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Das Kraftfuttermischwerk Beiträge

Musik- und Videokünstler Pogo für 10 Jahre aus den USA verbannt

Der Australier Nick Bertke, der als Pogo Musik aus Video-Samples schneidet und dadurch mehr als nur eine Internetberühmheit wurde jetzt für 10 Jahre aus den USA ausgewiesen. Schuld daran war wohl ein Visa, mit dem er sich zwar in den USA aufhalten, mit dem er nicht dort arbeiten darf. Und als tourender Musiker arbeitet man natürlich.

The Department Of Homeland Security has banned me from entering the USA for a period of 10 years. I was on my second tour playing live across North America, and as the agency managing my tour never even mentioned visas, I proceeded with the same Visa Waiver I had used for previous trips to the USA. The moment they heard of my arrest, the agency removed me from their client list and refused to communicate. I’ve made this video to give everyone the full story.


(Direktlink, via reddit)

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Anti-Abmahn-Gesetz beschlossen

Gestern wurde vom Bundeskabinett das sogenannte Anti-Abzock-Gesetz beschlossen, welches dazu dienen soll, „gegen unseriöse Geschäftsmethoden beim Inkasso, gegen überzogene urheberrechtliche Abmahnungen, gegen unlautere Telefonwerbung sowie missbräuchliches Verhalten von Unternehmen im Wettbewerb geschützt zu werden.“ Kann man hier ja mal zum Thema machen. Besonders interessant ist folgender Absatz, der sich auf Abmahnungen im Falle von etwaigen Urheberrechtsverletzungen bezieht. Man achte auf den letzten Satz. Hier hier komplette Pressemitteilung des Bundesministeriums für Justiz.

Das neue Gesetz wird Verbraucher vor überhöhten Abmahngebühren bei Urheberrechtsverletzungen schützen. Dazu werden vor allem die Abmahngebühren für Anwälte gesenkt und damit die Kosten für die viele Hundert Euro teuren Anwaltsschreiben insgesamt „gedeckelt“. Das Gesetz soll verhindern, dass sich Kanzleien ein Geschäftsmodell auf überzogene Massenabmahnungen bei Bagatellversstößen gegen das Urheberrecht aufbauen. Deshalb sollen die Kosten für die erste Abmahnung an einen privaten Nutzer fortan regelmäßig auf 155,30 Euro gedeckelt werden. Wir müssen im Interesse von Verbrauchern und Kreativen die seriösen Abmahnungen vor dem Verruf schützen, in den sie immer wieder gebracht werden. Massenabmahnungen von Bagatellverstößen gegen das Urheberrecht lohnen sich künftig nicht mehr. Wir haben eine Regelung gefunden, die eine Abmahnung im Grundsatz vergünstigt, nur ausnahmsweise sind volle Gebühren fällig – das war vorher andersherum. Das geltende Urheberrecht hat seine Wirkung verfehlt!

Klingt erstmal total super, doch auch da wird es immer noch verschiedene Interpretationsmöglichkeiten geben, die im Zweifel dann wieder Richter zu klären haben, denn die angedachten Regelungen sind – wie so oft – leider nicht ganz eindeutig. SpOn schreibt: „Der Streitwert wird bei bestimmten Fällen auf 1000 Euro beschränkt, so dass der abmahnende Anwalt nur etwa 150 Euro Gebühren geltend machen darf. So soll verhindert werden, dass etwa ein Teenager, der in einer Tauschbörse einen Film oder eine Musikdatei herunter- (und dabei gleichzeitig auch hoch-)geladen hat, gleich 1000 Euro oder mehr an die abmahnende Kanzlei zahlen soll.“ Was genau jetzt „bestimmte Fälle sind“, lässt sich daraus nicht entnehmen. Auch wäre es zu einfach, wenn jetzt jeder private Internetnutzer um eine Rechtssicherheit wüsste, diese nämlich gibt es nicht: das Gesetz deckelt nicht umfassend und immer die Abmahnkosten für alle privaten Urheberrechtsfälle. „Es gibt eine Öffnungsklausel, manchmal darf es eben doch mehr kosten und wann genau, werden Gerichte interpretieren müssen. Die Streitwertobergrenze soll in bestimmten Fällen allerdings nicht gelten.“

Es wäre ja auch zu schön und vor allem viel zu einfach gewesen, das nachhaltig und vor allem für jedermann nachvollziehbar zu gestalten. Wo würden wir da denn auch hinkommen? Ein Schritt in die richtige Richtung allerdings ist es dennoch.

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Wie einer Geisterstadt wieder Leben eingehaucht werden soll

Kitsault ist ein kleines Nest in British Columbia, Kanada. Dieses wurde in den späten 70er Jahren aus den Bergen gestampft weil man dort eine Molybdän-Mine in die Erde grub. Die Leute vermuteten, dort ein gutes Leben führen zu können. Drei Jahre später allerdings wurde die Mine wieder geschlossen, womit die Lebensgrundlage aller Einwohner wegbrach. Sie zogen so schnell weg, wie sie ein paar Jahre vorher gekommen waren. Viele ließen alles stehen und liegen und machten sie auf den Weg in ein anderes, ein neues Leben. Kitsault lag dann gänzlich verlassen dort irgendwo in der Bergen. Im Jahr 2002 kaufte ein schwer reicher Geschäftsmann die ganze Gemeinde für $7 Millionen. Seitdem versucht er das Leben nach Kitsault zurückzuholen. Es bisher läuft das eher semigut.

Klasse Reportage über ein Dorf, das gut 30 Jahre völlig unberührt mitten im Herzen der Natur lag. Viele der durchaus noch intakten Häuser waren noch vollmöbliert wie in den 70ern. Ich liebe so was!


(Direktlink#, via Doobybrain)

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Ein Bilder Toaster

Erinnert sehr an einen Drucker, das Ding. Funktioniert auch so ähnlich, auch wenn das optisch eher grobpixelig aus dem Toaster kommt. Trotzdem, ein Toaster, der Bilder auf die Morgenstulle brennt, trägt ganz zurecht den Namen Super Mega Mega Toaster. Shut Up and Take My Money!

This toaster prototype created by Scott van Haastrecht is not your average breakfast aid: it will download a topically relevant news image from Google and burn a 6×6 pixelated version of it on your morning toast. Though his initial design requires the toaster to be plugged in to a computer via USB.


(Direktlink, via TDW)

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Band aus Lego-Bots spielt Techno

Das hat in Verbindung mit einer Kamera-Übertragung auf eine Leinwand über dem Dancefloor durchaus unterhaltendes Live-Potenzial. Joseph Acito lässt seine Lego-Bots per MIDI-Sequencer auf Drum-Pads kloppen, die wahrscheinlich wiederum ein Midi-Signal an einen Klangerzeuger senden und aus der ganzen Chose ein Klangbild machen. Herrlich. Herrlich Meta auch.


(Direktlink, via Rene)

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