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Das Kraftfuttermischwerk Beiträge

Oha, was für eine Nacht. Ich habe jetzt so langsam das Gefühl als würde mein Kopf wieder halbwegs funktionieren. Halbwegs.

Nicht umsonst gilt das Full Moon Festival als eines der internationalsten Trance-Festivals in Deutschland überhaupt. Mein Englisch hat wieder einmal arg gelitten letzte Nacht, aber es war wieder einmal mehr wundervoll. Wer also mal von dem viel besagtem „Spirit“ den die Trance-Scene herzugeben vermag kosten möchte, sollte genau dort hinfahren. Wie lange ist es her, dass ich von einer 10-Punkt-PA vermöbelt worden bin? Keine Ahnung, es war auf einer Shiva Moon irgendwann in den Neunzigern. Aber es ist schon viel zu lange hergewesen. Das dann der zweite Floor immer noch mit einer 6-Punkt-PA aufwartet ist nur konsequent und um so besser. Es war ein toller Abend, eine tolle Nacht, ein ganz toller Morgen mit unzähligen Zuhörern im Zelt und überhaupt wieder mal das Sommerhighlight.

Aufgenommen haben wir das 3-Stunden Live-Set nicht. Das kann an den 1 2 3 4 5 6 Gläsern Wein gelegen haben, die wir zu viel hatten, oder einfach daran, dass es keinerlei Sinn machen würde, diese Atmosphere aufnehmen zu wollen, weil es nicht gelingen könnte, weil das aussichtslos wäre, wenn man nicht im Zelt sitzt.

Ich gehe jetzt pennen und hoffe, dieses Gefühl bleibt bis zum nächsten Sommer. Gute Nacht.

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Doku: Detroit Tekkno Crossing – Tresor Berlin (1995)

Muss damals eine dieser kunst-kulturbeladenen Primetime Sendungen auf Sat.1 gewesen sein. Da kam immer ein Haufen Schrott, mit Verlaub, aber das hier fand ich ganz toll – finde ich immer noch. Was waren das für Wochenenden. Hach. Man achte auf das Goa-Geklöppel, was der Herr Lopez da durch den Keller jagt, gleich nach Emanuel Top. Hihi. Überhaupt muss „Goa“ damals ein ziemlich heißes Thema gewesen sein im „Tresen“. Und was waren die damals schon pessimistisch, wenn es um die Entwicklung von Techno ging. Zumindest das hat sich bis heute nicht verändert.

(DirektKeller, via)

Und ich fahr jetzt auf „Goa“ tanzen. Bis denne.

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Liebes Intro,

jetzt kackt Euch doch bitte nicht drei Mal hintereinander in das eigene Höschen: Für Festivals zählt das Atribut “ nicht zu warm, nicht zu kalt.“ so rein gar nichts. Das klingt nach einer furchtbar peinlichen Entschuldigung. Für die hiesigen Gefilde zählt nur „zu heiß“! Alles andere ist ausgemachter Bullshit. Es ist Sommer, eigentlich, es ist kalt, es regnet. Wem wollt Ihr den Shice eigentlich weißmachen? Das ist kein Wetter für ein Festival. Da könnt Ihr erzählen, was Ihr wollt… Aber doch bitte nicht sowas!

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Carl Craig – Interview (arte 2007)

Detroit-Legende und Ausnahmemusiker Carl Craig erklärt, warum er seinen Job so sehr liebt, und was seine Arbeit ausmacht.

Ich liebe das. Ich habe den besten Job der Welt. Wenn ich zu Hause bin, die Kinder im Bett liegen, meine Frau noch wach ist, trinke ich mit ihr zusammen eine Flasche Wein. Und wenn sie schläft, trinke ich eben alleine eine Flasche.

Sympathisch, der Tüp und ein großartiger Deejay noch dazu.

(DirektCraig)

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Es gibt so Tage, an denen passiert nicht viel. Der Punk, der bei dem netten Kassierer im Supermarkt versucht, einzelne Zigaretten zu kaufen. Der nette Kassierer im Supermarkt, der dem Punk, der einzelne Zigaretten bei ihm zu kaufen versucht, einfach drei aus seiner privaten Schachtel gibt und darauf besteht, sich diese nicht bezahlen zu lassen. Der Busfahrer, der wieder einmal jemanden aus seinem Bus verwiesen hat, weil der keinen vorschriftsmäßigen Fahrschein vorlegen konnte. Ein ganz kleiner Mensch, der so verschnupft ist, und nicht weiß wie ihm geschieht und schreit, als wäre es der letzte Tag. Ein etwas größerer kleiner Mensch, der Ferien hat und die voll auszukosten bereit ist denn danach wird wieder mal etwas Großes, etwas ganz Neues auf ihn zukommen – vielleicht auch etwas, was ihm das Herz brechen könnte. Vielleicht auch nicht. Rührung beim Lesen des „Jahresbriefes“ – Zeugnisse gibt es in dem Haushalt hier keine, vorerst. Ein junger Mann, der darüber philosophiert, wie toll es wäre, die Zeit zurückspulen zu können und mich fast ansteckt, wonach ich ihm jedoch sagen muss, dass sich das nicht haben müsste, weil ich vielleicht alles genau so noch einmal machen würde. Überraschte Blicke. Das Bewusstsein, momentan zu wenig Musik auf die Reihe zu kriegen. Es ist Sommer, ein bisschen. Alles potenzielle Storys, aber eigentlich nur einer dieser Tage, an denen nicht viel passiert.

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Wooohooohooo!

Ich liebe diesen Shice. Diese ganzen Knöpfe, diese vielen Potis und das Rauschen, was aus all denen rauskommt. Das Drehen, das Werkeln, das Fühlen dessen. Super! Macht man viel zu wenig heutzutage. (Wir sollten endlich mal wieder alles verkabeln.) Noch besser finde ich, dass Sonicstate mittlerweile offenbar einen Video-Kanal hat, was ich bisher nicht wusste. Asche auf mein Haupt, und die die dann noch übrübrigbleibt in meinen Reader. Und ich hasse es, Rechnungen zu schreiben, aber das ist eine andere Geschichte.

Link: Video-TechTalk mit Adrian Utley von Portishead

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DDR-Alltagsfotografie

Keine Ahnung, wo der Mann die ganzen Bilder hernimmt, aber es werden immer mehr. Alle aus den Siebzigern und Achtzigern und fast alle mit diesem grauen Schleier, der so alltagstypisch war. Das Leben im Osten war eben immer etwas verschleiert.

Phillys GDR auf Flickr.

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