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Das Kraftfuttermischwerk Beiträge

Wenn man so sieht, wie die Anklage im Pirate-Bay-Prozess auch mit den Zeugen der Gegenseite umgeht, wird dieses ganze Schmierentheater, das die Musikbranche vorführt, immer lächerlicher. Meine Oma meinte immer zu mir als ich noch klein war: „Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht, auch wenn er dann die Wahrheit spricht.“ Meine Oma war eine kluge Frau.

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Mir gegenüber sitzt ein eher unansehnlicher Mann mit sehr speckigem Ripp-Unterhemd, auf dem sich die Essensreste der letzten Woche bemühen, irgendetwas zu komponieren, was an ein Gemälde aus dem 19. Jahrhundert erinnert. Über dem Hemd, das seine Brustbehaarung sehr gut in Szene zu setzen weiß, trägt er eine dünne Leinenjacke, die mal weiss gewesen sein muß. Offen. Wünsche mir sofort -20 Grad! Kälte hat auch ihre guten Seiten.

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Just my daily two cents

9 Tage hinter den Barrikaden | Google Video
Ziemlich harter Stoff: „Im September 1986 war Kopenhagen Schauplatz einer Aktion, die wohl nicht nur für Dänemark einzigartig war. Es geht um ein damals seit über drei Jahren besetztes Haus, in dem rund 60 Leute leben. Die Besitzerin will es abreißen lassen – die Räumung ist für den folgenden Tag angekündigt… Hier beginnt der Videofilm der dänischen Gruppe, die während der neun Tage dauernden Verteidigung der Besetzung bei fast allen Aktionen und Alltagssituationen filmen konnte. Ihr gelang so ein Portrait des Lebens hinter den Barrikaden von den Leuten, die sich entschlossen hatten, das Haus militant zu verteidigen.

My MacBook Was Cracked By Itself | Flickr
Das. Fetzt! Für alle jene, die auch immer wieder daran erinnert werden wollen, dass nicht nur ihr Plastik-MacBook diese beiden Sollbruchstellen links und rechts neben dem Touchpad hat. Die haben andere auch. Frage mich gerade, ob die auch irgendwer nicht hat, der sein MacBook durch die Welt schleppt. Ich jedenfalls musste eben herzlich lachen.
(via murdelta)

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Komasaufen in Berlin (West) anno 1989

Während der Osten die Revolution probte, ging der Dokumentarfilmer 1989 Rolf S. Wolkenstein in eine Westberliner Pinte, um dort zu dokumentieren was passiert wenn sich Leute zum Tequila-Kampftrinken treffen. Nach dem vierzigsten Tequila wird die ganze Situation, sagen wir mal… etwas unübersichtlich. Das alles ist kein bisschen witzig, nicht mal unterhaltsam, sondern wirkt irgendwie ziemlich stumpf. Dokumentarisch. Der Film wurde für’s Netz gekürzt und ist als Ganzes Teil der DVD Blechkiste Berlin, die sehenswert zu sein scheint.

(Direktlink, via De:Bug)

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Die Musikindustrie hat gar nicht vor, ihre rosarote Welt zu verlassen. Der Pirate-Bay-Prozess macht ein mal mehr deutlich, dass sie nicht mal gewillt sind, auch in andere Richtungen zu sehen. Die Studien, auf die sich die Anklage zu stützen versucht, wurden von der Branche selber in Auftrag gegeben, nicht von unabhängigen Gutachtern. Die IFPI geht immer noch davon aus, dass jeder der nicht legal getätigten Downloads zum Kauf eines Musikstücks geführt hätte. So einfach ist das für die IFPI. Die gehen also davon aus, dass man sich jeglichen Quatsch, den man aus welchen Gründen auch immer, irgendwann mal geladen hatte, auch kaufen würde, wenn die Möglichkeit des Downloads nicht bestanden hätte.

Dabei machte es sich John Kennedy, Vorsitzender der „International Federation of the Phonographic Industry“ (IFPI) am einfachsten. Jeder illegale Download eines Musikstücks sei ein potentielles Geschäft gewesen, das der Branche damit verloren gegangen sei: „Hätten sie es nicht gratis bekommen, hätten sie es sich gekauft“, sagte er.

Ob die wirklich so blöd sind, dass zu glauben, oder tun die nur so, um sich ihren Wunsch nach einem teuren Exempel gegen die PB-Macher endlich auch mal erfüllen zu können.

Die Experten der Verteidigung widersprachen den IFPI-Vertretern gründlich. Die Musikbranche schneidet sich ins eigene Fleisch, wenn sie versucht, Filesharing über Internet zu erschweren oder zu kriminalisieren, meint Kjell Erik Eriksson. Er ist Forscher an der Königlich-Technischen Hochschule (KTH) in Stockholm und hat eine EU-finanzierte Studie zur Frage des Einflusses der technischen Entwicklung auf die Einkünfte der Musikbranche geleitet – mit dem Ergebnis, dass Filesharing das Musikinteresse der Internet-User insgesamt steigert.

(taz)

Ich weiß gar nicht, wie man die offenbar nie enden wollende Ignoranz der Musikbranche auch nur halbwegs auf die Reihe soll. Mehr dazu hat die taz:
Pirate Bay und die Musikindustrie – Sind Filesharer Diebe oder Kunden?

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