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Das Kraftfuttermischwerk Beiträge

Der Lichplattenspieler, der die schlechten Nachrichten spielt

Das hier ist echt strange. So strange, dass ich für meinen Teil nicht so ganz kapiere, was da passiert. Aber ich kürze das mal ab. Ein Plattenspieler, der die schlechten Nachrichten dieser Welt zu Text macht und diese visualisiert. Ganz nebenbei sieht das auch noch verdammt gut aus, was für das Thema eigentlich nicht wichtig wäre, ist aber so. Gebaut wurde dieses „Dings“ von lab binaer – Lab for media art. Krasses Ding.

Die Unterhaltungsindustrie »berieselt« uns tagein tagaus mit Nachrichten aus aller Welt. Im Laufe der Jahre haben wir uns so an diese Informationsflut gewöhnt, dass die Medienmacher immer extremere Meldungen dazu benutzen, um unsere Aufmerksamkeit zu erreichen. Doch müssen wir all das wirklich wissen? Unsere Arbeit beschäftigt sich mit der vorherrschenden Masse an Todesmeldungen und der daraus resultierenden Reizüberflutung. Sie soll die damit einhergehende Abstumpfung in unseren Köpfen verdeutlichen.

Die Lichtskulptur »Spiel mir das Lied vom Tod« filtert aus all den Pressemeldungen die Minute für Minute um die Welt gehen diejenigen heraus, welche sich dem Verderben und Elend auf unserem Planeten widmen. Der Lichtarm des umgebauten Plattenspielers »brennt« die 60 Zeichen langen Headlines dieser Nachrichten computergesteuert in die eigens dafür präparierte Lichtplatte, die sich stetig unter diesem entlang dreht.

Ähnlich wie in unserem Gedächtnis verblasst die eben noch hell leuchtende Schlagzeile schon nach kurzer Zeit. Doch die wahnsinnige Flut an neuen Schreckensmeldungen sorgt dafür, dass keinesfalls eine Lücke entsteht. Kaum hat eine Nachricht Ihre Leuchtkraft verloren, »brennt« der Lichtarm auch schon die nächste Meldung an deren Stelle und was uns einst unsere volle Aufmerksamkeit entfachte, spielt plötzlich schon keine Rolle mehr!


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Manche Menschen reden mit ihren Kleinkindern wie ich mit meinem Hund. Der hat es gut bei mir – für einen Hund.

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Kenny Larkins „My Travels“ zu dem 1902er Sci Fi-Klassiker „Le Voyage dans la lune“

Youtube-User SilverdaleDubs hat ein vergleichbar kuhles Hobby. Er nimmt sich die interessanten Tracks der elektronischen Musiklandschaft und schneidert denen Videos auf die Spuren.

Hier hat er sich den 1994 auf Warp erschienen Kenny Larkin-Klassiker „My Travels“ gegriffen und mit Teilen des französischen Sci Fi-Klassiker „Le Voyage dans la lune“ aus dem Jahre 1902 visuell ausgeschmückt. Klasse Zusammenführung.


(Direktlink, via Deepgoa)

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Just my daily two cents

Jobless, and Living in a Bunk | The New York Times
„Atsushi Nakanishi, 40, is out of work in Japan, where unemployment has hit 5.2 percent. Exporters have laid off workers en masse over the last year as the global economic crisis has cut into demand, pushing many of the newly unemployed from their company-sponsored housing or leaving them unable to make rent.“

Jüdische Flüchtlinge in der Karibik: Letzte Rettung Paradies | einestages
„Mit billigen Bars und Traumstränden ist die Dominikanische Republik für viele Deutsche Ballermann in der Karibik. Doch vor 70 Jahren war das Land die letzte Hoffnung für jüdische Flüchtlinge aus Deutschland – obwohl der örtliche Diktator ein brutaler Rassist und glühender Fan Adolf Hitlers war.“

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New York in den 70ern

Unfassbar viele Fotografien, die das Leben in New York während der 70er Jahre zeigen, gibt es im Wired New York Forum. Ich klicke mich da jetzt ein halbe Ewigkeit durch und will gar nicht aufhören. Fast alle Bilder spiegeln das alltägliche Leben in dieser verrückten Stadt wieder und dürften privater Herkunft sein.

(via Design You Trust)

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New Years Blue Moon Eclipse

The New Year’s Eve Blue Moon eclipse was visible throughout Europe, Asia, Africa and parts of Alaska, captured in this two exposure composite in cloudy skies over Saint Bonnet de Mure, France. Playing across the Moon’s southern reaches, the edge of Earth’s umbra, or dark central shadow, appears on the right side along with the prominent ray crater Tycho.
(Foto: Jean Paul Roux für Astronomy Picture of the Day)

Hach!

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Tresor-Doku „SubBerlin“ online

Ich habe die Doku letztens im TV gesehen und finde, dass es eine der besten Dokumentationen über Techno in Berlin überhaupt ist. Sie schenkt mir längst vergessene Eindrücke wieder und ist neben dem romantischen Blick nach hinten für dabei gewesene voller interessanter Details und wissenswerter Informationen.

Regisseur Tilmann Künzel ist mit seiner Dokumentation ein sehenswerter Film über die Gründerjahre des Tresor Clubs im damals gerade wiedervereinten Berlin gelungen. Kurz nach dem Mauerfall hatte eine Gruppe um Dimitri Hegemann den Club am zu dieser Zeit noch unscheinbaren Potsdamer Platz im alten Wertheim-Gebäude eröffnet und damit nicht unwesentlich zum Ruf Berlins als Partystadt beigetragen. Im Kellergewölbe des ansonsten fast völlig zerstörten Gebäudes hörte man damals eine neue Art von Musik, die wenig später unter der Bezeichnung Techno über Detroit und Berlin ihren Siegeszug durch die Clubs der Welt antrat.
In SubBerlin – Underground United kommen die Macher und DJs der ersten Stunde noch einmal zu Wort. Egal, ob nun Hegemann selbst, Johnnie Stieler, Regina Baer oder die DJs wie Sven Väth, Dr. Motte oder auch die Detroiter Legenden Jeff Mills und Blake Baxter – sie alle haben ihre Anekdoten über den damaligen Hype in der werdenden Bundeshauptstadt zu erzählen; von einem Berlin, welches kurz nach dem Mauerfall ein wahres, fast anarchisches Paradies für die Subkultur war. So kurz nach der Wende schien damals Alles möglich: In Ostberlin war die Frage nach den Grundstückseigentümern meist ungeklärt und so schufen ein paar Kulturaktivisten einen magischen Ort, an dem sich die Jugend aus beiden Teilen der Stadt erstmals zum Feiern traf. Der Film zeigt die Entwicklung einer bis dahin unbekannten Musik zwischen Detroit, Berlin und großem Stern, wo Techno zehn Jahre später endgültig zum Massenphänomen werden sollte.
(tip)

Sevenload hat, weshalb auch immer, jetzt die komplette Fassung online. Unbedingt ansehen!


(Direktlink, danke, Flo!)

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