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Das Kraftfuttermischwerk Beiträge

Ich habe in letzter Zeit die Angwohnheit entwickelt nur noch dann zu lesen, wenn ich dazu Musik im Ohr hab. Es gibt Leute die sagen, sie könnten sich dann nicht mehr auf das Gelesene konzentrieren. Es ist nun so, dass ich die Musik als Soundtrack zur Handlung des Buches verstehe, dass ich dann gerade lese. Die Musik verleiht den Zeilen Bilder, könnte man sagen, was so ein Buch mitunter noch intensiver macht. Die Musikauswahl dazu findet nicht zufällig statt, sondern ich überlege mir vorher, was gut dazu passen könnte. Hiermal die Top 10 der Bücher im Kontext zu der Musik, aus den letzten 5 Monaten.
1.)
Buch: Der Schatten des Windes – Carlos Ruiz Zafon
Musik: Till Brönner – A Distant Episode
Es klingt ein wenig bescheuert, aber ich habe das Buch fast ausschießlich auf diesem Song gelesen. Da passt einfach alles!
Was alternativ dazu noch geht, wäre
Bloc Party – so here we are.
2.)
Buch: Die Elfen – Bernhard Hennen
Musik: Human Blue – Discovery Channel
Ich denke ohne dieses Album wäre das Buch nur halb so gut gewesen, aber es geht einfach nichts über nordische Mystik im Einklang zu nordischer Musik, die ebenso Mystisch ist.
3.)
Buch: Thomas Brussig – Wie es leuchtet
Musik: The Sushi Club – Sushidelic und Schilli-San – Smooth Situations
Passt auch gut, obwohl es mit der Zeit im Buch nicht allzu viel gemein hat.
4.)
Buch: Der faule Henker – William Jeffery Deaver
Musik: Das Kraftfuttermischwerk – Works06 (unreleased) und Patrick Chardronnet [email protected] 06
Ein Buch über Illusionen, mit eben so zauberhafter Musik
5.)
Buch: Wassermusik – T.C. Boyle
Musik: Protogroup – Loves Gives Strength To My Soul
Das 18. Jahrhundert mit sehr moderner Musik. Aber ich wette, wenn die damals schon mp3-Player gehabt hätten, wäre das deren Dschungel-Soundtrack gwesen. Übrigens eine der schlechtesten Übersetzung, die ich jeh gelesen hab.
6.)
Buch: Nachtzug nach Lissabon – Pascal Mercier
Musik: Relate – Passive Defence
7.)
Buch: Neue Vahr Süd – Sven Regener
Musik: Mia – Zirkus und Alex Smoke@loveradio06
Die Hyperaktive MIA – Platte passt extrem gut auf Regeners Sprachwitz. Und nein, Element of Crime geht auf dieses Buch gar nicht!
8.)
Buch: Zusammen ist man weniger Allein – Anna Gavalda
Musik: Fern – This First Day und Derski – Kut
Melancholische Musik auf Melancholische Zeilen.
9.)
Buch: Vollidiot – Tommy Jaud
Musik: BO Marley vs. disrupt
Da war es noch ziemlich warm die Tage und ich fand Jahtari´s gewitzten Dub-Sound sehr passend.
10.)
Buch: Nick Hornby – A Long Way Down
Musik: Derski – Kut und Radiohead in eigener Best off.
Selbstmördermusik passend zum Thema des Buches.

Natürlich rutschen auch mal andere Sounds wären des Lesens in die Playlist, aber ein Großteil des jeweiligen Buches wird durch die genannten Platten begleitet. Das Interessante daran ist auch, dass wenn ein gelesenes Buch schon eine Weile im Regal liegt und man die dazu gehörte Musik wieder ins Ohr bekommt, befindet man sich flux wieder in der Handlung des Buches.

1 Kommentar

Sushidelic
Ich hatte heute morgen mal in dem ökologisch wertvollen Leinenbeutel gekramt, der CD´s beinhaltet, die eigentlich nur im Sommer gespielt werden, wenn wir unsere Downbeat-Desaster-Sets im Fabrikgarten spielen. Dabei hab ich sie gefunden, eine meiner absoluten Favourites, ein Traum auf Plastik. Ich weiß gar nicht, wie die DE:BUG damals in der Rezi von „belanglosem“ reden konnte! Aber wahrscheinlich meinten sie damit die Rezi als solche, oder so.
Ab uff´n Player!

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Man kennt das ja. Man fährt zu IKEA, kauft dort so ein superhyperschickes Katalog-Regal und will´s mal eben in seiner sanierten Altbaubuchte anbauen. Grundvorrausetzung sind dann meistens 20-200 Schrauben, die dafür in die sanierte Altbauwand müssen. Klar, dafür bedarf es dann selbstredend auch, 20-200 Dübel die vor den Schrauben in die Wand müssen. Weil man ja weiß, dass so eine Altbauwand ziemlich spröde sein kann nimmt man, klar, einen 6″er Bohrer, um danach eine 8″er Schraube da rein zu zwingen, in der Hoffnung, dass das ja rein rechnerisch gesehen Sinn macht. Nachdem man dann ca. 154 der 200 Schrauben wieder rausgedreht hat, weil man merkt, dass das mit der 8″er in 6″er Idee doch nicht so funktioniert hat, gibt es 2 Möglichkeiten. Entweder man setzt das Regal an eine andere Wand, in der Hoffnung diese sei nicht ganz so Spröde und hält wenigstens 100 – man darf da nicht all zu perfektionistisch rangehen, das weiß man ja – der 200 Schrauben, oder man fängt an, neben den 6″er Dübeln die 10″er Löcher hinterlassen, haben alles mögliche in die Wand zu stopfen um halbwegs für Halt zu sorgen. Da wären Streichhölzer, die natürlich keine Sau mehr benutzt, – Feuerzeuge sind da dann doch zu groß und ja irgenwie auch ungeeignet. Auch gerne genommen sind so Schachlik-Spieße aus Holz ohne Spießung, klar. Man kann auch, was gut geht, Montagekleber um die Dübel in das Bohrloch quetschen und das ganze 24 Stunden trocknen lassen. Man kann natürlich auch einfach auf das superhyperschickes Katalog-Regal von IKEA verzichten und haut sich einfach Regale an die Wand, bei denen es nur 2-20 Schrauben bedarf, was den Arbeitsaufwand ja auch irgendwie minimiert. Jaja, man kennt das ja, aber irgendwas ist anders.

2 Kommentare

Also was man in letzter Zeit von dem alles so ertragen hören muss tut nicht nur im Ohr weh, nein auch im Bauch und in den Zähnen und sogar auch in den Zehen und was weiß ich, was alles noch so weh tuen kann.
Mir ist übel!

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