda
2. Young Magic – Sparkly
3. WIFE – Bodies
4. Jatun – Ghost and Grey 2
5. HEALTH – Severin (Small Black Remix)
6. Gold Panda – Casyam_59#02
7. Giraffage – All That Matters
8. Girl With A Gun – Hold on for cues
9. Lapalux – Gone
10. Four Tet – Jupiters
11. Caribou – Dundas, Ontario (Remix)
12. Mike Slott – Sun Tan
13. Legs Like Tree Trunks – Dick Whitman (RIVKA Edit)
14. Indian Wells – In The Streets (Heathered Pearls‘ nautical remix)

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Erinnerungen an die Anfangstage des Berliner Techno

Tanith hat diesen alten Zitty-Artikel aus dem Jahr 2007 ausgegraben, den er damals gemeinsam mit Mijk van Dijk schrieb, wenn ich das richtig peile. Sie schreiben über Techno in Berlin zu Beginn der 90er Jahre. Ein tolle Zeit, eine für mich wohl niemals zu vergessende. Ich kam ein zwei Jahre später zum Berliner Techno, das Matrix und später dann das E-Werk waren meine Tempel. Und auch wenn ich etwas spät dran war, trifft das, was die beiden da schreiben so ziemlich genau mein Gefühl von damals. Revolution lag in der Luft. Zum zweiten Mal in meinem damals noch recht jungen Leben.

Es passiert selten, dass man das Glück hat, in einer Explosion drin zu sein. Bei den frühen Technojahren dabei gewesen zu sein ist für mich gleichbedeutend mit einem Besuch der ersten Sex-Pistols-Konzerte oder den ersten Club-Gigs der Beatles. Das Gefühl: Da geht jetzt mal was. Es macht keinen Sinn, zu debattieren, ob es damals besser was als heute. Wer sich heute in diesem Koordinatensystem aus Bar 25, Panorama Bar, Berghain, Rio, Weekend und vielleicht dem neuen Tresor seine Kicks abholt – der wird diese Zeit wohl als die beste Zeit seines Lebens erachten. Warum soll ich da sagen, 1992 war alles viel geiler? Dann sagen die doch mit Recht: „Da war ich gerade mal auf der Welt. Ich finde es jetzt gut.“

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Doku über Nazis in Californien: Louis Theroux – The Nazis

Keine Ahnung, warum ich mir hier heute einen Abend auf englisch gebe, aber vermutlich liegt es an den Inhalten. Ganz sicher sogar liegt es an diesen.

Louis Theroux ist Journalist, neben der britischen Staatsbürgerschaft besitzt er auch die amerikanische. Für die BBC produzierte er Ende des letzten Jahrtausends die Dokumentationsreihe Louis Theroux’s Weird Weekends. Dafür lebte er sich in verschiedene amerikanische Subkulturen ein, um eben so nahe wie möglich über diese berichten zu können. Eine dieser Subkulturen war damals die der in Californien aktiven Nazis.

Er geht da ziemlich locker auf diese Wichser zu und bekommt die soweit, dass die so ziemlich alles an Gedankenkotze vor laufender Kamera rauslassen. Dabei allerdings ist er trotz allem offensiv hinterfragend und macht aus seinem Unverständnis für derartig menschenverachtende Ideologien keinen Hehl. Als er sagt, dass er kein Rassist sei und das er finde, das es falsch sei ein Rassist zu sein, verstummt das Lachen der Idioten. Krasser Job, den der da macht.

Was auch deutlich wird, diese Tüpen da nehmen diesen ganzen Bullshit noch mit einer ordentlichen Ladung Humor, die mich hier fast kotzen lässt. Ambivalentes Ding, dass das so hier in der BRD so niemals nicht so aufgenommen werden könnte. Übler Shice. Wirklich. Und ein bisschen bin ich trotzdem sehr froh, dass es darüber eigentlich so gar nichts zu lachen gibt. Wichser.

Die Zwillinge sind übrigens wirklich die Prussian Blues, die erst wegen dem jungen, besungenen Rassismus und später dann wegen der durchs Kiffen bekanntgewordenen Läuterung durch die Medien gingen. Guter Job, Louis.

(Direktlink, via Mo)

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Eine Stunde Radio über 808s, 303s und 909s

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Auf BBC 1 Radio in UK machen die einfach mal eine ganze Sendung über die kleinen Wunderkisten (Hier im direkten Player), die die Musikgeschichte revolutioniert haben. Rolands TR 808, die TR909 und die TB303. Moderator Kutski spricht dafür mit DJ Premier, Richie Hawtin, Seth Troxler, The 2Bears, Flostradamus, Pete Tong und anderen. Klasse!

Ich hatte zwei der Kisten lange im Studio unter meinen Fittichen, eine 303 und die 808. Und ja, es war Liebe. Allerdings nagte der Zahn der Zeit und auch der der Abnutzung so sehr an den Dingern, dass aus der Liebe irgendwann eine doch sehr brüchige wurde. Trotzdem immer wieder schön zu hören, für viele Produktionen die Dinger immer noch eingesetzt werden. Mir bleiben nur die Sample-Bänke, die wir damals mit dem ESI 32 machten. Und die benutze ich immer noch – fast in jedem Track von mir steckt irgendwas von der 808. Alte Liebe rostet ja bekanntlich nicht. Auch nicht die brüchige.

Eine Stunde Radio über drei Synthesizer. In UK. Und was haben wir? Radio „fucking“ Energy. Und auch Du, liebes Öffentlich Rechtliches, guckst bei dem Vergleich eher etwas dümmlich aus der Gebühren-Wäsche.

Listened to much hip-hop or dance music? If so, then you would have undoubtedly heard the sounds of either the Roland 808, 303 or 909 – but what are they and what do these numbers mean?

BBC Radio 1’s Kutski discovers how three small electronic boxes from the 1980’s sculpted the sound of both Hip-Hop and Dance music. He makes it his mission to track down the team that worked on the Roland 808, 303 and 909 machines to see if they had any idea their inventions would have such a massive influence on contemporary music.

He plots their integral role in the development of hip-hop, house and techno; and the myriad of sub-genres that have spawned from these. Kutski chats to DJ Premier, Richie Hawtin, Seth Troxler, The 2Bears, Flostradamus and Pete Tong amongst others as he founds out why producers around the globe continue to be obsessed with these sounds, more than three decades after they were first created.

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